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Marmolata

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Marmolata (3343 m): Die vergletscherte Nordseite

Die Bergformation der Marmolata (ladinisch: Marmoleda, ital.: Marmolada), auch "Königin der Dolomiten", liegt zentral in den westlichen Dolomiten. Der Gipfel Punta Penia (3.343 m s.l.M.) ist der höchste auf der Marmolata und auch die höchste Erhebung der ganzen Dolomiten.

Regionen[Bearbeiten]

  • Im Norden verläuft das Talende des Val Avisio (Fassatal) bis zum See Lago di Fedaia.
  • Das unbesiedelte Tal Val di Contrin liegt westlich der Marmolata.
  • Das unbesiedelte Tal Val Ombretta liegt unmittelbar vor der steilen Südwand der Marmolata.
  • Das Tal Val Pettorina schließt südöstlich der Marmolata an das Val Ombretta an.

Orte[Bearbeiten]

Talorte sind:

  • Arabba (1.602 m, dt. Buchenstein);

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Marmolata hat zwei verschiedene Gesichter: nach Süden über dem Ombrettatal ist sie eine 900 Meter hohe Felswand mit zahlreichen Gipfeln, nach Norden zeigt sie sich als vergletscherter Rücken.

Die Gipfel der Marmolata über der Südwand sind als Grat von West nach Ost und in der Höhe abnehmend die Punta Penia (3.343 m) die Punta Rocca (3.309 m), Punta Ombretta (3.230 m), Monte Serauta (3.069 m), Pizzo Serauta (3.035 m).

Über den Gipgelgrat der Marmolata verläuft die Grenze zwischen dem Trentino und Venetien, die Südwand befindet sich zum größten Teil in Venetien, der Gletscher im Trentin.

Erstbesteigung[Bearbeiten]

Einer der ersten Besteigungsversuche ist der 3. August 1802: Drei Priester, ein Chirurg und ein bischöflicher Richter erreichen vom Passo di Fédaia aus den Höhenkamm bei der Punta di Rocca (3.309 m s.l.m., der Ostgipfel), beim Abstieg kommt der Priester Don Giuseppe Terza vermutlich durch Spaltensturz ums Leben, weitere Besteigunsgversuche bleiben vorerst aus.

Ein weiterer Besteigungsversuch des Ostgipfels erfolgt im Jahre 1860 durch John Ball (Erstbesteiger des Monte Pelmo) in Begleitung des Bergführers Tairraz. Der Gipfelerfolg Balls ist seit damals vor allem auf Initiative des heute als ehrgeizig arrogant eingeschätzten Paul Grohmanns (siehe folgend) umstritten. Grohmann zweifelte auch noch verschiedene weitere erfolgte Besteigungen durch andere Bergsteiger an, weil diese vor ihm durchgeführt wurden und trotz sicherer Belege für den Gipfelerfolg.

Als offizielles Datum der Erstbesteigung des Hauptgipfels Punta di Penia wird der 28. September 1864 geführt, das ist die Besteigung durch den vor genannten Dolomitenpionier Paul Grohmann in Begleitung seiner bewährten Bergführer.

Die Erstbesteigung der rund 900 Meter hohen Südwand erfolgte im Jahre 1902 durch die Britin Beatrice Tomasson und ihre beiden Führer Michele Bettega und Bortolo Zagonel.

Weitere Infos auch auf www.dolomythos.com.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Die Maromlata als Grenzberg und ihr Gletscher war Schauplatz der Gebirgskriegs in den Dolomiten: Die österreichischen Kaiserjäger hatten mit zahlreichen Stollen an der Nordseite eine „Gletscherstadt“ in das Eis gegraben, diese Stellungen galten zwar als kalt, aber ansonsten als komfortabel weil beschusssicher und wettergeschützt. Vom Gipfelgrat aus konnte in strategisch günstiger Position das Val di Ombrette kontrolliert und die Nachschubwege beschossen werden. Auf der Punta die Rocca war die höchstgelegene Kanone der österreichischen Front installiert.

Die italienischen Alpini gingen von der Südseite gegen diese Stellungen an, auch unterirdisch und im Fels. Im Gelände können heute noch zahlreiche Relikte des Kriegs gefunden werden.

Sprache[Bearbeiten]

Die Region gehört zum ladinischen Teil der Dolomiten, daneben wird auch italienisch gesprochen.

Anreise[Bearbeiten]

  • Die einfachste Anreise von Norden erfolgt durch das Grödner Tal: Über die Brennerautobahn, (A22), Autobahnausfahrt Klausen/Gröden und weiter durch das Grödner Tal auf der Staatsstrasse SS242 bis zum Talende und über das Sellajoch bis Canazei und weiter zur Marmolata in das Val di Contrin. Entfernung von der Autobahnausfahrt bis Canazei ca. 42 km.

Mobilität[Bearbeiten]

Eine unmittelbare Umfahrung der Marmolata auf Fahrstraßen ist nicht möglich, es müssen teilweise erhebliche Umwege in Kauf genommen werden.

Bergbahnen[Bearbeiten]

  • Der Ostgipfel Punta di Rocca ist auch für Nicht-Bergsteiger über die Seilbahnen des Skigebiets im Osten, die Talstation der Gondel befindet sich in Malga Ciapela, im Sommer und im Winter erreichbar.
1 Funivie Marmolada (Marmolada Seilbahn, Panorama Terrasse auf der Punta Rocca, Self-Service Restaurant auf der Station Serauta). Tel.: +39 0437 522 984.
  • Ein Lift führt im Sommer vom Fedaia-Stausee zum Pian dei Fiacconi in 2625 m Höhe.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Gletscher[Bearbeiten]

  • Marmolata Gletscher: der größte Gletscher der Dolomiten reicht von den Gipfeln bis auf eine Höhe von rund 2.700 m herab.
  • Der Vernell-Gletscher ist der kleinere Gletscher der Marmolata und liegt an der Westseite, er ist Dank der Gletscherschmelze heute nur noch ein etwas besseres Schneefeld.

Fedaia-Stausee[Bearbeiten]

Im Norden der Marmolata wird der Fluss Avisio durch einen Schüttdamm mit Staumauer zum See Lago di Fedaia (2.052 m) aufgestaut, der idylisch gelegene Gebirgssee ist auf einer Fahrstraße erreichbar.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Via Ferrata Marmolada

Westgrat Klettersteig[Bearbeiten]

Von der Westseite führt ab der Marmolatascharte (2.896 m) ein Klettersteig (Via Ferrata Marmolada, Hans-Seyffert-Weg) zum Gipfel Punta Penia (3.343 m s.l.m.), Hüttenstützpunkt ist das Rifugio Contrin (2.016 m) im Südwesten der Marmolata. Zustieg von der Hütte zur Marmolatascharte in gut zwei Stunden auf einem Wanderweg (Nr. 606), unmittelbar vor der schattigen Scharte gibt es im späten Frühjahr oft noch ausgeprägte Firnfelder, oft sogar als Firnschneide.

Von Norden aus ist der Zustieg zur Marmolatascharte auch über den Gletscher (Gletscherausrüstung !) möglich.

Der Klettersteig ist dann echt italienisch, er führt mit vielen eisernen Versicherungen von der Marmolatascharte aus über einige glatte Platten (oft nass) und mit mehreren Querungen zum Grat, über der Südwand entlang und oft ziemlich ausgesetzt zum Gipfel.

Schwierigkeitsgrad "C" (nichts für Klettersteiganfänger), gesamte Gehzeit im Aufstieg rund gute sechs Stunden.

Ski Alpin[Bearbeiten]

  • Skigebiet Marmolada Gletscher: Die Seilbahnen führen bis auf den Ostgipfel (3.270 m, Punta di Rocca), und erschließt die Ostseite des Marmolatagletschers für den Skilauf.
Name Tel. Höhenlage Sym CableCar.png / Sym SkiLift.png / Sym DragLift.png Sym Skil-L.png / Sym Ski-M.png / Sym Ski-S.png
Skigebiet Arabba/Marmolada +39/(0)436-780 019 1.100 - 3.342 m Lifte: 4 / 16 / 2 62 km Pisten: 25 / 28 / 9
Die Abfahrt von der Marmolata auf der Piste La Bellunese wird mit 12 km Länge zu den längsten Abfahrtspisten in ganz Europa gezählt. Es besteht eine Anbindung zum Skigebiet der Sella Ronda in Arabba.
Das Skigebiet gehört zur Skiregion Arabba und zum Skiverbund Dolomiti Superski.

Unterkunft[Bearbeiten]

Die Hütte wurde im Juli 1897 als „Contrinhaus“ von der Nürnberger Abteilung des Alpenvereins eröffnet, im Ersten Weltkrieg von den italienischen Alpini zerstört und am 15. Juli 1923 in vergrößerter Form wieder eröffnet, 1929 erweitert und um eine Gefallenen-Kapelle für die Alpini ergänzt. Im Jahre 2007 wurde sie letztmals renoviert und gilt daher als modern ausgestattete Berghütte. Sie ist vor allem von Wanderern viel besucht, ist aber auch der Stützpunkt zur Besteigung der Marmolata über den Westgrat Klettersteig.
Die Anfahrt zur Hütte erfolgt aus Canazei (1465 m. s.l.M.) im Fassatal durch das Val di Contrin.
  • 2 Rifugio Onorio Falier (2.074 m s.l.M.) (am Fuß der Marmolada-Südwand im Val Ombretta). Tel.: +39 0437 722005. Geöffnet: 20/06 bis 20/09.
  • Rifugio Cappana Punta Penia (3.340 m. s.l.M.) (Privathütte) (direkt am Gipfel der Punta Penia). Nur zehn Schlafplätze, eine von außen als Blechhütte eher etwas unattraktive Gastwirtschaft am Gipfel für die Touristen von der Seilbahn.

Klima[Bearbeiten]

Allgemeine Ausführungen siehe im Abschnitt Klima im Artikel zu den Dolomiten.

Das aktuelle Bergwetter für Südtirol auf www.provinz.bz.it.

Literatur[Bearbeiten]

Karten[Bearbeiten]

Für Wanderer:

  • Grödnertal-Val Gardena-Sella-Marmolada, 1:50.000, Bd. WKS 5. freytag & berndt, 2010, (Wander + Freizeitkarte), ISBN 9783850847957.
  • Alta Badia/Hochabtei 1:25.000, Bd. Blatt 07. Tabacco, (Topographische Wanderkarte).
  • Val di Fassa - Marmolada - Gruppo di Sella - Catinaccio/Rosengarten: Wanderkarte mit Kurzführer und Radtouren. Kompass, 2011 (5. Auflage), (Wanderkarte 1 : 25 000), ISBN 978-3850264822.

Weblinks[Bearbeiten]

  • [1] Bericht ueber Via Ferrata Marmolada
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