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Canyon de Chelly National Monument

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Canyon de Chelly National Monument
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Canyon de Chelly National Monument ist ein Park im nordöstlichen Arizona.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Canyon de Chelly National Monument liegt in der Navajo Nation und umfasst vier Felsschluchten. Der 42 km lange Canyon die Chelly (gesprochen: känjen duh-chay), der 56 km lange Canyon del Muerto, sowie der Black Rock Canyon und Monument Canyon. Da die Navajos schon im 19. Jhdt. dieses Land zurück erhalten hatten, konnte man 1931 keinen unbewohnten National Park mehr schaffen. Die Parkverwaltung ist nur für die Wege und die archäologische Erschließung zuständig. Um alles andere kümmert sich die Navajo-Verwaltung und Navajo-Polizei. Für manche ist der Canyon de Chelly der schönste Canyon Arizonas, schöner als der Grand Canyon. Er ist zwar viel kleiner, aber durch den Kontrast der grünen Natur mit den roten Sandsteinen beeindruckend. Auch heute leben Navajo (sprich: na-wa-ho) im Canyon, bauen Mais an und züchten Schafe. Der Zutritt zum National Monument ist kostenlos.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Canyons sind durch Wasser-Erosion, entstanden. Das Colorado Plateau hatte sich vor 60 Millionen Jahren angehoben. Dabei wurde der De-Chelly-Sandstein aus versteinerten Dünen gebildet, die der Wind vor 250 Millionen Jahren hier angehäuft hatte. Es gibt Zeugnisse einer Besiedlung des Canyons von vor 5000 Jahren. Die ersten Siedler waren noch Nomaden. Erst die Generation der Korbmacher siedelten im Canyon. Zwischen 350 und 1300 n.Chr. haben hier - wie in Mesa Verde - die Anasazi (ancestral Puebloans) gelebt. Viele Ruinen von Gebäuden sind erhalten.

Petroglyphen

Petroglyphen erzählen Geschichten aus ihrem Leben vor vielen Jahren. Die Anasazi bauten Häuser zum Wohnen, Lagern von Nahrungsmitteln und für soziale oder religiöse Zeremonien. Vor 700 Jahren verschwanden sie aus ungeklärten Gründen. Man vermutet, dass möglicherweise eine lang andauernde Dürre oder die Auslaugung der Böden durch immer gleiche Bepflanzung oder die ständig steigende Einwohnerzahl, die durch das zur Verfügung stehende Land nicht mehr ernährt werden konnte, sie zum Verlassen des Canyon gezwungen hat. Die Anasazi sind die vermutlichen Vorfahren der heutigen Hopi und Zuni. Um 1700 besetzten Navajo den Canyon. Die US-Kavallerie kämpfte 1864 unter Führung von General Carson im Canyon de Chelly gegen die Navajo. Sie verbrannten ihre Felder und töteten ihr Vieh. Man trieb 8.000 Navajo zusammen und schickte sie auf den 500 km langen Marsch bis nach Bosque Redondo in der Nähe von Santa Fe. Dort lebten sie unter schlimmen Umständen zusammen mit Mescalero-Apachen. Sie hungerten und wurden krank. Viele Navajo starben. Vier Jahre später löste die US-Regierung das Lager auf. Für die Navajo und Apachen wurden Reservate geschaffen. Nach und nach erhielten sie mehr Rechte. Heute leben sie in der Navajo-Nation, die sich über vier Bundesstaaten erstreckt, mit eigener Gesetzgebung und Verwaltung. Die Navajo haben ihre eigene Polizei und Schulen, in denen sie ihre Sprache unterrichten.

Landschaft[Bearbeiten]

Der Canyon de Chelly ist das Flusstal des Chinle Washs. Die 100 bis 300 m hohen Ufer bestehen aus rotem oder braunem Sandstein. Im Winter und Frühjahr führt der Chinle Wash Wasser, im Sommer ist er trocken. Der Talboden liegt etwa 1.660 m hoch. Die beiden Ufer, die North und South Rim sind befahrbar. Man kann die schönsten Aussichtspunkte mit dem Auto erreichen.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Im Canyon wachsen Cottonwoodbäume (Pappeln), russische Olivenbäume und Tamarisken, die im Mai blühen. Die Navajos bauen Mais an.

Kakteen blühen im Mai

Klima[Bearbeiten]

Trockenes Wüstenklima mit hohen Temperaturen im Sommer und niedrigen im Winter (der Talboden ist 1660 m hoch).

Anreise[Bearbeiten]

  • Von Flagstaff, Arizona fährt man über den Interstate 40 nach Osten bis Chambers und dann auf dem US-Highway 191 nach Norden bis Ganado. Dort biegt man nach Westen ab und folgt weiter dem US-Highway 191 nach Chinle, Arizona.
  • Vom Monument Valley benutzt man die Indian Route 59, die die USHighways 160 und 191 verbindet.

Gebühren/Permits[Bearbeiten]

Der Besuch der beiden Ufer (North and South Rim) ist kostenlos. Man darf nur an einer Stelle in den Canyon unbegleitet hinabsteigen. Vom White House Overlook führt der White House Ruin Trail hinunter zum White House. Die Wanderung führt auf die Talsohle (ca. 300 m) und dann ein paar hundert Meter entlang des Talgrundes zum Cliff Dwelling. Die Ruine darf nicht betreten werden - Andenkensammler haben in den letzten zweihundert Jahren soviel zerstört, dass den empfindlichen Ruinen nicht noch die heutigen Touristenströme zugemutet werden können. Trotzdem ist das eine lohnenswerte Wanderung.

Ausflüge mit dem Jeep oder Wanderungen im Canyon oder der Besuch anderer Cliff Dwellings dürfen nur unter Führung eines einheimischen Führers durchgeführt werden. Die Preise dafür sind gesalzen und schrecken zu recht ab. Petroglyphen und Cliff Dwellings gibt es außerhalb der Nation in derselben Qualität für einen bedeutend geringeren Beitrag zu besichtigen.

Mobilität[Bearbeiten]

Ohne ein Mietauto oder einen Jeep mit Führer kommt man nicht weit.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Auf einer 55 km langen Fahrt (hin und zurück) entlang der North Rim' kann man folgende Sehenswürdigkeiten besichtigen:

Die Ruinen des White House
Die Ruinen des Antelope House
  • Ledge Ruin Overlook. Die zweigeschossigen Wohn- und Lagerhäuser sowie kivas (zeremoniellen Bauten) sind 900 Jahre alt.
  • Antelope House Overlook. Ihr Name stammt von den Antilopen, die um 1800 von dem Navajo-Künstler Dibe Yazhi (kleines Schaf) auf eine nahe liegende Sandsteinwand gemalt wurden. Das historische Dorf aus dem einen 12. Jhdt. hat einen ungewöhnlichen runden Platz. Vom Antelope House Overlook kann man die Cliff Dwellings (Häuser unter einem Felsvorsprung) gut sehen. Die Jeep Touren führen auch hierher.
  • Mummy Cave Overlook. Hier wurden zwei Mumien in Urnen gefunden. Das Dorf war von 300 bis 1300 n.Chr. besiedelt. In den beiden Höhlen und davor gab es 80 Zimmer einschließlich der kivas. Die beiden Höhlen waren durch ein dreigeschossiges Gebäude verbunden. Der Putz ist vielfach erhalten und lässt erahnen, dass die Gebäude einmal bunt bemalt waren. Ähnliche Konstruktionen findet man im Mesa Verde National Park in Colorado, so dass zu vermuten ist, dass es einen Austausch gab.
  • Massacre Cave Overlook. 1804 kamen die Spanier in den Canyon. Sie suchten nach Gold aber hier war außer Steinen nichts zu finden. Die Navajo kannten bis dahin keine Pferde. Die Spanier entführten und vergewaltigten ihre Frauen und machten sie zu Sklavinnen. 1805 bewarf eine in New Mexico aus der Sklaverei befreite Navajofrau, die Spanier wütend mit Steinen. Sie wurde getötet. Daraufhin versteckten sich 115 Navajos, überwiegend Frauen und Kinder, unter einem Felsvorsprung oberhalb des Tals. Die Spanier entdeckten sie und Leutnant Lavona befahl ein Massaker im Canyon del Muerto. Alle Navajos wurden getötet. Der Massacre Outlook an der North Rim erinnert an die Geschichte.

Auf der 60 km langen Fahrt (hin und zurück) entlang der South Rim kann man viele Sehenswürdigkeiten sehen. Die Straße steigt vom Visitors Center (Besucherzentrum), das 1672 m hoch liegt auf 2130 m am Spider Rock an.

  • Tsegi Overlook. Das ist der zweite Aussichtspunkt an der South Rim. Man hat eine sehr schöne Aussicht über das grüne Tal mit den roten Sandsteinwänden.
  • Junction Overlook. Hier treffen sich der Canyon de Chelly und der Canyon del Muerto.
  • White House Overlook. White House ist ein 1000 Jahre altes Cliff Dwelling. Seinen Namen hat die Siedlung von der weiß verputzten langen Wand im oberen Teil. Die Siedlung liegt sowohl etwas erhöht über dem Talboden und als auch unter einem Felsvorsprung 15 m höher in der Felswand. Am Outlook Parkplatz beginnt ein Wanderweg hinunter zum White House. Er ist 4 km lang und überwindet 200  m Höhenmeter. Man sollte sich mindestens 2 Stunden Zeit nehmen und ausreichend viel Wasser mitnehmen. Unten gibt es zwar Toiletten, aber kein Trinkwasser. Fotografieren sollte man Navajos nur, nachdem man sie zuvor um Zustimmung gebeten hat.
  • Spider Rock. Diese Säule aus Sandstein ist durch Erosion entstanden. Sie ist fast 245 m hoch

Aktivitäten[Bearbeiten]

Jeeptouren sind beliebt
Navajokinder
  • Wandern im Canyon. Man muss einen Navajo-Führer anheuern.
  • Jeeptouren in den Canyon. In der Thunderbird Lodge oder im Visitors Center gibt es Auskunft. Eine 3-stündige Tour kostet $150 für 2-3 Personen (Mai 2008).
  • Reittouren in den Canyon. In der Thunderbird Lodge oder im Visitors Center gibt es Auskunft.
  • Lastwagentouren können in der Thunderbird Lodge gebucht werden. Man sitzt auf der Ladefläche des trucks. Sie kosten für eine halbtägige Tour $41,00 für Erwachsene und $32,00 für Kinder unter 12 Jahren (Mai 2008).

Kaufen[Bearbeiten]

Bücher, Landkarten usw. gibt es im Visitors Center. Andere Souvenirs kann man in den Läden kaufen

  • Thunderbird Lodge Giftshop
  • Holiday Inn Giftshop
  • Navajos verkaufen im Canyon und an den Aussichtspunkten Schmuck und Keramik.

Essen und Trinken[Bearbeiten]

  • Holiday Inn Restaurant soll das beste in Chinle sein. Ein Rumpsteak mit Salat und Spare Ribs mit Bohnen und Kartoffeln kosteten im Mai 2008 zusammen $59,00. Die Essensqualität ist in Ordnung. Da Chinle Navajoland ist gibt es keinen Alkohol, aber alkoholfreies Bier und Erfrischungsgetränke.

Schlafen[Bearbeiten]

Hotels und Herbergen[Bearbeiten]

  • Thunderbird Lodge
  • Holiday Inn-Canyon de Chelly, Indian Route 7, Chinle AZ 86503 Tel 800/465-4329. Das Hotel hat einen alten Trading Post integriert und ist angenehm.
  • Best Western Hotel in Chinle

Camping[Bearbeiten]

  • Cottonwood Camping Ground. Man kann nicht vorbestellen. Wer zuerst kommt, bekommt einen Platz. Es gibt keine Duschen, aber Grills, Tische und Toiletten

Im Canyon ist Camping möglich. Das Visitors Center gibt Auskunft.

Sicherheit[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Canyon de Chelly National Monument Visitor Center, Indian Route 64, Chinle, AZ 86503. Tel.: 928-674-5500.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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