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Unesco-Welterbestätten in Europa
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Cividale del Friuli

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Cividale del Friuli / Cividât / Östrich / Čedad
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Cividale del Friuli ist eine Stadt in der Region Friaul-Julisch Venetien in Norditalien nahe der Grenze zu Slowenien. Die einst bedeutendste Stadt des Friaul ist reich an Zeugnissen einer langen, bewegten Geschichte.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die östlich von Udine liegende Stadt geht auf eine ursprünglich keltische Siedlung zurück, die zur Römerzeit Bedeutung als Handelsstadt erlangte. Von ihrem einstigen, auf die Stadterhebung durch Julius Caesar verweisenden Namen Forum Iulii leitet sich die Bezeichnung der Landschaft Friaul ab, deren wichtigste Stadt das heutige Cividale werden sollte, als es im 6. Jahrhundert im Zuge der Völkerwanderung von den Langobarden erobert und zum Herrscherzentrum ausgebaut wurde. Mit der Niederlassung des Patriarchen von Aquileia wurde die Stadt zudem ein wichtiges Kirchenzentrum, welches es auch unter der Herrschaft der Franken ab dem 8. Jahrhundert blieb, bis im 13. Jahrhundert der Sitz des Patriarchats ins damals neu gegründete Udine verlegt wurde. In der Frankenzeit erhielt die Stadt die Bezeichnung Civitas Austriae ("östliche Stadt"), aus welcher der heutige Name hervorging. Im 15. Jahrhundert gelangte Cividale für mehr als dreihundert Jahre unter die Herrschaft Venedigs. Aus all diesen Epochen finden sich bis heute Zeugnisse in der Stadt.

Die mittelalterlich geprägte Altstadt liegt hoch über dem felsigen Steilufer des Natisone, welchen der berühmte Ponte del Diavolo ("Teufelsbrücke"), das Wahrzeichen der Stadt, überspannt. Besonders kunsthistorisch bedeutend ist der Tempietto Longobardo ("Langobarden-Tempel"), der zusammen mit dem umliegenden Gastaldaga-Areal ebenso Teil der UNESCO-Weltkulturerbestätten Die Langobarden in Italien, Orte der Macht (568 bis 774 n. Chr.) ist wie der Bischöfliche Komplex um die Piazza del Duomo, wo sich mit dem Dom, dem Christlichen Museum und einem Archäologischen Museum von überregionalem Rang einige der wichtigsten weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt befinden.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächstgelegene internationale Flughafen, jener von Trieste-Friuli Venezia Giulia, liegt bei Monfalcone etwa 30 km südlich von Cividale. Alternativ Anreise über den Flughafen Venezia-Marco Polo (ca. 100 km südwestlich). In keinem Fall direkte öffentliche Verbindungen nach Cividale, sondern weitere Anreise über Udine.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Zugverbindungen nach Udine (siehe dort), von dort mit Zügen der Regionalbahngesellschaft Ferrovie Udine Cividale (FUC) im Halbstunden- oder Stundentakt in ca. 20 min nach Cividale. Fahrkarten sind nicht an Trenitalia-Schaltern oder -Automaten, sondern etwa am Kiosk des Bahnhofs Udine erhältlich.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Busverbindungen nach Udine (siehe dort). Vom dortigen Busbahnhof mit SAF-Bussen in wechselnden Intervallen mehrmals täglich in ca. 30-45 min nach Cividale Centro Intermodale.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Vom Zentrum Udines auf der Staatsstraße SS54 direkt nach Cividale (ca. 16 km).

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Cividale del Friuli

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Tempietto Longobardo
Tempietto Longobardo
Palazzo Pretorio
  • 1 Ipogeo Celtico (Keltisches Hypogäum). Typ ist Gruppenbezeichnung
  • 2 Tempietto Longobardo (Langobarden-Tempel, Kloster Santa Maria in Valle). Das ehemalige Benediktinerinnenkloster am flussaufwärts gelegenen Ende der Altstadt wurde wahrscheinlich im 8. Jahrhundert gegründet. Um das Jahr 760, noch während der Herrschaft der Langobarden, wurde die heute als "Langobarden-Tempel" oder Oratorio di Santa Maria in Valle bekannte Kapelle erbaut, die als das Herzstück der Anlage und das kunsthistorisch herausragendste Bauwerk der Stadt gilt. Die auf quadratischem Grundriss errichtete Kapelle beherbergt unter einem kreuzförmigen Tonnengewölbe Fresken, kunstvolle Stuckverzierungen, eine als Hochrelief ausgeführte Prozession weiblicher Heiligenfiguren sowie aufwändig gearbeitetes Chorgestühl und strahlt eine archaische Würde aus. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • 3 Ponte del Diavolo (Teufelsbrücke). Brücke über den Fiume Natisone
  • 4 Duomo di Santa Maria Assunta. Babeginn 1458, Weihe 1529, im 18. Jahrhundert umgestaltet im Stil des Barock. Rechts vom Chor Zugang zur Krypta. Auf der linken Seite Zugang zum Museo Cristiano (Christliches Museum) mit einem langobardischen Taufbecken (Callixtus-Baptisterium)
  • 5 Palazzo Pretorio (Museo archeologico nazionale di Cividale). Der auch Palazzo dei Provveditori veneti bezeichnete, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaute Palast geht auf Pläne Andrea Palladios zurück. In diesem wurde das Nationale Archäologische Museum untergebracht, welches Exponate aus sämtlichen Epochen der Stadt- und Regionalgeschichte ab der Römerzeit beherbergt. Im Zentrum der umfangreichen Dokumentation der Langobardenzeit steht die Rekonstruktion einer Grabungsstätte, der Nekropole von San Mauro.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Feste

  • Palio di San Donato: An einem Wochenende in der zweiten Augusthälfte wird in der Altstadt ein aufwändiges traditionelles Mittelalterfest mit historischer Kostümierung und Küche, Umzügen und Märkten veranstaltet. Im Zentrum stehen Wettkämpfe der Stadtteile von Cividale.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

  • Al Campanile, Via G. B. Candotti 4, Tel.: 0432 732467. Einfache, liebenswürdige Trattoria mit traditionellen regionalen Spezialitäten, Gastgarten unter dem Glockenturm des Doms, Mo Ruhetag.
  • Taverna Longo Barda; Via Monastero Maggiore 8, ausgezeichnete italienische Küche zu moderaten Preisen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Locanda Al Castello, Via del Castello, 12, 33043 Cividale del Friuli UD. Tel.: +39 0432 733242. 4-Sterne-Hotel.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

http://www.comune.cividale-del-friuli.ud.it/ – Offizielle Webseite von Cividale del Friuli

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