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ʿAin ed-Dālla

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ʿAin ed-Dālla ·عين الدالة
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'Ain ed-Dalla (auch Ain/Ayn (el)-Dalla, Ain (el)-Della, Ain (el)-Dellah, arabisch: ‏عين الدالة‎, ʿAin ad-Dālla) ist eine eigenständige Senke etwa 75 Kilometer nordwestlich von Qaṣr el-Farāfra und wichtige Zwischenstation an den Karawanenrouten nach Libyen und Siwa. Die Routen führen meist am Nordrand, seltener am Westrand des el-Quss-Abū-Saʿid-Plateaus vorbei.

Anreise[Bearbeiten]

Es gibt zwei Anreisemöglichkeiten. Die erste führt von der Stadt el-Farāfra bis zur Militär-Kontrollstelle (Checkpoint) bei 1 27° 14′ 59″ N 28° 4′ 59″ O. Von hier aus führt eine teilweise asphaltierte Piste nach Westen, die aber über weite Strecken versandet ist.

Die zweite, aber schlechtere Piste beginnt im Westteil des Nationalparks Weiße Wüste bei der Felsformation el-Qabūr am Track 3 und führt ebenfalls nach Westen. Beide Pisten treffen sich etwa im Bereich des Hidden Valleys.

Ab dem Wādī el-Ubeiyiḍ führt nur noch die erste, südlichere Piste weiter. Man durchquert nach dem Wadi den 1 Ain-Dalla-Pass (27° 18′ 51″ N 27° 25′ 49″ O).

Um das Gelände aufsuchen zu können, benötigt man eine behördliche Genehmigung der Militärverwaltung in Kairo. Es ist möglich, dass die Anreise in Begleitung durch einen Polizisten oder Soldaten erfolgen muss. Während man im Falle von Wādī el-Ubeiyiḍ noch mit einer Genehmigung der Polizei in Bāwīṭī (Bahrīya) oder Fahrern, die das Gelände gut kennen, auskommt, ist hier eine Erlaubnis dringend erforderlich! In diesem Gebiet ist Militär stationiert, das den Schmuggel unterbinden soll. Ein Fahrzeug wird u.U. als Schmuggelfahrzeug gehalten.

Mobilität[Bearbeiten]

Abseits der Pisten muss man zu Fuß laufen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die hiesige Quelle wurde in den 1920er-Jahren durch den Prinzen ʿUmar Ṭūsūn (Omar Toussoun) gereinigt und mit einer Steinmörtelumfassung versehen. Im Rahmen dieser Reinigungsarbeiten wurde hier ein Eisenkreuz gefunden. 1939 fand Ahmed Fakhry (1905–1973) die Holzhütte des Prinzen mit einigen Werkzeugen vor. Zudem beschreibt er die Überreste zweier antiker Ziegelgebäude, die wohl als Militärposten genutzt wurden.

Die Funde von Barbara E. Barich stammen nicht von hier, sondern vom Hidden Valley.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert ist die hiesige 2 Quelle (27° 17′ 58″ N 27° 20′ 4″ O) mit ihrem Palmenbestand. Die Qualität des Wassers ist gut.

Küche[Bearbeiten]

Verpflegung muss mitgeführt werden. Die Abfälle sollten mit zurückgenommen und nicht in der Wüste verstreut werden. Restaurants und Imbissstände gibt es nur in der Stadt Farāfra.

Unterkunft[Bearbeiten]

Unterkünfte gibt es nur in der Stadt Farāfra.

Literatur[Bearbeiten]

  • Fakhry, Ahmed: The oases of Egypt. Vol. II: Bahrīyah and Farafra Oases. Cairo : The American Univ. in Cairo Pr., 1974, ISBN 978-9774247323, S. 164 f (englisch.).
  • Barich, Barbara E.: Farafra Oasis. In: Bard, Kathryn A. (Hg.): Encyclopedia of the Archaeology of Ancient Egypt. London, New York : Routledge, 1999, ISBN 978-0-415-18589-9, S. 298–300.
  • Vivian, Cassandra: The Western Desert of Egypt : an explorer’s handbook. Cairo : The American University in Cairo Press, 2008, ISBN 978-977-416-090-5, S. 105–110 (in Englisch).
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