Brauchbarer Artikel

Miyako-Inseln

Aus Wikivoyage
Wechseln zu: Navigation, Suche
Miyako higashi hennazaki.JPG
Miyako-Inseln
PräfekturOkinawa
Einwohnerunbekannt
kein Wert für Einwohner auf Wikidata: Einwohner nachtragen
Höheunbekannt
kein Wert für Höhe auf Wikidata: Höhe nachtragen
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen
Lage
Lagekarte von Japan
Reddot.svg
Miyako-Inseln
An der Südküste von Miyako-jima: Erlebnispark deutscher Kultur (Ueno doitsu bunka mura). Wer unbedingt zwei Segmente der berliner Mauer sehen möchte, darf es sich nicht entgehen lassen.

Die Miyako-Inseln (japanisch: 宮古列島, Miyako-rettō) benannt nach der wichtigsten Insel der Gruppe, Miyako-jima, sind sie Teil der südjapanischen Präfektur Okinawa. Sie liegen näher an der chinesischen Provinz Taiwan als der Hauptinsel der Präfektur. Von den zwölf Inseln sind acht bewohnt, wirklich von Bedeutung neben der Hauptinsel sind nur Irabu/Shimoji-jima und Tarama.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Inseln bestehen aus Kalkstein und Korallen, sind daher vergleichsweise flach und werden im Inland für den Anbau von Tropenfrüchten genutzt. Manche Bauern haben einen Hofverkauf.

Zusammen mit den 30-40 Kilometer entfernten Yaeyama-Inseln spricht man auch von den Sakishima-Inseln (japanisch: 先島諸島), Sakishima-shotō).

Sprecher der Miyako-Sprache, die unter 70 Jahre alt sind gibt es kaum noch, sie ist allenfalls noch in Volksliedern erhalten.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

International wird man in der Regel über Naha reisen.

1 Flughafen Miyako (japanisch: 宮古空港, IATA: MMY) (Bus 5 und Hosaku). Tägliche Direktflüge nach Tokyo-Haneda, Osaka-Kansai, sowie regional mehrmals täglich nach Ishigaki, Naha und Tarama. Ein Taxi in den Ort kostet ca. ¥ 1500.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Blick auf Hirara und seinen Hafen.
Hakuai kinen-hi (japanisch: 博愛記念碑) Denkmal für Schiffbrüchige eines deutschen Seglers. Gestiftet von Kaiser Wilhelm I.

Es gibt keine Passagierfähre von Naha aus mehr. Die Insel wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen.

Segler mit eigene Yacht sollten beachten, daß der nächste „offene Hafen“ der von Ishigaki ist, für die Miyako-Inseln also vorher von der Küstenwache eine “closed port”-Genehmigung, mindestens zwei Wochen im voraus, einzuholen ist.

Fähren nach Tarama (je 1 Mo.-Sa.; 2 h) gehen ab Hirara.

Miyako-jima[Bearbeiten]

Mausoleum des Nakasone Toyomiya (japanisch: 仲宗根豊見親玄雅). Man gedenkt diesem lokalen Herrscher deshalb, weil er Anfang des 16. Jahrhunderts vor einer okinawischen Streitmacht kapitulierte, was der Bevölkerung der Insel Tod und Verwüstung ersparte.

35000 der 53000 Einwohner der Insel leben in Hirara (japanisch: 平良). Gut ausgebaute touristische Infrastruktur bezgl. Minshuku, Restaurants und überraschend aktivem Nachtleben.

In der Stadt und auf der 160 km² großen Insel verkehren, meist zwischen 8.00 und 19.30 7 Buslinien nicht allzu häufig. Autovermieter sind zahlreich.

Nahe beim Hafen befindet sich ein Nintō-sei (japanisch: 人頭税石) genannter Stein. Es heißt, in alter Zeit mußten hier die Einwohner antreten um sich messen zu lassen. Wer größer war (etwa 1,40 m) hatte Kopfsteuer zu zahlen.

Statdtnah sind die Strände Paigama (japanisch: パイナガマビーチ), südlich des Hafens sowie der größere Sunset vor der Brücke nach Irabu.

1 Stadtmuseum (japanisch: 宮古島総合博物館). Direkt dahinter liegt ein zwölf Hektar großer „botanischer Garten,“ kaum mehr als ein gepflegter Park, allerdings mit einer interessanten Auswahl an tropischen Bäumen. Geöffnet: Di.-So. 9.00-16.30.

1 Hisamatsu (japanisch: 久松). Bei diesem Dorf steht ein Denkmal für die „fünf Tapferen,“ die am 25. Mai 1905 als erste Japaner die anrückende russische Ostseeflotte entdeckten. Auf der Insel gab es keinen Telegraphen, sie ruderten fünfzehn Stunden die 96 km bis Ishigaki, wo sie noch weitere fünf Stunden bis zum Posten liefen. Durch die Vorwarnung wurde es Admiral Tōgō möglich die Russen bei der Seeschlacht bei Tsushima vernichtend zu schlagen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Im April veranstaltet man einen Triathlon mit bis zu 1500 Teilnehmern.

Das klare Wasser, Fischreichtum und Korallen laden zum Tauchen Schnorcheln ein. Alle öffentlichen Strände sind mit Duschen und Toiletten ausgestattet. Pauschaltourismus konzentriert sich an der Süküste in Ueno um das 1 Shigira Onsen (japanisch: シギラ黄金温泉) (Bus 5, m.E. 3). Samt dem Hotel Shigira Bayside Suite Allamanda (sämtliche Suiten mit eigenem Pool. Hochzeitskapelle à la Las Vegas). Im Umfeld der Country Club (Golfplatz) und mehrere Hotels. Dazu ein „Erlebnispark,“ genannt Ueno German Culture Village wo man eine „Burg“ (Vorbild: Marksburg) samt ein paar Zimmern mit westlichem Mobiliar der Gründerzeit hingestellt hat. Als nachdem Treffen der Regierungsschef der kapitalistischen Staaten („G8“) in Okinawa 2000, der „Genosse der Bosse“ die Insel besuchte, um die von Wilhelm I. begonnene Freundschaft zu erneuern, nannte man die Verbindugsstraße zwischen diesem Erlebnispark und dem Flughafen in „Schröder-Straße“ japanisch: シュ レーダー通りの碑 um.

Angenehmer, weil weniger überlaufen, sind:

  • 1 Ostküsten-Strand (Etwa 1½ km vom Museum/bot. Garten; kein Bus). Gut 1½ km langer Sandstrand.
  • 2 Araguskukaigan-Strand. Sandstrand, bis zum Ostende der Insel, vorbei am Golfplatz wird es felsiger.
  • 3 Yoshino-kaigan (japanisch: 吉野海岸). Unmittelbar hinter der Küste ist der Open Links-Golfplatz.
  • 4 Boraga-Strand (japanisch: 保良泉ビーチ) (An der Südküste, die ansonsten steil abfällt. Bus 1). Teils Sand, teils felsig, auch mit Pool. Restaurant. Im Dorf ein Muschel-Museum (japanisch: 海宝館).

Im Norden:

  • Insel Ikema (japanisch: 池間, einer Landzunge nach Norden vorgelagert):
    • 5 Ikizu-Strand (Bus 6). Der Weg führt auf der Landzunge zur Brücke auf die Insel durch Mangrovenbestand. Hier kann man auch die örtliche Yukishio-Saline besuchen (japanisch: 雪塩製塩所), die damit wirbt das weltweit mineralreichste Salz zu produzieren. In der Nähe ist auch die Zuchtstation für Miyako-Pony einer der acht als endemisch geltenden japansichen Pferderassen.
    • 2 Kaichū-koen (japanisch: 宮古島海中公園), 字狩俣-2511-1 Hirara (Noch auf der Hauptinsel, Bus 6). Bequem auf dem Sofa sitzend kann man unter Wasser ins Meer blicken. Geöffnet: 10.00-18.00.

Unterkunft[Bearbeiten]

Die meisten einfachen Unterkünfte sind in Hirara.

Beim Maehama-Strand (前浜ビーチ)

2 Tokyu Resort, 字与那覇-914 下地 宮古島市. Tel.: +81 980-76-2109. Ableger der Pauschalreise-Hotelkette; Pool, Privatstrand usw. Das beste Hotel der Insel.

Direkt nebenan ist die Marine Lodge Marea (3*).
Deutlich einfacher sind Lady's Pension Coo (☎ +81 980-76-3368) bzw. Uitsu Minshuku (☎ +81 980-76-3923).

Yonaha und Sanitsu-hama (サニツ浜)

In der Ortschaft bei dem geschützt in der Bucht liegenden Strand gibt es mindestens fünf Minshuku. Auch hier ist ein Mangroven-Lehrpfad (japanisch: マングローブの遊歩道) ausgeschildert.

Ogami[Bearbeiten]

Die kleine Insel Ogami (japanisch: 大神島) erreicht man, 5 Mal täglich in 15 Min., vom Ableger im Dorf Shimajiri (japanisch: 島尻; Bus 6)

Yabiji-Riff[Bearbeiten]

Korallen des Yabiji-Riffs.

6 Yabijisera (japanisch: 八重干瀬) (6-8 km nördlich der Insel Ikema). Vor allem während des durch niedrigen Gezeitenstand geprägten Monats März tritt das Riff an die Oberfläche. Es war dann Ziel hunderter „Sammler“ von Seegetier und Korallen, die dann mit Brechstange und Hammer gelöst wurden. Die Veranstaltung nennt sich Yaebishi. Zaghafte Schutzmaßnahmen begannen 2001, seit 2016 steht das Gebiet unter Naturschutz.

Irabu- und Shimoji-jima[Bearbeiten]

Auf Irabu (japanisch: 伊良部島) gelangt man über eine gut 3½ km lange Brücke oder mit Bussen der Linie 7.

7 Toguchi-Strand (japanisch: 佐和田の浜). Extrem feiner, weißer Sand. Kleiner Kiosk, Unterstand, Toilette und Grillplatz, insgesamt dörflich. Im Umfeld finden sich auch mehrere Taucherzubehörgeschäfte.

Der Nishi-kaigan, ist, wie der Name sagt, ein im Westen von Irabu gelegenes Naurschutzgebiet.

Zur nahen Nachbarinsel gibt es sechs Brücken:

Auf dem 9,5 km² großen Shimoji-jima japanisch: 下地島 ist ein Flugplatz (IATA: SHI). Er wird vor allem für Trainings- und militärische Zwecke (die umstrittenen Sengaku-Inseln sind in Reichweite) instand gehalten, kommerzielle Flüge finden zur Zeit nicht statt, allerdings gibt es Pläne 2019 ein einfaches Terminal für Billigflieger zu bauen. Auf der Insel selbst stehen keine zwanzig Häuser, das Innere wird landwirtschaftlich genutzt, auch findet sich hier der gemeindeeigene Golfplatz (Sashiba Links).

8 Nakanoshima-Strand (japanisch: 中の島ビーチ) (Direkt hinter dem landseitigen Ende der Landebahn). Vor allem zum Schnorcheln geeignet.

Teile der beiden Inseln stehen unter Naturschutz (als japanisch: 伊良部県立自然公園, Irabu kenritsu shizen kōen). Hierzu gehören auch die beiden als Tōri-ike bekannten Salzwasser-Teiche. Unterirdisch sind sie mit dem Meer verbuden, ihr Pegel steigt und fällt mit den Gezeiten.

Unterkunft
  • Sehr klein ist der Coral-mura Minshuku, ☎ +81 980-78-6008
  • Äußerlich an eine Grundschule erinnert das Coral Hotel, ☎ +81 980-78-6787 zu dem auch das Ocean House nebenan gehört.
  • Solide japanishe Mittelklasse ist das South Island Hotel, mit Restaurant. Einzel 2018: ¥ 4500-6000, 3-Bett: ¥ 3500-5000 p.P.
  • Ein Hostel mit Stockbetten im Schlafsaal (¥ 2500) ist das strandnahe Guest House Nesō (früher Birafuya), ☎ +81 980-78-3380
  • Teil einer Kette von Mittelklassehotels ist das Peace Island (eine weitere Filiale ist im Süden von Miyako).
Einkaufen

Es gibt eine örtliche Shojū-Destillerie mit Werkverkauf.

Kurima-jima[Bearbeiten]

Eine weitere kleine Insel im Südosten, die über eine Brücke (Bus 4, selten) erreichbar ist. Die Ansiedlung liegt gleich beim Ende der Brücke. Die Insel selbst wird landwirtschaftlich genutzt, ist aber mit einem schützenden Waldgürtel in Küstennähe bestanden.

An Unterkünften gibt es das Hotel Hibiscus (☎ 090-7962-6449. Schlafsaal ¥ 2500, Einzel bis ¥ 4000) mit Fahrrad- und Mofavermietung und einen Minshuku.

9 Nagamahama-Strand (japanisch: 長間浜) (Westseite). Etwa 700 m breiter, heller Sandstrand. Kleinere sandige Buchten schließen sich im Süden an.

Tarama[Bearbeiten]

Das einzige Dorf ist 2 Tarama-son (japanisch: 多良間村, 1300 Einw.) (Es verkehrt ein Kleinbus zwischen dem Flugplatz (Verbindung ins 40 km entfernte Miyako), im Westen, und den beiden Fähranlegern im Dorf (Maedomari-kō) und im Westen (Futemma-kō)). Es gibt fünf oder sechs Minshuku. Die flache Insel (in der Mitte hat man einen 33-Meter-Aussichtssturm gebaut) ist von Sandstränden umgeben.

Per Boot gelangt man in zwanzig Minuten auf die kleine Insel Minna. Regelmäßig bedient wird die Strecke nicht, gelegentlich bietet sich eine Mitfahrgelegenheit wenn einer der Handvoll Bewohner zum Einkaufen nach Tarama muß.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Siehe die Angaben allgemein zu Okinawa.

Weblinks[Bearbeiten]

Brauchbarer ArtikelDies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.
  1. Volkszählungsdaten 2016: 5 Menschen, knapp 100 Kühe.