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Radfahren auf Rügen

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Radfahren auf Rügen ist empfehlenswert - sofern man die richtigen Wege kennt.

Mit dem Pedelec gegen den Wind ?

Mittlerweile kann man bei vielen Fahrradverleihen auf der Insel die beliebten, bis 25 km/h elektrisch unterstützten Räder leihen. Der Tagesmietpreis liegt meist um die 20 €.
Achtung: Lassen Sie sich vom Verleiher unbedingt eine Einweisung in das Rad geben. Ein schwereres Pedelecs mit leeren Akku fährt sich doppelt schwer! Unbedingt nach der Akkureichweite fragen und die Touren kilometermäßig so planen, das noch genügend Energiereserve als Sicherheit im Akku verbleibt (ein leeres Pedelec fährt sich doppelt schwer!). In der Regel besitzen die elektrisch unterstützen Räder auch verschiedene Unterstützungsarten wie z. B. ECO-, Standard- und Power-Modus. Anfangs am besten eher Strom sparen und nur die notwendigste Unterstützung (z. B. am Hügel bzw. bei starkem Gegenwind) in Anspruch nehmen.

Gegen Ende der Tour kann man so, wenn man evtl. schon müder ist, dann den Akku "genüsslich" im Power-Modus leerfahren.

Insbesondere für kürzere Entfernungen im Radius von 10 bis 20 km um die Unterkunft bietet es sich aber unbedingt an, das Fahrrad als kostengünstige, gesunde Alternative in die Ausflugsplanung mit einzubinden. Wer sehr sportlich ist kann 100 bis 150 km Ausflüge natürlich ebenfalls mit dem Fahrrad absolvieren.

Aber Achtung: Den Wind nicht unterschätzen! Dazu ist Rügen auch noch teilweise hügelig.

Radroutennetz auf Rügen[Bearbeiten]

Leider besitzt die Insel noch kein flächendeckendes Radroutennetz. An Schlüsselstellen bzw. auf Schlüsselrouten gibt es leider immer noch Lückenschlussprobleme. Es kann daher sein, das gerade auf der Strecke, die man persönlich gerne radeln möchte, noch eine gute ausgebaute, direkte Route fehlt. Man ist aber dabei diese Problemstellen kontinuierlich zu beheben (z. B. durch den Bau straßenbegleitender Radwege). Z. T. werden aber auch viel attraktive Routen abseits der Straßen an den Küsten sowie in Wald und Flur als Ersatz ausgebaut. Auf diesen Routen abseits des Verkehrslärms macht das Radfahren natürlich bedeutend mehr Spaß. Mit Umwegen kann man die meisten gefährlichen Straßenabschnitte aber in der Regel umfahren.

Achtung: Leider weisen viele Radwanderkarten einige der unbedingt zu meidenden, gefährlichen Strecken noch als zu befahrende Lückenschlüsse des Kartennetzes aus. Hier in keinem Fall dem kürzesten Weg in der Karte folgen, sondern sich hier besser sichere Alternativrouten heraus suchen. Oft führen diese landschaftlich schöneren Umwege noch zusätzlich an Sehenswürdigkeiten vorbei, an denen man sonst evtl. vorbei gefahren wäre. Zum Teil muss man dabei schon mal schlechtere Wegoberflächen in Kauf nehmen. Beipielhaft sei der Abschnitt des Rügener Radrundweges zwischen Altefähr und Rambin über den Selliner Haken genannt mitsamt der Ortsdurchfahrt in Altefähr. Aber auch diese Oberflächenprobleme werden nach und nach baulich angegangen. Es gibt also noch einiges zu verbessern. Rügen ist nun einmal eine große Insel.

Neue Radwegweisung: Eine flächendeckende, systematische Radwegweisung "aus einem Guss" besaß Rügen bis 2014 nicht. Laut Pressemitteilung im Regierungsportal Mecklenburg-Vorpommern vom Frühjahr 2014 wurde auf der gesamten Inse daher einheitliches Wegweisungssystem für Rad- und Wanderwege neu erstellt (Info) . Trotzdem ist des natürlich immer noch sinnvoll eine Radwanderkarte mitzuführen.

Normgerechte Wegweisung des Ostseeküstenradwegs oberhalb von Vitt.

Liste stark befahrener Straßen ohne Radweg[Bearbeiten]

Hier eine Liste gefährlicher, stark befahrener Straßenabschnitte, die man als Radler in der Saison nach Möglichkeit meiden sollte. Achtung: z. T. sind die Strecken in Radwanderkarten grob fehlerhaft dargestellt (als empfohlene Route bzw. nur mäßig befahrene Straßen). Für diese umfassende Liste wurde die aktuelle Verkehrsmengenkarte mit OpenStreetMap abgeglichen. [1]

  • B 96 Samtens - Bergen (inklusive Ostumgehung Bergen): Das man diese Strecke als Radler unbedingt meiden sollte ergibt sich im Prinzip von selbst. Route großräumig südlich über Garz und Putbus (bedeutend länger aber touristisch recht attraktiv) oder alternativ auch nördlich über Güttin umfahren. Der Abschnitt der ehem. B 96 zwischen Altefähr und Samtens hat inzwischen einen asphaltierten Radweg erhalten. Dieser ist zwar wegen seiner Führung neben der alten Bundesstraße und der benachbarten neuen Bundesstraße nicht besonders attraktiv, aber sicher und man kommt zügig voran. Etwas unübersichtlich ist der Übergang aus Stralsund kommend am Ende des Rügendammes zu den Radwegen auf der Insel.
  • B 96 Sagard - Sassnitz: unbedingt meiden, da sehr gefährlich! Die parallele Route im Bahnbereich nördlich ist nicht mehr durchgängig fahrbar! Dies ist ein Fehler in vielen Radwanderkarten. Näheres dazu siehe hier im Artikel Sassnitz
  • B 196 Zirkow - Serams: Auf knapp 4 km besitzt der straßenbegleitende Radweg entlang der B 96 Richtung Göhren hier eine Lücke. Den Lückenschluss unbedingt meiden! Strecke ab Bergen in der Route Richtung Südostrügen am besten großräumig über Putbus und die attraktive Route am Greifwalder Bodden über Groß-Stresow umfahren.
  • L 303 Sassnitz - Hagen: Die Landstraße im Nationalpark Jasmund ist als Zufahrt Richtung Königsstuhl (Großparkplatz Hagen) viel befahren. Strecke möglichst meiden. Östlich der Landstraße gibt es im Nationalpark ausgeschilderte, verkehrsfreie Alternativrouten. Diese besitzen aber leider schlechte Oberflächen. Daher sollte bis 2014 (?) parallel der L 303 im Nationalpark ein straßenbegleitender Radweg erbaut werden. Aufgrund der Route im Nationalpark sollte der Weg aus einem speziellen, wasserdurchlässsigen Spezialbeton entstehen. Am Hochuferweg an der Kreideküste ist das Radfahren nicht gestattet.
  • L 293 Karow - Prora über 6 km: sehr stark befahren
  • L 30 Glowe - Bobbin - Sagard über etwa 8,5 km: Östlich gibt es am Bodden über Polchow und dem Dammweg "Mittelseebrücke" eine sichere und landschaftlich eh viel bessere Alternativroute nach Glowe (z. T. holpriger Schotterweg, der schöne Boddenblick entschädigt aber dafür).
  • L 30 / L 303 Glowe - Nardevitz - Hagen über rund 9 km: sichere, gut fahrbare und eh attraktivere Alternativroute: Glowe - Dammweg "Mittelseebrücke" - Schloss Spyker - Radweg an der Straße nach Neddevitz (Kreidemuseum) - Nebensträßchen nach Nardevitz - landwirtschaftlicher Weg nach Nipmerow bis kurz von Hagen.
  • Hauptstraße Altenkirchen - Putgarden auf etwa 6 km: Östlich der engen Straße gibt es einen landschaftlich sehr viel schöneren und weitgehend verkehrsfreien Alternativweg - nämlich den gut ausgebauten Hochuferweg über Nobbin nach Vitt bzw. Kap Arkona.
  • L30 / L301 Trent - Bergen über etwa 15 km: leider ist dies auch aus Richtung Süden der geeignetste Zubringerweg zur Fähre nach Hiddensee ab Schaprode. Eine Alternative zwischen Silenz und Trent ist nur mit weiten Umwegen und über unbefestigte, unbeschilderte Wege zu finden.
  • L 29 (Deutsche Alleenstraße) vom Rügendamm über Poseritz - Garz bis Kasnevitz vor Putbus auf etwa 21 km: Den ausgeschilderten Rügenrundweg / Ostseeküstenradweg zwischen Altefähr und Putbus nutzen.
  • L 29 (Deutsche Alleenstraße) von Putbus bis zum Verzweig an der B 196 östlich Serams über 9 km: Hier Richtung Südostrügen die südlich entlang des Boddens verlaufende Route über Lauterbach - Urwald Goor und Groß-Stresow nutzen.
  • L 30 Samtens - Gingst - Kluis über rund 16 km

Tourenvorschläge[Bearbeiten]

  • Streckentour Sassnitz - Kap Arkona: schöne Streckentour mit etwa 40-45 km einfach. Die Rückfahrt ist mit dem Bus mit Fahrradanhänger möglich. Sassnitz - Mukran (Umfahrung der gefährlichen Bundestr. Sagard-Sassnitz) - lanschaflich schön entlang des Bodden über Polche nach Glowe (z. T. holrigere Schotterwege) - Radweg auf der Schaabe nach Juliusruh (im Bereich der Landstraße, aber z. T. etwas von der Straße abgesetzt im Wald, so dass sich der Verkehrslärm in Grenzen hält) - Ab Juiusruh gut ausgebauter Hochuferweg über vitte nach Kap Arkona. Busrückfahrt ab Großparkplatz Kap Arkona möglich.
  • Streckentour Sassnitz - Südostrücken
  • Rund um den kleinen Jasmunder Bodden mit Greifswalder Bodden
  • Rund um den Großen Jasmunder Bodden
  • Rundtour Südostrügen


Literatur[Bearbeiten]

Als Urlaubsregion gibt es von der Insel zahlreiche Rad- und Wanderkarten. Fast alle namhaften Verlage, die diesbezüglich aktiv sind, haben eine entsprechende Karte im Programm. Eine Übersicht zu den Verlagen, die Radwanderkarten herausgeben siehe Themenartikel "Radwanderliteratur Deutschlandweit - Verlagsübersicht".

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vergleich verkehrsmengenkarte 2012 und straßenbegleitende Radwegrecherche in OpenStreetMap mit Stand 05-2012


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