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Sataplia

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სათაფლია - Sataplia
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Sataplia (სათაფლია - Sathaphlia) ist ein Naturpark im Nahbereich der imeretischen Hauptstadt Kutaissi und mit der dortigen Tropfsteinhöhle sowie den (mutmaßlichen) Fußspuren der Dinosaurier ein beliebtes Besichtigungsziel.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Naturpark Sataplia wurde 1935 gegründet, um die erst kurz zuvor entdeckte Karsthöhle sowie die nebenan befindlichen Strukturen auf einer Felswand zu schützen. Die Strukturen auf der Felswand stammen - so die nicht 100-prozentig bestätigte Forschermeinung - von Dinosauriern. Tatsächlich kann man mit einiger Phantasie an den Felsen Fußspuren von Tieren erkennen.

Neu aufbereitet: Die Fußspuren der Dinosaurier auf Sandsteinfelsen

2010/2011 wurde der Naturpark touristisch ausgebaut. Es wurde ein Besucherzentrum errichtet, ein Kaffeehaus in der Mitte des Parks, ein kleines Museum sowie ein kleiner Park mit Dinosauriermodellen. Weiters wurde die Höhle für Besucher mit Leuchteffekten und einem abgesicherten Fußweg aufgemotzt sowie oberhalb der Klippe eine gläserne Aussichtsplattform errichtet.

Der Naturpark Sataplia befindet sich am gleichnamigen Berg. Der Name bedeutet frei übersetzt "Honigort" (georg. თაფლი, Tapli = Honig) und rührt daher, dass in den kleinen Löchern und Höhlen einst Bienen lebten, deren Honig von der lokalen Bevölkerung geerntet wurde.

Anreise[Bearbeiten]

Eingang in den Naturpark Sataplia

1 Der einzige offizielle Zugang zum Naturpark befindet sich am Südende des Parkes, dort befindet sich ein kleines Infozentrum, Toiletten und der Kartenverkauf.

Ab Kutaissi fährt man die Regionalstraße შ15 ri. Zkaltubo, biegt jedoch sofort am westlichen Stadtrand Kutaissis auf die gut ausgeschilderte Regionalstraße შ-111 nach rechts ab und folgt dieser für etwa 6 km an der Ortschaft Banodscha vorbei bis zum Eingang des Parks, wo sich auch ein großer Parkplatz befindet.

Ab Kutaissi fahren ab der Roten Brücke im Stadtzentrum auch Marschrutkas nach Sataplia. Weiters kann man mit Taxi anreisen (hin und zurück samt Wartezeit ca. 40 Lari). Die meisten Unterkünfte und örtlichen Reiseunternehmen in Kutaissi arrangieren Tagestouren nach Sataplia, auch die Touristeninfo in Kutaissi kann bei der Organisation einer Fahrt nach Sataplia hilfreich sein.

Ab Zkaltubo fährt man mit dem eigenen Auto die Tschawtschawadse-Straße (zweigt von der östlichen Ringstraße um den Kurpark beim Hotel Savane ab) stadtauswärts immer geradeaus bis zur Ortschaft Banodscha (ca. 15 km) und biegt dort nach links auf die შ-111 ab.

Mobilität[Bearbeiten]

Fußweg entlang der Klippe von Sataplia

Im Naturpark Sataplia sind Fahrzeuge verboten, man kann sich nur zu Fuß fortbewegen. Der Eintritt in den Park kostet pro Person 6 Lari und beinhaltet eine geführte Tour (meist georgisch und russisch zu den Dinosaurierspuren und durch die Höhle. Hat man die Höhle verlassen, darf man sich im Park frei bewegen. Hinweis Dinosaurierspuren und Höhle sind nicht barrierefrei zugänglich, Kinderwägen und Rollstühle können nicht mitgenommen werden!

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Eintritt in den Park 6 Lari für Erwachsene 3 Lari für Schüler und Studenten. Kinder unter 6 frei. Im Preis beinhaltet ist die Führung sowie der Besuch aller unten angeführten Attraktionen. Info zu Eintritten und Gebühren hier: [1]. Dienstags wird keine Führung durchgeführt!

Abfolge der Führung:

Fußspuren der Dinosaurier
1 Die Fußspuren der Dinosaurier wurden 1935 auf einem Sandsteinhang entdeckt. 2011 wurde zum Schutz vor Wind und Wetter ein Haus darum herum gebaut, in dem einige Fußgängerstege angelegt sowie Effektbeleuchtung installiert wurden, um die Fußabdrücke, die wegen der jahrzehntelangen Verwitterung nur mehr schwer zu erkennen sind, den Besuchern näherzubringen. Zugang nicht barrierefrei!
Im Jurassic Park
2Weiter geht die Führung über einen Waldweg durch den Jurassic Park. Hier wurden neben dem Weg einige Dinosauriermodelle sowie Erklärungstafeln über Dinosaurier in der Region (georgisch und englisch) aufgestellt. Die Dinosauriermodelle darf man nicht angreifen, Kinder darf man natürlich nicht darauf reiten lassen!
Weiter geht die Führung unterhalb der hohen Klippen des Sataplia-Berges. In diesem Bereich sind einige lange Stiegenabgänge zu überwinden.
3 Eingang zur Tropfsteinhöhle: Die Höhle ist 300 m lang und verfügt über zahlreiche wunderschöne Stalagmiten, Stalagtiten und sonstige Tropfsteinformationen, schön mit Effektbeleuchtung in Szene gesetzt. Der Fußweg durch die Höhle wurde erst vor wenigen Jahren erneuert und ist gut zu gehen. Es sind jedoch einige Stiegen zu überwinden. Rollstühle und Kinderwägen dürfen nicht in die Höhle! In der Höhle hat es ganzjährig 12-13°C.
4 Mit dem Ausgang aus der Tropfsteinhöhle endet die Führung
Im Dinosauriermuseum

Der Rest des Parks kann nun frei besichtigt werden. Dennoch muss man die Eintrittskarte aufbewahren, da man sie beim Besuch der folgenden Einrichtungen vorweisen muss:

5 Das Dinosauriermuseum zeigt einige (nachgemachte) Dinosaurierskelette sowie einige Schaukästen mit archäologischen Funden aus der Gegend. Erklärungstafeln auf georgisch und englisch.
Gläserne Aussichtsplattform
6 Die gläserne Aussichtsplattform oberhalb der Klippen bietet einen tollen Ausblick auf Kutaissi und die Kolchische Tiefebene. Ursprünglich war der Glasboden nichts für schwache Nerven, steht man doch direkt oberhalb eines tiefen Abhanges. Inzwischen ist jedoch das Glas so zerkratzt, dass der Nervenkitzel ausbleibt. Die Plattform darf nicht mit Schuhen betreten werden, beim Zugang werden Filzschlapfen verteilt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Hat man das Pflichtbesichtigungsprogramm absolviert, kann man in den Wäldern des Naturparks auch längere oder kürzere Wanderungen machen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Beim Eingang zum Park gibt es neben der Information und den Kassen auch einige kleine Souvenirstände.

Küche[Bearbeiten]

Futuristisches Restaurant neben der Aussichtsplattform

1 Es gibt ein Kaffeehaus / Restaurant im Park, beim Ausgang aus der Tropfsteinhöhle, wo man Erfrischungen, Getränke und kleine Snacks bekommen kann.

Neben dem Zugang zur gläsernen Aussichtsplattform gibt es ebenfalls ein Restaurant, das durch futuristische Architektur besticht.

Kleine Snacks und Getränke bekommt man auch beim Haupteingang in den Park

Nachtleben und Unterkunft[Bearbeiten]

Das 1 Nationalparkzentrum kann für Konferenzen, Feiern und sonstige Events gemietet werden, dort können Gruppen auch übernachten. Es ist für Laufkundschaft aber nicht zugänglich.

  • Miete Konferenzraum: 100 Lari pro Tag.
  • Gebühr für standesamtliche Hochzeitszeremonie im Nationalparkzentrum: 100 Lari

Camping am Gelände des Naturparks ist nicht gestattet.

Sicherheit[Bearbeiten]

Man sollte die Wege nicht verlassen, um nicht über größere oder kleinere Klippen oder Felsen zu stürzen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Da es in der Tropfsteinhöhle ganzjährig 12 bis 13 Grad Celsius hat, sollte man auch im Sommer nicht auf eine Jacke vergessen!

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Der Naturpark wird von der staatlichen Agentur "Agency of Protectet Areas" verwaltet. Direktor des Naturparks Sataplia ist Zaal Kvantaliani, Tel +995 577 101806, E-Mail zkvantliani@apa.gov.ge. An ihn kann man sich beispielsweise für Führungen auf deutsch oder englisch wenden, sowie wenn man das Nationalparkzentrum für Konferenzen o.Ä. buchen möchte.

Entlang der Touristenwege gibt es einige Toiletten:

  • Beim Haupteingang (ohne Parkeintritt zugänglich, gebührenpflichtig)
  • Im Kaffeehaus beim Ausgang aus der Höhle
  • Hinter dem Dinosauriermuseum

Entlang der Besucherpfade ist der GSM-Empfang einwandfrei. Im Wald gibt es jedoch Funklöcher. Keinen Handyempfang gibt es in der Höhle.

Ausflüge[Bearbeiten]

Karst von Imeretien [2]:

  • 1 Prometheus-Höhle bei Zkaltubo (Montags geschlossen!)
  • 2 Nawenachewi-Höhle bei der Ortschaft Nawenachewi im Raion Terdschola.
  • 3 Dadiani-Waldpark und Okaze-Canyon im Raion Choni, siehe dazu Artikel Martvili.

Weitere Attraktionen im Nahbereich von Kutaissi:

  • Klosteranlagen Gelati (Unesco-Welterbe) und Mozameta
  • Palastruine Geguti

Städte:

  • Kutaissi - Regionshauptstadt, zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants.
  • Zkaltubo - Alter Kurort mit nun großteils verlassenen aber imposanten Hotelgebäuden

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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