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Hohes Gras

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Hohes Gras
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Das Hohe Gras ist mit 614,8 m die höchste Erhebung des Habichtswaldes und der Stadt Kassel. Zentral im hohen Habichtswald gelegen ist der Gipfel ein attraktives Wanderziel. Der Berg gehört zum Naturpark Habichtswald.

Aussichtsturm auf dem hohen Gras

Hintergrund[Bearbeiten]

Geographie[Bearbeiten]

Obwohl das hohe Gras mit 615 m die höchste Erhebung des Habichtswaldes ist, ist der Berg eher eine unscheinbare Erscheinung. Aus der Ferne gesehen ist die Kuppe in der Silhouette des Gebirges nicht oder nur sehr schwer auszumachen. Zusammen mit Essigberg und Großem Steinhaufen bildet der Gipfel als leicht welliges Hochplateau die Gipfelregion des Hohen Habichtswaldes.

Klima[Bearbeiten]

Klimatisch ist es hier oben meist 3 - 5 Grad kühler und es weht ein stärkerer Wind als im nahen Kasseler Becken, das mehr als 400 m tiefer liegt. Wenn man den Turm bestiegen hat (bis auf etwa 645 m) ist man sogar gute 500 m höher als die Kasseler Karlsaue, die nur auf 140 m Höhe liegt.

Im Sommer kann man durch den großen Höhenunterschied so schnell der drückenden Schwüle in der Stadt entfliehen. Im Winter, wenn aufgrund von Inversion im Kassel Becken oft dicke Luft herrscht, kann man bei klarer Sicht und Sonnenschein hier oben richtig gut durchatmen (Sonnencreme und warme, winddichte Kleidung allerdings nicht vergessen).

Auch bei den Niederschlägen gibt es im Vergleich zum nur 10 km entfernten Kasseler Stadtzentrum erhebliche Unterschiede. So beträgt der mittlere jährliche Niederschlag am hohen Gras etwa 800 bis 900 mm. Im nahen Kasseler Becken ist es mit nur 500 - 600 mm bedeutend trockener, da Kassel bei den häufigen Westwetterlagen im Regenschatten des Gebirges liegt. [1]

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste Flughafen ist der bei der Gemeinde Calden befindliche Kassel Airport, der sich etwa 10 km nördlich des Berges befindet. Wer wirklich fliegen will, nutzt den Flughafen Frankfurt.

Mit Bus und Bahn[Bearbeiten]

Das hohe Gras ist von Kassel aus gut mit dem öffentlichen Verkehr zur erreichen.

Nächster ICE-Haltepunkt ist der Fernbahnhof in Kassel Wilhelmshöhe.

Von dort fährt man mit der Straßenbahnlinie 4 bis zur Endhaltestelle der Linie im Druseltal. Hier besteht Anschluss an die Buslinie 22. Diese fährt sowohl den Herkules, wie auch das Hohe Gras an.

Näheres zum Nahverkehr siehe auch Abschnitt "Öffentlicher Nahverkehr" im Artikel Kassel.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Für die Anreise überregional siehe Artikel Kassel.

Von Kassel aus erschließt die Landstraße Druseltal - Habichtswald-Ehlen den Habichtswald. Von der Straße biegt man auf der Höhe links zum hohen Gras ab (Abzweigung ist ausgeschildert). Direkt am Aussichtsturm gibt es einen Wanderparkplatz, der kostenlos genutzt werden kann.

Zu Fuß[Bearbeiten]

Das Hohe Gras ist ein schönes Wanderziel im hohen Habichtswald. Von vielen Punkten aus kann man den Berg erwandern.

Eine anspruchsvollere Rundwanderung vom Druseltal auf den Berg ist übrigens im Regiowiki der HNA beschrieben.

Mobilität[Bearbeiten]

Der recht ebene Gipfelbereich des Habichtswalds lädt zu Spaziergängen ein. Ab dem Wanderparkplatz am Turm gibt es drei markierte Rundwanderwege (2, 3 und 4 km; weitere Infos sind im Abschnitt "Wandern" zu finden).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick über das Kronenmeer Richtung Reinhardswald und Kaufunger Wald
Blick zum Sendeturm auf dem Essigberg

Aussichtsturm[Bearbeiten]

Die Grundsteinlegung für den Turm erfolgte bereits im Mai 1888. Im Frühjahr 1890 konnte der 24,7 m hohe Turm nach fast zweijähriger Bauzeit eingeweiht werden. Im November 1904 ging die Ausflugsgaststätte in Betrieb. 1925 erfolgte eine erste Grundsanierung des Turms. Der II. Weltkrieg hinterließ ebenfalls Schäden am Turm, die beseitigt werden mussten. 1969 wurde der Turm mit einem architektonisch nicht passenden Aufbau um 3 m erhöht und mit einer Antenne versehen. Die letzte Sanierung des Bauwerks erfolgte zwischen 1985 und 87. Seit 1929 ist das Bauwerk im Besitz des Hessisch-Waldeckischen Gebirgsverein Kassel.

Den Schlüssel zum Aussichtsturm erhält man auf Nachfrage im Restaurant. Vom Turm kann man bei guter Sicht die entfernten Mittelgebirge in der Umgebung erkennen. Die Nahsicht ist durch die Bäume und das flache Gefälle des Berges verdeckt. Der Aufstieg auf den Turm ist trotzdem lohnend. Entfernungstafeln an der Aussichtsplattform helfen bei der Orientierung. Die Sendeanlage wird übrigens vom Hessischen Rundfunk betrieben.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Wandern[Bearbeiten]

Der recht ebene Gpifelbereich des Habichtswalds lädt zu Spaziergängen ein. Ab dem Wanderparkplatz am Turm gibt es drei markierte Rundwanderwege (von 2, 3 und 4 km lang). Ein vom hohen Gras erreichbares Ziel ist zum Beispiel der Essigberg. Der Sendeturm kann zwar nicht bestiegen werden, aber von der Wiese an der Landstraße (bei 51° 18′ 42″ N 9° 20′ 47″ O) hat man einen schönen Westblick unter anderem auf den Bärenberg. Der 4 km lange Rundweg ist mit der Nummer 6 markiert.

Klettern[Bearbeiten]

Im Bereich des hohen Grases gibt es seit Mai 2009 einen Kletterpark. Die Parcoure führen von Baum zu Baum. (Info).

Wintersport[Bearbeiten]

Im Winter ist am Berg ein Skilift in Betrieb. Der Lift erschließt eine 510 m lange Piste mit 80 m Höhenunterschied. Die Piste kann beschneit werden. Für die Präparierung der Abfahrt steht eine Pistenraupe zur Verfügung. Ferner findet man im unteren Bereich des Skilifts auch einen 200 m langen Rodelhang.

Panorama: Du kannst das Bild horizontal scrollen.
Panorama der Abfahrt: Die Skipiste ist im oberen Abschnitt als mittelschwer einzustufen. Die Abfahrt endet übrigens unten am Wald.
Panorama der Abfahrt: Die Skipiste ist im oberen Abschnitt als mittelschwer einzustufen. Die Abfahrt endet übrigens unten am Wald.

Küche[Bearbeiten]

  • Restaurant & Cafe „Hohes Gras“. Das gemütliche Lokal im Aussichtsturm lädt zur Einkehr ein. Bei schönem Sommerwetter nutzt man am besten den Biergarten. Zur Kaffeezeit kann man aus verschiedenen Kuchen- und Tortensorten wählen. Daneben gibt es auch eine Speisekarte zum Mittag (z. B. mit gut schmeckendem Wiener Schnitzel). Freundlicher Service. Den Schlüssel zum Aussichtsturm erhält man übrigens auf Nachfrage im Restaurant. Seit Herbst 2016 hat die Gastronomie einen neuen Betreiber. Geöffnet: Am Wochenende: 10.00 – 18.00 Uhr; in der Woche 11.00 – 18.00 Uhr.
  • Waldgaststätte Herbsthäuschen. Tel.: (0)561 38882, Fax: (0)561 602470. Die Waldgaststätte liegt landschaftlich sehr schön etwa 1,5 km unterhalb der Bergspitze am Osthang des Hohen Grases. Das rustikale Restaurant ist ein gemütliches Blockhaus aus Holz. Im Sommer kann man auch draußen sitzen. Das Herbsthäuschen bietet über das Jahr verteilt verschiedene Veranstaltungen an (u. a. Hüttenabende, "Oktoberfest", Termine siehe Seite). Lage und Anfahrt: Das Herbsthäuschen liegt südöstlich des Hohen Grases bei 51° 18′ 5″ N 9° 21′ 59″ O. Die Anfahrt erfolgt über die Landstraße Kassel-Wilhelmshöhe - Ehlen (ist auch Zufahrt zum Herkules). Die Straße oberhalb der Ansiedlung "Neu-Holland" verlassen und zum Wanderparkplatz "Am Ziegenkopf" abbiegen. Der Parkplatz liegt bei 51° 18′ 27″ N 9° 22′ 39″ O. Vom Wanderparkplatz läuft man etwa 1,2 km auf kinderwagentauglichen Fahrwegen bis zum Herbsthäuschen. Geöffnet: Di – So 11.00 – 18.00 Uhr (Für Gruppen wird auf Anmeldung auch Abends geöffnet).

Unterkunft[Bearbeiten]

Eine Übernachtungsmöglichkeit besteht auf dem Berg nicht. Im nahen Kassel findet man aber Gästebetten.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Umweltatlas Hessen - mittlere Niederschlagshöhe Jahr 1901 - 2000

Weblinks[Bearbeiten]

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