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Wien/Hietzing/Lainzer Tiergarten

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Der Lainzer Tiergarten ist ein Naturschutzgebiet und wichtiges Naherholungsgebiet mit dichtem, freilebendem Wildbestand im 13. Wiener Gemeindebezirk, Hietzing; ein kleiner Teil befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Laab im Walde. Er ist Natura-2000-Schutzgebiet und eines der letzten ursprünglichen Gebiete des Wienerwaldes.

Wildschwein auf der Baderwiese

Hintergrund[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Waldgebiet westlich von Lainz - heute Teil des 13. Bezirkes - wurde ab dem 16. Jahrhundert umzäunt und als kaiserliches Jagdgebiet genutzt. Es war für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Im 18. Jahrhundert wurde schließlich eine Mauer gebaut, die auch heute noch besteht.

In den 1880er-Jahren ließ Kaiser Franz Josef für seine Frau Sisi die Hermesvilla als Sommersitz errichten. Rund um diese Villa entstand ein gestalteter Landschaftsgarten, der einen scharfen Kontrast zum ansonsten naturbelassenen Areal bildet.

Nach dem Ende der Monarchie fiel der Lainzer Tiergarten an die neu gegründete Republik. Ab 1919 wurde das Gelände an Wochenenden für die Öffentlichkeit als Erholungsgebiet geöffnet. Es gehörte damals noch zu Niederösterreich und wurde erst in den 1920er-Jahren der Verwaltung der Stadt Wien übertragen - blieb jedoch weiterhin Teil der damals noch unabhängigen Gemeinde Hadersdorf-Weidlingau.

Damals ergaben sich rasch Nutzungskonflikte, die bis in die Nachkriegszeit anhalten sollten: In den Elendsjahren wurde der Wald für Brennholz illegal geräumt und geschlägert, der Wildbestand wurde gewildert usw. Im stadtnäheren Bereich entstanden in der Zwischenkriegszeit zahlreiche wilde Siedlungen, die bis heute existieren; unter anderem wurde der Bereich zwischen Speisinger Straße und heutiger Tiergartenmauer komplett abgetrennt und dort die Friedensstadt, die Siedlung Auhofer Trennstück, die Justizwachesiedlung, die Polizeisiedlung, die Kongresssiedlung und im Norden auch die Eisenbahnerfarm errichtet.

1938, nach dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland, wurde im Zuge der Bildung von Groß-Wien der Lainzer Tiergarten gemeinsam mit dutzenden anderen Umlandgemeinden zu Wien eingemeindet. Nach der Ausgliederung der meisten dieser Ortschaften im Jahr 1954 verblieb der Lainzer Tiergarten jedoch bei Wien.

Noch in den 1960er-Jahren war der Lainzer Tiergarten in Gefahr, dass die neu zu bauende Westautobahn (A1) mitten durch das Gelände führen würde. Sie wurde dann aber im Wiental errichtet. Dafür wurde im Nahbereich der Ortschaft Hadersdorf ein Teil des Tiergartens abgezwackt und als Ausgleich ein Gebiet der Gemeinde Laab im Walde dem Tiergarten zugeschlagen.

Der Lainzer Tiergarten wird von der Magistratsabteilung 49 - Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien - verwaltet und betreut.

Nutzungskonflikte ergeben sich auch heute noch. Diese sind jedoch nicht mehr der Siedlungsdruck, sondern die starke Nutzung für Erholungszwecke der Bevölkerung der stark wachsenden Großstadt. Dies erfordert, dass heute vermehrt Wege gesperrt werden, um dem Wild den notwendigen Ruheraum zu sichern.

Landschaft[Bearbeiten]

Die Landschaft ist die für den Sandsteinwienerwald typische bewaldete Hügelland mit einem dichten Netz an Gräben und Bächen. Der Baumbestand besteht aus Ulmen, Eichen und Linden, die teilweise mehrere hundert Jahre alt sind.

Tierwelt[Bearbeiten]

20160208054949!Wildschein, Nähe Pulverstampftor (cropped).jpg

Der Wildbestand von Rehen, Hirschen und vor allem Wildschweinen läuft im Gelände frei herum.

Zugang und Zugangsbeschränkungen[Bearbeiten]

Lainzer Tor

Der Zugang in den Lainzer Tiergarten ist nur an sechs Toren möglich. Die Öffnungszeiten sind von Mitte April bis 1. November von 8 Uhr bis ca. Einbruch der Dunkelheit, der Eintritt ist frei. Haustiere dürfen nicht in den Tiergarten. Ebenso ist es verboten, Bälle, Fahrräder, Scooter u. dgl. mitzunehmen. Zwischen November und Mitte April ist nur das Lainzer Tor geöffnet und der Zugang nur in den Hermesvillapark erlaubt. Zu den Weihnachtsfeiertagen (24.12.-6.1.) sind Lainzer Tor, Gütenbachtor, Nikolaitor und St. Veiter Tor von 8-17 Uhr geöffnet.

  • 1 Lainzer Tor. Am Ende der Hermesstraße – Hauptzugang in den Tiergarten mit Zugang zur Hermesvilla sowie einem kleinen Besucherzentrum mit Ausstellungsraum. Anfahrt mit dem Bus 55B von der Station Hermesstraße (Straßenbahnen 60 und 62). Kostenpflichtiger Parkplatz.
  • 2 Sankt Veiter Tor. Am Ende des Hanschweges – Anfahrt mit der Buslinie 54B von Ober St. Veit (U4) bis Hst. Ghelengasse (500 m Fußmarsch) oder 2x pro Stunde direkt bis zum Tor.
  • 3 Nikolaitor. Am Ende der Nikolausgasse in Hacking – ca. 10 min Fußweg vom Bahnhof bzw. U-Bahn-Station Hütteldorf (U4, S45, S50, S80).
  • 4 Pulverstampftor. Zugang vom Auhofcenter.
  • 5 Laaber Tor. In Laab im Walde am Ende der Tiergartenstraße. Regionalbusse 253 und 254 vom Bahnhof Wien Liesing (via Breitenfurt) bzw. Bahnhof Unter-Tullnerbach.
  • 6 Gütenbachtor. In Wien-Kalksburg am Ende der Gütenbachstraße, kein ÖV-Anschluss (Regionalbus 254 Hst. Gütenbachstraße, dann ca. 2,5 km Fußmarsch).

Link zu den Öffnungszeiten: https://www.lainzer-tiergarten.at/oeffnungszeiten.html

Mobilität[Bearbeiten]

Man darf sich nur zu Fuß fortbewegen. Das Wegenetz darf nicht verlassen werden; viele Wege sind nur Wirtschaftswege und die Benutzung ist durch Schilder untersagt. Einige Wege sind asphaltiert, andere nur geschottert. Aufgrund starker Steigungen und großer Distanzen ist das Gelände für mobilitätseingeschränkte Personen nicht zu empfehlen - mit Ausnahme des Landschaftsgartens zwischen Lainzer Tor und Hermesvilla.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hermesvilla
  • 7 Hermesvilla. Hermesvilla in der Enzyklopädie Wikipedia Hermesvilla im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHermesvilla (Q204129) in der Datenbank Wikidata.
  • 8 Nikolaikapelle, Kantinengebäude 193, OG. Nikolaikapelle in der Enzyklopädie Wikipedia Nikolaikapelle im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNikolaikapelle (Q1991078) in der Datenbank Wikidata.
  • 9 Hubertuswarte, Lainzer Tiergarten 1, 4, 11. Hubertuswarte in der Enzyklopädie Wikipedia Hubertuswarte im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHubertuswarte (Q1545854) in der Datenbank Wikidata.
  • 1 Wiener Blick.
  • 10 Damhirsch- und Mufflongehege.
  • Mehrere Naturlehrpfade
  • Tiergartenmauer
  • 11 Planetenweg. Entlang der äußeren Seite der Tiergartenmauer (Beginn: Am Ende der Wittgensteinstraße in Wien, Ende: Laaber Tor).

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Mehrere Waldspielplätze für Kinder
  • Das Ballspielen am gesamten Gelände ist verboten! Das betrifft auch designierte Lagerwiesen.

Einkaufen und Küche[Bearbeiten]

Es gibt im Gelände keine Einkaufsmöglichkeiten und nur drei Gaststätten:

  • 1 Hermes. Hermes auf Facebook.
  • 2 Rohrhaus.
  • 3 Hirschgstemm. Hirschgstemm auf Facebook.

Von daher empfiehlt es sich, Picknickvorräte selbst mitzubringen; darunter auch Trinkwasser. Denn Trinkbrunnen sind ebenfalls spärlich gesät.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • Es gibt keine Unterkunft im Lainzer Tiergarten. Das Wildcampieren ist strengstens verboten!

Sicherheit[Bearbeiten]

  • Die freilaufenden Wildtiere stellen in der Regel keine Gefahr für die Besucher dar. Zu den Wildschweinen sollte man aber einen gewissen Respektabstand halten.
  • Nicht zu unterschätzen sind die üblichen Gefahren beim Bergwandern. Unbedarfte Besucher lassen sich gerne dazu verleiten, den Lainzer Tiergarten zu unterschätzen. Die Berge reichen zwar kaum über 400 m hoch. Aber da es sich um eine weitläufige Anlage handelt, in der man nicht wie in einem Landschaftsgarten spazieren geht, sondern richtig wandern muss, sollte man stets an passendes Schuhwerk (leichte Wanderschuhe), einen Wetterschutz sowie eine Karte denken. Weiters sollte die Route so gewählt werden, dass man bis zum Einbruch der Dunkelheit bzw. zur Schließzeit das gewünschte Tor erreicht.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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