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Nationalpark Talampaya

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Felsformationen im Nationalpark Talampaya

Der argentinische Nationalpark Talampaya schützt eine von kuriosen Fels- und Erosionslandschaften geprägte Steppenregion mit mehreren Schluchten und Canyons in den zentralen Anden. Er liegt im Andenraum der Provinz La Rioja im Westen des Landes und gehört seit 2000 zum UNESCO-Weltnaturerbe, gemeinsam mit dem Naturreservat Ischigualasto einige Kilometer weiter südlich.

Der Park liegt relativ abgelegen. Es kann in der Regenzeit im Sommerhalbjahr zur Sperrung des Parks kommen, wenn Überschwemmungsgefahr besteht. Der beste Ausgangspunkt ist die Kleinstadt Villa Unión.

Hintergrund[Bearbeiten]

Talampaya ist gemeinsam mit Ischigualasto und Sierra de las Qujadas einer der Gebiete am Rand der Anden und dem Übergangsgebiet zu den Sierras Pampeanas, in der Erosion zu kuriosen Formationen geführt haben, die an Kathedralen, Skulpturen und andere Gegenstände erinnern.

Der Park darf nur mit Führern aufgesucht werden, was den Besuch etwas teurer macht als den anderer Nationalparks. Wer lieber mit dem eigenen Fahrzeug oder zu Fuß einen ähnlichen Park aufsuchen möchte, der sei auf Ischigualasto und die Sierra de las Quijadas verwiesen. Talampaya gilt jedoch als spektakulärster der drei Parks.

Geschichte[Bearbeiten]

Talampaya wurde 1975 als Naturreservat der Provinz La Rioja angelegt, als in diesem Tal zahlreiche Fossilien gefunden wurden. 1997 wurde er in einen Nationalpark umgewandelt.

Landschaft[Bearbeiten]

Die Landschaft ist rauh und steppenhaft. Nur im Tal selbst gibt es etwas Vegetation. Geprägt ist sie von niedrigen Hügelketten, die den Talampaya-Canyon umgeben.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Talampaya ist eines der Siedlungsgebiete des Andenkondors, des größten Vogels der Erde. Weiterhin findet man Füchse, Guanakos, Gürteltiere, Schlangen und andere Steppenbewohner.

Die Vegetation ist spärlich und lässt sich den Großregionen des Monte, der die Sierras Pampeanas bestimmt, sowie des Chaco zuordnen.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist subtropisch. Die Sommer sind sehr heiß, Temperaturen von 40 Grad und mehr sind häufig. Daher ist der Winter mit milden 20 bis 25 Grad und einigen kühleren Kälteeinbrüchen die weitaus bessere Reisezeit, auch ist es dann trocken. Allerdings sind auch dann mehr Touristen unterwegs, besonders in den Winterferien und an langen Wochenenden. In diesem Zeiträumen gilt eine Beschränkung auf 1350 Besucher pro Tag. Es ist daher ratsam, früh am Parkeingang einzutreffen!

Anreise[Bearbeiten]

Eine Anreise kann sowohl über La Rioja als auch über San Juan erfolgen. Die meisten geführten Exkursionen werden von Villa Unión aus angeboten. Diese Kleinstadt mit etwa 5.000 Einwohnern ist von La Rioja aus mit täglichen Bussen erreichbar.

Mit dem eigenen Auto gibt es zwei Möglichkeiten (Ausgangspunkt ist Córdoba, von Buenos Aires und Rosario aus über die Autobahn RN 9 zu erreichen):

  • über Ischigualasto: RN 38 bis Patquía, dann RN 150 bis Ischigualasto und dort auf die RN 76 nach Norden abbiegen.
  • über Chilecito: Wie vorher RN 38 nach Patquía, dann RN 74 Richtung Chilecito. Bei Nonogasta auf die RN 40 nach Südwesten in die Cuesta de Miranda abbiegen - die Strecke ist dort selbst eine Attraktion, da man an einer tiefen Schlucht vorbeifährt und diese von oben einsehen kann. An der RN 76 geht es nach Norden nach Villa Unión, nach Süden nach Pagancillo und Talampaya.

Es gibt zwei Eingänge zum Kernbereich des Parks: einer zum Cañón de Talampaya im Norden und einer zur Ciudad Perdida weiter südlich. Direkt südwestlich liegt der Ischigualasto-Park.

Gebühren/Permits[Bearbeiten]

Der Park verlangt Eintritt, der folgendermaßen gestaffelt ist (Stand 2010):

  • Ausländer ohne Wohnsitz in Argentinien: 40 AR$
  • Argentinier / Ausländer mit inländischem Wohnsitz: 20 AR$
  • Studenten an argentinischen Universitäten: 10 AR$
  • Unter 16 Jahren, Rentner: Gratis

Mobilität[Bearbeiten]

Es gibt Fahrwege sowie Mountainbike-Rundkurse und Wanderwege. Die Wege im Nationalpark dürfen jedoch nur in Begleitung von Führern betreten und befahren werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Ciudad Perdida ist die bekannteste "natürliche Skulptur" im Park. Sie erinnert an eine Ruinenstadt mit verschiedenen Gebäuden. Zudem gibt es zahlreiche paläontologische und archäologische Ausgrabungen, an denen Reste von Zivilisationen aus der Zeit zwischen 640 v. Chr. und 1180 n. Chr. sowie Fossilien, insbesondere aus dem Zeitalter des Trias, gefunden wurden. Dabei wurde auch eine der ältesten Dinosaurierarten der Erde entdeckt (Lagosuchustalampayensis).

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Teilnehmen an einer geführten Tour im Geländewagen, Mountainbike oder einer Wandertour.

Einkaufen[Bearbeiten]

Im Park selbst gibt es neben der Bar im Besucherzentrum keine Einkaufsmöglichkeiten. In Villa Unión kann man alle Güter des täglichen Bedarfs bekommen.

Küche[Bearbeiten]

Das Besucherzentrum besitzt eine Bar und sanitäre Anlagen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Die besten Unterkünfte in der Umgebung gibt es in Villa Unión sowie in San Agustín de Valle Fértil (San Juan). Im näher gelegenen Pagancillo gibt es einige private Unterkünfte und kleine Herbergen.

Hotels und Herbergen[Bearbeiten]

Eine aktualisierte Liste der Hotels und anderer Unterkünfte findet man auf der Homepage des Nationalparks.

Camping[Bearbeiten]

Camping ist im Kernbereich des Parks selbst nur im Rahmen einer geführten Tour gestattet. Am Besucherzentrum gibt es jedoch ein freies Campingareal. Holzsammeln zum Feuermachen ist verboten.

Sicherheit[Bearbeiten]

Man sollte auch bei Spaziergängen festes Schuhwerk anziehen, da es giftige Schlangen in der Region gibt. Zudem ist bei Touren auf Sonnenschutz und genügend Wasser zu achten.

Ausflüge[Bearbeiten]

Wer an der Landschaft Gefallen findet, sollte sich auch den Ischigualasto-Park weiter südlich anschauen. Dieser wirkt noch etwas wüstenhafter, die "Skulpturen" sind dort verstreuter als in Talampaya.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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