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Unesco-Welterbestätten in Asien
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Macau

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Die chinesische Sonderverwaltungszone Macau ist, seit der Rückgabe der Stadt von Portugal an China, aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Dort wo in den letzten Jahren der Kolonialherrschaft Fassaden bröckelten, hat sich eine unglaubliche Unterhaltungsindustrie breit gemacht, die den Vergleich mit Las Vegas nicht zu scheuen braucht. Gleichzeitig blieb die Altstadt erhalten, die den Reisenden stark an das alte Lissabon erinnert. Das moderne Asien und das alte Europa leben hier in einer einzigartigen Symbiose zusammen, die den Charme dieser für chinesische Verhältnisse kleinen Stadt ausmachen.

Lage
Karte von Asien mit eingezeichneter Lage von Macau
Flagge
Flagge von Macau
Kurzdaten
Hauptstadt City of Macau
Staatsform Sonderverwaltungszone
Währung Pataca
Fläche 25,4 km²
Bevölkerung 461.833 (Stand 2002)
Sprachen Portugiesisch, Chinesisch (Kantonesisch)
Religionen Buddhisten (ca. 50 %), Römisch-Katholisch (ca. 15 %)
Stecksystem 220 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl +853
Internet TLD .mo
Zeitzone MEZ+7h

Regionen[Bearbeiten]

Macau-CIA WFB Map.png

Das nur 25 Quadratkilometer große Macau besteht aus der Halbinsel Macau und den beiden Inseln Taipa und Coloane, die mittlerweile durch Landgewinnung zusammengewachsen sind. Die Halbinsel Macau ist dicht besiedelt und der alte Kern des Macaus. Mit nur sieben Quadratkilometer ist die Halbinsel so klein, dass man viele Strecken gut zu Fuß zurücklegen kann, wenn man auf ein bequemes Taxi oder den Bus verzichten kann.

Hintergrund[Bearbeiten]

Macau liegt am Perlflussdelta im Süden der Volksrepublik China, zirka 60 km westlich der Finanzmetropole Hongkong. Vom ökonomischen Aufstieg der Region zur ökonomisch stärksten in China hat auch Macau profitiert, sich aber einen ursprünglicheren Charakter erhalten. Das Straßenbild mutet mitunter mediterran an, nicht zuletzt aufgrund der teilweisen sehr alten Bausubstanz und den vielen Motorrollern. Seit Januar 2005 ist die Altstadt Macaus Weltkulturerbe der UNESCO.

Geschichte[Bearbeiten]

Fortaleza de Guia

Im Jahre 1557 schenkte der chinesische Kaiserhof das heutige Areal von Macau an Portugal, um die Portugiesen für die Unterstützung im Kampf mit Piraten auszuzeichnen. Die erste europäische Handelsniederlassung in China florierte bis es schließlich vom benachbarten britischen Hongkong überholt wurde. Dafür blieb sie noch zwei Jahre länger in europäischer Hand als ihre große Schwester. Erst am 20. Dezember 1999 wurde die letzte Kolonie in Asien an China zurückgegeben.

Sprache[Bearbeiten]

Amtssprachen sind Mandarin und Portugiesisch. Von der Bevölkerung wird aber vor allem Kantonesisch gesprochen. Englisch wird oft nur von jüngeren Leuten oder im Tourismus gesprochen. Mandarin ist aufgrund von Einwanderern aus dem Mutterland immer mehr im kommen, wird aber im Gegensatz zu Kantonesisch nicht von jedem verstanden.

Kaufen[Bearbeiten]

Der Macauische Pataca (MOP) entspricht in etwa 10 Euro-Cent. Er ist wesentlich schwächer als der Hong Kong Dollar und wird auf den Straßen 1:1 in den Hongkong-Dollar oder die noch härteren chinesische Yuan (RMB) umgerechnet. Möchte man günstig einkaufen sollte man daher in MOP tauschen, da man sonst Verluste macht, wenn man in den Geschäften die wesentlich härteren Wärungen HK Dollar oder RMB 1:1 benutzt. Allerdings kann man selbst in Hongkong den Pataca nicht mehr zurücktauschen.

Ein Pataca ist in 100 Avos aufgeteilt. Es gibt Münzen in den Größen 10, 20 und 50 Avos; 1, 2, 5 Pataca. Scheine gibt es in den Größen 10, 20, 50, 100, 500 und 1000 Patacas. Es gibt zur Zeit sicher drei verschiedene Serien von Scheinen.

Anreise[Bearbeiten]

Ein- und Ausreisebestimmungen[Bearbeiten]

Anders als bei einer Reise in die Volksrepublik China benötigen Bürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kein Visum für die Einreise nach Macau, wenn sie maximal neunzig Tage bleiben. Ein gültiger Reisepass genügt. Eine einmalige einmonatige Visumsverlängerung kann bei der Einwanderungsbehörde im Macau Chamber of Commerce Builing beantragt werden. Bei der Einreise müssen kleine Formulare ausgefüllt werden, die bei der Passkontrolle abgegeben werden. Den Durchschlag muss man bei der Ausreise wieder vorzeigen. Es sollten aber keine größeren Probleme entstehen, wenn dieser Zettel verschwinden sollte, außer dass der Zettel ein zweites Mal ausgefüllt werden muss.

Generelle Zollkontrollen werden nicht vorgenommen, jederzeit können aber Stichproben gemacht werden. Artikel des persönlichen Bedarfs dürfen in angemessener Menge eingeführt werden, Devisen in unbegrenzter Menge.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Aeroporto Internacional de Macau verbindet Macau mit vielen Städten Asiens. Durch die geringeren Flughafengebühren als im benachbarten Hongkong fliegen ab Macau viele Billigflieger. Verbindungen mit Europa fehlen allerdings, weswegen Macau nur über Transitflughäfen, wie Hong Kong zu erreichen ist.

Eine Hubschrauberlinie verbindet die Fährenterminals von Macau und Hongkong miteinander.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Macau besitzt keine direkte Anbindung an das Schienennetz. Dieses reicht nur bis zur Grenze zu China.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Direkte Busverbindungen bestehen in die chinesischen Städte Guangzhou (Kanton) und Zhong Shan. Allerdings muss man mit dem Gepäck an der Grenze zwischen Macau und China für die Einreiseformalitäten aussteigen.

Zu Fuß[Bearbeiten]

Der Grenzübergang von China nach Macau liegt praktisch in Zhuhai, weswegen man von dort eigentlich kein Transportmittel braucht. Auf der Seite von Macau ist man zu Fuß ebenfalls schnell an den meisten Orten der Altstadt oder man nimmt ein Taxi.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die 35 km lange Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke ist in Bau, wird aber nicht wie geplant Ende 2016 fertig. Die Eröffnung wird Auswirkungen, auch zum Flughafen auf Lantau, auf die Erreichbarkeit Macaus haben.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Von Hongkong bestehen regelmäßige Fährverbindungen ab dem 1 Macau Ferry Terminal in Sheung Wan auf Hongkong Island (MTR Sheung Wan) dem Kowloon Fährterminal und ab dem Flughafen. Vom Flughafen in Hongkong ist das Macau Ferry-Terminal auch mit dem Airport-Bus Nr. 11 zu erreichen. Die schnellen Fähren fahren etwa alle 15 Minuten und benötigen ungefähr 50 Minuten (ab 2015: baustellenbedingt 70 min) für die Überfahrt. Kostenpunkt, je nach Zeit, ab 254 MOP. Weiter besteht noch die Möglichkeit von Zhuhai aus nach Hongkong mit dem Bus zu fahren, was aber kaum einen Preisvorteil ausmacht und zudem lange dauert. Es ist nicht notwendig, Tickets im vorhinein zu kaufen, ist aber gerade in den Stoßzeiten am Wochenende sinnvoll. Wenn auf einer Fähre, die früher fährt, ein Platz frei ist, kann man auch statt dem eigentlich gebuchten Platz, das frühere Schiff nehmen.

Anlegestellen in Macao sind das 2 Outer Harbour Ferry Terminal Busse 17, N1B (beide Av. Amizade); 8, 28 C (Jai Alai). Direkt am Hafen ist die Grand Prix-Strecke sowie das Casino Oceanus. oder das 3 Taipa Temporary Ferry Terminal Buslinien: 26, 36, AP1, MT1, MT2, N2

Es gibt zwei Fährbetreiber, beide hongkongbasiert:
(Preise, alle “Economy,” Stand Okt. 2016. Dabei gilt 1 Pataca = 1 HK$ = 1 Yüan.)

  • Turbo Jet, ein Unternehmen, das in den vergangenen Jahren mehrere Konkurrenten aufgekauft hat. Neben den Hauptstrecken verbindet man Macao auch mit dem
  • Flughafen Hongkong. Während des Ausbaus ab Okt. 2015, geänderte Anlegestellen. Geöffnet: 5x tgl. Preis: HK$ 154.
  • sowie dem 4 Shenzhen Airport Fu Yong Ferry Terminal, 新港务大道1001号 邮政编码: 518128. (11x tgl.; HK$ 235).
  • Aus den New Territories vom 5 Tuen Mun Ferry Pier (Busse: 962A, K52 (dann durch ein Einkaufszentrum)). Preis: Wochentags 153, nachts und Wochenenden bis 200.
  • Nur an Wochenenden bedient wird das 6 Shekou Harbour Passenger Terminal. bei Shenzhen.
  • Auch CotaiJet bedient die erwähnten beiden Hauptstrecken, zu ähnlichen Preisen. Auch vom Flughafen auf Lantau wird 5x tgl. abgelegt (HK$ 256).

Mobilität[Bearbeiten]

Von einem Ort zum anderen zu kommen, ist in Macau kein Problem. Das Bussystem ist exzellent, Taxis sind sehr billig und gerade in der Altstadt ist prinzipiell alles zu Fuß erreichbar.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Macau besitzt ein sehr effizientes Busnetz, mit dem man nicht nur einfach auf Macau selbst herum kommt, sondern auch auf die "Inseln" Taipa und Coloane. An allen Bushaltestellen hängen Fahrpläne, die oft auch Bilder mit Sehenswürdigkeiten bereitstellen. Alle Busse sind klimatisiert, was im Sommer doch recht angenehm ist. Die Preise für den Bus kosten $2,50, $3,30 oder $4,00, je nach Entfernung. Zu beachten gilt aber, dass im Bus kein Wechselgeld zurück gegeben wird. Wenn also die Fahrt $3,30 kostet, man aber nur $5 hat, dann war die Fahrt $1,70 teurer.

Mit Bus Nummer 11 zum Beispiel lässt sich recht einfach vom Largo do Senado das Taipa Village erreichen, was recht lohnenswert ist. Das alles für 2x 3,30 MOP.

Das bequemste und preiswerteste Transportmittel sind die kostenlosen Casino Shuttle Busse. Von den beiden Fährterminals, dem Flughafen und dem Grenzübergang fahren in sehr kurzer Taktung Shuttlebusse zu den großen Casinos. Zusätzlich gibt es noch Verbindungen zwischen den Casinos. Die Busse tragen große Aufschriften der Casinos und zusätzlich stehen Hostessen hilfreich zur Seite. Man muss nichts weiter tun, außer einzusteigen und sich an sein Wunschcasino bringen zu lassen. Plant man seine Tour vorher und legt diese Strecken gut aneinander, kann man ganz Macau bequem an einem Tag besichtigen. Ins Stadtzentrum nimmt man am besten das Shuttle des Wynn oder des Grand Lisboa. Von da sind es nur noch fünf Minuten zu Fuß.

Taxi[Bearbeiten]

Sollte mal kein Bus mehr fahren oder für sonstige Eventualitäten, bietet sich ein Taxi an. Taxi fahren ist in Macau günstig. Einmal quer über die ganzen Inseln kostet keine 100 MOP. Von Macau, Sands, nach Taipa, Universität, kommt man mit etwa 30 bis 35 MOP. Das Taxometer fängt bei 10MOP an zu zählen; 5 MOP beträgt die Gepäckpauschale. Verfügbar sind die Taxis zu jeder Tageszeit.

  • Schwarze Taxis fahren von überall, abgesehen vom Flughafen, überall hin.
  • Die gelben Taxis sind ausschließlich für den Flughafen vorgesehen. Oftmals weigern diese sich auch kürzere Strecken zu fahren.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Von Macau aus mit Billigfliegern zu fliegen bietet sich an, da im Gegensatz zu Hongkong hier nur geringe Flughafensteuer erhoben wird.

Falls keine Kreditkarte vorhanden sein sollte, kann man auch bequem den Flug von einem Reisebüro aus buchen lassen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Am Wochenende wird es in Macau voll. Da kommen alle spielsüchtigen Chinesen und verprassen all ihr Geld. Daher steigen die Hotelpreise oftmals auf das Doppelte. Grundlegend ist daher von einem Besuch am Wochenende abzuraten. Unterkünfte lassen sich recht einfach an der Fähre buchen; hier gibt es sogar die besten Preise. Preisgünstige Unterkünfte (unter € 50) bzw. Hostels sind Mangelware. Anders als in Las Vegas gibt es auch keine Sonderpreise in Casino-Hotels für Einzelreisende.

Wer auf eigene Faust auf die Suche gehen mag, wird sicher sein Glück finden. Wer eher die günstigeren Angebote finden will, der wird auch hier nicht herum kommen dies zu tun. Zum Start empfiehlt sich Largo do Senado. Hier befinden sich einige Hotels. Teils verläuft man sich dann in ein Hotel, das für die Stunde 350 Pataca berechnet. Hiervon ist aber abzusehen, da man in dieser Stunde das Bett sicher nicht alleine hat. Der Autor meint: Viel zu teuer und man hat nicht mal seine Ruhe. Solche "Häuser" sind daran zu erkennen, das man beim Betreten von Frauen nur so umringt wird.

Gehoben[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Macau[Bearbeiten]

Largo do Senado
  • Largo do Senado
Am Largo do Senado finden sich noch viele Überbleibsel der kolonialen Verwaltungsgebäude aus der portugiesischen Zeit. Am Kopf der Leal Senado, der „treue Senat“. Diesen Ehrentitel erhielt das Parlament Macaus, da er sich weigerte, das Königreich Spanien, mit dem Portugal von 1580 bis 1640 in einer Personalunion verbunden war, als neue Führungsmacht anzuerkennen. Aus diesem Grund wehte in dieser Zeit auch nicht die spanische, sondern weiter die portugiesische Flagge über Macau.
Macau Tower
  • Macau Tower
2001 wurde der 338 Meter hohe Turm eröffnet. Zusammen mit dem Kongresszentrum wurde er auf neuaufgeschüttetem Land errichtet und bietet einen hervorragenden Blick über Macau. Wem durch den stellenweise gläsernen Boden der Aussichtsplattform noch nicht aufregend genug ist, dem bietet A.J. Hacket - die neuseeländischen Erfinder des kommerziellen Bungeespringens - jede Menge Nervenkitzel: Man kann an Seilen gesichert im Freien oberhalb der Aussichtsplatform eine Runde drehen oder die Turmmastspitze erklettern. Seit Mitte 2005 kann man nun auch - gesichert durch eine Stahlseilkonstruktion - vom Turm springen.
  • Fortaleza do Monte
Das Fort ist die älteste Festung Macaus und bietet einen schönen Ausblick über die Innenstadt Macaus. Im Inneren des Forts befindet sich das Nationalmuseum von Macau.
  • Fortaleza de Guia:
Zur zweiten kolonialen Festung Macaus kann man zu Fuß hinauf gehen oder mit der Seilbahn fahren. Oben findet sich ein Leuchtturm und eine Kapelle, in der sich Reste der alten Wandgemälde finden lassen. Am unteren Ende der Seilbahn gibt es einen kleinen Park mit einigen Tiergehegen mit Affen, Vögeln und Bären.
Fassade von São Paulo
  • Fassade der Kathedrale São Paulo
1835 brannte die Kathedrale São Paulo ab. Stehengeblieben ist lediglich die Fassade, die heute das Wahrzeichen Macaus ist. Das ursprüngliche Gebäude entstand in den Jahren 1620 bis 1627 unter Leitung der Jesuiten. Auf der Rückseite der Fassade führt eine Treppe auf die Höhe der ersten Fensterreihe und erlaubt einen Blick auf die tiefergelegene Altstadt. Unterhalb des ehemaligen Kirchenschiffs befindet sich ein Museum, in dem Fundstücke aus dem 17. Jahrhundert ausgestellt sind, die bei Ausgrabungen gefunden wurden. Adresse: Rua de São Paulo.
  • Jardim de Lou Lim Ioc
Der ehemalige Privatgarten eines reichen chinesischen Kaufmannes aus dem 19. Jahrhundert ist heute der Öffentlichkeit zugänglich. Künstliche Miniaturlandschaften, Bambushaine und Goldfischteiche laden zu einem schönen Spaziergang durch den Park. Adresse: Estrada Adolfo Correiro.
  • Lin Fong Miu Tempel
  • Kun Iam Tong Tempel

Taipa[Bearbeiten]

Taipa and Coloane History Museum
  • Taipa Altsiedlung
Taipa-Village ist das Kontrastprogramm zu den Hochhäusern in Taipa. Taipa-Village ist als komplettes Gegenteil zur sonst sehr sterilen Innenstadt zu sehen. Es lohnt hier auf jedenfall ein Stopp für einige Stunden. Sehr mediterranes Ambiente. Bus Nummer 11 hält direkt dort; direkt nach der Jockey-Arena.
  • Feira Semanal das Ilhas
Jeden Sonntag von 11 Uhr bis 20 Uhr befindet sich um Taipa Altsiedlung ein Wochenendmarkt.
  • Casas
Auch in Taipa Altsiedlung befinden sich direkt an der Uferpromenade eines Sees eine stattliche Menge gut erhaltener Kolonialgebäude. Sicher einige der Schönsten. Tagsüber sind diese auch für Besucher geöffnet.

Coloane[Bearbeiten]

Das südliche Ende von Macao, Coloane (路環),war bis vor wenigen Jahre eine eigene Insel, die nun durch Landaufschüttung durch den neu entstandenen Ort Cotai (路氹城) mit Taipa verbunden ist und deren nördliche Abgrenzung der Komplex desVenetian Casino bildet.

Im Zentrum der Halbinsel, auf dem steht das 1 A-Ma Cultural Village, Estrada do Alto de Coloane, samt 1998 erbauter Statue der Göttin A-Ma, anderweits bekannt als Māzǔ (媽祖).

Im Südosten liegt der Naturstrand 1 Baía de Hác Sá (黑沙海灘). An dessen Nordende steht das 4*1 Grand Coloane Resort, 1918 Estr. de Hac Sa. Tel.: +853 2887 1111. Direkt anschließend ist ein Spielplatz für Neureiche, der Macao Golf and Country Club.

Auch an der Südspitze gibt es kleinere Strände mit Schwimmbecken., z. B. den in der 2 Cheoc Van-Bucht (竹灣) Busse 15, 21A, 25, 26A; fahren alle auch zum Dorf Coloane

Auf der China zugewandten südwestlichen Seite ist die Hauptansiedlung, das Dorf Coloane (路環村). Die Bushaltestelle Coloane-2 ist am Kreisverkehr um den Eanes-Park, an den auch der Markt angrenzt. Besucht wird die Ortschaft wegen mehrer taoistischer Tempel und der 1928 gebauten 2 St. Xavier-Kirche (路環聖方濟各堂) phone = +853 2888 2128. Die früher hier aufbewahrten Reliquien etlicher japanischer Märtyrer aus der Zeit um 1600 hat man ins St. Paul Museum verbracht. Am Hang hinter dem Dorf ist das Gefängnis von Macao. Die Tempel heißen (von Nord nach Süd): Sam Seng (三圣宫 = Kam Fa 金花庙), 2 Rua dos Navegantes erb. 1865; Kun Iam an der Travessa do Caetano; der alte Tin Hau Tempel (天后古廟) sowie der Tam Kung (譚公廟) erb. 1862. Naturkundlich ausgerichtet ist das 3 Museu Natural e Agrário (土地暨自然博物館), Eröffnet 1997.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Bank of China Building und Grand Lisboa
  • Strände
Baden im Meer kann man vor allem an der Südseite der Insel Coloane (siehe oben). Der kleinere Strand ist der Cheocvan und der beliebtere und größere der Hacsa, der im Sommer, trotz des recht unsauberen Wassers, teilweise stark überlaufen ist. Hinter dem Hacsa befindet sich ein kleiner Sport- und Vergnügungspark sowie ein Schwimmbad, welches dem Meer oft vorzuziehen ist. An diesem Strand liegt auch das berühmte Fernando's Restaurant.
Gondelfahren im Venetian Macao
  • Glücksspiel
Macau ist bekannt für seine Spielbanken; wer hätte gedacht, dass hier mehr Geld verspielt wird als in Las Vegas. Macau scheint dabei noch einiges an Potential zu haben, oder besser gesagt, die Geldbörsen der Chinesen scheinen noch sehr voll zu sein. Daher entsteht zur Zeit zwischen Taipa und Coloane ein Viertel nach dem Vorbild Las Vegas, welches dieses noch übertrumpfen soll. Der Grund für den Erfolg der Macanesischen-Spielindustrie scheint wohl die zügellose Spielleidenschaft vieler Chinesen oder besser gesagt vieler Asiaten zu sein. Jene verzocken scheinbar ohne mit der Wimper zu zucken Haus und Hof und noch viel mehr. Wo keine Jetons benötigt werden kann man nur mit Hongkong-Dollar spielen. Patacas werden nicht akzeptiert.[1]
Netterweise bieten die Spielcasinos auch dem Nichtspieler einiges lohnenswertes, sich zum Beispiel im The Sands aufzuhalten. Getränke sind umsonst. Man muss einfach die Augen aufhalten nach den Kellnerinnen, die mit einem Tablett unterwegs sind, und denen sagen, was man haben will. Von Wasser bis Vodka-Bull ist alles zu haben. Einziges Problem ist nur, dass man zocken muss, wenn man sitzen will. Im New Century auf Taipa hingegen kann man umsonst sein Frühstück genießen, während man eine Show genießt. Das Wynn bietet alle 15 Minuten eine kostenlose Show mit dem Tree of Life, direkt am Haupteingang und mit der Wassershow vor dem Casino. Im Venetian kann man sich mit einer Gondel und echtem Sänger durch die künstlichen Kanäle fahren lassen. Daneben gibt es im Nachbau der Lagunenstadt zahlreiche Boutiquen. Die City of Dreams bietet neben ständig wechselnden, kostenpflichtigen Shows in der Bubble eine besondere Video-Show der Jagd der vier Drachen nach der Drachenperle. Leider kostet auch diese Show mittlerweile Eintritt, man bekommt aber Rabatt, wenn man vorher in einem Restaurant war. Die einzige freie Show ist nur noch die Wasserwelt.
  • Kaufrausch
Da Macau ein Freihafen ist, ist hier einiges günstiger als sonst wo. Zum Beispiel Elektronik wie Digital Kameras (ca. 40% günstiger). Auch Klamotten und Schuhe sind oftmals (original Markenware) weit günstiger als in Deutschland. Alleine könnte die Garantie beim Kauf von Elektrogeräten eine Rolle spielen, da diese nur für Macau und Hongkong gilt.
  • Essen
Macau bietet die verschiedensten Küchen verschiedener Nationalitäten oft zu einem recht günstigen Preis. Hier lohnt es sich auf jeden Fall jede Mahlzeit wo anders einzunehmen. Von günstiger Nudelsuppe bis zu Nobelessen ist alles vorhanden.

Küche[Bearbeiten]

Macaus Küche ist ein Abbild seiner vielen Wurzeln. Neben der lokalen, kantonesischen Küche, hat die portugiesische Küche der Stadt ihren Stempel aufgesetzt. Erfolgreichster Import sind die Pastéis de Nata: Eine Schale aus Blätterteig, gefüllt mit einer Vanillecreme, die beim Backen leicht angeschwärzt wurde. Der Geschmack ist etwas anders als in Lissabon, aber diese kleine Köstlichkeit breitet sich dank einer Kette inzwischen in alle große Städte Chinas aus. Meeresfrüchte und Wein dürfen natürlich ebenfalls im Angebot nicht fehlen, und der Bica, der kleine Kaffee nach dem Essen, bleibt eine starke Konkurrenz zu Starbuck & Co.. Kantons Gourmets schwören auf Dim Sun und einer Vielzahl weiterer gedämpfter Teigtaschen und Reismehlkuchen. Außerdem finden sich einige indische Restaurants von guter Qualität und auch Restaurants mit chinesischen Essen aus anderen Regionen des riesigen Landes.

  • Fernando's Restaurant
Fernando's Restaurant am Hacsa Strand ist in Macau und Hongkong berühmt. Das preiswerte und rustikale Restaurant, das keine Reservierungen annimmt, ist vor allem für sein Spanferkel und seine Gambas bekannt. 9 Praia de Hacsa, 200 Meter nördlich der Bushaltestelle des Strandes.
  • Aruna Indian Curry & Cafe House
Avendia Amizade, 779B Edf. Chong Yu, Bloco 2 Loja
Lecker indisches Essen
  • Der Panda
In Taipa, zwischen New Century und McDonalds (der am Kreisverkehr) befindet sich einige Restaurants, unter anderem auch der Panda. Hier gibt es für den Low-Budget Reisenden gutes Essen für wenig Geld. Auf jeden Fall ist hier die Suppe zu empfehlen. Mit Shrimps oder Beef-Rips für 15 MOP zu haben. Auf jeden Fall die spicy (ist europäisch scharf) Variante nehmen, da die andere lange nicht so gut ist.
  • Das heilige goldene M oder auch als McDonalds bekannt
Auch wenn es sehr blasphemisch klingt, manchmal schmeckt ein Burger klasse, wenn man Nudeln, Reis oder sowas nicht mehr sehen kann und das Geld für Besseres zu knapp ist. Daher gibt es überall das goldene M. KFC gibt es auch einen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Casino Grand Lisboa

Macau ist nicht nur als das Spielerparadies von Südchina bekannt, Macau hat auch einiges an anderen Vergnügungsmöglichkeiten zu bieten. Von netten Straßencafés bis hin zur Großraumdisco. Das horizontale Gewerbe ist im Vergleich zu Hongkong lange nicht so aufdringlich.

  • Bex
Recht entspannter Club, unweit von Sands und Mandarin. Eintritt ist generell frei, die Preise sind recht moderat. Recht junges Publikum. Durchaus zu empfehlen.
  • Fisherman's Wharft
Die neue Vergnügungsmeile in Macau, unweit von der Fähre und gegenüber von Sands. Livemusik, kein Eintritt, da open air. Die Preise sind höher als im Bex.
  • DD's
Am Wochenende 100 MOP Eintritt für männliche Gäste, Frauen haben freien Eintritt.
  • Mandarin Oriental
Im Erdgeschoss des Mandarins befindet sich ein recht netter Club mit Livemusik. Es wird zwar kein Eintritt verlangt, die Preise für Getränke haben es aber in sich. Viele Damen hier haben einen zweifelhaften Ruf.

Feiertage[Bearbeiten]

Da Macau zum einen durch Portugal christlich geprägt ist und zum anderen buddhistisch kommen hier die verschiedensten Feiertag zusammen. Möglicherweise fallen einige rein portugiesische Feiertage irgendwann weg. Feiertage, welche auf einen Sonntag fallen, werden meistens (z.B. der 1. bzw. 2.10.2006) am Montag "nachgeholt".

Termin Name Bedeutung
25. April Jahrestag des Aufstandes in Portugal
Ostern
1. Mai Tag der Arbeit Nationalfeiertag
5. Mai Buddhas Geburtstag
13. Mai Fatima Prozession
10. Juni Camoes Tag
13. Juni Schlacht des 13. Juni
1.Okt Nationalfeiertag der VR China
5. Okt Tag der Republik
20. Dez Unabhängigkeitstag

(Unvollständig)

Sicherheit[Bearbeiten]

Mostly harmless. Es kommt gelegentlich vor, dass jemanden die Geldbörse geklaut wird, lang nicht so oft wie in Zhuhai, wo dies ein richtiger Volkssport ist. Ansonsten ist Macau als recht sicher zu betrachten. Außerdem ist Polizei allgegenwärtig. Es kann daher auch bei Nacht in dunkle Gassen ohne Angst haben zu müssen gegangen werden, da Gewaltdelikte eigentlich nicht vorkommen. Trotzdem sollten Dinge wie Tasche etc. nicht aus den Augen gelassen werden, da Gelegenheit Diebe macht.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Die elektrische Spannung beträgt in Macau wie auch in Hongkong 220 V bei 50 Hz, was in etwa dem deutschen System entspricht. Die Steckdosen haben jedoch in der Regel drei Löcher oder drei Schlitze; andere Systeme kommen auch vor. Adapter gibt es in jedem Supermarkt.
  • Geldautomaten gibt es auch sehr häufig. Bank of China (BOC) und Banco Nacional Ultramarino (BNU) akzeptieren alle die EC-Karte (Maestro), was eine Kreditkarte fast überflüssig macht. Der Verfasser dieser Zeile kam ohne diese aus, obwohl dieser für sechs Monate in Macau verweilte.

Telekommunikation[Bearbeiten]

Internationale Vorwahl für Macao: +853..., ins Ausland wählt man 00...

Mobilfunk[Bearbeiten]

Es gibt vier Anbieter. Das China Telecom Macau arbeitet nach CDMA-Standard, auf den die wenigsten europäischen Telefone ausgelegt sind. Erhältlich sind SIM-Karten am Fähranleger (in Automaten) und in “Convenience Stores.” Auch der Angerufene bezahlt den Minutentarif für Ortsgepräche.

Tarife
  • 3 Com (Hutchison Whampoa): M$ 0,40/min.
  • CTM (MobiWeb) ist zugleich der staatliche Festnetzbetreiber. Die SIM-Karten laufen unter dem Namen BEST. Für M$ 48 gibt es 480 MB Internet, 100 Stunden WiFi und 480 Min. für 30 Tage.
  • SmarTone: M$ 0,54/min.

Post[Bearbeiten]

1 Hauptpost, Senado Square. Geöffnet: Mo.-Sa.9.00-18.00.

Gesundheit[Bearbeiten]

Medizinische Versorgung ist in Macau im Krankenhaus zu erhalten. Je nachdem wie dringend es ist kann man in die Notaufnahme oder zur normalen Behandlung gehen. Das läuft in etwa wie folgt; man meldet sich in der Lobby an und erhält eine Karte, die ab jetzt zu jedem Besuch mitzubringen ist. Dazu erhält man zwei Zettel mit einer Wartenummer. Die gibt man bei der Sprechstundenhilfe im 2. Stock ab. Am besten gleich fragen wie lange es dauert; kann durchaus "mehrere" Stunden dauern. Nach mehreren Stunden die Sprechstundenhilfe nerven. Am besten gleich nochmal, da sich gerne andere vordrängeln und es da alles andere als zivilisiert abläuft, sich gleich vor der passenden Türe nach dem Nerven platzieren. Nach der Untersuchung erhält man diverse Zettel wie ein Rezept. Damit geht man wieder in den 1. Stock zu Fenster 6, was die Zahlstelle ist. Der Preis setzt sich aus 3 Pataca Registrierungsgebühr, 30 Pataca Behandlung und ggf. Medizin. Rechts von Schalter 6 hängt eine große LED-Tafel, die den eigenen Namen anzeigt, wenn und wo das Medikament abgeholt werden kann.

Kiang Wu Hospital
Tel: 2952102

Wer keinen Notfall hat und 'nur' einen Arzt braucht, kann sich in der Hope Medical Clinic von amerikanischen oder chinesischen Ärzten behandeln lassen:

Hope Medical Clinic
Fu Wah Court, 1-D
26 Ave de Sidonio Pais, 1/F

Weitere Empfehlungen gibt es unter Tropeninstitut.de.

Klima[Bearbeiten]

Wie auch in Hongkong herrscht subtropisches Klima mit feuchten und heißen Sommern und mit trockenen und milden Wintern. Die Temperaturen im Januar betragen 5 bis 15 Grad und steigen in den Sommermonaten auf durchschnittlich fast 30 Grad. Besonders ungewohnt mag die hohe Luftfeuchtigkeit sein, vor allem in den Monaten April bis August. Werte von 97 % sind keine Seltenheit. Im April bis September sorgt der Monsun für große Niederschlagsmengen, vor allem in Form von plötzlichen Wolkenbrüchen. Im Sommer (Juli-September) ist Taifun-Saison, und während dieser orkanartigen Stürme herrscht teilweise Ausgangsverbot, an das man sich auch halten sollte. Macau kann man das ganze Jahr über bereisen, jedoch sind die Monate Juni bis August doch klimatisch sehr anstrengend.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Zhuhai
    Von Macau aus ist es nur ein Katzensprung nach Zhuhai. Allerdings braucht man hierfür ein Visum für die Volksrepublik China. Dies lässt sich in Macau am besten zwei Tage im Voraus in der Vertretung des chinesischen Außenministeriums (PRC Foreign Affairs Ministry) in der Avendia do Dr. Rodrigo Rodrigues beantragen. Ein Visum mit sechsmonatiger Gültigkeit und mehrfacher Einreise kostet 400 Pataca. Das Standardvisum für einen Monat und einmaliger Einreise ist günstiger. Für die Ausstellung wird ein Passbild benötigt. Öffnungszeiten: Mo-Do 9:00-11:00, 14:00-17:00, Fr 9:00-11:00. Bus Nr. 28.
  • Hongkong
    Bequem kann man nach Hongkong mit der Fähre oder den Hubschrauber reisen. Wobei die Stadt genug zu bieten hat, um allein dort mehrere Tage zu verbringen.
  • Shenzhen ist auch durch mehrere Fähren täglich an Macau angebunden. Die touristischen Attraktionen halten sich aber in Grenzen. Auch für die Einreise nach Shenzhen benötigt man ein Einreisevisum für die Volksrepublik. Wenn man von Hongkong aus einen Tagesausflug in einer Reisegruppe in einem Reisebüro bucht, übernimmt der Veranstalter die Formalitäten.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


Brauchbarer Artikel Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.
  1. Zur Geschichte des Spiels in Macao, vgl.das entsprechende Kapitel in: Nur wer tot ist, geht kein Risiko mehr ein: Geschichte der Spielbanken und Roulettesysteme des 20. Jahrhunderts; München 2012; ISBN~9783844809770