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Franches-Montagnes

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Die Franches-Montagnes, zu deutsch Freiberge, liegen im Kanton Jura in der Schweiz. Sie stellen indes auch ein politischer Bezirk im Kanton Jura dar, der nicht ganz deckungsgleich ist mit dem Hochplateau der Franches-Montagnes. Hier wird jedoch explizit das Hochplateau der Franches-Montagnes behandelt, nicht der politische Bezirk.

Orte[Bearbeiten]

Saint-Brais

Die Gemeinden vom Nordosten nach Südwesten sind:

All diese Gemeinden gehören zum Kanton Jura.

Dazu kommt die südwestlichste Gemeinde der Franches-Montagnes, die zum Kanton Bern gehört:

Die Franches-Montagnes haben total 9900 Einwohner. Der wichtigste Ort der Franches-Montagnes ist ohne Zweifel Saignelégier.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Etang de la Gruère
  • Der Étang de la Gruère ist ein Moorsee in der Gemeinde Saingelégier. Er ist rund 4 km vom Ortszentrum entfernt.
  • Musée rural - Preise: Erwachsene CHF 8.-, Kinder mit Eltern CHF 2. Öffnungszeiten: Sonntag von 14-17.00 oder nach Vereinbarung. Adresse: Case Postal 41, 2714 Les Genevez, Tel.: 032 484 00 80

Hintergrund[Bearbeiten]

Montfaucon wurde 1139 als erste Siedlung der Franches-Montagnes erwähnt. Im späten 13. Jahrhundert gründete die Adelsfamilie von Muriaux die Burg Spiegelberg auf einem Felsgrad hoch über dem Doubstal. Am 17. November 1384 stellte der Fürstbischof von Basel einen Freibrief für die fast noch unbesiedelte Region aus, die den Einwanderern aussergewöhnliche Freiheiten zugestanden. So kam die Region zu ihrem Namen. So liessen sich vor allem Siedler aus Saint-Ursanne, aus dem Val de Ruz und aus dem Burgund nieder. So wurde das Gebiet gerodet und es wurde urban. Die heutigen Dörfer wurden gegründen. Die ansässige Bevölkerung hatte durch die Jahrhunderte verschiedene Hungersnöte zu leiden, vor allem während des Dreissigjährigen Krieges.

Als die französischen Truppen 1792 in die Franches-Montagnes einmaschierten, war das Ende der Freiheitsrechte besiegelt. Von 1793-1815 gehörte die Freiberge zu Frankreich. Anfangs waren sie Teil des Départements du Mont-Terrible, wurde jedoch im Jahre 1800 mit dem Département Haut-Rhin verbunden. Der Wiener Kongress entschied, dass die Region 1815 an den Kanton Bern angeschlossen wurde.

Im Jahr 1974 entschied sich eine klare Mehrheit der Bevölkerung für die Schaffung des neuen Kantons Jura. Am 1. Januar 1979 traten deshalb alle Gemeinden, ausser Ferrière dem neuen Kanton bei.

Sprache[Bearbeiten]

In der Franches-Montagnes wird französisch gesprochen. Es gibt aber auch einige, die noch deutsch sprechen, auch Berner Mundart.

Anreise[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Züge der Chemins de Fer du Jura

Die Chemins de Fer du Jura CJ betreibt die Schmalspurlienie von La Chaux-de-Fonds nach Glovelier, wo Anschluss nach Delémont-Basel und Porrentruy-Frankreich besteht. In La Chaux-de-Fonds bestehen Verbindungen nach Neuchâtel, und ins französische Besançon. Von Le Noirmont besteht eine Stichstrecke nach Tavannes. Nach Biel/Bienne kann man entweder via La Chaux-de-Fonds oder via Glovelier/Delémont fahren. Beides dauert gleich lange, ebenso wenn man nach Zürich fahren will. Aktuelle Fahrpläne bei der SBB

Einige Reisezeitangaben von Saignelégier nach:

Nach Paris fährt man ca. 5 Stunden.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die wichtigste Strasse führt von Delémont nach La Chaux-de Fonds. Eine weitere wichtige Strasse führt nach Tavannes.

Mobilität[Bearbeiten]

Peu-Péquigniot bei Le Noirmont

Die Chemins de Fer du Jura CJ betreibt die Schmalspurlienie von La Chaux-de-Fonds nach Glovelier, die stündlich verkehrt und die Hauptader des öffentlichen Verkehrs in den Franches-Montagnes bildet. Viele Gemeinden haben einen Bahnhof. Die Bahnhöfe von Saignelégier, Le Bémont, Le Noirmont oder Les Bois z.B. liegen bei den Siedlungen, jedoch gibt es auch Bahnhöfe, die von den Dörfern entfernt liegen. So läuft man von der Station Bollement rund 40 Minuten hinauf zum Dorf Saint-Brais. Die Station Pré-Petitjean liegt sehr nahe bei Montfaucon, ist sie doch nur etwa 10-15 Minuten zu Fuss entfernt.

Es gibt auch Buslinien der CJ, die jedes Dorf bedienen. SIe fahren jedoch nit so regelmässig und sie haben viele Taktlücken, vor allem sonntags.

Jedes Dorf ist mit irgeneiner Strasse verbunden, die meist in sehr gutem Zustand sind.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Les Cherlatez - ist ein Weiler, der zu Saignelégier gehört und an der Strasse nach Tramelan liegt und sich durch charakteristische Jurahäuser mit ihrem grossen flachen Dach auszeichnet.
  • Ruine Spiegelberg - liegt auf einem Felssporn über dem Doubstal
  • Kirche Montfaucon - ist die Mutterpfarrei der ganzen Franches-Montagnes. Der heutige Bau ist neoklassizistischen Ursprungs aus dem Jahre 1831.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Winter[Bearbeiten]

La Chaux-des-Breuleux im Winter
  • Schlittenhundrennen - Findet im letzten Januarwochenende in Saignelégier statt. Es nehmen etwa 800 Hunde teil. Eintritt: CHF 7.- für beide Tage.
  • Schneeschuhlaufen - Es gibt vier verschiedene Touren in den Franches-Montagnes, alle diese Touren sind auf der Website aufgeführt. Dort sind auch die Preise für die Schneeschuhmiete, welche an diversen CJ-Bahnhöfe gemieten werden können.
  • Langlaufen - Es gibt viele Langlaufloipen in den Franches-Montagnes. Von sportlichen Loipen, bis zu denen, die für Familien geeignet sind.
  • Alpinski und Schlitteln - In den Franches-Montagnes kann man in Les Genevez und Les Breuleux Alpinski fahren. Diese zwei Orte sind vor allem für Familien geeignet und sehr klein mit jeweils nur einem Lift, jedoch liegen beide Orte über 1000 Metern über Meer und Schnee ist in den meisten Tagen im Winter garantiert.
  • Winterwanderwege - In den Franches-Montagnes gibt es auch viele ausgeschilderte Winterwanderwege. Mehr dazu auf dieser Seite.
  • Snowup Saignelégier-Les Reusilles - Führt von Saignelégier nach Les Reusilles vorbei an Les Cherlatez und dem Etang de la Gruère. Schneeschuhe können gemieten werden.

Sommer[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Tête-de-Moine, der typische Käse aus Bellelay
  • Tête de Moine - Der Käse wurde von den Mönchen des Klosters Bellelay im Kanton Bern produziert und ist deshalb eher im Berner Jura beheimatet. Es gibt ihn schon über 800 Jahre und ist das einzige AOC-Produkt des Juras. Eine Käserei, welche den Tête de Moine ebenfalls produziert ist in Saignelégier beheimatet. Er wird jeweils in Rosetten serviert.

Nachtleben[Bearbeiten]

Weiler La Bosse bei Le Bémont

Ein grosses Nachtleben ist nicht vorhanden, ausser vielleicht im:

  • Café du Soleil in Saignelégier - Ein Restaurant mit gutem und günstigem Essen in einem alten Jurahaus. Hier trifft sich das Dorf. Adresse: Marché-Concours 14, Tel.: 032 951 16 88, Öffnungszeiten: Mo, Di, Mi, Do, So von 8-00.30, Fr & Sa von 8-1.30.

Sonst geht man weiter nach Delémont oder La Chaux-de-Fonds.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Franches-Montagnes sind ländlich und deshalb sehr sicher. Notruf Polizei 117, Notruf Feuerwehr 118.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima der Franches-Montagnes ist rau. Im Winter herrscht, da das Hochplateau auf 900-100 Meter liegt, meist eine geschlossene Schneedecke und somit ist das Hochplateau ideal zum Langlauffahren und Schneewandern. Im Sommer wird es jedoch auch angenehm warm, aber selten wirklich heiss, was die Region ideal zum Wandern macht.Das aktuelle Wetter kann man einsehen unter diesem Link

Literatur[Bearbeiten]

  • Reiseführer "Französischer und Schweizer Jura" vom Oase-Verlag.

Weblinks[Bearbeiten]

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