Dandong

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Dandong
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Dandong (chinesisch: 丹東, Pinyin: Dāndōng) ist eine Großstadt in der Provinz Liáoníng Teil der Mandschurei. Die Stadt hieß Antung (安東, Pinyin: Āndōng, postalisch: Tantung) bis 1965. Sie liegt am Yalu (kor.: Amnok), der den Grenzfluß zur Volksrepublik Korea bildet. Das städtische Gebiet, gut 15.300 km² groß, entspricht etwa der Fläche Schleswig-Holsteins. Der am dichtesten besiedelte Bereich sind Yuánbǎo, das umliegende Zhèn'ān (振安區) und der Verwaltungssitz in Zhenxing (振興區, Pinyin: Zhènxīng qū) mit etwa 340.000 Einwohnern. Der eigentliche Ort Dandong liegt etwa zehn Kilometer weiter südlich ebenfalls am Yalu. Auch zur Stadt gehört im Norden der autonome mandschurische Kreis Kuandian (chinesisch: 寬甸滿族自治縣, Pinyin: Kuāndiàn Mǎnzú Zìzhìxiàn). Dieses Hinterland ist gebirgig.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die von der japanischen Staatsbahn bis 1911 gebaute Brücke über den Yalu stellte zur damaligen Zeit eine bedeutende Ingenieursleistung dar. Sie wurde ab November 1950 von den Amerikanern im Koreakrieg systematisch bombardiert, da aus Antung gut 60% der chinesischen Waffenhilfe auf die Halbinsel kam. Man hat die Reste der Brücke als Denkmal an den anti-imperialistischen Kampf stehen gelassen. Die japanische Armee hatte bereits 1937-43 parallel dazu die heute als „Brücke der chinesisch-koreanischen Freundschaft“ bekannte Stahlkonstruktion gebaut.

Zur Zeit der Mandschu-Herrschaft, als nur wenige Han-Chinesen hier siedeln durften, war Antung Teil der Provinz Fèngtiān, bis diese 1934 dreigeteilt wurde. Die Stadt wurde während des ersten chinesisch-japanischen Kriegs 1895 besetzt. Sie war dann bis 1905 russisch kontrolliert und blieb danach bis 1945 Teil der neutralen Zone des von Japan übernommenen Pachtgebiets Kwangtung (chinesisch: 關東州, Pinyin: Guāndōng zhōu). Kwangtung bedeutet „östlich des Passes“ (syn. Dōngběi), gemeint ist damit Shanhaiguan, wo die chinesische Mauer am Ozean endet.

Seit 1907 war Antung als Vertragshafen für Ausländer geöffnet, was einen rapiden Aufschwung brachte. Unter japanischer Verwaltung wurde wie in der ganzen Mandschurei massiv in die Industrialisierung investiert, was nach dem Wiederaufbau der auf die Befreiung 1949 folgte fortgesetzt wurde. Die Staatsführung beschloß 2003 einen neuen Revitalisierungsplan, so daß hier weiterhin Industrie im Vordergrund steht. Sie konzentriert sich am Flußhafen und Dandong-Ort. Rund achtzig Prozent des chinesisch-koreanischen Handels fließen durch diese Grenzstadt.

Das eigentliche Stadtgebiet wird einerseits vom Yalu, andrerseits von nur etwa zwei Kilometer im Westen liegenden Bergen begrenzt, zieht sich aber deshalb gut 15 km am Ufer entlang. Der Flußhafen ist im Ortsteil Langtou (浪頭鎮). Touristisch interessant ist in Zhenxing vor allem der Bereich bei den Yalu-Brücken. Der Fluß friert winters zu.

Anreise[Bearbeiten]

Die 3 km lange „neue Yalu Brücke“ bie Langtou, die als Ersatz für die gußeiserne chinesisch-koreanische Freundschaftsbrücke gedacht ist, wurde nach über 6jähriger Bauzeit im Sommer 2020 vollendet. Die Wirtschaftssanktionen und coronabedingte Einreisesperren verzögern die Eröffnung.
Nordkorea

Siehe: Einreisebedingungen

Die Grenzbrücke ins koreanische Sinŭiju (신의주시) wird von Ausländern per Bahn überquert, die normalerweise bis Pjöngjang durchfährt. In jedem Fall muss man für solche Reisen Arrangements mit einem spezialisierten Anbieter, von denen die meisten in Peking sitzen, machen. Sofern man nicht eine der wenigen organisierten Gruppentouren nutzen kann, besteht in Nordkorea immer die Möglichkeit der Einreise einer individuellen Kleingruppentour.

(Will man nicht hinüber gibt es kleine Ausflugsboote, die auf chinesischer Seite den Grenzfluss entlangschippern und so einen Blick auf Nordkorea ermöglichen.)

Dandong.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

1 Flughafen Dandong-Langtou (丹東浪頭機場, IATA: DDG). Flughafen Dandong-Langtou in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Dandong-Langtou im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Dandong-Langtou (Q1708821) in der Datenbank Wikidata. Zwar ist der Flughafen seit seinem Ausbau 2014 auf zwei Millionen Passagiere ausgelegt, tatsächlich hat er nur regionale Bedeutung, mit inner-chinesischen Verbindungen.

Vom Bahnhof Dandong verkehrt Bus 205.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

2 Bahnhof Bahnhof in der Enzyklopädie Wikipedia Bahnhof im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBahnhof (Q5359154) in der Datenbank Wikidata

Hochgeschwindigkeitszüge aus Peking-Südbahnhof brauchen etwa 6 Std. 20 Min. Ab Harbin-West sind es 4h20. Von Shanghai-Hongqiao über Tianjin fährt man 11h20.

Gewöhnliche Züge fahren aus Shenyang etwa 1h40. Von Dalian ist man rund 2h40 unterwegs.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Fernbusse fahren beim Bahnhof ab. Busse aus Peking brauchen 10 Stunden, aus Shenyang rund 3.

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • Die Nationalstraße G304 (304国道) beginnt in Dandong. Sie führt nach Shenyang (287 km; von dort Richtung Peking) und weiter in die Innere Mongolei bis Holingol (889 km).
  • Die G208 geht durch die gesamte Stadt am chinesischen Ufer des Yalu entlang.
  • Auf der G201/G11 gelangt man bis Dalian (305 km) an der Spitze der Guāndōng-Halbinsel bzw. in nördlicher Richtung bis Chanchun (G11; 526 km) und Harbin (800-820 km).

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Aus dem südkoreanischen Incheon verkehrt eine direkte Fähre (Tel. Incheon 032-891-3322, Dandong 0415-3152666). Auf ihr gibt es nur wenige Kabinen, die schnell ausgebucht sind. Wer diesen Reiseweg nutzen will fährt besser nach Dalian und von dort weiter.

Mobilität[Bearbeiten]

Der große Steuermann weist vor dem Bahnhof den Wahren Weg.

Es gibt eine Flußfähre, die für 50 Yüan (2018) verschiedene chinesische Ortsteile verbindet.

Es gibt Fahrradverleihstationen, die aber wenn man kein Chinesisch kann nicht zu benutzen sind. Die grünen Räder gehören der Firma ZXBike. Zum Entsperren braucht man deren App, die mit einem chinesischen Konto verbunden sein muß. Die orangen Räder verleiht die Stadtverwaltung. Zu ihrer Nutzung braucht man dieselbe Wertkarte, die auch für Busse eingesetzt wird. Diese Karten wiederum muß man im Büro der Stadtverwaltung beantragen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

An dem Hügel, wo die Japaner 1922 einen großen Schrein ihrer Shinto-Religion errichtet hatten ist heute der 1 Jinjiangshan Park (錦江山公園).
Zhenxing
  • 2 Koreakrieg-Museum[1] (抗美援朝紀念館)
  • Die alte 3 Yalu-Brücke Yalu-Brücke in der Enzyklopädie Wikipedia Yalu-Brücke im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsYalu-Brücke (Q11174479) in der Datenbank Wikidata, die von der amerikanischen Luftwaffe im Novemner 1950 zerbombt wurde, ist bis zur Flußmitte begehbar, was Eintritt kostet.
    • 4 Yalujiang Park. Park und Promenade nördlich der Yalu-Brücken. Hier sind auch die Ableger für Ausflugsboote.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Die Einkaufsstraße Korean Town.

Viele Geschäften bieten koreanische Waren (nicht zwangsläuflig nur aus dem Norden) an. Händler verkaufen nordkoreanische Zigaretten billiger als chinesische. Auch im Angebot sind z.B. nordkoreanischer Banknoten oder Münzen als Sammlerstücke (im Set 25-30 Yüan). Diese sind auch deshalb attraktiv, weil westliche Besucher der DPRK in der Regel nicht mit dem Won in Berührung kommen.

Küche[Bearbeiten]

Man muß nicht allzu sehr suchen, um koreanische Spezialitätenrestaurants zu finden, die auch Hund auf der Speisekarte haben. Man achte auf die Zeichen 狗肉.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

In Dandong-Ort
  • 1 Kairida Hotel (凱日達賓館)
In Zhenxing
  • 2 Hanting Express (漢庭酒店丹東火車站店), Jinshan St. (bahnhofsnah). Tel.: +864153115666. Geöffnet: Check-in: 14.00. Preis: Mittelklasse.
  • 3 Dandong Hotel, 69 Shanshang St, Zhenxing. Tel.: +864152101581. 145 Zimmer mit 253 Betten. Mit Restaurant, Pool und Tennishalle. Preis: gehoben.

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Mehrere Studien haben im Jahr 2012 für Meeresfrüchte und Fische auf dem Markt von Dandong Schwermetallbelastungen festgestellt.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Benutzer von GPS-Geräten sollten beachten, daß in China die angezeigten Werte von der tatsächlichen Lage aufgrund staatlicher Manipulation generell abweichen. In sensiblen Grenzgebieten kann die Fehlermarge 200-600 Meter betragen!

Ausflüge[Bearbeiten]

Blick vom Parkplatz zur restaurierten chinesischen Mauer bei Hushan auf die zu Nordkorea gehörende Insel Tàiyáng (太陽島). (Achtung: Die Grenze verläuft hier am rechten Ufer des Yalu. Einige kleine nordkoreanische Inselchen sind nur durch einen Bach und Stacheldraht von China getrennt. Grenzer reagieren ausgesprochen pikiert wenn man hier „hineinstolpert.“)

Hushan[Bearbeiten]

In den 1990ern restaurierte man 1250 Meter der chinesischen Mauer in Hushan.

In Hushan endete der 5 östlichste Teil der chinesischen Mauer östlichste Teil der chinesischen Mauer in der Enzyklopädie Wikipedia östlichste Teil der chinesischen Mauer im Medienverzeichnis Wikimedia Commonsöstlichste Teil der chinesischen Mauer (Q1190340) in der Datenbank Wikidata (虎山長城), welcher Ende des 15. Jahrhunderts unter den Ming und somit sehr spät errichtet wurde. Die vom Yalu aufsteigende Mauer liegt etwa fünfzehn Kilometer nördlich des Zentrums von Zhenxing. Busse ab der Fernbusstation brauchen etwa 40 Minuten.

Fenghuangshan[Bearbeiten]

Der „Phönix-Berg“ (鳳凰山 Fènghuángshān) ist vom 3 Bahnhof Fengchengjian oder per Bus aus Dandong leicht zu erreichen. Der Park kostet Eintritt, der Besuch der Phönix-Höhle zusätzlich.

Der Naturpark, dessen höchste Erhebung der Jiànyǎn (箭眼, 836 m) ist, wird durch eine Seilbahn erschlossen. Pfade entlang der steilen Klippen sind ausgewiesen und gut gesichert. Das letzte Stück auf dem Gipfel ist nur 40-60 cm breit. Besonders spektakulär ist der Ausblick zur Zeit herbstlichen Laubfärbung.

Das Fest des Bergtempels ist im April.

Qingshan-See[Bearbeiten]

Der 6 Qīngshān-See (青山湖), ein fast 50 km langes Reservoir, ist wegen seines sauberen Wassers bekannt. Es gibt Ausflugsboote. Der Besuch des Naturparks kostet Eintritt. Nicht weit von der Kasse ist das Maoxiang Hotel (茂祥賓館; 2*).

Literatur[Bearbeiten]

  1. Ausführlich aus amerikanischer Sicht beschrieben in: China's Memory and Commemoration of the Korean War in the Memorial to Resist America and Aid (North) Korea; Cross Currents, Nr. 14 (März 2015), S. 63-87

Weblinks[Bearbeiten]

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