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Barbados

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Barbados liegt am Ostrand der Karibik.

Lage
Karte der Karibik mit hervorgehobener Lage von Barbados
Flagge
Flagge von Barbados
Kurzdaten
Hauptstadt Bridgetown
Staatsform Parlamentarische Monarchie im Commonwealth
Währung 1 Barbados-Dollar (B.-$)
Fläche 431 km²
Bevölkerung 278.000
Sprachen Englisch
Religionen Protestanten 67 % (Anglikaner 40 %), Katholiken 54 %
Stecksystem 115V/50Hz (Nordamerikanischer Stecker)
Telefonvorwahl +1-246
Internet TLD .bb
Zeitzone MEZ-5h; MESZ-6h

Regionen[Bearbeiten]

Nordküste[Bearbeiten]

Die Nordküste von Barbados besteht aus den Verwaltungsbezirken von St. Lucia und St. Peter. Beide haben eine Reihe von interessanten Orten und Sehenswürdigkeiten, die man besuchen kann. St. Lucy ist die nördlichste Gemeinde mit einer rauen Küste und schroffen Klippen. Die Aussicht von dort ist wunderbar. Eine der wichtigsten Touristenattraktionen im Norden ist der Animal Flower Cave. Durch die Erosion der Felsen entstand eine wunderschöne Höhle. Die ganze Nordküste hat keine Strände.

In St. Lucy befindet sich die Mount Gay Rum Destillerie. An der Nordwestküste steht ein Leuchtturm am Harrison Point. Und schließlich findet man dort eine Reihe von alten anglikanischen Kirchen, St. Lucy´s Parish Kirche, St. Clements Kirche und St. Swithin Kirche in Greenidge.

Ostküste[Bearbeiten]

Die Ostküste besteht aus den Verwaltungsbezirken St. Andrew, St. Joseph, St. John und St. Philip. Sie bietet einige atemberaubende Felsformationen auf dem Land und natürliche Fels-Pools zum Baden, die einzigen Dinge, die zwischen Afrika und uns liegen. Die Ostküstenstrände bieten nicht nur die größten Wellen, sondern auch die gefährlichsten Strömungen unter Wasser, schwimmen auf eigene Gefahr! Weltweit bekannt für seine fabelhaften Surfgründe, für den ultimativen Surfurlaub ist Bathseba. Heimat der berühmten "Soup Bowl", Die Suppenschüssel ist ein Hot-Spot für lokale und ausländische Surfer. Mit prima Bedingungen das ganze Jahr über.

Cattlewash, ein weiterer beliebter Ostküstenort, ist Heimat für viele Ferienhäuser von Einheimischen und Ausländern gleichermaßen.

Zwischen 1881 und 1938 verkehrte eine Eisenbahn zwischen Bridgetown und Belleplaine. In Bridgetown befand sich der Bahnhof am heutigen Fairchild Street Markt. Von Bath an der Ostküste über Bathsheba bis Belleplaine verlief die Strecke etwa parallel zur heutigen Küstenstraße. Dort findet man an verschiedenen Stellen noch Reste der alten Eisenbahn, Teile der Schienen und Bahnhöfe. Eingestellt wurde der Zugverkehr, weil das Verkehrsmittel zu langsam war und nicht kostendeckend betrieben werden konnte.

Strände der Ostküste[Bearbeiten]

  • Bath Beach, in der Nähe vom Codrington College und den Resten der Bath Zuckermühle. Der geschwungene, braunsandige Strand ist einer der sichersten Badeplätze an diesem Küstenabschnitt, da er von einem langen Riff geschützt wird. Dadurch ist er auch für Taucher gut geeignet. Es gibt schattenspendende Casuarina Bäume, einen Kinderspielplatz und Picknicktische. An Wochenenden kommen viele Einheimische.
  • Consett Bay, Bath. Hier gibt es einen Parkplatz und viele schattenspendende Bäume. Es ist der sicherste Strand an dieser Küste.
  • Martin´s Bay, St. John. Schmaler Sandstrand mit Felsen bei einem freundlichen Fischerdorf mit einigen wenigen Palmen und ohne weitere Infrastruktur.
  • Morgan Lewis Beach, St. Andrews. Dieser weiße Sandstrand ist 4 km lang, liegt aber sehr versteckt unterhalb der Klippen von Morgan Lewis Mill. Schwimmer werden vor einer sehr starken unterseeischen Strömung gewarnt!
  • River Bay, St. Lucy. Liegt ganz weit im Norden und besteht nur aus Felsen. Die Bucht ist von Kreide- und Kalksteinfelsen umgeben, in der ein kleiner Fluss ins Meer mündet. Besonders am Wochenende und an Feiertagen kommen hier sehr viele Einheimische zum Picknick her.
  • Tent Bay, Bathsheba. Der schönste Strand der Ostküste, Felsen sind vom Meer abgearbeitet und stehen wie ein Pilz im Meer. Hier kann man sehr gut surfen und fliegende Fische beobachten.

Südküste[Bearbeiten]

Die Südküste besteht aus den Verwaltungsbezirken Christ Church und St. Philip. Das Land ist flach und wird vom St. George Valley dominiert. In den vergangenen Jahrhunderten wurde dort überwiegend Zuckerrohr angebaut. Heute gibt es eine deutliche Zweiteilung. Der Westen ist dicht bebaut und wird vom Tourismus beherrscht. Es gibt lang geschwungene Buchten mit feinsandigen Stränden. Die Ostseite wird vom Internationalen Flughafen dominiert. Die Küste ist felsig, Steilküste mit wenigen, kleinen Sandbuchten. Die Südküste ist eine seltsame Mischung aus der Karibik und dem Atlantik, mit starkem Wind und Wellengang im Osten, der bei Surfern immer beliebter wird.

Strände der Südküste[Bearbeiten]

  • Accra Beach, Rockley. Ein stark besuchter Sandstrand mit Parkplatz und Strandaufsicht. Liegestühle und Sonnenschirme können gemietet werden, Wassersport ist möglich. Hotelstrand mit Restaurants und Boutiquen.
  • Bottom Bay, weit im Osten der Südküste. Über die Bottom Bay Road erreichbar. Kleine, wunderschöne, halbrunde Bucht mit feinem, weißem Sand aber ohne Infrastruktur.
  • Casuarina Beach. Langer, breiter Sandstrand mit Parkplatz an der Maxwell Coast Road. Hotelstrand mit Restaurants.
  • Cave Bay, weit im Osten der Südküste. Über die Bottom Bay Road erreichbar. Kleine, wunderschöne, halbrunde Bucht ohne Infrastruktur.
  • Crane Beach. Dieser breite, weiße Sandstrand ein besonders schönes Panorama, er wird im Osten von einem hohen Kliff begrenzt. Der Hotelstrand ist für Nichtgäste des Hotels gebührenpflichtig.
  • Dover Beach, St. Lawrence. Breiter, feiner Sandstrand mit Parkplatz. Der Strand wird viel von Tauchern, Schwimmern, Surfern und Seglern besucht. Es gibt jede Art von Wassersport und Strandaktivitäten; Hotels, Restaurants und Verkaufsbuden. Vor der Küste befindet sich das Mount Charlie Riff. In 25 - 60 m Wassertiefe findet man Schwämme und Schwarze Korallen.
  • Foul Bay, St. Philip. Nur auf Nebenstraßen erreichbar. Die Sanddünen gehen hier in Kliffs über. Der Strand ist breit und feinsandig aber ohne jede Infrastruktur, kühle Getränke und Essen müssen mitgebracht werden.
  • Long Bay Beach. Der feine Sandstrand ist 2½ km lang. Hier gibt es viele Sanddünen aus angewehtem sehr salzhaltigem Meersand.
  • Needham´s Point. Seit dem Abbruch des alten Holiday Inn Hotels ist dieser feinsandige Strand meist wenig besucht. Man erreicht ihn durch den Eingang des neuen Hilton Hotels über einen schmalen Weg neben den Tennisplätzen zum Needham´s Point Leuchtturm.
  • Miami Beach. Auch als Enterprise Beach bekannt, hat genauso wie die Strände vor Dover und Worthing seinen Reiz verloren, obwohl dieser Strand noch der beste von allen ist. Casuarina Bäume spenden Schatten aber von den einstmals breiten Sandstränden ist kaum noch etwas vorhanden. Die beschädigten Riffe und Erosion haben dazu geführt, dass der Sand tonnenweise fortgespült wurde. Vor der Küste befinden sich zwei beliebte Tauchreviere, Muff Dive und Castle Bank Riff. Beide beginnen bei etwa 18 m Wassertiefe. Bei ruhiger See trifft man hier viele Fische und auch Meeresschildkröten.
  • Palmetto Bay, weit im Osten der Südküste. Über die Bottom Bay Road erreichbar. Kleine, wunderschöne, halbrunde Bucht ohne Infrastruktur.
  • Rockley Beach. Dieser Strand ist besonders am Wochenende von Einheimischen stark besucht.
  • Sandy Beach, Worthing. Trägt auch den Namen Carib Beach, Worthing, breiter, feiner Sandstrand mit Hotel und Restaurant, Wassersport, mittelmäßig besucht und nicht überlaufen. Bei Niedrigwasser kann man am Strand entlang bis nach St. Lawrence wandern. Hotelstrand mit Restaurants.
  • Silver Sands, an der südlichsten Inselspitze zwischen Oistins und Flugplatz. Wegen der guten Windbedingungen ist dieser Strand ein Surferparadies.

Westküste[Bearbeiten]

Die Westküste von Barbados wird oft als "Platinum Coast oder Goldküste" bezeichnet. Sie ist für die klaren, warmen Gewässer bekannt, mit sanft goldenem Sand. Diese Küste ist für den Karibik-Urlaub ideal aber auch entsprechend teuer.

Diese Ecke des Paradieses bietet im allgemeinen eine Art Anonymität für Prominente, die sie an anderer Stelle nicht finden, Barbados hat sich daher zu einem beliebten Ausweg für einige sehr bekannte Namen gemacht. Hier befinden sich viele der exklusivsten Hotels der Insel. Zusätzlich findet man viele Bars und Restaurants entlang des Strandes.

Obwohl viele Strände der Westküste nicht direkt an der Straße liegen, sondern versteckt hinter Immobilien und Hotels, sollte man sich nicht entmutigen lassen, sie sind öffentlich. Man muss nur seinen Weg finden, um den Sand und den Tag zu genießen! Es gibt mehrere schöne Strände entlang der Küste. Welcher der beste ist muss jeder selbst entscheiden.

Achtung! An der Westküste und im Scotland Distrikt (Norden) sind Manchineel-Bäume (sprich: mänchinihl) weit verbreitet; an den Stränden sind sie teils durch einen roten Farbring am Stamm kenntlich gemacht. Die apfelartigen Früchte sowie das Harz der Bäume enthalten einen leicht ätzenden Giftstoff; man sollte auch die Blätter auf keinen Fall zwischen den Fingern reiben. Sie sondern, insbesondere bei Regen, einen Reizstoff ab, der zu Hautverätzungen führen kann. Nach anfänglicher Rötung der Haut können sich sogar Blasen bilden (ähnlich wie bei Brandwunden). Stellen Sie sich auch nicht bei Regen unter einen Manchineel-Baum und essen Sie die Früchte nicht.

Strände der Westküste[Bearbeiten]

  • Alleynes Bay, bei Speightstown.
  • Brighton Beach. Schöner, feiner, weißer Strand. Malibu Beach Club.
  • Brown´s Beach, Bay Street, Bridgetown, nahe dem Fischmarkt. Dieser Strand wird viel und gerne von Einheimischen besucht.
  • Carlisle Bay, nur wenige Minuten südlich von Bridgetown. In der Bucht ankern viele Yachten. Am Strand findet man viele Möglichkeiten von Unterhaltung, Sport und Restaurants.
  • Gibbs Bay Beach, bei Speightstown. Schöner Strand mit Wassersportmöglichkeiten.
  • Graves End, St. Michael. Der südlichste Strandabschnitt der Westküste zwischen Hilton Hotel und Grand Barbados Beach Resort.
  • Heywoods Beach, nördlich von Speightstown. Über 2 km lang, feinsandig.
  • Maycock´s Bay, nördlich der Six Men´s Bay. Dieser Strand ist 1½ km lang und zwischen 60 - 90 m breit. Im Süden wird er von einer ehemaligen US-Marine Basis begrenzt, die heute von der barbadischen Armee als Ausbildungslager genutzt wird. Im Norden findet man ganz wenige Reste von Maycock´s Fort. Es wurde 1838 als eine der Hauptverteidigungsanlagen der Insel erbaut.
  • Mullins Bay, südlich von Speightstown. Vor der Küste liegt das Wrack der 1985 versenkten Pamir, heute ein beliebtes Tauchziel. Der Sandstrand ist fast zuckerartig weiß, es gibt eine belebte Strandbar.
  • Paynes Bay. Dieser feine, weiße Strand hat große Anziehungskraft auf Taucher. Vor der Küste liegt das Wrack der Stavronikita in größerer Tiefe. Es gibt einen Parkplatz und Restaurant.
  • Sandy Lane Bay. Weißer Sandstrand, schattenspendende Bäume. Hotels, Restaurants, Verkaufsbuden und viele fliegende Händler. Der Strand eignet sich gut zum Sonnenbaden und Schwimmen. Es gibt jede Art von sportlichen Aktivitäten einschließlich Reiten.
  • Six Men´s Bay, im Anschluß an Heywoods Beach. Der Strand des 300-Zimmer Hotels Almond Beach Village. Früher befand sich dort eine Walfangstation, heute wird die ganze Bucht zur Marina Port St. Charles umgebaut.

Städte[Bearbeiten]

Karte von Barbados

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Ureinwohner von Barbados waren Indianer, Barrancoiden, die um 1600 vor Christus von Südamerika über Venezuela und Trinidad hierher kamen. Sie waren Jäger und Sammler. Sie lebten an der Südspitze bei Chancery Lane und an der Nordostküste bei Boscobelle. Um 350 nach Christus folgten friedliche Arawaks mit ihren Kanus aus dem Gebiet des heutigen Venezuela. Vermutlich um 1250 wurden sie von kriegerischen Kariben vertrieben. 1537 segelte der portugiesische Seefahrer Pedro a Campos auf dem Weg nach Brasilien hierher und gaben der Insel den Namen Los Barbados - die Bärtigen - nach den vielen Feigenbäumen, deren Luftwurzeln an Bärte erinnern, er fand nur noch wenige Indianer.

Barbados ist etwa 33 km lang und bis 23 km breit. Es ist die am weitesten östlich gelegene Karibikinsel, rund 160 km von Saint Lucia und Saint Vincent entfernt. Sie ist aus korallogenem Kalkgestein aufgebaut, überwiegend flach mit durchschnittlichen Höhen um 50 m über NN. Im mittleren östlichen Teil, in den Bezirken St. Andrew und St. Joseph gibt es mehrere Kuppen zwischen 160 und 300 Metern Höhe. Hier ist auch die höchste Erhebung des Landes, der 340 m hohe Mount Hillaby. In Küstennähe und parallel dazu verläuft hier ein fast 300 m hohes Kliff, das Hackleton´s Kliff.

Als der englische Kaufmann John Powell im Mai 1625 mit seinem Schiff „Olive“ auf der Insel landete war sie bis auf einige wilde Schweine unbewohnt und von dichten Wäldern bewachsen. Bei der Rückkehr nach England erstattete Powell seinem Auftraggeber, dem Handelsherren Sir William Courteen Bericht. Dieser rüstete eine neue Expedition aus und am 17. Februar 1627 gingen beim heutigen Holetown 80 englische Siedler unter der Führung von Powell mit 10 Sklaven an Land. Sie waren die ersten permanenten europäischen Bewohner. John Powell wurde der erste Gouverneur von Barbados.

Der Earl of Carlisle, ein Schotte in permanenten Geldschwierigkeiten, folgte König James nach England. Er nutzte seinen Einfluß beim Königshaus aus und erhielt die Rechte an den Leeward Islands um sie zu Besiedeln. Seine Schulden in England beglich er dadurch, daß er den Händlern in London 4.000 ha Land in Barbados verpachtete. 1628 gründeten die britischen Siedler unter dem Earl of Carlisle ( † 1636 ) das heutige Bridgetown. An der Stelle, wo sich heute die Chamberlain Brücke befindet, soll es damals schon eine Holzbrücke über den Constitution River gegeben haben, die von den indianischen Ureinwohnern stammte.

1635 lebten 1408 Menschen auf Barbados.

Die Inselbewohner bauten Tabak und Baumwolle an. 1637 kamen die ersten Zuckerrohrsetzlinge durch den Niederländer Pieter Blower aus Brasilien auf die Insel. Fünf Jahre später wurde der erste Zucker produziert. Für die Zuckerproduktion brauchte man viele Arbeitskräfte und die Gewinne daraus waren gewaltig.

1644 lebten 37.000 Europäer und 5.680 Negersklaven auf Barbados.

In den Jahren 1708 bis 1766 wurden rund 150.000 Sklaven von Afrika nach Barbados transportiert. Nur ein Teil von ihnen überlebte die Überfahrt. Bald gab es mehr Farbige als Weiße auf der Insel, und diese mußten immer grausamer gegen ihre Arbeiter vorgehen um die Kontrolle zu behalten. So ist es nicht verwunderlich, daß es schon 1675 den ersten Sklavenaufstand gab.

Die Zahl der Sklaven stieg bis 1684 auf 45.000. Weitere 15.000 Feldarbeiter waren verarmte Schotten, Iren und Walliser, Sträflinge und Leibeigene. Zwischen 1708 und 1766 kamen 148.820 Sklaven nach Barbados. Ihre schlechten Lebensbedingungen, sechs Arbeitstage zu 12 Stunden in jeder Woche, führten immer wieder zu Verschwörungen und Rebellion: 1675, 1683, 1696, 1702. Im Gegensatz zu Jamaika, Grenada oder Dominica gibt es auf Barbados aber keine hohen Berge, wo entlaufene Sklaven sich verstecken konnten. Ihnen blieben nur zwei Möglichkeiten, die Höhlen in den Bezirken St. George und St. Thomas oder die Flucht über das Meer zur 153 km entfernten Insel Saint Vincent.

Aber nicht nur entlaufene Sklaven suchten das Weite, auch viele Weiße verließen die Insel wieder. Darunter auch einige der größeren Pflanzer, die mit dem Zuckerrohranbau kein Glück hatten oder bei dem verheerenden Wirbelsturm von 1675 ihren Besitz verloren hatten und die in Suriname einen Neubeginn suchten. Der größte Teil waren aber landlose Kontraktarbeiter und Kleinstfarmer, die es nach Jamaika zog, wo es genug fruchtbares Ackerland gab. Zwischen 1650 und 1680 verließen etwa 30.000 Weiße die Insel.

1684 lebten 19.861 Weiße und 46.602 Sklaven auf Barbados.

Der wohlhabende Pflanzer Christopher Codrington II (1668 - 1710) hinterließ seinen Besitz von 320 Ha Land und 300 Sklaven einer Unterorganisation der anglikanischen Kirche. Sein Wille war es, die Neger weiterzubilden. Erst sein Sohn Christopher Codrington III war in der Lage, den Willen des Vaters in Form des Codrington Collage umzusetzen.

1765 kamen Herrenhuter Missionare (Moravians) nach Barbados. Sie waren die ersten, die sich um Bildung und Seelenheil der Sklaven kümmerten; entsprechend unbeliebt waren sie bei den Plantagenbesitzern. 1788 gründete sich die erste Methodistengemeinde auf Barbados. Ihre Aktivitäten blieben zunächst auf Bridgetown beschränkt und hatten keinen Einfluß auf die Landbevölkerung.

Aufgrund der vielen Kleinkriege zwischen Frankreich und England, die auch den Handel in der Karibik beeinflußten, sank die Zahl der Sklavenbevölkerung zwischen 1773 und 1783 von rund 68.000 auf 57.400.

Schon 1652 wurde beschlossen, für die Sicherheit der Insel ein Regiment Kavallerie aufzustellen und jeder Landbesitzer von über 20 Ha Land mußte einen Mann und ein Pferd dafür bereitstellen. 1655 lief die englische Flotte mit 60 Schiffen und 4.000 Soldaten unter dem Kommando von Penn und Venables die Insel auf dem Wege nach Hispaniola an. In den folgenden Jahrzehnten kamen immer wieder britische Kriegsschiffe und Soldaten auf die Insel. Um 1732 wurden auf Barbados 22 Festungstürme und Forts und 26 Geschützstände mit zusammen 463 Kanonen und über 4.000 Mann Fußtruppen und Reiterei gezählt. 1780 befanden sich an dem 48 km langen Küstenstreifen der Süd- und Westküste 50 Befestigungen mit 450 Kanonen. Im gleichen Jahr beschloß man dann, eine dauerhafte Garnison einzurichten. Admiral George Rodney kam vor der Seeschlacht vor Martinique mit seiner Flotte hierher, 588 Soldaten und 583 Sklaven wurden von ihm auf Barbados angeworben. Im Januar 1781 verließ Admiral Rodney Barbados und segelte weiter nach Saint Lucia.

Im Jahre 1782 kam es zu Seegefechten zwischen der britischen Flotte unter der Führung von Admiral Samuel Hood und den Franzosen. Von Barbados aus griff er mit einer Flotte von 22 Schiffen die Flotte von de Grasse an und beschädigte viele französische Schiffe. Am 4. Juni 1805 landete Lord Nelson mit seinem Flaggschiff „Victory“ und mehreren Begleitschiffen im Hafen von Bridgetown. Im gleichen Jahr fiel Nelson in der Schlacht von Trafalgar.

Das Ende des Sklavenhandels 1807 und die Abschaffung der Sklaverei zwischen 1834 und 1838 brachte den Plantagenarbeitern zunächst wenig Erleichterung. 1812 wurde in Trinidad ein Gesetz zur Registrierung der Sklaven erlassen. Nachdem man es in den anderen karibischen Kolonien sehr kontrovers diskutiert hatte, wurde es im Juni 1815 dem Parlament in London vorgelegt. Die Arbeitszeit für Sklavenfrauen wurde verkürzt, Weiße, die ihre Sklaven ermordeten konnten bestraft werden und Farbigen wurde es erlaubt, eigenes Land zu besitzen. Die Sklaven wollten aber schneller mehr Rechte und im April 1816 kam es auf Barbados zu einem großen Sklavenaufstand in deren Verlauf mehrere Plantagen angezündet wurden. Nach ihrem Anführer wurde der Aufstand „Bussa´s Rebellion“ genannt. Ein Fünftel der gesamten Zuckerrohrfelder wurde vernichtet. Während der Auseinandersetzungen wurden 176 Sklaven getötet, weitere 214 wurden nach den folgenden Gerichtsverhandlungen hingerichtet.

Während des 17. Jahrhunderts waren die freien Farbigen auf Barbados eine winzige Minderheit, die sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts etwas vergrößerte. Aber erst Anfang des 19. Jahrhunderts wurden sie zu einer bedeutenden Bevölkerungsschicht. 1802 zählte man 2.168 freigelassene, 1829 waren es 5.146 und 1834 erreichte die Zahl der freigelassenen Sklaven schon die 7.000 Marke. Als Ausgleich für 83.000 befreite Sklaven erhielten die weißen Grundbesitzer auf Barbados 1,75 Millionen £ von der britischen Regierung in London. Samuel Jackman Prescod wurde erst 1843 als erster Nichtweißer in das Abgeordnetenhaus gewählt. 1884 erhielten auch Nichtweiße das Wahlrecht.

1851 lebten 135.939 Menschen auf der Insel; 15.824 waren weiß, 30.059 waren gemischtrassig und 90.056 waren Farbige.

1854 brach Cholera aus. Man registrierte in dem Jahr 22.736 Todesfälle auf der ganzen Insel, 20.000 mehr als in dem Jahr davor. Eine größere Anzahl Farbiger verließ in den folgenden Jahren die Insel. Zu viele freigelassene Sklaven waren ohne Arbeit und Brot und die Löhne waren unverändert niedrig. Sie wanderten überwiegend nach Guyana, Saint Croix und Antigua aus.

1871 lebten 161.594 Menschen auf der Insel; 16.560 waren weiß, 39.578 gemischtrassig und 105.904 waren Farbige.

Zwischen 1904 und 1914 gab es eine neue Auswandererwelle, rund 60.000 Inselbewohner gingen überwiegend nach Panama, allein im Jahr 1909 waren es 20.000. Von dort schickten die Arbeiter erhebliche Geldmengen an ihre Familien und einige brachten es dadurch zu richtigem Wohlstand. Noch heute sind die Auswanderer von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. Die in den USA lebenden Barbadier überwiesen z.B. 1992 einen Betrag von 29 Millionen US Dollar an ihre Familien und Verwandten auf der Karibikinsel.

1921 lebten 156.312 Menschen auf der Insel.

Von Februar 1902 bis April 1903 brach auf der Insel eine Pocken Epidemie aus, bei der 118 Menschen ums Leben kamen. 1908 gab es dann eine Gelbfieber Epidemie, 1927 Malaria. Die Weltwirtschaftskrise 1929 brachte erneut schwere wirtschaftliche Rückschläge. Charles Duncan O´Neale ( † 1934 ) gründete 1924 die erste politische Partei, die Democratic Leage.

1937 lebten 189.350 Menschen auf der Insel.

1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 30 Cents. Auf vielen anderen karibischen Inseln waren die Löhne ähnlich niedrig. Überall auf den Inseln gab es deswegen Unruhen, Gewerkschaften wurden gegründet. Im gleichen Jahr entstand eine weitere Partei, Grantley Adams wurde der Führer der Barbados Progressive Leage. 1939 verabschiedete die Inselverwaltung ein Gewerkschaftsgesetz und zwei Jahre später wurde die Gewerkschaft Barbados Workers Union gegründet. Soziale und wirtschaftliche Spannungen in den karibischen Kolonien als Folge des II. Weltkrieges und der Weltwirtschaftskrise führten zur Einsetzung einer königlichen Kommission. Sie wurde nach ihrem Leiter, Lord Moyne, benannt. Auf Empfehlung dieser Kommission wurde auf Barbados eine zentrale Entwicklungs- und Sozialbehörde eingerichtet, die alle Investitionen in den karibischen Kolonien durchführte.

Während der Kriegsjahre wurde Grantley H. Adams der Führer der demokratischen Volksbewegung. Sein stetiger Aufstieg begann mit der Gründung der Barbados Progressive League im Jahre 1938 aus der sich die Barbados Arbeiter Partei entwickelte. Man erreichte, daß der Kreis der wahlberechtigten Erwachsenen erweitert wurde. Zur Wahlberechtigung reichte der Nachweis eines Einkommens von 20 Pfund. 1963 wurde die erste Fakultät der University of the West Indies eröffnet.

Die größten und damit wirtschaftlich stärksten britischen Kolonien, Jamaika und Trinidad, forderten vom britischen Mutterland immer mehr Selbstverwaltung, die kleineren und schwächeren folgten diesen Forderungen. Am 30. November 1966 wurde Barbados unabhängig. Während der folgenden zwei Wahlperioden war die Democratic Labor Party unter ihrem Führer Errol Barrow an der Macht. Dann war es nach gutem englischem Brauch Zeit für einen Regierungswechsel. 1976 wurde Tom Adams, der Sohn von Sir Grantley Adams, bis zu seinem plötzlichen Herztod im März 1985 Regierungschef. Bernard St. John wurde sein Nachfolger. Er konnte den großen Führungsverlust, den Adams hinterlassen hatte, bis zu den Wahlen 1986 nicht ausgleichen. Zudem gab es inzwischen 20% Arbeitslose und Vorwürfe von Vettern- und Mißwirtschaft. So kam Errol Barrow wieder an die Regierung. Er verstarb aber schon am 1. Juni 1987. Vizepremier Erskine Sandiford wurde sein Nachfolger. Erst 1994 konnte die Barbados Arbeiter Partei wieder Wahlen gewinnen.

Die Insel gilt als die englischste aller Karibikinseln. Wegen des gesunden Klimas hat sich der Tourismus seit 1932 stark entwickelt. Die Ostküste ist wegen der Atlantikbrandung z.T. stark zerklüftet und weist bizarre Felsformationen auf. Die dem Karibischen Meer zugewandte und geschützte West- und Südwestküste hat schöne Sandstrände, hier findet man auch die großen Hotelanlagen. Die gesamte südwestliche Küstenregion von Bridgetown über Hastings und Rockley bis St. Lawrence ist zu einer urbanen Großsiedlung zusammengewachsen, in der über 50% der Gesamtbevölkerung leben.

  • Culpepper Island ist das einzige Inselchen, das zu Barbados gehört. Es liegt im Süden der Ostküste, ist etwa 25 x 35 Meter groß und ragt sechs Meter aus dem Meer heraus.

Bajans[Bearbeiten]

So nennen sich die „echten“ Barbadianer, die auf Barbados geborenen. Viele ihrer Vorfahren, die vor 350 Jahren die Insel besiedelten, waren Söhne aus vermögendem Hause. Es waren aber die zweitgeborenen, die in England keinen Titel und kein großes Erbe zu erwarten hatten, deshalb gingen sie auf diese Insel, um hier als Pflanzer zu Reichtum zu kommen; es wurden die „better offs“ (die da oben). Die „armen“ Weißen waren Schotten, Iren und Walliser, die als Verlierer des englischen Bürgerkrieges ins Exil (barbadosed) geschickt wurden. Es kamen aber auch Glücksspieler, Huren und Sträflinge aus den überquellenden englischen Gefängnissen. Die einflußreichen Siedler der ersten Stunde, etwa 20 Familien, bestimmen noch heute in Politik, Geschäfts- und Wirtschaftsleben, im Volksmund werden sie die „high whites“ genannt. Bajanisierte Schwarze sind die Nachkommen der Sklaven aus Ghana und Nigeria. Viele von ihnen dienten im I. und II. Weltkrieg für England. Die „neuen Bajans“ kamen in den 1980er Jahren dieses Jahrhunderts als Auswanderer auf die Insel: Inder, Pakistani, Libanesen, Chinesen, Amerikaner und auch Deutsche

Regierung[Bearbeiten]

  • Die englische Königin wird durch den Governor-General vertreten. Seit 1996 bekleidet Clifford S. Husband (* 05. August 1926) diesen Posten.
  • Das Parlament besteht aus zwei Kammern, dem Oberhaus (Senate = 21 Senatoren) und dem Unterhaus (House of Assembly = 30 Mitglieder). Eine Regierungsperiode beträgt fünf Jahre.
  • Die Royal Barbados Police Force hat 882 Beamte. 1978 wurde eine Armee-Einheit aufgestellt, 1.000 Mann stehen unter Waffen. Barbados ist das Hauptquartier des Regional Security System (RSS).

Gewerkschaften[Bearbeiten]

  • Barbados Workers Union (BWU) von 1941
  • National Union of Public Workers (NUPW)
  • es gibt zwei Lehrergewerkschaften (BUT) und (BSTU)

Parteien[Bearbeiten]

  • Barbados Labour Party (BLP), gegründet 1938 von Grantley H. Adams und C. A. Braithwaite
  • Democratic Labour Party (DLP), Führer: Erroll Barrow, die sich 1955 von der BLP abgespalten hat
  • National Democratic Party (NDP), gegründet 1989
  • Progressive Conservative Party (PCP), gegründet 1956

Wahlen[Bearbeiten]

  • 1976: BLP = 17 Sitze, DLP = 7 Sitze; zum Ende der Legislaturperiode 1976 – 1981 wurde die Anzahl der Sitze von 24 auf 27 erhöht.
  • 1981: BLP = 17 Sitze, DLP = 10 Sitze;
  • 1986: DLP = 24 Sitze, BLP = 3 Sitze; Regierungschef: Errol Brown
  • 1991: DLP = 18 Sitze, BLP = 10 Sitze; Regierungschef: Erskine Sandiford
  • 1994: BLP = 19 Sitze, DLP = 8 Sitze, Sonstige = 1 Sitz; Regierungschef: Owen S. Arthur
  • 1999: BLP = 26 Sitze, DLP = 2 Sitze; Regierungschef: Owen S. Arthur
  • 2003: BLP = 23 Sitze, DLP = 7 Sitze; Regierungschef: Owen S. Arthur
  • 2008: DLP = 20 Sitze, BLP = 10 Sitze; Regierungschef: David Thompson

Nationale Persönlichkeiten / Nationalhelden[Bearbeiten]

  • Sir Garfield Sobers, ein herausragender Sportler und eine Legende im Cricket. Sir Garfield stieg von den Armenvierteln zum Captain of the West Indies Team auf und wird immer noch als größter „Allrounder“ der Welt angesehen.
  • Sir Grantley Adams (1898-1971), Der erste Premierminister von Barbados und der einzige Ministerpräsident der inzwischen aufgelösten Westindischen Föderation. Er war ein hoch angesehener Jurist, der sich für ein besseres Leben für die unterprivilegierten Massen und für die Schaffung sozialer Gerechtigkeit in allen ethnischen und ökonomischen Klassen einsetzte.
  • Errol Barrow (1920-1987), der Vater der Unabhängigkeit von Barbados. Er war während des II. Weltkrieges Luftwaffen Offizier in der RAF. Als erster Premierminister von Barbados führte er die Insel in den folgenden Jahren zu einer sozialen Demokratie mit freier Bildung auf allen Ebenen. Er setzte sich für ein nationales Sozialversicherungsgesetz ein, verbesserte das Gesundheitssystem, beschleunigte die industrielle Entwicklung und weitete die Tourismusbranche erheblich aus.
  • Sarah Ann-Gill (1795-1866), sie stand gegen die Pflanzer auf, denen es gelang, die methodistischen Missionare aus Barbados zu verdrängen. Sie öffnete ihr Haus als Kirche um den Glauben zu erhalten und kämpfte gegen körperliche Misshandlungen.
  • Bussa (gestorben 1816). Geboren als freier Mann in Afrika, wurde er gefangen genommen und als Sklave nach Barbados gebracht. Er führte den längsten Sklavenaufstand im April 1816 gegen rassistische weiße Pflanzer an.
  • Sir Frank Walcott (1916-1999). Eine Figur in der internationalen Gewerkschaftsbewegung, anerkannt als kraftvoller Verhandlungsführer. Er diente als Präsident des Karibik Congress of Labor und war Vorstand des Verwaltungsrates des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften.
  • Charles Duncan O`Neal (1879-1936), als Arzt der privilegierten Klasse widmete er den größten Teil seines Berufslebens den Armen. Er war der erste schwarze Aktivist in diesem Jahrhundert, der für freie Bildung und kostenlose zahnärztliche Betreuung von Kindern kämpfte.
  • Clement Osbourne Payne (1904-1941), ein Pionier in der karibischen Gewerkschaftsbewegung und ein scharfer Kritiker der Politik und der Pflanzer-Klasse.
  • Sir Hugh Springer (1913-1994), der dritte heimische General-Gouverneur von Barbados, Mitglied des House of Assembly, Generalsekretär der Barbados Labour Party, Commander-in-Chief von Barbados, Direktor des Commonwealth Education Liaison Unit; Commonwealth Beigeordneter und der Generalsekretär der Vereinigung der Commonwealth Universitäten.

Anreise[Bearbeiten]

  • REISEWARNUNG
  • Seit 2010 herrscht auf Barbados offizielles Rauchverbot (siehe unter "Gesund bleiben"). Entgegen allen Informationen in der einschlägigen Reiseliteratur und im Internet ist es verboten, Zigaretten oder Tabakwaren zollfrei einzuführen. Bei der Einreise, am Flughafen, direkt hinter der Passkontrolle, erfolgt die Zollkontrolle. Dort wird man befragt, was man einführt. Zollfrei im Flieger gekaufte Zigaretten müssen nachversteuert werden. Dies kann nur mit Barbados Dollar oder US Dollar geschehen, nicht mit Kreditkarte! Ende 2011 betrug der Nachversteuerungssatz für deutsche Zigaretten, die im Flieger 40 Euro gekostet haben 60 US Dollar.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Grantley Adams International Airport, IATA Code - BGI, Tel. 428-7101.

In den letzten fünf Jahren wurde der Flughafen für 150 Millionen US Dollar erweitert bzw. erneuert. Dies bedeutet eine 50 %-ige Erhöhung des Raumes für Einreise- und Zollbehörde, eine verdoppelte Größe der Gepäckausgabe, verbesserte Check-in Technologie, eine ganz neue Ankunfts- und Abflughalle. Daneben gibt es eine neue Bar, Gourmet-Café und Fast Food, wie Huhn und Burger. Auch der Parkplatz ist mit einem elektronischen System, anstelle der alten Buden mit einem Kassierer bei der Ausfahrt, aktualisiert worden. Wenn alle laufenden Arbeiten erledigt sind, wird Barbados Internationaler Flughafen vier neue Fluggastbrücken und drei Mal so viele Geschäfte haben.

von und nach Kanada[Bearbeiten]

  • Air Canada fliegt acht Mal Woche nach Barbados, mit sieben Flügen von Toronto.
  • WestJet mit Sitz in Calgary fliegt von/nach 28 Städten in Kanada und bietet 4 Mal wöchentlich Non-Stop Flüge nach Toronto.

von und nach USA[Bearbeiten]

  • Air Jamaica fliegt vier Mal pro Woche Non-Stop ab J. F. Kennedy, New York nach Barbados.
  • American Airlines betreibt die größte Zahl der internationalen Flüge nach Barbados, 21 pro Woche, 2 pro Tag ab Miami International und einmal pro Tag von J. F. Kennedy in New York.
  • Delta kommt einmal in der Woche aus Atlanta.

von und nach Europa[Bearbeiten]

  • British Airways fliegt neun Mal pro Woche mit einer 224-sitzigen Boeing 777 von London Gatwick direkt nach Barbados.
  • Condor fliegt ein- bis zweimal pro Woche von Frankfurt nach Barbados.
  • Virgin Atlantic fliegt vor allem mit Boeing 747 Jumbo-Jets nach Barbados, je ein Flug pro Tag von London Gatwick und ein Flug pro Woche von Manchester.

Flüge innerhalb der Karibik[Bearbeiten]

  • Es gibt etwa 35 Flüge täglich von Barbados in die gesamte englische, französische, spanische und niederländische Karibik.
  • American Eagle, die kleine Tochter von American Airlines, fliegt vier Mal pro Woche nach Puerto Rico.
  • Caribbean Airlines fliegt drei Mal täglich nach Trinidad und Tobago und einmal nach Guyana.
  • LIAT hat täglich etwa zwei Dutzend Flüge zu 22 verschiedenen Karibikinseln.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Schiffsverbindungen[Bearbeiten]

  • Die „Stella S II“ fährt alle zwei Wochen nach DOMINICA und SAINT LUCIA; Buchungen durch: Eric Hassell & Son, 2nd Floor, Citibank Gebäude, Bridgetown, Tel. 436-6102. Windward Lines, Windward Agencies, Bridge Street, Bridgetown, Tel. 431-0449, Fax 431-0452.
  • TRINIDAD: Ankunft: donnerstags 8.00 Uhr, Abfahrt: donnerstags 16.00 Uhr;
  • ST. VINCENT: Ankunft: freitags 7.00 Uhr, Abfahrt: freitags 10.00 Uhr;
  • BARBADOS: Ankunft: freitags 19.00 Uhr, Abfahrt: freitags 22.30 Uhr;
  • ST. LUCIA: Ankunft: samstags 8.00 Uhr, Abfahrt: sonntags 7.00 Uhr;
  • BARBADOS: Ankunft: sonntags 19.00 Uhr, Abfahrt: sonntags 22.00 Uhr;
  • ST. VINCENT: Ankunft: montags 7.00 Uhr, Abfahrt: montags 16.00 Uhr;
  • TRINIDAD: Ankunft: dienstags 8.00 Uhr, Abfahrt: dienstags 17.00 Uhr.

Kreuzfahrten[Bearbeiten]

  • Barbados bietet einen der besten Kreuzfahrt-Terminals in der Welt, und ist der einzige Ort in der Karibik, wo die Queen Mary andocken könnte. Kreuzfahrt-Schiffe bringen täglich mehr als 10.000 Passagiere in den Hafen! Die verkehrsreichsten Zeiten sind die Wintermonate von November bis Mai.
  • Der Bridgetown Cruise Terminal verfügt über hervorragende Möglichkeiten zum Einkaufen, und ist nur wenige Gehminuten von Bridgetown entfernt. Viele Kreuzfahrt-Passagiere kommen nur für einen Tag und möchten deshalb auf einer Insel-Tour so viel wie möglich von der Insel sehen.
  • AIDA, Carnival Cruise Line, Celebrity Cruises, Costa Cruise Line, Crystal Cruises, Festival Kreuzfahrten, Fred Olsen & Co, Hanseatic Kreuzfahrten, Hapag Lloyd, Holland America Line, Majestic Cruise Line, Norwegian Cruise Line, Orient Lines, P & O Princess, Radisson Seven Seas Cruises, Royal Caribbean International, Royal Olympic Cruises, Seabourn / Cunard, Sea Cloud Cruise, TUI Cruises.

Mobilität[Bearbeiten]

  • Auf Barbados herrscht Linksverkehr.
  • Barbados hat ein Straßennetz von 2.333 km Länge, davon sind 1.280 km asphaltiert. Die Geschwindigkeitsbegrenzung in Ortschaften beträgt 35 km/h und außerhalb geschlossener Ortschaften 60 km/h. Touristen, die ein Auto mieten wollen, müssen sich bzw. ihren nationalen oder internationalen Führerschein bei der Polizei in Hastings, Worthing oder Holetown, oder beim Ministry of Transport & Works, in Pine, Oistins und Folkestone registrieren lassen, die Kosten betragen 10 BDS $.

Schnellstraßen[Bearbeiten]

  • Nach Verlassen des Flughafens kommen Reisende fast unweigerlich auf den ABC-Highway. ABC nach den drei ersten Premierministern in der neueren Geschichte von Barbados: Tom Adams, Errol Barrow und Sir Hugh Gordon Sylvester Cummings. Der ABC Highway verläuft in leichten Bögen über Newton Terrace an St. Lawrence und Rockley/Rendezvous vorbei durch die Vororte von Bridgetown, Regency Park, Uptown, Wildey, Haggatt Hall, Belle, und Friendship nach Warrens. Von dort geht es in einem scharfen Bogen nach Westen zur Küste, nördlich von Bridgetown.
  • Dort führt der Spring Garden Highway nahe dem Universitätsgelände an der Küste entlang durch die Stadtteile Black Rock, Brighton, Deacons zum Hafen und bis ins Stadtzentrum.
  • Es gibt etwa 13 Kreisverkehre auf dem ABC-Highway, der Insel Verkehr umfasst aber noch andere. Der gesamte Verkehr fließt um Kreisverkehre im Uhrzeigersinn. Bei Annäherung an einen Kreisverkehr - slow down! – langsam fahren. Jeder Kreisverkehr in Barbados hat eine Beschilderung. Einige Kreisverkehre wurden mit dem Namen eines prominenten Bürgers von Barbados geehrt.
  • Einen weiteren Highway gibt es im Norden der Insel zwischen der St. Lucy Parish Church und der All Saints Church, den 3 km langen Charles Duncan O´Neal Highway.

Preise[Bearbeiten]

  • PKW, Minimum 2 Tage, Automatik: pro Tag 120 Bds $, pro Woche 450 - 600 Bds $
  • PKW, Minimum 2 Tage, Standard: pro Tag 80 Bds $, pro Woche 400 Bds $
  • Motorräder pro Tag, 32 - 61 Bds $, pro Woche: 155 - 298 Bds $ pro Woche, 100 - 200 US $ Sicherheitshinterlegung
  • Fahrräder pro Tag 17 - 22 Bds $, pro Woche: 63 - 100 Bds $, 50 US $ Sicherheitshinterlegung

Taxipreise von Bridgetown nach:[Bearbeiten]

  • Bathsheba / Cattlewash, 38 Bds $
  • Crane, 34 Bds $
  • East Point, 40 Bds $
  • Flughafen, 30 Bds $
  • Hilton Hotel / Garrison Savannah, 12 Bds $
  • Long Beach / Silver Sands, 24 Bds $
  • Oistins, 20 Bds $
  • Prospect / Holders / Paynes Bay, 16 Bds $
  • Rockley / Rendezvous, 16 Bds $
  • Sam Lord´s Castle, 36 Bds $
  • Sandy Lane / Holetown / Porters, 22 Bds $
  • Speightstown / Heywoods, 30 Bds $
  • Speightstown weiter nördlich, 40 Bds $
  • St. George´s Parish Church, 16 Bds $
  • St. John´s Parish Church, 36 Bds $
  • St. Lawrence / Dover, 18 Bds $
  • Welchman Hall Gully / Harrison´s Cave, 30 Bds $

Preisangaben: Stand 2009.

Weitere Taxipreise siehe unter Flughafen

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Animal Flower Cave. Tel.: 439-8797. Mehrere miteinander verbundene Tropfsteinhöhlen mit Öffnungen zum Meer. Benannt nach den Seeanemonen, von denen nur noch wenige auf dem Grund einiger Höhlenseen wachsen. Der Untergrund ist sehr glitschig, in einigen Höhlenteilen steht das Wasser so hoch, man könnte darin schwimmen. Zeitweise sind Höhlenteile vom Meer überflutet. Die Höhle wurde 1780 entdeckt. Das Alter des Korallenuntergrundes wird auf 400.000 bis 500.000 Jahre geschätzt, die jüngste, oberste Schicht ist etwa 125.000 Jahre alt. Im Jahre 1961 wurde über der Höhle ein Bungalow erbaut, seit 1970 wird dort ein Restaurant betrieben. Geöffnet: täglich 9.00 – 17.00 Uhr. Preis: Eintritt 4 Bds $, Kinder 2 Bds $. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Mount Gay Rum Refinery, Spring Garden Highway. Tel.: 439-8812, Fax: 439-6052. Seit 1703 wird auf der Mount Gay Estate, benannt nach Sir John Gay Alleyne, Zuckerrohr angepflanzt und Rum gebrannt, zurzeit sind es 2 Millionen Liter jährlich. Der reine Alkohol wird in Bridgetown in Eichenfässern gelagert, in Flaschen abgefüllt und exportiert. Besichtigungen in Bridgetown 10.00 – 15.45 Uhr, in St. Lucy 8.00 – 16.00 Uhr. Eintritt: 12 Bds $. Auch die Mount Gay Distilleries in Bridgetown können besichtigt werden. Tel. 425-9066, Fax 425-8338. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Farley Hill. Tel.: 422-8826, Fax: 422-8946. Nationalpark, Signalturm und Great House. Das Haus aus dem Jahre 1818 wurde aus Anlaß des Besuchs des damaligen Herzogs von Edinburgh, Prinz Albert, 1861 renoviert und auch in späteren Jahren häufig von der englischen Königsfamilie besucht. Es gehörte Sir Thomas Graham Briggs. 1956 war es Drehort für den Harry Belafonte Film „Island in the Sun“, wurde 1965 durch ein Feuer zerstört, die Regierung kaufte das Areal daraufhin auf. Im Februar 1966 wurde es von Königin Elizabeth II. als Nationalpark eingeweiht. :Der Grenade Hall Signalturm wurde erst 1992 restauriert. Täglich geöffnet 8.30 – 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei, der Parkplatz kostet aber eine Gebühr: Minibusse 12 Bds $, PKW 3 Bds $, Motorräder 1,50 Bds $. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich das Barbados Wildlife Reserve -Wildreservat, es ist ein Projekt des Barbados Primaten Forschungszentrums; dies ist ein gemeinnütziger Verein. In einem Mahagoniwald werden verschiedene Tierarten (u. a. Krokodile, Pelikane, Papageien, Ottern und Hirsche) frei gehalten und können beobachtet werden. Besonderes Augenmerk wird dabei den Affen, Barbados Green Monkey, gegeben. Es werden Erfrischungen und Andenken verkauft. Der Wildpark ist von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, Eintritt: 23 Bds $, Kinder unter 12 Jahren die Hälfte. In der Nähe befindet sich auch Nicholas Abbey, Tel. 422-8725. Um 1650 von Colonel Benjamin Berringer erbautes Herrenhaus. Möglicherweise ist es das älteste erhaltene Gebäude der Insel. Der einzige Vergleichsbau steht in Virginia, USA. Das Anwesen wurde von seinem Architekten mit hohen Kaminen ausgestattet und sieht sehr „schottisch“ aus. Die Einrichtung besteht aus britischen Stilmöbeln der Kolonialzeit. Inmitten von Zuckerrohrfeldern liegt das Anwesen zwischen 30 m hohen Palmen und Mahagonibäumen. 1663 ging das Haus in den Besitz von Sir John Yeamans über. Er segelte von Speightstown aus nach Carolina, USA, kolonisierte es und wurde der dritte Gouverneur von South Carolina. Es gibt eine Führung, einen Souveniershop, eine Rumverkostung, ein Minikino in dem ein Schwarzweißfilm über das Plantagenleben und die Zuckerherstellung gezeigt wird und eine schöne Terrasse auf der man Snacks und Drinks geniessen kann. Auch kann man die Zuckerrohrverarbeitung bis zur Rumherstellung besichtigen. Geöffnet: jeden Tag 10.00 – 16.00 Uhr, Eintritt 35 Bds $. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Cherry Tree Hill. Der Cherry Tree Hill, mit 550 m langer Mahagoni- und Kasuarienallee, auf dem Berg leben zahlreiche wilde Kapuzineräffchen. Im weiteren Verlauf führt die Straße westlich nach 750 m zur Morgan Lewis Mühle. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Morgan Lewis Mill. Tel.: 422-9222. Die besterhaltene Windmühle im holländischen Stil, zu Beginn der Zuckerindustrie von holländischen Juden aufgebaut und bis 1944 in Gebrauch. Die Mühle wurde mit großem finanziellem Aufwand vom National Trust restauriert und wiederhergestellt, sie ist technisch in arbeitsfähigem Zustand. Sie liegt ca. 2 km südöstlich vom Cherry Tree Hill. Geöffnet: täglich 9.00 – 17.00 Uhr. Preis: Eintritt: 5 Bds $ Kinder zahlen die Hälfte. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Turners Hall Woods. Diese 20 ha große Gartenanlage mit verschiedenen Baum- und Palmenarten erreicht man über den Ort Haggatts oder von Gregg Farm aus über die Turner´s Hall Plantation Road. Dort findet man auch noch Reste des ursprünglichen Regenwaldes, von dem die ganze Insel vor 500 Jahren bedeckt war. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Gotteshäuser. Sehenswerte Gotteshäuser sind die restaurierte jüdische Synagoge (1654), die St. Patrick`s Cathetral (1899) und die St. Michael`s Cathedral (1825) in Bridgetown. Einen Besuch wert ist außerdem die St. James Church bei Holetown, eine der ältesten Kirchen der Karibik. Die Christ Church in Oistins ist berühmt für das "Great Coffin Mystery". Der Überlieferung zufolge haben sich die Särge einer gewissen Familie Chase auf rätselhafte Weise in der Gruft bewegt. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Harrison`s Cave. Harrison`s Cave bietet ein atemberaubendes Naturschauspiel. Durchsickernde Regentropfen haben in einer unterirdischen Grotte einen eindrucksvollen steinernen Wald mit unzähligen Stalaktiten und Stalagmiten geschaffen. Eine kleine Bahn führt die Besucher durch die Tropfsteinhöhle. Typ ist Gruppenbezeichnung

Plantagenhäuser[Bearbeiten]

  • Alleynedale Hall, St. Lucy, im Dreieck zwischen Highway 1 und 1C. Der Name geht auf Sir Reynold Alleyne zurück, der die 127 ha große Plantage 1810 erwarb. Der vorherige Besitzer, ein Geistlicher, soll sich selbst die Kehle durchgeschnitten haben. Er wurde in einem Bleisarg im Keller des Hauses beigesetzt. Seitdem soll der unglückselige Reverend nachts als Geist im Haus umgehen. Das Herrenhaus steht mitten auf dem Fabrikgelände der Zuckerplantage, es kann besichtigt werden. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Bagatelle Great House, St. Thomas, am Highway 2A. Tel.: 421-6767. Gourmet Restaurant. Es zählt zu den ältesten Gebäuden der Insel. Ursprünglich gehörte es dem Earl of Carlisle.1651 kaufte es Lord Francis Willoughby Parham und nannte es Parham Park House. 1877 mussten die Parhams es wegen hoher Schulden verkaufen. Heute ist es im Besitz von Nicholas Hudson. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Bleak House, Indian Ground, St. Andrew. 1886 wurde es von dem exzentrischen Junggesellen Charles Peddar auf einem Kalksteinfelsen erbaut. Zwei Familien haben jahrelang um das Anwesen prozessiert. 1983 hat der Geschäftsmann Richard Goddard als neuer Besitzer die dann ausgebrannte Ruine in georgianischem Stil neu aufgebaut. Die dazugehörige 67 ha große Plantage ist voll in landwirtschaftlicher Nutzung. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Brighton Great House, St. George, am Highway 4. Gehört seit 1638 der Familie Wiltshire. 1802 erwarb es Artur Oughterson, um es schon 1804 an John Gitten Archer weiter zu verkaufen. John G. Archer wurde später als erster Weißer auf Barbados wegen der Ermordung eines Sklaven verurteilt. Der Besitz wurde an Conrad Pile verkauft, dessen Familie noch immer Besitzer ist. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Buckden Plantation House, St. Joseph. Steht als Ruine neben der Cotton Tower Signalstation. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Byde Mill Great House, St. George, am Highway 4. Vermutlich von Joshua Steele, dem Gründer der „Barbados Society of Arts and Craft“ erbaut, der das Land 1777 pachtete. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Clifton Hall, St. John. In georgianischem Stil erbaut, mit einer Doppeltreppe zum Haupteingang und Arkaden-Veranda an den drei Seiten. Das Herrenhaus ist in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Congo Road Plantation House, am Highway 5, Six Roads, St. Philip. Tel.: 423-6180. Um 1670 erbaut. Im renovierten „Kuhstall“ (Cows Pen) hinter dem Haupthaus befindet sich Daphne´s Sea Shell Studio. Geöffnet: Mo – Fr 9.00 – 17.00 Uhr + Sa 9.00 – 16.00 Uhr. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Drax Hall Great House, Locust Hall. Tel.: 433-1240. Das Herrenhaus wurde um 1655 für Sir James Drax erbaut. Etwa 1640 legte Colonel Holdip hier die erste 350 ha große Zuckerrohrplantage der Insel an. James Drax verbesserte die Zuckerproduktion, nachdem er eine holländische Zuckermühle nach Barbados brachte und damit experimentierte. Das Herrenhaus zählt zu den ältesten erhalten gebliebenen Häusern aus der Anfangszeit der britischen Besiedlung und ist bis heute im Familienbesitz. Im Winterhalbjahr kann es nach telefonischer Anmeldung besichtigt werden. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Eastmont, St. John. 18. Jahrhundert. Im Privatbesitz der Familie Austin. Miller Austin war 1895 der erste Mischling, der eine Plantage kaufte. Seine Tochter Lucy Deane erbte es. Ihr Sohn, H. Bernhard St. John wurde Staatsanwalt und Parlamentsmitglied. Er wurde am 11. März 1985 zum dritten Premierminister von Barbados gewählt. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Francia Plantation House, St. George. Tel.: 429-0474. Das Haus befindet sich seit der Gründung vom Anfang dieses Jahrhunderts bis heute ununterbrochen im Familienbesitz. Es ist eines der letzten großen Herrenhäuser, die auf der Insel gebaut wurden. Auf der Plantage selbst werden Süßkartoffeln und Yams für den Exportmarkt angebaut. Im Haus gibt es Führungen, der Garten kann durchwandert werden. Im Haus befinden sich Antiquitäten, alte Stiche und besonders wertvolle Landkarten, die älteste ist mit 1522 datiert. Geöffnet: Mo – Fr 10.00 – 16.00 Uhr, an Feiertagen geschlossen. Preis: Eintritt: 10 Bds $, Kinder zahlen die Hälfte. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Kendal bei Cottage Vale, St. John. Thomas Modiford. Der spätere Gouverneur von Jamaika, begann kurz nach 1640 als Pflanzer auf Barbados. Er kaufte die Hälfte des Hilliard Anwesens, die heutige Kendal Plantage, für 7.000 britische Pfund. Zu seiner Zeit war das Grundstück 200 ha groß, es gab 28 weiße Angestellte, 98 Sklaven und drei Inderinnen mit ihren Kindern. Nachdem das Anwesen Hallet dazukam ist Kendal heute mit 287 ha eine der größten Plantagen der Insel. 1970 wurde die Zuckerfabrik geschlossen, seitdem arbeiten dort in der Erntezeit 125 Menschen, sonst sind es nur 55 bis 60. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Malvern Plantation House, St. John. Die Plantage liegt direkt an der Abbruchkante des Hackleton´s Cliff, so dass man einen wunderbaren Panoramablick über die Hügel und Täler hat. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Newcastle Great House, Martin´s Bay. Aus dem 17. Jahrhundert, heute nur noch Ruine. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Newton Plantation House, Christ Church. Um 1975 wurde hier unter amerikanischer Leitung ein Sklavenfriedhof ausgegraben. Seit 1985 führt die National Cultural Foundation hier das Crop Over Festival durch. Es werden Führungen über das Plantagengelände durchgeführt. Vom höher gelegenen Aufsehergebäude hat man eine gute Rundumsicht. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Nicholas Abbey, St. Peter. 1648 von Colonel Benjamin Berringer in jacobinischem Stil erbaut. Es ist das älteste, von drei heute noch erhaltenen Plantagenhäusern dieser Stilrichtung. Das Anwesen wurde von seinem Architekten mit vier hohen Kaminen ausgestattet und sieht sehr „schottisch“ aus. Die Einrichtung besteht aus britischen Stilmöbeln der Kolonialzeit. Geöffnet: Mo – Fr 10.00 – 16.00 Uhr. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Porters Great House, Holetown Distrikt. Das Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert befindet sich nicht mehr im Originalzustand, im 19. Jahrhundert wurden Gebäudeteile angefügt. Der Herrensitz liegt am nordöstlichen Ortsausgang. Das Haus selbst ist nicht zugänglich, der Garten nur zu wechselnden Zeiten. Die Öffnungszeiten erfragt man beim Tourist Board in Holetown. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Sunbury Plantation House, St. Philip. Tel.: 423-6270, Fax: 423-5863. Das Plantagenhaus mit meterdicken Mauern aus dem späten 17. bis frühen 18. Jahrhundert wurde 1981–1983 umfangreich renoviert. Heute befindet sich dort ein Restaurant, einige Räume werden als Museum genutzt. Geöffnet: täglich 9.30 – 16.30 Uhr. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Tyrol Cot, St. Michael. 1854 von dem berühmten Bauherren seiner Zeit William Farnum erbaut. Es diente als Wohnhaus des ersten Premierministers Sir Grantley Adams und ist das Geburtshaus von Prime Minister J. M. G. M. Adams. Der Barbados National Trust hat das Haus renoviert und mit zeittypischen Mahagonimöbeln eingerichtet. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Villa Nova, St. John. Wurde zwischen 1832 und 1834 von dem Zuckerbaron Edmund Haynes überwiegend aus Korallensteinen erbaut. Ein Schweizer Konzern betreibt dort ein Luxushotel. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Warrens Great House, St. Thomas, Highway 2 A. Wurde im Jahre 1686 erbaut. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Welches House, St. James, Highway 2 A. Das ursprüngliche Herrenhaus wurde von dem Hurrikan im Jahre 1831 zerstört. In den wieder aufgebauten Gebäuden werden Kunstgegenstände für „Best of Barbados“ hergestellt. Typ ist Gruppenbezeichnung

Sprachen[Bearbeiten]

  • Amtssprache ist Englisch, es wird aber auch ein Patois gesprochen, das heißt hier Bajan.

Kaufen[Bearbeiten]

Typisches Souvenir von Barbados ist eine Flasche Rum. Rum wird hier seit dem 17. Jahrhundert auf der Insel gebrannt. Der hervorragende Rum hält in puncto Qualität und Bouquet Vergleichen mit bestem Weinbrand stand. Als besonders edel gilt die Marke "Mount Gay Extra Old". Steuerfreie Artikel, wie Parfüm, Schmuck, Batiktextilien und Bademoden, kann man am Flughafen, im Hafen und in vielen Geschäften zollfrei kaufen. Es empfiehlt sich, diese Waren bereits während Ihres Urlaubs zu kaufen, da im Flughafen die Auswahl viele Wünsche offen lässt. Beim Einkauf müssen in der Regel Flugticket und Reisepass vorgelegt werden. Alkohol- und Tabakwaren nimmt man erst wieder am Abreisetag in versiegelter Verpackung am Flughafen problemlos in Empfang. Bitte beachten Sie die Zollbestimmungen! Außerdem bieten einheimische Künstler handgemachte Keramik und Mahagoni-Holzschnitzereien an. Originelle Tonkannen (monkey jars) und Vasen stellen die Töpfereien von Chalky Mount her. Souvenirs mit pikanter Note und langer Haltbarkeit sind barbadische Chilisoße (hot sauce) und Kräuterbeize (Bajan seasoning). Nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen ist der Handel sowie in den meisten Ländern die Einfuhr von Schildpatt, Schwarzer Koralle sowie Federn seltener Vögel verboten. Ferner gibt es:

  • Flechtwaren aus Stroh und Khuskhusgras
  • Cockspur Barbados Rum, Crisma Rum Cream Liqueur, Malibu Coconut Rum
  • Schnitzwaren aus Mahagony
  • Töpferwaren, Korallen-, Blutstein- und Muschelschmuck

Küche[Bearbeiten]

Die Speisen aus der Küche von Barbados sind überwiegend gut gewürzt. Es wird viel Paprika, Curry und Pfeffer verwendet. Callalou ist eine Suppe mit einer Abart von Spinatblättern, Knoblauch, Zwiebeln, Kokosmilch und Ziegenfleisch.

  • Christophene ist ein leicht angeschmorter, länglicher Kürbis.
  • Conkies sind eine Mischung aus Maismehl, Kokosnuß, Kürbis, Rosinen, Süßkartoffeln und Gewürzen, in Bananenblätter eingewickelt wird diese Masse gedünstet.
  • Coo-Coo ist ein Maismehlauflauf.
  • Crawfish ist kein Fisch, es sind verhältnismäßig große Süßwasser- oder Flußgarnelen.
  • Dolphin ist ein Fisch, aber kein Delphin. Flying Fish ist das Nationalgericht von Barbados. Fliegende Fische springen aus dem Wasser und können wegen ihrer Flossenform einige Meter durch die Luft segeln, was aussieht, als ob sie fliegen. Sie sind im Geschmack unserer Scholle ähnlich.
  • Mahi-Mahi (Goldmakrele) ist ein sehr guter Speisefisch der sich immer größerer Beliebtheit erfreut.
  • Lambi ist gedünstetes, kaltes Muschelfleisch.
  • Foo-Foo sind Klößchen aus dem Mus von grünen Gemüsebananen. Jug-Jug wird aus Maismehl und Erbsen zubereitet.
  • Pastelles ist eine Vorspeise, Mais und Fleisch in Bananenblätter eingerollt.
  • Pepperpot ist eine scharfe Suppe, mit Fleisch und sehr viel Gemüse - und Pfeffer.
  • Roti ist ein ursprünglich aus Ostindien stammendes Fleischgericht mit Curry.
  • Tan-Tan ist in Weinbrand eingelegte Hühnerleber.

Getränke[Bearbeiten]

  • Planter´s Punch ist eine Mixtur aus verschiedenen Obstsäften. Wird Rum dazugegeben dann ist es Rum Punch.
  • Mount Gay ist der am weitesten verbreitete und bekannte Rum (klar oder braun) der auf Barbados getrunken wird. Andere Rumsorten sind Cockspur, Goddard´s, Alleyne Arthur´s und Calypso.
  • Bier mit dem Namen Banks wird im Lande hergestellt, ist von guter Qualität und preiswert.
  • Mauby ist ein Getränk, das es nur auf Barbados gibt; es wird aus Rindenextrakt, Zucker und Gewürzen gebraut.

Preise[Bearbeiten]

  • Abendessen 30-120 Bds $
  • alkoholfreie Getränke 4 Bds $
  • Importbier 7 Bds $
  • karibisches Bier 6 Bds $
  • Rum 4 Bds $

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Es gibt eine Vielzahl von Unterkünften auf Barbados. Sie reichen vom einfachen und günstigen Zimmer bis hin zum exclusiven Luxushotel. Die meisten Unterkünfte befinden sich an der Südküste und an der Westküste. Im Süden gibt es ein ausgeprägteres Nachtleben während es im Westen (Platinküste) sehr schöne Strände und viele Luxushotels gibt. Es gibt auch eine Vielzahl von privaten Anbietern. Besonders zu empfehlen sind hier die Ferienwohnungen mit Eigenversorgung (Küche) wie z.B. in Heywoods, Mullins oder um Holetown an der Westküste sowie zwischen Hastings und bis um St. Lawrence Gap im Süden.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

  • 01. Januar| New Year | Neujahr
  • 21. Januar| Errol Barrow Day
  • Good Friday | Karfreitag
  • Easter Monday | Ostermontag
  • Whit Monday | Pfingstmontag
  • 01. Mai | Labor Day | Tag der Arbeit
  • 1. Montag im August | Caricom Tag
  • 1. Montag im Oktober | United Nations Day | Tag der Vereinten Nationen
  • 30. November | Independence | Unabhängigkeitstag
  • 25. Dezember | Christmas | Weihnachten
  • 26. Dezember | Boxing Day | Weihnachtsfeiertag

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Kriminalitätsrate auf Barbados ist für den karibischen Raum verhältnismäßig niedrig. Trotzdem zwingen soziale Spannungen und Wirtschaftsflüchtlinge von den anderen Inseln zu vorsichtigem Verhalten. Zudem sollte man bedenken, dass in den Augen der Einheimischen Touristen grundsätzlich als „reich“ gelten. Bajans sind Touristen gegenüber freundlich und sehr zuvorkommend. Diebstähle oder gar Überfälle kommen nur sehr selten vor. Dennoch empfiehlt es sich, Wertsachen und Dokumente im Schließfach des Appartements/Hotels zu deponieren und unterwegs auf der Insel nur das nötigste Bargeld mitzuführen. Besonders für die Damen gilt: Schmuck ist besser im Schließfach aufgehoben, als ihn öffentlich zu tragen. Im Leihwagen sollte man trotzdem generell nichts liegen lassen. Der Besitz und der Konsum von Drogen wird, auch für Touristen, streng bestraft. Auch sollte man an die gesundheitliche Sicherheit denken, auch auf Barbados gibt es Aids.

Gesundheit[Bearbeiten]

Rauchen verboten: Auf der Insel Barbados herrscht seit 2010 ein allgemeines Rauchverbot. Dieses Gesetz wurde aber schon nach wenigen Tagen verändert. Das Rauchverbot bedeutet heute in den Hotelanlagen: Rauchen ist verboten, solange man ein Dach über dem Kopf hat. Ein Beispiel: beginnt einen Meter neben der Bar freier Himmel, dann ist das Rauchen dort, einen Meter neben der Bar, erlaubt.

Klima[Bearbeiten]

Klimadaten Bridgetown von www.wetter.com

Wirbelstürme[Bearbeiten]

  • Die Hurrican Saison beschränkt sich auf die Monate Juni bis Oktober. Eine ganze Reihe dieser tropischen Stürme ist im Laufe der Jahrhunderte über die Insel hinweg gezogen. Bei dem Sturm von 1780 wurden 2.000 Sklaven und einige Europäer getötet. Die Schiffe der Royal Navy wurden so schwer beschädigt, daß man beschloß, die Reparatur- und Ausrüstungsabteilung nach English Harbour auf der Insel Antigua zu verlegen. Im September 1898 wurden bei einem Sturm 80 Personen getötet, die Häuser von 18.000 Menschen zerstört. 1831 blieben nur eine Handvoll Gebäude auf der Insel unbeschädigt, 1.591 Menschen wurden getötet.
  • In diesem Jahrhundert waren die schwersten Wirbelstürme „Janet“ 1955, „Luis“ 1995 und direkt danach „Marylin” am 14. September 1995. Im September 2004 zerstörte der Wirbelsturm „Ivan” 221 Häuser.

Respekt[Bearbeiten]

Der Einheimische ist Touristen gegenüber eher zurückhaltend, aber freundlich. Man kann sich überwiegend frei bewegen, ohne von jeder Seite von Einheimischen bedrängt zu werden, die etwas verkaufen wollen, oder die vor ihren Läden ihre Ware anpreisen. In der meisten Fachliteratur liest man: "Barbados ist britischer als Großbritannien." Diese Behauptung kann man dort täglich neu erfahren.

Autofahrer halten regelmäßig an Zebrastreifen um Fußgänger die Straße queren zu lassen, fast einmalig in der gesamten Karibik.

Ähnlich verhält es sich in den Hotelbars, wo Trinkgelder eher dezent versteckt zugeschoben werden, statt aufreizend über den Tresen geschoben werden.

Besonders britisch geht es in den Hotelrestaurants zu. Grundsätzlich sollte man davon ausgehen, dass einem ein Tisch zugewiesen wird. Meist steht am Eingang ein Stehpult mit Speisekarten, dort wartet man bis man abgeholt wird. Herren, deren Hemden auf der Schulter nur einen schmalen Träger aufweisen, werden nicht durchgelassen, die Schultern und der halbe Oberarm müssen bedeckt sein. Damen dagegen dürfen Oberteile tragen, die bis zum Bauchnabel offen sind.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Jede Gemeinde hat eine eigene Poststation. Rote „englische“ Briefkästen findet man über die ganze Insel verteilt. Briefmarken gibt es auch in Drogerien (Drugstore), Souvenir- und Schreibwarenläden.

In Cheapside, Bridgetown, steht das neue Hauptpostgebäude, das General Post Office, Tel. 436-4800.

Es existieren mehrere kleine Internetcafes auf der Insel, weiterhin bieten auch die größeren Hotels Internetzugänge.

Literatur[Bearbeiten]

  • BABBADOS - The Visitor´s Guide, F. A. Hoyos, Second Edition, 1988, Macmillan Caribbean Guides, ISBN 0-333-33389-6
  • BARBADOS, A History from the Amerindians to Independence, F. A. Hoyes, 1978, Macmillan Caribbean, ISBN 0-333-23819-2
  • APA Guides Barbados, deutsch, APA Publications, 1996, ISBN 3-8268-1331-6
  • BARBADOS - Mini Rough Guide, Adam Vaitilingam, Penguin Books, 1998, ISBN 1-85828-328-0
  • Barbados & St. Lucia, Fodor´s Travel, 2008, ISBN 978-1-4000-0745-5
  • BARBADOS - Just Beyond Your Imagination, Bildband, Arif Ali, Hansib Caribbean, 1996, ISBN 1-870518-54-3
  • BARBADOS, Landkarte, 1 : 60.000, Berndtson & Berndtson Verlag, 1995, ISBN 3-928855-08-5

Weblinks[Bearbeiten]


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