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Wangen im Allgäu

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Wangen i a air16.jpg
Wangen im Allgäu
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner
26.679 (2014)
Höhe
556 m
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Lage
Lagekarte von Baden-Württemberg
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Wangen im Allgäu

Wangen im Allgäu ist eine Stadt im Westallgäu. Die historische Altstadt mit interessanten historischen Gebäuden, teils reich verzierten, bürgerlichen Fachwerk- und "Putz-"Häusern, ist ein beliebtes touristisches Ziel. 2015 feierte die Stadt 1200 Jahre wegen der ersten urkundlichen Erwähnung in einer St. Galler Urkunde. Darüberhinaus findet die Landesgartenschau 2024 hier statt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Wangen im Allgäu gehört zu den Perlen der süddeutschen Kleinstädte. Die schon in älteren Zeiten wichtigen Verbindungen vom Bodensee (Lindau, Bregenz) nach Norden, vom Schussental nach Kempten trafen hier zusammen. Der Ort entwickelte sich aus einem alemannischen Weiler im Verlauf des Hochmittelalters zur Stadt. So erfolgte die erste Nennung im Jahr 815 in einer St. Galler Urkunde. Um 1150 Jahrhundert erfolgte die Erhebung zum Markt - vielleicht schon einer Siedlung im Bereich des heutigen Marktplatzes und der St. Martinskirche. Unter Kaiser Friedrich II von Hohenstaufen bekam Wangen 1217 besondere Schutzrechte als Stadt, wohl zur Abrundung der staufischen Hausmacht. Kaiser Rudolf II bestätigte die Reichs-Unmittelbarkeit 1286. 1802 ging Wangen im Zuge der Mediatisierung des Heiligen Römischen Reiches an damals noch Herzogtum Baiern, 1810 an das Königreich Württemberg. Zunächst Oberamtststadt wurde Wangen im 20. Jahrhundert Kreisstadt mit dem Kennzeichen WG. Seit 1972 gehört Wangen zum Landkreis Ravensburg und darf sich Große Kreisstadt nennen.

Wangens relativer Wohlstand rührte ursprünglich von Flachsanbau und Leinenweberei her. Mit der großindustriellen Gewinnung (USA, Ägypten, Indien) und vor allem Verarbeitung von Baumwolle seit dem 19. Jahrhundert bekam die Milch- und Käseindustrie große Bedeutung. Gleichzeitig siedelte sich in Wangen die ERBA (Baumwollspinnerei Erlangen-Bamberg) an und wurde neben der Zellstoff-Fabrik zum zeitweilig wichtigsten Arbeitgeber der Stadt. Doch auch der Käse erlangte wirtschaftliche BEdeutung über die Gebrüder Wiedemann - Adler-Käse - und die GEG. Beide Betriebe bestehen schon seit längeren Jahren nicht mehr. Die ERBA selbst wurde in den 80er Jahren abgewickelt. Letzter Nachkomme waren die Neuen Textilwerke Wangen (NTW) als Ausrüster. Diese wurden 2015 geschlossen.

Heute lebt Wangen von einem Mix aus eher mittelständischen Unternehmen und mit Sicht auf die Altstadt vom Tourismus. Neben dem insgesamt gepflegten Erscheinungsbild der Altstadt liegt dies zuerst an der noch vergleichsweise großen Zahl individueller Geschäfte, welche sich dem Zustrom von Filialisten und Ketten noch erwehren können.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die nächsten Flughäfen sind der Flughafen Friedrichshafen (IATA CodeFDH, Direktverbindungen u.a. nach Frankfurt und Düsseldorf) und der Flughafen Memmingen (IATA CodeFMM, ausschließlich touristische internationale Ziele).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der Bahnhof Wangen liegt an der Strecke Memmingen - Lindau (Bodensee). Er wird von Regionalverbindungen bedient. Die nächsten Fernverkehrsbahnhöfe sind Lindau (Bodensee), Memmingen und Ulm.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Wangen liegt direkt an der A96 (ehem. B18) München - Lindau und an der B32 Hechingen/Ravenburg - nahe Lindenberg), stellt so einen Verkehrsknotenpunkt dar. Von Norden fährt man am Besten über die A7 bis zum Kreuz Memmingen dort auf die A96 bis Wangen Nord und dann über die L320. Von Nordosten (München) folgt man der A96, von Osten (Kempten) der B12 bis Hergatz und dann der B32. Von Süden aus führen L320 und A96 (Abfahrt Wangen West dann B32) ans Ziel. Von Westen her ist die B32 der wichtigste Zubringer.

Seit 2014 ist Wangen an das Fernbusnetz angeschlossen. Näheres unter Mein Fernbus

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Wangen liegt am überregionalen Donau-Bodensee-Radweg, 5 km südlich in Hergatz trifft man auf den Bodensee-Königssee-Radweg

Mobilität[Bearbeiten]

In der Altstadt gibt es etwa 90 kostenpflichtige, meist belegte Parkmöglichkeiten. Diese sind alle gekennzeichnet.

Besser man lässt sich durch das Parkleitsystem leiten. P1 (Festplatz) ist Samstags kostenlos, der zur Altstadt nächste generell kostenlose Parkplatz ist P14 und liegt beim Argencenter. Ein Parkhaus (P11) befindet sich in der Bahnhofstraße.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Altstadt - Sie macht Wangen als denkmalgeschütztes Ensemble mit noch immer zahlreichen eigenen Geschäften in erster Linie aus. Das Stadtbild bestimmen wechselweise trauf- und giebelständige Häuser teils mit Fassadenmalereien aus verschiedenen Epochen. Ein weiterer Reiz sind die verschiedenen Häuserzeilen. Zwar ist die Herrenstraße dominierend, doch auch Paradiesstraße und Bindstraße weisen sehr reizvolle Perspektiven auf. Sehenswert sind die drei Plätze: Marktplatz, Saumarkt und Postplatz.
  • Wirtshaus-Ausleger Von vielen Fassaden prangen geschmiedete Wirtshaus-Ausleger, die teils noch originär aus dem Barock stammen sollen. Einige wurden zwar umgedeutet, oder auch an anderer, prominenterer Stelle platziert. Ihre Vielzahl aber deutet von einer in der Masse verlorenen Gasthaus-Kultur.
  • Brunnen Wangen hat eine große Anzahl an Brunnen, welche mit kühlem Nass das Bild der Stadt bereichern.
  • 1 Typ ist Gruppenbezeichnung Rathaus am Marktplatz- Das Haus wurde im 15 Jh. erbaut. 1721 erhielt das Rathaus seine heutige barocke Gestalt. Angebaut ist der sog. Pfaffenturm, ein Stadttor aus dem 14. Jh. (auch "Ratsloch" genannt)
Das Frauentor
Das Martinstor
  • Tore der ehem. Stadtmauer

Auf der Stadttafel des Johann Andreas Rauch (1611) und auch dem Stich des Matthäus Merian sind vier Stadttore zu erkennen. Zwei davon, das St.-Georgs-Tor(am Ende der Bindstraße) und das St.-Peters- oder Esels-Tor (in der Schmiedstraße an der Eselmühle) wurden Mitte der 1830er abgebrochen. Beide sind heute im Straßenbelag 'verewigt'.

    • 'Ratloch' oder auch Pfaffenloch, das schon genannte Stadttor der ersten Stadtbefestigung schließt nördlich an das Rathaus an. Es verlor seine Bedeutung mit der Ummauerung der Bündt - der Unterstadt im 16. Jahrhundert.
    • 2 Typ ist Gruppenbezeichnung 'Martinstor', auch Lindauer Tor. Erbaut wurde das "Svegelars-Tor" in der ersten Phase der Stadtentwicklung des 13. bis 14Jahrhunderts. Seine heutige Form stammt aus späterer Zeit bis ins 18. Jahrhundert. Interessant sind die Bemalungen: im Tor ein spät-ma. Sgrafitto vom Galgengang, sowie die Fresken von August Braun mit Darstellungen der Martinslegende, zur Stadtgeschichte und zweier bedeutender Söhne Wangens - Ulrich Rösch und Rupertus Ness.
    • 3 Typ ist Gruppenbezeichnung 'Liebfrauentor' oder Ravensburger Tor. Die heutige Form geht auf die Barockzeit zurück. Der Bau selber stammt wahrscheinlich aus der ersten Erweiterungsphase der Stadt im 15. Jahrhundert. Link s und rechts der Himmelkönigin Maria sieht die Gründerherren der Stadt: links Kaiser Friedrich II, rechts Kaiser Rudolf I.
Die Herrenstraße mit den typischen verzierten Häusern
  • Plätze
    • Marktplatz - zentraler Punkt der Stadt, trapezförmig angelegt, dreiseitig von St. Martinskirche, Rathaus und Hinderofen-Haus begrenzt. Dort steht auch der größte der Wangener Brunnen, der Martinsbrunnen. Seine heutige Gestalt bekam der Platz mit dem Bau der Kirchhofmauer Anfang der 80er Jahre.
    • Postplatz - überragt von Rathaus sowie Chor und Turm der Martinskirche ein eher von Bauten seit dem späten 19. Jahrhundert geprägter Platz.
    • Sau-Markt - vom städtischen Ambiente her vielleicht der reizvollste Platz, auch überragt vom Turm der Martinskirche, bietet er von Süden her eine tolle städtische Perspektive.
  • Einzelbauwerke - und Museen
    • 4 Typ ist Gruppenbezeichnung Hinderofen-Haus Renaissance-Bau des 16. Jahrhunderts der Handelsfamilie Hinderofen am Marktplatz. Anlage mit Innenhof, Tags über zu besichtigen. Sanierung unter anderem in den 30er und 70er Jahren. Zeitweilige Nutzung als Kloster, Landrats- und Finanzamt. Heute zum Teil von Stadtverwaltung und Volkshochschule, zum Teil von Gastronomie genutzt. Der in den 1930er Jahren sanierte Innenhof ist tagsüber zu besichtigen
    • 5 Typ ist GruppenbezeichnungHeilig-Geist Spital - eigentlich Bürgerspital zum Heiligen Geist, ein seit 1440 noch immer bestehendes städtisches Altenheim. Die barocke Spitalkirche wurde nach der Jahrtausendwende aufwendig restauriert und beinhaltet neben anderen Kunstwerken einen 'Jesus im Kerker', der lange Zeit auch Ziel von Wallfahrten war.
    • 6 Typ ist Gruppenbezeichnung Weber-Zunfthaus - erst die Sanierung des baufälligen Anwesens in den 90er Jahren förderte ein Juwel zu Tage. Sgraffitos im Obergeschoss und ein alter Kachelofen sind die kunsthistorisch gesehen einmaligen Höhepunkte in dem in seiner Art seltenen baulichen Relikt. Besichtigt werden kann das Juwel im Zusammenhang mit den vielfach angebotenen Stadtführungen.
    • 7 Typ ist Gruppenbezeichnung Haus Sigerist Herrenstraße 15. viergeschossiges Bürgerhaus, Trauf-ständig mit spätgotischem Treppengiebel. Innen teils barock ausgestattet. In Privatbesitz, nicht zu besichtigen.
    • 8 Typ ist Gruppenbezeichnung Kornhaus Postplatz. Heute genutzt von Bücherei, Stadtplanung und Baurechtsamt. Ursprung im 15. Jahrhundert, doch im Innern stark verändert und den Notwendigkeiten der Neunutzung Anfang der 1980er entsprechend umgebaut.
    • 9 Typ ist Gruppenbezeichnung Ritterhaus heute u.a. Stadtkasse. Klassizistischer Bau des Franz Anton Bagnato 1789. Heute als Stadtkasse genutzt. Zumindest das Treppenhaus kann während des Parteiverkehrs besichtigt werden.
    • 10 Typ ist Gruppenbezeichnung Trinklaube Fachwerkbau fränkischer Prägung mit Ursprüngen im 16. Jahrhundert, mehrfach saniert. Ein Feuer setzte dem Bauinneren im April 2013 stark zu. Die Vorarbeiten zu einer Sanierungen sind im Gange.
    • Museumslandschaft
      • 11 Typ ist Gruppenbezeichnung Eselmühle - Die Mühle wurde 1568 erbaut und war bis 1937 in Betrieb. Im Innern zeigt das Museum einen vielfarbigen Querschnitt der Geschichte von Stadt und Haus und vermittelt auch die Lebensumstände über die Jahrhunderte mit Wohn-Ausstatttungen aus verschiedenen Epochen.
      • Käsereimuseum Gleich am Anfang des Wehrgangs schließt das Flachs- und Käsereimusuem an die Eselmühle an. Mit zahlreichen Exponaten wird ein Bild früherer Erfolgsfaktoren der Wangener Wirtschaft gezeichnet, als Flachs - Grundlage für Leinen - und Käse - heute auch ein für Wangen fast abgeschlossenes Kapitel - große Bedeutung genossen.
      • Eichendorff-Museum Am Ende des Wehrgangs gelegen ist dieser kleine Teil des Rundgangs Erbe der in Wangen nach 1945 heimisch gewordenen Schlesier. Typisch eingerichtete Biedermeier-Räume sowie eine Fülle von Bücher gegen einen Eindruck des Wohn- und Lebensgefühls der nach-napoleonischen Zeit in den deutschen Landen. Im gleichen Gebäude befindet sich auch das Gustav-Freytag-Archiv.
      • 12 Typ ist Gruppenbezeichnung Pulverturm Barock überformter Eckturm der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Stadtmauer. Heute städtisch genutzt, Teil der Wangener Museumslandschaft.
      • Badstube Mittelalterliches Relikt der besonderen Art am Ende des Museumsdurchlauf. Sein Bestehen war der Armut als dem großen Bewahrer vieler Altbauten zu verdanken. Eher zufällig ergruben Schüler des Rupert Neß Gymnasiums die Überbleibsel dieser für das Mittelalter typischen Einrichtung. Heute stellt die Badstube den bedeutendsten Teil der Wangener Museumslandschaft dar. Zahlreiche Figuren und verschiedenste Exponate machen das einstige Treiben sicht- und greifbar.
      • Druckerei-Museum Lange Gasse - unweit des Pulverturms. Ein- und Überblicke über ein weiteres abgegangenes Handwerk. Besichtigung und Schaudrucken können über das Gästeamt erfragt werden.
      • Kolonialwaren-Laden ein paar Schritte weiter zeigt sich in einem Schaufenster ein weiteres verlorenes Stück Stadt: ein Krämer- oder eben Kolonialwaren-Laden, wie er vor drei Generationen aussah.
    • Stadtmauer Auch wenn sie nur in wenigen Teilen originär erhalten, meist als Rekonstruktion zu sehen ist, zeugt sie immerhin von einer gewissen Wehrhaftigkeit. Mehr oder weniger originale, teils rekonstruierte Teile finden sich im Zunftwinkel hinter dem Weberzunfthaus und bei der Eselmühle. Dort ist sie als Teil des Heimatmuseums auch begehbar. Allerdings wurde diese nie wirklich erprobt.
  • Fassadenmalereien Sie bestimmen teils das Stadtbild farbig mit. Fragmente früher Bemalungen finden sich im Martinstor, an der Außenseite des Ratlochs und am Haus Spitalstraße 25. Einige wesentlich spätere Arbeiten schufen August Braun und Toni Schönecker. Leider besteht bis dato keine Dokumentation zu den teils ungewöhnlichen Fassadengestaltungen.

Kirchen und Kapellen[Bearbeiten]

  • 13 Typ ist Gruppenbezeichnung Stadtpfarrkirche St. Martin - Vorgängerbauten seit etwa dem 9. Jahrhundert nachgewiesen, in der heutigen Form erbaut im 13. Jht. Apsis mit gotischen Kreuzrippen-Gewölbe, Langschiff von romanischem Raumgefühl geprägt. Barocke Innenausstattung aus dem 17. Jht., Hauptaltar und Chorgestühl neugotisch. Farbgebung der Langschiff-Bögen nach archäologischen Befund rekonstruiert. Orgelempore in den 80er Jahren neu eingezogen. Fresken mit Martinslegende und dem Weltgericht von Gebhard Fugel.
  • 14 Typ ist Gruppenbezeichnung Heilig-Geist Spitalkirche - errichtet 1732. Bedeutsam über die Zeit die Wallfahrt zum "Jesus im Kerker" mit einigen Votivtafeln. Deckengemälde von Gebhard Fugel.
  • 15 Typ ist Gruppenbezeichnung St. Ulrich - zweite Pfarrkirche Wangens im Stadterweiterungsgebiet Waltersbühl. Typischer Bau der Nachkriegsmoderne.
  • 16 Typ ist Gruppenbezeichnung St. Rochus - Friedhofskapelle im alten Gottesacker. Barocker Bau mit einer 'Armenbibel', heißt bildliche Darstellungen biblischer Ereignisse und den sog. Rosenkranz-Medaillons. Der umgebende Gottesacker war bis 1912 Friedhof der Stadt und wurde nie aufgehoben. Derzeit wird die Anlage grundlegend saniert und auch restauriert. Besuch der Kapelle ist von Mai bis Oktober immer um 14:00 im Rahmen einer Führung möglich. Interessanterweise ist die Friedhofskapelle eine gesuchter Ort für kirchliche Hochzeiten.
  • Gottesacker Über fast 500 Jahre bis 1912 wurden auf dem Gottesacker die Toten der Stadt beerdigt. Später mühte sich die Stadtregierung um eine gedankliche Profanierung als Stadtpark, was zu leider wenig schönen Zuständen als u.a. Partyzone und vielen Klagen gegenüber der Stadt führte. Der nie aufgehobene Friedhof wird seit 2015 grundlegend saniert.
  • 17 Typ ist Gruppenbezeichnung St. Wolfgang - heute Kapelle des neuen Friedhofs. Spätgotischer Bau mit einfacher, barocker Ausstattung. Im Umfeld der Kapelle finden sich verschiedenen Werke Wangener Künstler. Willibrod Blaser schuf eine Kreuzigungsgruppe am Ende des früheren Hauptweges. Die zur Wolfgangskapelle führenden Kreuzwegstationen sind Werke von Josef Braun. Mehr dazu hier: Kunst auf Sankt Wolfgang
  • 18 Typ ist Gruppenbezeichnung St. Vinzenz - Kapelle des gleichnamigen Altersheims, Bau der 70er Jahre mit Anlehnungen an Corbusier und andere Architekten der Moderne. Sehr schön die moderne Bronzestatue des auferstandenen Heilands. Das umgebende Altersheim stellt als moderner Bau ein sehr interessantes Ensemble dar.
  • 19 Typ ist Gruppenbezeichnung Sattelkapelle St. Nikolaus und Leprosenhaus - erstmals um 1446 erwähnt. Einfache barocke Ausstattung. Bei Sanierungen wurden Fresken freigelegt. Das ehemalige Siechenhaus ist heute von Gastronomie genutzt. Wie vielerorts wurden außerhalb der Städte Siechenhäuser errichtet, um damals unverstandene Krankheiten und ihre Opfer zu isolieren. Mehr auf: Kultur in Wangen

Aussichtspunkte[Bearbeiten]

An folgenden Punkten hat man einen schönen Blick auf Wangen und teilweise auch die Alpen:

  • 20 Typ ist Gruppenbezeichnung Aussichtsplatte beim Skilift Berger Höhe mit metallener Panoramakarte. Bei guten Wetter reicht der Blick von den Bayrischen bis weit in die Schweizer Alpen.
  • 21 Typ ist Gruppenbezeichnung Wasserbuckel im Waltersbühl nahe der Praßbergschule oberhalb des Wermeisterwegs.

Sehenswert außerhalb der Stadtgrenzen[Bearbeiten]

  • 22 Typ ist Gruppenbezeichnung Ruine Praßberg Mehr oder weniger gut gesicherte Reste des Sitzes des Geschlechts der Praßberger, die als Vögte einigen Einfluss in der Region ausübten. Der Bergfried wurde vor einigen Jahren restauriert.
  • 23 Typ ist Gruppenbezeichnung Kapelle St. Nikolaus in Untermooweiler. Romanischer Bau, nur nach Voranmeldung zu besichtigen.
  • 24 Typ ist Gruppenbezeichnung Ruine Neuravensburg Ende des 12. Jahrhunderts von den Grafen des Argengaus erbaut, 1525 im Bauernkrieg zerstört. 1614 bis 1617 von Abt Bernhard Müller des Klosters St. Gallen wieder aufgebaut und zum Schloss ausgebaut. 1836 wurde die Burg auf Abbruch verkauft und 1837 bis 1845 teilweise abgebrochen. Mehr hier: Burgruine Neuravensburg auf wikipedia
  • 25 Typ ist Gruppenbezeichnung Ruine Ratzenried Der Bau geht auf 12. Jahrhundert zurück und wurde mehrfach verändert und erweitert. 1632 brannten die Schweden die Burg nieder. Heute gehören die Reste dem Haus Waldburg Zeil. Mehr hier: Ruine Ratzenried auf wikipedia
  • 26 Typ ist Gruppenbezeichnung Ruine Leupolz Reste einer Höhenburg. Die von den Herren von Leupolz, Ministeriale des Klosters St. Gallen, vor 1229 erbaute Burg wurde 1229 erwähnt, 1389 zerstört, ab 1455 wieder aufgebaut und ist am 24. Juni 1624 durch einen Blitzeinschlag abgebrannt. Von der ehemaligen Burganlage mit rechteckigen Turm, Ringmauer und zwei Gebäuden sind noch Grundmauern erhalten. Quelle: Burgrest Leupolz auf Wikipedia

Aktivitäten[Bearbeiten]

Im Sommer[Bearbeiten]

  • Baden - Neben dem 27 Typ ist Gruppenbezeichnung Freibad Stephanshöhe gibt es um Wangen herum einige Badeseen:
    • 28 Typ ist Gruppenbezeichnung Röhrenmoos Naturweiher mit stark ausgebauter Infrastruktur und Campingplatz
    • 29 Typ ist Gruppenbezeichnung Elitzer See Naturweiher ohne Infrastruktur
    • 30 Typ ist Gruppenbezeichnung Blausee Moorweiher ohne Infrastruktur
  • Tennis Wangen hat zwei Tenis-Clubs:
    • TC Wangen 1903, Max Fischer Straße. Auf der Anlage auf mit elf roten Sand-Plätzen sind vor allem tagsüber fast immer Plätze zu bekommen. Dem Club gehört auch die Tennishalle in der Pfannerstraße.
    • TC Rot-Weiss Wangen, Pfannerstraße.

Im Winter[Bearbeiten]

  • Langlauf - Rund um Wangen werden bei guter Schneelage (für gewöhnlich Dezember-März) Loipen gespurt. Eine Übersicht findet sich hier. In Wangen kann man keine Langlaufskier ausleihen, die nächsten Verleihstationen befinden sich in Lindenberg und Ravensburg
  • Skifahren - Bei guter Schneelage kann auf der Berger Höhe Ski gefahren werden. Einen weiteren, weniger anspruchsvollen Skibuckel gibt es bei Amtzell. Für höhere Ansprüche kann man bei Maierhöfen, rund um Oberstaufen oder im vorarlbergischen den Skigelüsten frönen.

Feste und Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Am Rosenmontag findet traditionell ein Fasnachtsumzug durch die Wangener Altstadt statt. Die "Wangemer Fasnet" beginnt dabei am "Gumpigen Donnerstag" mit dem Setzen des Narrenbaums und endet mit dem Fällen desselben am Dienstag darauf.
  • An den Adventswochenenden findet der Wangener Weihnachtsmarkt in der Altstadt statt
  • Im Sommer finden im Zunftwinkel die Wangener Festspiele statt, ein kleines Theaterfestival mit Stücken, die auf einer kleinen Freilichtbühne gespielt werden.
  • Große Tradition hat auch das heute als Altstadtfest durchgeführte frühere Kinderfest jeweils am ersten Wochenende der Sommerferien.
  • Seit einigen fest etabliert sind die Musiknacht Anfang Juni und Mitte Juli die Salsanacht mit Händlerflohmarkt und der Altstadtlauf.
  • Die Kulturnacht als auch Fest der Partnerschaft mit Prato ist Anfang August ein Höhepunkt im Sommer.
  • Am dritten September-Sonntag steigt in Wangen das älteste Radkriterium in Deutschland. Neben vielen spannenden Rennen auf dem Vorstadtkurs gibt es auch buntes Treiben in der Altstadt.
  • Kirchliche Feste:
    • Die Osternacht beginnt bei gutem Wetter mit der Entzündung des Osterfeuers auf dem Marktplatz.
    • Die Öschprozession an Christi Himmelfahrt.
    • Die Fronleichnahms-Prozession mit anschließendem Hock im Kellhof.

Einkaufen[Bearbeiten]

Wangen im Allgäu ist eine Einkaufsstadt, in der sich noch einige sonst eher selten gewordene, von den Eigentümern betriebene Geschäfte unterschiedlichster Prägung finden.

  • Lebensmittel: In und um die Altstadt finden sich fünf Bäckerläden, drei Metzgereien, fünf Obst-/Gemüseläden, zwei kleine Supermärkte. Zudem gibt es zwei Wochenmärkte:
    • Mittwochsmarkt im Bereich der Fußgängerzone von 8:00 bis 13:00.
    • Samstagsmarkt am Saumarkt von 8:00 bis 13:00.
  • Darüber hinaus ist das Angebot in der Altstadt noch weit gestreut. Gut sortierte Buchhändler, Einrichtungs-, 'Radio-', 'Life-Style-' und Schuhgeschäfte, Uhren- und Schmuckgeschäfte, auch Goldschmiede, dazu Boutiquen mit stark unterschiedlichen Ansprüchen, Töpfer- und Blumengeschäfte samt unvermeidlichen Mobilfunk-Läden runden das Angebot ab.
  • Medizin-Versorgung: Drei Apotheken und ein Sanitätshaus sichern den Bedarf innerhalb der Stadtmauern.

Küche[Bearbeiten]

  • Fidelisbäck, Paradiesstraße 3, D-88239 Wangen im Allgäu. Tel.: +49 75 22 79 5931. Geöffnet: Täglich ab 06:00 Uhr (Samstag ab 06:00 Uhr bis 14:00 Uhr, Sonntag ab 08:00 bis 11:00 Uhr - nur Ladenverkauf) bis 22:00 Uhr geöffnet. Typ ist Gruppenbezeichnung - Bäckerei und Gaststube, günstige Küche, Spezialität der warme Leberkäse
  • Weinstube Kempter, Bindstraße. Typ ist Gruppenbezeichnung - lokale, bürgerliche Küche
  • Gasthaus zum Lamm, Bindstraße. Typ ist Gruppenbezeichnung - lokale, bürgerliche Küche
  • Gasthaus Zum Rad, Bindstraße. Typ ist Gruppenbezeichnung - lokale, bürgerliche Küche
  • Weinstube Geiger, Bindstraße. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Ristorante Romatica, Karlsstraße. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Ristorante da Franco, Saumarkt. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Gasthaus Zum Baumgarten Schillerstraße - regionale Küche etwas anders
  • Gasthaus Sattel Lindauer Straße am Ortsende - anspruchsvolle regionale Küche
  • Gasthaus Adler Deuchelried - gehobene Küche
  • Gasthaus Krone Niederwangen- schwäbische Kost
  • Gasthaus Sonne Hatzenweiler - Pizzeria, italienische Küche
  • Weinstadel Rimmele Hiltensweiler - gut bürgerliche Küche
  • Gasthaus Rößle Oflings - schwäbisch, gut bürgerlich
  • Zum Starz Ratzenried Bahnhof - gut bürgerlich

Nachtleben[Bearbeiten]

Die Gaststätten und Lokale in der Stadt haben maximal bis 24 bis 1 Uhr geöffnet. Eine Disco existiert nicht mehr. Ausnahmen sind Motto-Veranstaltungen im Weinstadel Rimmele.

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels / Pensionen

  • Mohrenpost
  • Hotel Allgovia - Scherrichmühlweg
  • Hotel Garni Am Engelberg - Leutkircher Straße
  • Haus Waltersbühl - Max Fischer Straße

außerhalb

  • Farny-Hotel - Düren, unweit BAB Abfahrt Wangen Nord

Ferienwohnungen In und um Wangen gibt es eine Reihe von Ferienwohnungen, darunter auch eingeschlossen "Ferien auf dem Bauernhof". Im Internet bestehen verschiedene Seiten mit weiteren Infos.

Allgemeiner Link Unterkunft in Wangen im Allgäu


Gesundheit[Bearbeiten]

  • Oberschwabenklinik Krankenhaus Wangen
  • Fachklinik Wangen
  • Ärztehaus, Siemensstraße

Apotheken

  • Apotheke am Waltersbühl, Am Waltersbühl 20
  • Apotheke im Gesundheitszentrum, Siemensstraße 12
  • Engel-Apotheke, Gegenbaur Str. 21
  • Rochus-Apotheke, Herrenstraße 22
  • St. Martinsapotheke, Bindstraße 49
  • Staufen-Apotheke, Martins-Torplatz 4

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Das städtische Gästeamt befindet sich in der Bindstraße. Unweit des Milchpilz / Klosterbergstraße ggü. Karlstraße gibt es ein interaktives Zimmerverzeichnis.

Das Postamt befindet sich in der Lindauer Straße. Dazu kommen verschiedene Postannahmestellen in verschiedenen Märkten. Südmail hat einen Briefkasten bei der SZ-Geschäftsstelle am Eselberg.

Ausflüge[Bearbeiten]

Das Wangener Umland bietet viele Ziele für Ausflüge. Im Gemeindegebiet bestehen einige Burgruinen, bzw. Burg-Stätten:

  • Ruine Praßberg - über Beutelsau
  • Kapelle St. Nikolaus in Untermooweiler. Romanischer Bau, nur nach Voranmeldung zu besichtigen.
  • Ruine Neuravensburg
  • Ruine Ratzenried und Schloß Ratzenried
  • Ruine Leupolz - eher nur mehr Grundmauern.
  • Argenzusammenfluß bei Pfegelberg

Außerhalb des Gemeindegebiets werden gerne aufgesucht:

  • Kißlegg Sehenswert: Altes Schloß (Privatbesitz, Besichtigung meines Wissens nicht möglich) und Neues Schloß, Stadtpfarrkirche sowie die Friedhofskirche
  • Waldburg eine Burg aus dem 12. Jahrhundert (etwa 15 km nordöstlich gelegen)
  • Ravensburg Kreisstadt von großer historischer Prägung (25 km westlich gelegen)
  • Lindau ma. bis barocke Inselstadt im Bodensee (20 km süd-östlich gelegen)
  • Weingarten dort vor allem das inzwischen aufgehobene barocke Kloster mit der großen von Joseph Schmuzer erbauten Basilika (25 km nordöstlich)
  • Eistobel bei Maierhöfen, ein Naturspektakel in allen Jahreszeiten (ca. 20 km östlich)
  • Baumkronenpfad "Skywalk Allgäu" bei Scheidegg (etwa 15 km südlich gelegen)

Im nahen Umkreis locken im Sommer neben de Freibad Stephanshöhe auch verschiedene Badeseen:

  • 31 Typ ist Gruppenbezeichnung Röhrenmoos Naturweiher mit stark ausgebauter Infrastruktur und Campingplatz
  • 32 Typ ist Gruppenbezeichnung Elitzer See Naturweiher ohne Infrastruktur
  • 33 Typ ist Gruppenbezeichnung Blausee Moorweiher ohne Infrastruktur

Literatur[Bearbeiten]

  • Geschichte der Stadt Wangen - Dr. A. Scheuerle, Verlag Walchner, nur noch antiquarisch
  • 1200 Jahre Wangen - Chronik - Dr. R. Jensch, Kunstverlag Josef Fink
  • Wangen im Allgäu - Kunstführer Verlag Steiner und Schnell

Weblinks[Bearbeiten]

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