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Riquewihr

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67-Riquewihr-arcade.jpg
Riquewihr (Reichenweier)
DépartementHaut-Rhin
Einwohner
1.109 (2015)
Tourist-Info+33 (0)3 89 73 23 23
riquewihr.com
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Lage
Lagekarte des Elsass
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Riquewihr
Wappen von Riquewihr

Die Weinstadt Riquewihr ("Reichenweier") ist eine französische Kleinstadt im Ober-Elsass und Mitglied des Gemeindeverbunds Pays de Ribeauvillé et Riquewihr. Mit seinem äußerst malerischen Ortsbild ist sie eine der meistbesuchten Städte an der Elsässischen Weinstraße. Für viele ist das Städtchen der Inbegriff eines Elsässer Weinortes.

Riquewihr ist eine Ville fleurie, eine "blumengeschmückte Stadt" und trägt im Concours des villes et villages fleuris ("Wettbewerb der blumengeschmückten Städte und Ortschaften") 2 von 4 Rosen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Riquewihr ist aus der Gründung eines Weinguts eines fränkischen Grundbesitzers namens Richo entstanden. Der Ort hieß Richo villa. Im Lauf der Geschichte - 1291 ließ ein Graf von Horburg die erste Stadtmauer errichten - kam der Ort an das Herzogtum Württemberg und wurde 1796 im Zuge des Pariser Abkommens französisch.

Der Ort liegt in einem sich nach Osten öffnenden Tal des Sembachs, der im Westen aus einem ausgedehnten Waldgebiet kommt, das bis in eine Höhe von 900 m aufsteigt. Im Norden und Süden liegen die rebenbepflanzten Hügel der auslaufenden Vogesen, deren Weine bereits im Mittelalter europaweit bekannt waren und zum Wohlstand des Ortes beitrugen, so z.B. die Grands Crus de Schoenenbourg.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung:

d'or aux trois ramure de cerfs de sables posées en fasce, la pointe à dextre, surmontées d'une étoile à six rais du même

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die nächsten Flughäfen, auch für den Tourismus, sind

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Einen Bahnhof hat der Ort nicht. Der nächstliegende Bahnhof mit TGV-Halt ist in Colmar.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Ein Bus der Linie 106 verbindet den Ort alle 4 Stunden mit Colmar über Beblenheim und Bennwihr.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Anreise mit dem Auto erfolgt

Das Auto muss außerhalb der Stadtmauern z.T. gegen Gebühr geparkt werden.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Riquewihr

Die Altstadt, in der fast alle Sehenswürdigkeiten gebündelt sind, ist leicht gegen Osten geneigt und gut zu Fuß zu erkunden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bilder aus Riquewihr
Blick in die Altstadt
  • Die bedeutende Altstadt aus dem 16. Jahrhundert ist mitsamt den Befestigungsanlagen nahezu komplett erhalten. Die dicht aneinander geschmiegten Fachwerkhäuser ziehen viele Touristen an.
Das gemauerte Erdgeschoss der Winzerhäuser deckt den unterirdischen Weinkeller und die Kelteranlage ab. Je nach Wohlstand und Bedürfnissen der Hausbesitzer errichteten sie darüber Fachwerk- oder Steinhäuser in ein- oder zweistöckiger Bauweise. Zu beobachten ist das Stabilität gebende geometrische Muster des Fachwerks mit einigen Symbolen: Das Andreaskreuz als Schutzsymbol; Ratsmitglieder verzierten die Fassade mit der Abbildung eines Amtssessels ("Kurulische Stühle"); die Silhouette eines stehenden Mannes symbolisiert Männlichkeit. Zudem kann man Berufslogos (Zunftzeichen) feststellen: Der Küfer kennzeichnet Türstürze oder Portale mit einem Hammer, der von zwei Schraubzwingen (zum Halten der Fassdauben) gekreuzt wird (gut zu sehen am Straßburger Hof); am Diebesturm erkennt man eine Schere als Zeichen eines Schneiders.
  • 1 Typ ist Gruppenbezeichnung - Auf der Reproduktion eines Merian-Stiches von 1644 an einer Wand gegenüber dem Rathaus erkennt man von der ersten Stadtmauer aus dem Jahre 1291 die Ecktürme, von denen noch drei erhalten sind:
- der Diebesturm (la Tour des Voleurs) an der Nordwestecke, am Ende der Judenstraße (rue des Juifs), in dem heute das Museum im Diebesturm (Musée de la Tour des Volers) untergebracht ist, Der Turm war einstiges Stadtgefängnis. ZU besichtigen sind die Folterkammer, das Verlies und die Wohnung des Wärters. Der außen pentagonale, innen quadratische Turm wurde 1291 errichtet und im 15. Jahrhundert umgebaut, ist 18 m hoch und beherbergt bis heute eine Folterkammer, in der die Angeklagten zum Sprechen gebracht wurden. Direkt daneben steht an der Stadtmauer ein Winzerhaus von 1563 mit dem Emblem eines Schneiders, der Schere.
- Hellerturm (Maison de vigneron), 12 rue Saint-Nicolas: Das heutige Gebäude hat ein unbekanntes Erbauungsdatum, vielleicht aus dem 17. oder 18. Jahrhundert, und wurde im 19. und 20. Jahrhundert umgebaut. Das Gebäude beherbergt noch heute den südwestlichen Eckturm der ersten Stadtmauer, ein Anbau aus dem 20. Jahrhundert ist über dem früheren Graben vor der Mauer errichtet (heute rue dite Sébastopol)
- Turm der Anabaptisten
- Nicht mehr erhalten: der Bürgerturm oder Weiße Turm an der Südflanke, Anfang des 19. Jahrhunderts zerstört
- Der "Dolder" (la Tour du Dolder, Porte haute): Der am oberen Ende der Hauptstraße stehende, fachwerkverzierte, obere, noch erhaltene Torturm von 1291 ist ein Wahrzeichen der Stadt. Er ist 25 m hoch und hat eine abschreckend düstere Außenfassade und eine mit Erkern geschmückte Innenfassade.
- Nicht mehr erhalten: die Porte basse, 1808 abgerissen, 1809 wurde in der Nähe das neuklassische neue Rathaus erbaut, dessen Vorgänger in der Ortsmitte im Jahre 1789 abgerissen worden war.

Mit der Entwicklung von Feuerwaffen wurde eine Verstärkung der Stadtmauer um 1500 notwendig, an allen Fronten außer im Norden wurde eine zweite Mauer errichtet und Anfang des 17. Jahrhunderts an den Ecken Schanzen und Türme hinzugefügt.

  • 2 Typ ist Gruppenbezeichnung - 12 rue du Général de Gaulle; Heinrich Schickardt war Architekt im Dienste des Herzogs Friedrich I. von Württemberg und erbaute in Riquewihr u.a. dieses Eckhaus mit eindrucksvollem Portal und Erker von 1605 bis 1607 für das Magistratsmitglied Ambrosius Dieffenbach auf einem Vorgängerbau von 1574. Diese Jahreszahl ist über dem Portal des Vorratsraums zu sehen.
  • 3 Typ ist Gruppenbezeichnung - 14 rue du Général de Gaulle; das "Wolkenkratzerhaus" (auch Maison Jung-Selig) vereint unter seinem Giebel zwei Häuser aus dem Jahre 1561 und hat fünf Fachwerkstockwerke. Das 25 m hohe Gebäude ist eines der höchsten Fachwerkhäuser im Elsass. Zu beachten ist das Tagelöhnerzeichen an der rechten Hausecke, mit dem der Steinmetz auf dem von ihm bestimmten Stein seinen geforderten Lohn angibt.
  • 4 Typ ist Gruppenbezeichnung - 1 rue Kilian; das Haus Brauer am Ende der rue Kilian mit schönem Renaissance-Portal von 1618.
  • 5 Typ ist Gruppenbezeichnung - Place des Trois Èglises; am Platz der Drei Kirchen standen einst
- die gotische Pfarrkirche aus dem 12. bis 15. Jahrhundert, die, seit 1833 nicht mehr genutzt, Mitte des 19. Jahrhunderts durch die heutige protestantische Kirche ersetzt.
- die Église de pèlerinage Notre-Dame ("Pilgerkirche Notre-Dame") im Norden der Vorgenannten war von der Familie Ribeaupierre 1337 erbaut worden und wurde nach der Reformation ein Pfarrhaus.
- die Église Saint-Érard links daneben war vor der Reformation eine Kapelle aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts und mit dem angrenzenden Hospital verbunden, danach, seit 1539, eine Knabenschule.
  • 6 Typ ist Gruppenbezeichnung - 8 rue des Cordeliers; das Haus Schaerlinger, Fachwerkhaus von 1671
  • 7 Typ ist Gruppenbezeichnung - 14-15 rue des Trois Églises; der Durchgang zwischen den beiden letztgenannten Kirchen führt zur Steckgrabenstraße, von wo aus man auf die Stadtbefestigung von 1291 blickt, die zwar 1500 nicht erweitert, jedoch vielfach verändert wurde.
  • 8 Typ ist Gruppenbezeichnung - 36 rue du Général de Gaulle; am Ende des Hofs der Berckheimer steht ein Steinhaus mit Fenstern mit Zwischenpfosten. Der Türsturz des Treppentürmchens mit einer Sonnenuhr trägt die Jahreszahl 1523.
  • 9 Typ ist Gruppenbezeichnung - 42 rue du Général de Gaulle; das "Haus des Feinschmeckers ZUM STERN" aus dem Jahre 1686 besitzt eine besonders reichhaltige Fassade mit "Kurulischen Stühlen". Das Haus heißt auch Maison Preiss-Zimmer.
  • 10 Typ ist Gruppenbezeichnung - 45 rue du Général de Gaulle; das "Haus des Nagelschmieds" wurde 1667 wieder aufgebaut. Der Hausbesitzer, ein Nagelschmied, ließ den linken der beiden Eckständer als Nagelschmied gestalten.
  • 11 Typ ist Gruppenbezeichnung - neben Dolder und 1 rue des Juifs; Fontaine de la Sinne ("Sinnbrunnen"): Der Brunnen direkt neben dem Dolder wurde 1560 gebaut und diente zur Volumenmessung der Weinfässer. Die Wappen der Herren von Horburg und der Stadt Riquewihr zeigt der heraldische Löwe.
  • 12 Typ ist Gruppenbezeichnung - Porte Haute: Das Obere Tor, vermutlich aus dem 15. Jahrhundert, wurde um 1500 vergrößert. Das hölzerne Falltor ist eines der ältesten in Europa, auch die schwere Doppelflügeltor aus Holz ist noch als Verteidigungselement zu erkennen sowie die Öffnungen für die Zugbrücke.
  • 13 Typ ist Gruppenbezeichnung - 2 rue du Cerf; Maison Conrad Ortlieb (auch Maison Kiener): 1574 für den reichen Bürger und Feinschmecker gebaut. Besonders hervorzuheben ist das Flachrelief an der Fassade. Der Text (auszugsweise und in deutsch): ...jeder kann dieses Bauwerk betrachten... Es wurde nach meinen Vorstellungen angelegt, und ich weiß, dass es nicht jedem gefällt. Im rechten Teil: Lieber Tod, du hast keine Gewalt über mich, in diesem Haus führe ich ein prunkvolles Leben. Antwort: Verzichte auf all diese Herrlichkeit, dieses Haus hast du für einen anderen gebaut.
  • 14 Typ ist Gruppenbezeichnung - 5 rue du Cheval; Cour de l'Abbaye d'Autrey: Der "Hof der Abtei von Autrey: Hier stand bis Ende des 16. Jahrhunderts ein Gebäudekomplex, seit 1320 im Besitztum der Abtei von Autrey. Das Wohnhaus besitzt ein paar interessante Merkmale: der zweistöckige Erker, im Hofe eine Treppe in den Keller von 1510, ein Brunnen von 1587 und ein mehreckiges Treppentürmchen.
  • 15 Typ ist Gruppenbezeichnung - 16 rue de la 1ère Armée; Cour de Strasbourg ("Straßburger Hof", auch Maison au Bouton d'Or): Ein ehemaliger Zehnthof des Bistums Straßburg bis 1324. Das Haus im Renaissance-Stil besitzt ein Treppentürmchen und einen Erker mit der Jahreszahl 1597 und das Zunftzeichen der Küfer (siehe oben).
  • 16 Typ ist Gruppenbezeichnung - 6 rue de la Couronne; das Haus Dissler ist das Wohnhaus eines Reichen aus den Jahren 1609-1610. Der Volutengiebel und die Säulen mit seinem reich verzierten Erker ist in rheinländischem Renaissance-Stil. Architekt: Heinrich Schickardt.
  • 17 Typ ist Gruppenbezeichnung - 13 rue du Général de Gaulle; das Haus besteht aus zwei Einzelgebäuden. Das Portal zur Linken trägt die Jahreszahl 1565, die rechte Fassade hat einen eleganten, zweistöckigen Erker. Eine althochdeutsche Inschrift auf der Westseite des Erkers erinnert an eine Aufstockung des Hauses im Jahre 1709. Zudem wird berichtet, dass in jenem Jahr viele Weinstöcke und Obstbäume europaweit erfroren sind. (Siehe auch: Der Winter 1708/1709 bei Wikipedia)
  • 18 Typ ist Gruppenbezeichnung - Das Haus Liebrich von 1535 hat einen malerischen Innenhof mit Holzgalerien, die von einem Geländer umgeben sind, einen Ziehbrunnen von 1603 und eine riesigen Ölpresse (1817).
  • 19 Typ ist Gruppenbezeichnung - Das Haus Behrel hat einen hübschen Erker von 1514, der von einem 1709 angefügten Element überragt wird.
  • 20 Typ ist Gruppenbezeichnung - Graf Georg zu Württemberg-Montbéliard ließ im Jahre 1539/40 die alte Burg abreißen, um das derzeitige Gebäude zu errichten. Es hat einen charakteristischen gezackten Giebel, typisch für die rheinländische Kunst des 16. Jahrhunderts. Nebenan wurde für die Verwaltung der Lehnsherrschaft die greffe hochgezogen, das in der Französischen Revolution mit anderen Gebäuden verkauft wurde. 1861 kaufte die Gemeinde die Burg zur Nutzung als Schule zurück. Seit 1971 ist hier das Museum für Kommunikation (Musée de la Communication en Alsace) − Geschichte der Post und der Telekommunikationen im Elsass. Über dem Treppenturmeingang sieht der Besucher ein Flachrelief mit dem württembergischen Wappen und die Inschrift Die Stund' bringt's End, Devise des Grafen Georg. Im Jahre 1487 wurde Ulrich, der zukünftige Herzog von Württemberg hier geboren, woran eine Tafel erinnert.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Weihnachtsmarkt an jedem Adventssamstag und -sonntag von 10 bis 19 Uhr in der Rue du Général de Gaulle.
  • Zwischen Juni und September, jeweils am Freitagabend, dient der angestrahlte Dolder als mittelalterliche Kulisse für Rezitationen und Theaterdarbietungen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Es gibt ein reichhaltiges gastronomisches Angebot. Das Restaurant Au Cerf ist daher nur ein Beispiel.

  • 1 Au Cerf, 5-7 Rue du Général de Gaulle. Tel.: +33 (0)3 89 47 92 18, Fax: +33 (0)3 89 47 97 91. Rustikale Elsässer Küche. Preis: Preise für Hauptgericht ab 12 €, Menu ab 22 €.

Nachtleben[Bearbeiten]

Riquewihr ist ein typischer Ort für Tagestouristen, so dass es hier, von Restaurants abgesehen, kein Nachtleben gibt.

Unterkunft[Bearbeiten]

So wie bei Restaurants gibt es auch ein vielfältiges Unterkunftsangebot. Empfehlenswert ist oft, besonders in der Saison Herbst eine vorherige Buchung, evtl. über die Tourist-Information.

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Notrufnummern[Bearbeiten]

Siehe Notrufnummern in Frankreich

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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