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Monte Sant'Angelo

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Monte Sant’Angelo
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Monte Sant'Angelo ist eine Kleinstadt auf der Halbinsel des Gargano, sie liegt in der Provinz Foggia in der Region Apulien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Städtchen in der Anhöhe der in die Adria hineinragenden Halbinsel Gargano ist bekannt für eine Wallfahrtsstelle am Ort einer Erscheinung des Erzengels Michael im Jahre 490 n.Chr. Die Stadt wurde im 7. Jhdt. unter der Herrschaft der Langobarden zum Nationalheiligtum, 871 dann von den muslimischen Sarazenen erobert und wurde dann von den Normannen zurückerobert, für viele Kreuzritter hatte ein Gebet im Grottenheiligtum eine Pflicht vor dem Aufbruch ins Heilige Land.

Lange hielt sich in der Region des Gargano die Normannenherrschaft, erst im 17. Jhdt. gelangte Monte Sant'Angelo zum von Neapel aus regierten Königreich beider Sizilien und 1861 zum Königreich Italien.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste aus den deutschsprachigen Ländern angeflogene Flughafen ist derjenige von Bari, von dort oder auch von Rom aus muss dann mit einem Mietwagen oder der Bahn weitergereist werden.

Mit der Bahn/ mit dem Bus[Bearbeiten]

Mit der Bahn reist man, beispielsweise am Rom mit dem Schnellzug Frecciargento oder ab Mailand mit dem Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa oder mit einmaligem Umsteigen in Bologna auf der Adrialinie der Trenitalia nach Foggia an. Von dort aus geht es mit der Linie Foggia - Manfredonia der Ferrovie del Gargano und dann von Manfredonia mit dem Bus oder Taxi weiter.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Auto reist man auf der Adria-Küstenautobahn A14 (vorbei am zur an Staus leidenden Region von Rimini und dem Fährhafen Ancona) an, ab der Symbol: AS Foggia nimmt man die SS89, nach der Umfahrung von Manfredonia führt eine Provinzstrasse in Kehren zum 800 m ü.Meereshöhe gelegenen Ort hinauf.


Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Monte Sant'Angelo

Lokal bewegt man sich zu Fuß, zum Besuch der Wallfahrtsstätte muss auf dem großen kostenlosen Parkplatz zuoberst im Ort parkiert werden (Vorsicht! Bettler versuchen sich hier ein Parkentgeld zu erschnorren und hoffen auf die Wohltätigkeit der Pilger!), zu Fuß begibt man sich vorbei am Staufferkastell zum Eingang der Wallfahrtsstätte. Entlang der Kehren der SS272 und der Zufahrt dürfen Ortsfremde nicht parkieren. Der Corso Vittorio Emanuele führt hinab in die Neustadt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Castello di Monte Sant'Angelo
Santuario San Michele Arcangelo, Eingang
  • 1 Santuario di San Michele Arcangelo, Via Reale Basilica, 127. Tel.: +39 0884 561150. Im Jahr 490 fand der Sage nach ein Hirte, der einen verloren gegangenen Stier suchte, diesen in einer kaum zugänglichen Grotte in Anbetung versunken, wenige Tage später erschien dem Bischof Laurentius von Siponto der Erzengel Michael und wies ihn an, in der Grotte ein Heiligtum errichten. Die Engelserscheinung wiederholte sich 492/93. Während der Herrschaft der Langobarden wurde Wallfahrtsstätte quasi zum Nationalheiligtum. In der Folge wurde die Stätte von vielen Gottesmännern besucht, 1917 machte Padre Pio da Pietrelcina auf die Bedeutung dieses Michaelis-Heiligtums aufmerksam. Als letzter Papst besuchte Johannes Paul II. 1987 die Stätte.
Die eigentliche Kirche befindet sich in einer Höhle. Der Zugang erfolgt durch ein Portal im romanischen Stil, das im 13. Jahrhundert erbaut wurde, die Bronzetüren des Portals mit Darstellungen von biblischen Szenen stammen aus dem Jahre 1076. Neben dem Portal steht der achteckige vierstöckige Campanile. Im Jahr 2011 wurde diese Kirche zusammen mit einigen anderen Bauwerken in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen unter dem Titel Die Langobarden in Italien, Orte der Macht (568 bis 774 n. Chr.)
  • 2 Castello Normanno Svevo Aragonese, Via del Castello. Tel.: +39 0884 562062. Das Kastell wurde im 9. Jahrhundert erbaut, unter den Normannen wurden die Torri dei Giganti angefügt. Das Kastell ließ der Stauferkönig Friedrich II. als Wohnsitz für seine Geliebte Bianca Lancia herrichten, unter den Angiovinern diente der Bau als Gefängnis. In der Burg ist eine Ausstellung mit archäologischen Funden untergebracht, zum Teil dient es als Besucherzentrum des Gargano-Nationalparks.
  • 3 Tomba di Rotari. , der runde Bau ist ein Baptisterium (Taufkapelle) aus dem frühen 12. Jhdt. (und wurde nur fälschlicherweise als Grabmal des Langobardenkönigs Rothari bezeichnet), sehenswert sind die Reliefs an den Säulenkapitellen. Gleich daneben die Apsis der im 19. Jahrhundert eingestürzten romanischen Kirche San Pietro aus dem 12. Jhdt.
  • Tempio di Sant'Apollinare: das Kirchlein, deren Ursprung ins 7./8. Jhdt zurückgeht, war wohl eine der Keimstätten der Gemeinde Monte Sant'Angelo.

etwas ausserhalb:

Kloster Santa Maria di Pulsano
Wanderweg nach Tomaiuolo
  • 4 Kloster Santa Maria di Pulsano. Typ ist Gruppenbezeichnung Das Kloster wurde im 6. Jhdt. gegründet, die romanische Kirche wurde ab 1177 errichtet. Die Mönche der Congregatio Pulsanense übernahmen im 16. Jhdt. die Ordensregeln der Benediktiner, die Klosterkirche wurde nach Renovationen 1997 für das Publikum wieder geöffnet und eine Schule der Ikonographie gegründet, welche Interessierte ins Kloster bringt.
Die Zufahrt erfolgt über die SP56, die beim kürzliche restaurierten Kloster endet. Auch der letzte Abschnitt der Strasse zum Parkplatz beim Kloster ist tagsüber frei befahrbar, es muss lediglich die Taste des "Türöffners" am Tor bei der Einfahrt betätigt werden, worauf es sich automatisch öffnet.
Zu sehen ist das renovierte Kloster selbst mit der teils in den Fels geschlagenen Kirche, Informationen zur Anlage in den Nebenräumen und eine Weihnachtskrippe ("Presepe").
Zum anderen können von Parkplatz aus Wanderungen zu Einsiedeleien in den Felsklippen unterhalb des Klosters und zum Weiler Tomaiuolo unternommen werden, zum letzteren wurde ein Pflanzenlehrpfad eingerichtet, Stichwege zu in den Fels geschlagenen Einsiedeleien sind bezeichnet.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Besuch der Wallfahrtsstätte; Vorsicht, bei großem Andrang von Reisegruppen versammeln sich hier auch Bettler und Schnorrer, Vorsicht vor Taschendieben!
  • Besuch des Klosters Santa Maria di Pulsano mit Wandermöglichkeiten nach Tomaiuolo.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • im Ort mit einem grossen Andrang von Pilgern werden überall Devotionalien angeboten.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

  • auf dem an sich kostenlosen kommunalen Parkplatz versuchen Schnorrer sich Parkgebühren zu ergaunern, bei großem Andrang von Pilgergruppen Gefahr von Taschendiebstählen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • www.montesantangelo.it/ – Offizielle Webseite von Monte Sant’Angelo
  • Website der Tourismusorganisation von Monte Sant'Angelo
  • Website der Abtei S. Maria di Pulsano mit der Schule für Ikonographie


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