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Cuglieri

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Cuglieri
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Cùglieri (sardisch: Cullieri) ist eine Stadt in der Provinz Oristano an der Westküste von Sardinien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Cuglieri ist der Hauptort der bergigen Küstenregion des Montiferru, die sich von der oftmals felsigen Küste hinauf zu den Vulkanmassiven von 1 Monte Ferru (1035 m), 2 Monte Entu (1024 m) und 3 Monte Urtigu (1050 m, an der Grenze zur Nachbargemeinde Santu Lussurgiu) erstreckt; geologisch herrscht Basaltgestein vor, teils aber findet sich an den Küsten auch heller Kalkstein.

Aus der bronzezeitlichen Nuraghenkultur finden sich im Gemeindegebiet etliche Nuraghen (Turmbauten) und auch Hünen- und einfachere Felsengräber.

Bekannt wurde die Region durch die im Gemeindegebiet (weiter südlich, zwischen Santa Caterina di Pittinuri und S'Archittu) gelegene punische (resp. phönizische) Siedlung Cornus. Von hier aus ging vom punisch-sardischen Fürsten Hampsicora im Jahre 215 v. Chr. eine Revolte gegen Rom aus, die in einem Feldzug unter dem römischen Konsul Titus Manlius Torquatus, der seine Legionen von Cagliari aus nach Nordwesten marschieren ließ, niedergeschlagen wurde.

Später hatte Cornus an der Küstenstraße unter römischer Herrschaft einige Bedeutung; zwei Basiliken und ein frühchristliches Taufbecken aus byzantinischer Zeit unterstreichen die Bedeutung der Stadt auch in frühchristlicher Zeit. Ebenfalls in römischer Zeit war weiter nördlich die Siedlung Gurulis nova gegründet worden.

Im Mittelalter war Gurulis der Hauptort der Curatoria (sardischer Verwaltungsbezirk) von Montiferru, um 1160 wurde das Castello di Montiferru errichtet. Der Ort kam unter die Herrschaft des Judikats von Arborea; mit der Errichtung des Königreichs von Sardinien und Corsica unter der Herrschaft des Hauses Aragon gehörte Cuglieri über Jahrhunderte zur Lehnsherrschaft Montiferru. Auch unter den spanischen Herren des Hauses Aragon wurden im 18. Jhdt. die verschiedenen Küstentürme errichtet.

Im 19. Jhdt. war Cuglieri anstelle von Bosa eine Zeitlang Provinzhauptstadt; mit der Neuordnung im sardisch-italienischen Königreich fiel es an die Provinz Nuoro, und 1974 kam die Gemeinde zur neugegründeten Provinz Oristano. Im Ort von Bedeutung ist das theologische Seminar mit einer philosophischen und theologischen Fakultät, welches als erstes außerhalb von Rom gegründet wurde, und die Malaria-Heilstätte, die von 1928 bis 1948 Bestand hatte.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Auf dem Luftweg kann man über den nächstgelegenen 1 Flughafen Alghero (Aeroporto di Alghero-Fertilia) , der vor allem von Ryanair, Alitalia und der sardischen Gesellschaft Meridiana bedient wird, den 2 Flughafen Olbia (Aeroporto di Olbia-Costa Smeralda) oder den 3 Aeroporto di Cagliari-Elmas im Süden der Insel anreisen.

Mit der Bahn / Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der nächste Bahnhof an der von der staatlichen Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato / Trenitalia bedienten Hauptachse von Olbia im Osten über Macomer, Oristano zur Inselhauptstadt Cagliari ist derjenige von 4 Macomer .

Näher liegen würde die Bahnstation von Tresnuraghes an der Linie des touristischen Trenino Verde zwischen Macomer und Bosa, allerdings dürften die hier nur saisonal verkehrenden touristischen Züge für die Anreise weniger geeignet sein.

Am einfachsten kann man den Ort mit dem Bus der arst / Trasporti Regionali della Sardegna von Macomer erreichen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von der bedeutendsten Nord-Südverbindung im westlichen Sardinien, der teils vierspurig ausgebauten SS131, die von Sassari über Macomer und Oristano nach Cagliari hinabführt, erreicht man Cuglieri über die SS129bis und nimmt kurz vor Bosa die westliche Küstenstraße SS292, die das ganze Gemeindegebiet von Norden nach Süden durchquert und südlich von Cuglieri zu den Küstenorten Santa Caterina di Pittinuri und S'Archittu hinabführt.

Die kurvige SP19 führt über die Hochebene von Istraderis resp. Badde Urbara nach Santu Lussurgiu.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Die zur Gemeinde gehörigen Küstenorte Santa Caterina di Pittinuri und S'Archittu verfügen nicht über zur Anreise geeignete Häfen.

Mobilität[Bearbeiten]

Um die verschiedenen Sehenswürdigkeiten zu besuchen, ist ein Privatwagen hilfreich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Basilica Santa Maria della Neve
Chiesa di Santa Croce

1 Cuglieri

  • 1 Basilica di Santa Maria della Neve oder Basilica Santa Maria ad Nives war die erste Kirche aus Sardinien, die zu einer Basilica minor erhoben worden war. Nach der Legende wurde einen Madonnenstatue von Fischern in Santa Caterina gefunden und mit dem Ochsenwagen in den Ort transportiert, als die Ochsen nicht anhielten, sondern den Weg zur Kuppe fortsetzten, wurde dies als Zeichen für die Errichtung der Kirche angesehen. Jedenfalls wurde der Bau der Kirche im Barockstil im 14. Jhdt. begonnen und erst mit der Fertigstellung der Fassade um 1912/3 im 20. Jhdt. abgeschlossen.
  • 2 Chiesa di Santa Croce hat ihre Ursprünge im 11. Jhdt. Die Barockkirche wurde 1668 in ihrer Aufgabe als Pfarrkirche von der Basilica di S. Maria della Neve abgelöst.
  • 3 Chiesa della Madonna delle Grazie wurde als Teil des Konvents der Schwestern "Servi di Maria" im 16. Jhdt. erbaut.
  • 4 Chiesa di Santa Croce
  • 5 Chiesa di San Giovanni
  • 6 Chiesa del Carmelo , das Barockkirchlein wurde 1702 geweiht.
  • 7 Chiesa di San Quirico
  • das 8 Ex Seminario regionale ist das Gebäude der ehemaligen sardischen theologisch-philosophischen Fakultät; 1927 gegründet wurde die Fakultät im Jahre 1971 nach Cagliari verlegt.
  • 9 Museo Civico Archeologico di Cuglieri , wurde 2016 im ehemaligen Kapuzinerkonvent eröffnet.
Torre Pittinuri

2 Santa caterina di Pittinuri

  • nördlich des Orts mit den Badestränden steht der 10 Torre Pittinuri auf einer Felserhebung
  • im Norden liegt der 11 Nuraghe Appara in der Nähe der Straße SS292
  • beim Villagio Sessa liegt der 12 Nuraghe Oratiddo und etwas westlich der 13 Nuraghe Coduleddu
Archäolog.Gelände Cornus

3 Cornus

  • 14 Area archeologica Cornus : hier finden sich die Ruinen des antiken Cornus, des sardisch-punischen Stadtstaats, von dem aus die Revolte des Hamsicora gegen die Römer im Jahre 215 v. Chr. ihren Ausgang nahm. Später entwickelte sich hier eine römische Provinzstadt; aus byzantinischer Zeit sind Ruinen zweier Basiliken und eines frühchristlichen Taufbeckens erhalten.
  • ein Pfad führt zur Felsklippe der 1 Falesia Hotel Cornus
Sonnenuntergang in S'Archittu

4 S'Archittu

  • im Norden liegt ein kleiner Strand und der malerische Naturbogen des 2 Arco di S'Archittu , der in den Sommermonaten nachts beleuchtet wird.
  • im Hinterland liegt der 15 Nuraghe Crastachesu und der 16 Nuraghe Ameddosu

5 Torre del Pozzo

  • 17 Torre Su Puttu , der von den Aragonesen errichtete Küstenturm liegt auf der felsigen Landzunge von Torre del Pozzo.
  • der 18 Nuraghe Cornus liegt im Hinterland

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Baden an den verschiedenen Badestränden
  • Besuch des archäologischen Geländes von Cornus
  • Golfen im 1 Golf Club Is Arenas mit einem 18-Loch-Platz

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

  • in der Pineta di Is Arenas liegen zahlreiche 1 Campingplätze.


Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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