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Ilztalbahn

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RS1 der Regentalbahn ausgeliehen an die Ilztalbahn beim Halt in Fürsteneck

Die Ilztalbahn GmbH wurde von Mitgliedern des Fördervereins Ilztalbahn e.V. am 14. November 2006 gegründet. Seit 2010/2011 verkehrt das Eisenbahninfrastrukturunternehmen immer im Sommerhalbjahr an Samstagen, Sonn- und Feiertagen auf der reaktivierten Bahnstrecke Passau-Freyung, der Ilztalbahn. Die Betriebsführung übernimmt dabei die Rhein-Sieg-Bahn aus Bonn.

Geschichte[Bearbeiten]

RS1 ausgeliehen an die Ilztalbahn bei Kalteneck
RS1 der Agilis ausgeliehen an die Ilztalbahn bei Schiefweg

Gegründet am 14. November 2006 zur Reaktivierung der Bahnstrecke Passau-Freyung, erfolgte am 12. Dezember 2006 die Eintragung in das Handelsregister Passau unter der Nummer HRB 7054. Im März 2009 erhielt die Ilztalbahn GmbH dann die Betriebsgenehmigung zum Betreiben einer Bahnstrecke vom bayerischen Wirtschaftsministerium. Schon einen Monat später pachtete man dann zusammen mit der Rhein-Sieg-Bahn die Bahnstrecke im April 2009 für 50 Jahre von der DB Netz. Schließlich konnte am 12. September 2010 die Teilstrecke von Waldkirchen nach Freyung in Betrieb genommen werden und am 16. Juli 2011 die restliche Strecke von Waldkirchen nach Passau.

Die Ilztalbahn GmbH verhinderte mit ihren Bemühungen so die endgültige Stilllegung der landschaftlich schönen Bahnstrecke Passau-Freyung. Diese wurde nämlich seit dem Augusthochwasser 2002 nicht mehr befahren, da eine Wiederherstellung der zerstörten Bahnstrecke für die DB Netz unwirtschaftlich gewesen wäre. Die DB Netz beantragte daraufhin am 11. März 2005 beim Eisenbahnbundesamt die Stilllegung der Strecke, welche am mit Wirkung zum 1. April 2005 genehmigt wurde. Die Anliegergemeinden der Ilztalbahn wollten deshalb die Strecke kaufen und sie in einen Bahntrassenradweg umwandeln, der den Adalbert-Stifter-Radweg mit dem Donau-Ilz-Radweg verbinden sollte. Dieses Vorhaben scheiterte aber am Förderverein Ilztalbahn, der sich stark für eine Reaktivierung der Strecke einsetzte. Die DB Netz stellte daraufhin einen Antrag auf Freistellung von Bahnbetriebszwecken, um die Strecke an die Kommunen verkaufen zu können, weshalb sich am 14. November 2006 die Ilztalbahn GmbH gründete und gegen den Freistellungsantrag Widerspruch einlegte. Das Eisenbahnbundesamt erkannte den Widerspruch am 16. Juli 2007 an, womit zum ersten Mal ein Freistellungsantrag abgewiesen wurde. Die Gegeneinwände der Gemeinden Ruderting und Röhrnbach wurden abgewiesen und der Beschluss somit am 16. August 2007 bestandskräftig. Schließlich schloß die Ilztalbahn GmbH am 2. Juni 2009 einen Pachtvertrag mit der DB-Netz über 50 Jahre, Kooperationspartner wurde die Rhein-Sieg-Bahn. Am 12. September 2010 konnte der erste Teilabschnitt zwischen Waldkirchen und Freyung eröffnet werden, am 15. Juli 2011 die restliche Strecke zwischen Waldkirchen und Passau.

Flotte[Bearbeiten]

RS1 ausgeliehen an die Ilztalbahn an der Leopiermühle

Das einzige Fahrzeug im Besitz der Ilztalbahn GmbH ist ein Zweiwegebagger, der im Frühjahr 2010 von einer österreichischen Gleisbaufirma übernommen werden konnte. Dazu kommt ein Klv 53 der Passauer Eisenbahnfreunde, welcher seit August 2009 als Dauerleihgabe an die Ilztalbahn GmbH verliehen ist. Für den Personenverkehr am Wochenende und an Feiertagen werden Regio-Shuttle der Waldbahn, von Agilis und selten auch von der Oberpfalzbahn geliehen. Die Fahrzeuge werden mit Zielschildern der Ilztalbahn ausgerüstet.

Streckennetz[Bearbeiten]

Schienenbus der Passauer Eisenbahnfreunde in Röhrnbach

Download des Linienfahrplans der Ilztalbahn GmbH sowie weitere Informationen zum Streckennetz hier.

Der Fahrplan der 2014 sechs mal täglich am Wochenende verkehrenden Ilztalbahn GmbH ist dabei so ausgelegt, dass in Freyung Anschlüsse an das Busnetz der RBO in den Nationalpark Bayerischer Wald bestehen und in Waldkirchen Anschlüsse ebenfalls an das Busnetz der RBO nach Haidmühle/Nove Udoli und von dort aus mit der Tschechischen Bahn (CD) weiter nach Südböhmen.

Die Höchstgeschwindigkeit auf der Ilztalbahn beträgt 50 km/h. Bahnhöfe und Haltepunkte entlang der Strecke sind Passau Hbf (0 km), Tiefenbach (9,2 km), Fischhaus (15,6 km), Kalteneck (20,3 km), Füsteneck (24,5 km), Röhrnbach (30,6 km), Waldkirchen (38,0 km) und Freyung (49,5 km).

Service[Bearbeiten]

Die Züge auf der Ilztalbahn führen nur die 2. Klasse, sowie ein Mehrzweckabteil und eine Toilette. Die Fahrradmitnahme auf der Ilztalbahn ist kostenpflichtig, genauso wie die Mitnahme von Hunden, beide kosten jeweils 2€. Kinder unter 6 Jahre sind zudem frei, Kinder von 6-14 Jahre und Schüler zahlen die Hälfte.

Fahrkarten generell erhält man beim Zugbegleiter in den Dieseltriebwagen auf der Ilztalbahn. Eine Tabelle mit den Preisen findet man hier. DB-Fahrkarten werden nicht anerkannt, allerdings gelten das Bayernticket und das Bayerwaldticket im Streckenabschnitt Röhrnbach - Freyung. Das Gästeservice-Umweltticket (GUTi), das Übernachtungsgästen in einigen Gemeinden im Bayerischen Wald freie Fahrt im ÖPNV bietet, wird ebenfalls nur in diesem Streckenabschnitt anerkannt.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Website der Ilztalbahn GmbH.
  • Website des Fördervereins Ilztalbahn e.V.
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