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München/Oktoberfest

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Wiesn vom Turm der Paulskirche

Das Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt mit über sechs Millionen Besuchern (das sind fast eine halbe Millionen jeden Tag), insgesamt 100 000 Sitzplätzen in den Zelten, sieben Millionen verkauften Maß Bier und einem geschätztem Gesamtumsatz von einer Milliarde Euro.

Hintergrund[Bearbeiten]

Oktoberfest 01.jpg

Historischer Anlass für das Oktoberfest ist die Vermählung des bayerischen Kronprinzen Ludwig, der spätere König Ludwig I., mit der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen am 12. Oktober 1810. Das Ganze fand vier Jahre nach der Erhebung des Herzogtums Bayern zum Königreich statt und war der Anlass einer fünftägigen Riesenfeier in ganz München, die am 17. Oktober mit einem Pferderennen auf einer Wiese vor den Toren Münchens beendet wurde. Ein Jahr später wurde diese Wiese zu Ehren der Prinzessin in Theresienwiese umgetauft. Der Publikumserfolg mit dem Pferderennen wurde von da ab regelmäßig im Herbst wiederholt.[1]

Bereits im Jahre 1811 fand mit dem Oktoberfest das erste Landwirtschaftsfest statt, das heutzutage im vierjährigen Rhythmus als das „Bayerische Zentral-Landwirtschaftsfest“ (ZLF) ebenfalls zur Wiesn-Zeit auf der Südhälfte der Wiesn stattfindet, das Oktoberfest ist deswegen etwas verkleinert und die Oide Wiesn muss aus Platzgründen entfallen. Im Jahre 2012 feiern die Landwirte ihr 125-jähriges Jubiläum auf der Wiesn, nächster Termin für das ZLF ist dann das Jahr 2016.

Seit 1896 gibt es die ersten Bierzelte auf der Wiesn, welche von den Münchner Wirten gemeinsam mit den Münchner Brauereien aufgestellt wurden. Seitdem haben die Münchner Brauereien (das sind Augustiner-Bräu , Hacker-Pschorr , der Löwenbräu, die Paulaner Brauerei, die Spatenbrauerei und das Staatliche Hofbräuhaus) ein Monopol als Zulieferer für das Bier auf dem Oktoberfest. Ausgeschenkt wird das mit einer etwas höheren Stammwürze gebraute spezielle Oktoberfestbier. Wegen ihrer Größe heißen die Zelte auf der Wiesn auch Bierhallen oder Festzelte.

Oktoberfest 02.jpg

Die Leitung des Oktoberfests erfolgt durch das städtische Tourismusamt der Stadt München. Die Veranstaltung versucht einen Spagat zwischen bayerischer Tradition und internationaler Party als organisiertes Generalbesäufnis für die vielen extra angereisten Besucher aus der ganzen Welt. Größte Gruppe unter den internationalen Gästen sind die Italiener, die mittlerweile traditionell am zweiten Wiesenwochenende (dieses wird daher als das Italienerwochenende bezeichnet) mit gemeinsam angemieteten Wohnmobilen den Brenner überqueren, um dann nur noch zwischen der Wiesn und ihrem Wohnmobil zu pendeln. Die Gesamtzahl der Italiener an diesem Wochenende wird auf 200 000 geschätzt. Weitere starke Volksgruppe sind die englischssprachigen Nationen mit Neuseeländern, Amerikanern und Briten, die man tagsüber im Hofbräuzelt und in der Nacht bzw. in der Früh am Campingplatz in Thalkirchen findet. Im Hofbräuzelt wird oft mehr Englisch als Deutsch gesprochen. Auch Asien ist immer stärker vertreten, hinzu kommen zunehmend auch die Landsmänner (und auch einige Landsfrauen) aus den ehemaligen Ostblockstaaten.

Auswüchse wie zum Beispiel die Schicki-Micki-Wiesn um die Jahre 2004 / 2005 mit bezahlten Promis als Lockvogel in den Bierzelten konnten begrenzt werden, die völlige Überlastung der Zelte an den Nachmittagen und an den Abenden der Wochenenden bleibt ein Thema, die Forderung der Wirte nach einem weiteren Wiesnzelt hat hier die Sympathie des betroffenen Publikums.

Wiese ist heute auf der Theresienwiese nicht mehr viel zu sehen, die Straßen sind geteert, viele der Stellplätze geschottert. Außerhalb der Wiesnzeit dient das Gelände als ein riesiges Freizeitgelände und teilweise als Parkplatz. Im Frühjahr findet hier außerdem noch das Frühlingsfest statt, in der Adventszeit das Wintertollwood, hinzu kommen verschiedene kleinere Veranstaltungen.

Weltweit gibt es heute geschätzte 3000 Kopien des Oktoberfests, von Blumenau in Brasilien über Moskau bis nach China. Das größte Bierfestival im Reich der Mitte findet in Qingdao mit einer geschätzten Besucherzahl zwischen einer und drei Millionen statt. Nach Untersuchungen kennen 95% der Weltbevölkerung den Begriff "Oktoberfest". Es ist damit das bekannteste deutsche Wort.

"Zu Münchens schönsten Paradiesen zählt ohne Zweifel seine Wiesn" (Eugen Roth, * 24. Januar 1895, † 28. April 1976, Münchner Journalist und Dichter humoristischer Verse).

Oktoberfestbier[Bearbeiten]

Oktoberfestbier (Spaten) im Festzelt Schottenhamel

Das auf der Wiesn ausgeschenkte Oktoberfestbier wird extra für das Fest als Saisonbier gebraut. Es ist ein Märzenbier mit einer etwas höheren Stammwürze von 13,5 %, der Geschmack ist daher etwas süßer und malziger und aufgrund eines geringeren Kohlensäuregehalts ist das Bier auch "leichter" und süffiger trinkbar.

Das Märzenbier war das letzte untergärige Bier das im Frühjahr, bis zur Erfindung der Kältemaschine durch Carl Linde im Jahre 1876, vor den Sommermonaten mit den für die Hefe und den Vergärungsprozess zu warmen Temperaturen gebraut werden konnte. Dieses Bier wurde grundsätzlich etwas stärker eingebraut, um es bis in den Spätherbst hinein besser lagern zu können. Im Jahre 1872 wurde das Märzenbier dann auf dem Oktoberfest das allererste Mal vom Festwirt Schottenhamel aus Verlegenheit ausgeschenkt, als im das übliche Sommerbier ausgegangen war. Seitdem ist es das traditionelle Oktoberfestbier, das aber auch etwas mehr kostet, als das normale Helle.

Wegen der höheren Stammwürze hat das Oktoberfestbier auch einen etwas höheren Alkoholgehalt von 5,8 % - 6,3 %, die Wirkung sollte von weniger Geübten daher nicht unterschätzt werden, das Bier kann, je nach konsumierter Menge, zunächst aufputschend, dann aber auch stark ermüdend wirken.

Auf dem Oktoberfest sind nur die Brauereien aus dem Münchner Stadtgebiet zugelassen.

Pferdesport[Bearbeiten]

Nostalgiekarusell auf der Oide Wiesn

Für Viele weniger bekannt: Das Oktoberfest ist die Wiege des deutschen Pferdesports.

Das oben angeführte allererste Rennen am 17. Oktober 1810 fand bereits nach englischen Regeln auf einem Rundkurs statt, Start war am Sendlinger Tor. Ein Vorläufer des Rennens war das sogenannte Scharlachrennen im Mittelalter, das erstmals für das Jahr 1437 belegt ist. Der namensgebende Siegerpreis war seinerzeit ein Scharlachtuch mit 26 Ellen Länge.

Zum Oktoberfest im Jahr 1847 fand dann das auch erste deutsche Trabrennen auf dem Oktoberfest statt und im Jahre 1876 das erste Trabfahren mit dem Sulky. Die in etwa ovale Form der Theresienwiese spiegelt noch heute die Form der fest angelegten Rennstrecke, die Gesamtlänge betrug rund 3600 Meter. Die Pferderennen waren dann auch bis zum Beginn des ersten Weltkriegs die Hauptattraktion auf dem Oktoberfest mit 40 000 bis zu 100 000 Besuchern. Der Einmarsch von Ross, Reiter und Rennmeister (die Pferdebesitzer) auf der Theresienwiese erfolgte im Festzug als ein Vorläufer des heutigen Trachten- und Schützenzugs. Die letzten lebenden Pferde auf dem Oktoberfest gab es noch bis vor wenigen Jahren im Festzelt Hippodrom, hier wurde seit 1902 eine Pferdereitbahn mit bis zu 25 Pferden betrieben. Diese Reitbahn musste dann Endes des letzten Jahrhunderts aus Tierschutzgründen weichen. Pferde auf der Wiesn gibt es heute noch beim Kinderkarussell, lebendige Tiere beim Wirteeinzug mit den Prachtgespannen der Brauereien und bei der berittenen Wache der Wiesnpolizei.

Der älteste erhaltene deutsche Rennplatz befindet sich übrigens in Bad Doberan und stammt aus dem Jahr 1822/1823, das erste Derby für Galopper in Hamburg fand im Jahre 1869 statt, das erste Traber-Derby in Berlin im Jahre 1895.

Mahnmal an das Attentat am Haupteingang Nord

Attentat[Bearbeiten]

Der wohl traurigste Moment in der Geschichte des Oktoberfestes war das Attentat am 26. September 1980 um 22:19 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt zündete der Rechtsextremist Gundolf Köhler aus Donaueschingen eine selbstgebastelte Rohrbombe mit 1,39 Kilogramm TNT in der Nähe des Haupteingangs Nord. Als Folge der Explosion starben 13 Menschen, darunter auch der Attentäter, weitere 211 Personen wurden verletzt, davon 68 schwer. Die offiziellen Ermittlungen der Polizei gehen von der Tat eines Einzelgängers aus und wurden 1982 eingestellt, es gibt aber bis heute von verschiedenen Seiten Zweifel an der These des Einzeltäters.

Zum ersten Jahrestag wurde am Ort des Anschlags eine bronzene Stele des Laufener Bildhauers Friedrich Koller aufgestellt. Im Herbst 2008 wurde dieses Mahnmal vom gleichen Künstler restauriert und mit einer knapp drei Meter hohen, halbrunden Stahlwand umgeben. Diese Wandschale ist – wie von Bombensplittern getroffen – durchlöchert und symbolisiert so die durch die Gewalttat verursachten Verletzungen. Im Boden wurden Metallteile eingelassen, die an die verheerende Wucht der Bombenexplosion erinnern sollen.

Oktoberfestmuseum[Bearbeiten]

MUC Oktoberfestmuseum SchildA.jpg

In der Münchner Altstadt und etwas versteckt gelegen in der Nähe vom Isartor gibt es ein eigenes Oktoberfestmuseum zur Geschichte des größten Volksfestes der Welt, angegliedert ist ein Museumsstüberl, siehe hierzu im Artikel zu den Münchner Museen.

Anreise[Bearbeiten]

Ausführliche Angaben zur Anreise nach München und allgemeine Infos zum MVV (Münchner Verkehrsverbund) siehe im Artikel zu München.

Anfahrt mit dem MVV[Bearbeiten]

U4/U5: Südeingang Theresienwiese, Paulskirche

Zentraler U-Bahnhof ist die Station Theresienwiese der Linien U4/U5, mit ihrem südlichen Ausgang unmittelbar auf der Wiese. Der Nordausgang führt zur Paulskirche und ist bei Überfüllung des Südausgangs zu empfehlen. Die Anreise über diesen U-Bahnhof ist nur zu besucherschwachen Zeiten zu empfehlen! Auf der ganzen Wiese ist dieser U-Bahnhof ausgeschildert, die etwas kleinen Hinweisschilder werden aber insbesondere zu später Stunde und auch situationsbedingt gerne übersehen. Das Einprägen des Wegs bei Wiesnankunft hilft. Wichtige Orientierungsmarke für den U-Bahn Eingang ist der gotische Turm der Paulskirche;

Weitere benachbarte U-Bahnhöfe sind die Stationen Schwanthalerhöhe (U4/U5) und Goetheplatz bzw. Poccistrasse der Linien U3/U6 sowie der S-Bahnhof Hackerbrücke mit etwas längeren Anwegen.

Betriebsschluss der U-Bahnen an den Wiesn-Wochenenden ist zwei Uhr früh (statt ein Uhr sonst); Weitere Informationen hierzu gibt es auf der Website der MVG [2].

Anfahrt Behinderte[Bearbeiten]

  • 100 Schwerbehindertenstellplätze auf dem Südteil der Theresienwiese mit Zufahrt an der Stielerstraße; für Behinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung kostenlos;
  • Anfahrt für Behindertentransportfahrzeuge der Hilfsorganisationen (BRK, MHD, Kennzeichnung erf.) über die Anliefererstraße West (Zufahrt zur Straße hinter dem Hippodrom);

Wohnmobile[Bearbeiten]

Das ganze Areal um die Wiesn ist für Wohnmobile gesperrt, das Verbot wird kontrolliert und durchgesetzt. Stellplätze für Wohnmobile sind:

  • Messegelände Riem, De-Gasperi-Bogen; Anfahrt über die Autobahn A94, Ausfahrt Feldkirchen West, entlang der Ausschilderung zur Messe / ICM. Anfahrt MVV zum Oktoberfest mit U2 und U7, Umsteigen am Innsbrucker Ring in die U5 bis Theresienwiese;
  • Siegenburger Straße; Anfahrt MVV zum Oktoberfest mit der Buslinie 133 ab Haltestelle Siegenburger Straße bis Heimeranplatz, Umsteigen in die U5 bis Theresienwiese;

Anfahrt mit dem PKW[Bearbeiten]

Die Anfahrt mit dem PKW kann nicht empfohlen werden. Der unmittelbare Bereich um die Theresienwiese ist aus Sicherheitsgründen sowieso nur für Fahrzeuge mit Sonderausweis zugänglich.

Taxi[Bearbeiten]

Mit dem seit 2011 verschärften Sicherheitskonzept dürfen auch Taxis nicht mehr in den "Äußeren Sperrring“ einfahren, Taxis unmittelbar an der Theresienwiese gibt es daher nicht mehr. Taxis dürfen aber am Rand der äußeren Sperrzone halten und Gäste aufnehmen.

Die sechs offiziellen Taxistände an der Wiesn sind:

  • Theresienhöhe südlich vom Messeplatz
  • Theresienhöhe im Bereich der Bavaria
  • Esperantoplatz
  • Bavariaring an der Pettenkoferstrasse
  • Bavariaring an der Beethovenstrasse
  • Bavariaring am Brausebad

Allgemein gilt aber: schon vor und sicherlich nach dem Wiesnschluss sind Taxis unmittelbar an der Thersienwiese oder gar an den Taxiständen so gut wie gar nicht zu ergattern, weil andere weitere vorne meist schneller sind und die leer von stadtauwärts anfahrenden Taxis einfach abfangen. Wer den Taxis in Richtung stadteinwärts entgegenläuft, hat also deulich bessere Chancen, eines der begehrten Taxis zu "kapern", so wie es auch alle anderen machen.

Termine[Bearbeiten]

Wiesn von der Theresienhöhe
  • Das Oktoberfest dauert zwei Wochen mit drei Wochenenden, der Beginn ist immer so, dass der letzte Wiesn-Sonntag der erste Sonntag im Oktober ist. Fällt der Nationalfeiertag auf den nachfolgenden Montag oder Dienstag, wird das Oktoberfest bis zum 3. Oktober verlängert.
  • Beginn der Aufbauarbeiten ist bereits im Juni, zuerst werden die Bierzelte aufgestellt, erst am Schluss kommen die Fahrgeschäfte. Bis zum Jahre 2008 konnte derjenige, der es nicht mehr bis zum offiziellen Beginn aushalten wollte, bereits während der Aufbauphase an den Buden der Arbeiterverköstigung sein erstes Bier auf der Wiesn trinken. Seit 2009 wird, aus sicherheitstechnischen und haftungsrechtlichen Gründen, die gesamte Theresienwiese während des Aufbaus als eine Baustelle mit Zutrittverbot für Unbefugte ausgewiesen.
Einzug der Wirte und Brauereien
  • Auftakt der Wiesn ist am ersten Samstag Vormittag der Einzug der Wiesnwirte und Brauereien mit ihren geschmückten Pferdekutschen und den Brauereigespannen. Anschließend um Punkt zwölf Uhr Mittag findet der traditionelle Anstich des ersten Wiesn-Bierfasses durch den Münchner Oberbürgermeister im Festzelt Schottenhamel statt. Der dauert zwischen zwei und drei Schlägen, anschließend überreicht der Bürgermeister das erste Maß Bier dem bayerischen Ministerpräsidenten mit den Worten "O'zapft is", und erst nach dem ersten Schluck des Ministerpräsidenten beginnt dann auch der Bierausschank an das gemeine Volk (zumindest im Festzelt Schottenhamel).
Legendär ist der allererste Anzapftermin vom 16. September 1950 im Schottenhamel: damals benötigte Oberbürgermeister Thomas Wimmer 19 Schläge (Negativrekord), um das Bier zum Fließen zu bringen. Als dann nach dieser Schwerstarbeit das Bier endlich floß, verkündete der „Wimmer Dammerl“ erstmals das heute traditionelle „Ozapft is!“.
„Izapft os“ verkündete OB Erich Kiesl (CSU) bei seinem zweiten Anzapftermin im Jahre 1978. Er hatte das wichtige "Ozapft is" nach einem Bierbad beim ersten verunglücktem Anzapfen im Vorjahr komplett vergessen. Bei seinem zweiten Termin rief er dann vor lauter Aufregung „Izapft os“.
Den ersten festlichen Einzug eines Wirtes mit Blaskapelle und Pferdegespannen wagte im Jahre 1879 der legendäre Steyrer Hans, ein bayrischer Metzger und Wirt, bekannt auch als "bayrischer Herkules". Er zog von seiner Gastwirtschaft in der Tegernseer Landstrasse auf einem mit Bierfässern beladenen Vierspänner, gefolgt von sieben Zweispännern mit der Musik und dem Personal Richtung Theresienwiese, wo er dann aber schon vor dem Ziel von der Polizei gestoppt wurde, und nach einem Gerichtsverfahren einhundert Mark wegen "Störung der öffentlichen Ordnung" bezahlen musste. In den Folgejahren wiederholte der Wirt das ganze aber dann mit Genehmigung, es ist heute Oktoberfest-Tradition.
Wiesn Platzkonzert
  • Der traditionelle ökumenische Oktoberfest- und Gedenkgottesdienst findet am Donnerstag der ersten Wiesnwoche am Vormittag um 10 Uhr statt.
  • Am mittleren Wiesnsonntag ab 11 Uhr Vormittags findet das "Wiesn Platzkonzert" sämtlicher Kapellen der Oktoberfestzelte mit insgesamt ca. 300 Musikern zu Füßen der Bavaria statt. Es ist weltweit eines der größten Blasmusikkonzerte und wurde in den Vorjahren vom bayerischen Rundfunk aufgezeichnet und zeitversetzt gesendet, im Jahre 2009 wird es das erste mal Live über den Sender ausgestrahlt. Gespielt werden traditionelle Blasmusik und beliebte Märsche.
  • Das Böllerschießen findet am letzten Wiesnsonntag Mittags um Zwölf auf den Stufen zur Bavaria statt. Anlass für den lautstarken großen Salut ist die Siegerehrung des Oktoberfest-Landesschießens des Bayerischen Sportschützenbundes.


Die Bierhallen[Bearbeiten]

Armbrustschützenzelt

Öffnungszeiten[Bearbeiten]

MUC OFest SchildPschorr 2013.JPG

Die Bierzelte: wochentags: 10.00 Uhr bis 22.30 Uhr, Sa., sonn- und feiertags: 9.00 Uhr bis 22.30 Uhr. Die Zelte werden recht rigoros bis um 23.30 Uhr geräumt. Käferzelt und Weinzelt haben bis 1.00 Uhr geöffnet, ein Wechsel zu vorgerückter Stunde ist aber wegen Überfüllung in der Regel sinnlos. Besser für den, der die After-Wiesn noch in die Nacht weiterfeiern will: bereits vor dem offiziellen Ende um 22.30 Uhr das Zelt verlassen, denn da gibt es noch Taxis, die U-Bahn ist auch noch nicht ganz so voll und man kommt auch noch durch den Einlass der angesteuerten Kneipe.

Einlass in die Bierhallen[Bearbeiten]

Wer keine Einlassmarken zum Zelt hat, kann versuchen sich bereits vor der Bierzeltöffnung in die Warteschlange zu stellen, um einen freien Platz zu ergattern, aber an den Wochenenden sind die Eingänge der Zelte oftmals wegen Überfüllung bereits ab 9 Uhr vormittags verrammelt. Die Biergärten um die Zelte (im Freien, ohne Überdachung) sind ohne Einlassmarken zugänglich und bei schlechtem Wetter nicht so voll wie das Zeltinnere, bei Sonnenschein ist es genau umgekehrt. Ein Großteil dieser Biergartenbereiche ist mit Heizstrahlern beheizt.

Zugang für Behinderte[Bearbeiten]

Alle Bierzelte und Festbetriebe haben behindertengeeignete ebenerdige Zugängen bzw. Rampen, in allen Bierzelten gibt es für Rollstuhlfahrer geeignete Plätze.

Reservierungen[Bearbeiten]

MUC OFest SchildPaulaner 2013.JPG
Hippodrom
Festhalle

Die Platzreservierung erfolgt direkt bei den Wirten der Bierzelte. Die Reservierung selbst ist kostenlos, pro Platz sind aber zwei Biermarken und eine Hendlmarke abzunehmen (Preis 2012: ca. knapp 30 Euro. Es gibt eine "Mittagsschicht" und eine "Abendschicht", Schichtwechsel ist 17 Uhr bzw. 18 Uhr. Die besten Chancen auf Zuteilung bestehen für die Mittagsschichten, hier sind oft noch Plätze während der bereits laufenden Wiesn zu haben, die geringsten Chancen bestehen am Wochenende wegen dann stark begrenzter Gesamtzahl der Reservierungen. Ebenfalls hoch begehrt sind Reservierungen am Abend, hier sollte die Reservierungsanfrage daher spätestens in Frühjahr vor Beginn der Zuteilungen eingegangen sein.

Wiesnplätze (Platzreservierungen im Zelt) beim Discounter wie Lidl, Aldi oder verschiedenen Reiseveranstaltern gibt es gehäuft seit der Saison 2011, meist in Kombination mit einer Übernachtung im Hotel. Für die Wiesnplätze ist zu beachten, dass es sich hier fast immer um Plätze für die Mittagswiesn an den Werktagen handelt, ab 17 Uhr muss also der Platz für die Abendreservierungen aufgegeben werden.

Preise[Bearbeiten]

im Hofbräu

Der Preis für die Mass Bier auf dem Oktoberfest ist ein wichtiges Politikum in der Stadt und wird bei der Bekanntgabe im Juli vor dem Wiesnbeginn vieldiskutiert: Er liegt 2013 zwischen 9,40 € und 9,85 €, das ist im Vergleich ein leichter Zuschlag gegenüber dem Preisniveau in Münchens Fussgängerzone. Üblicherweise sind die Krüge nur ca. 1-2 Fingerbreiten bis unter die Litermarke gefüllt, was den tatsächlichen Literpreis noch etwas erhöht.

Das Liter Limo, Wasser oder Cola (gibts auch im Maßkrug) ist nur wenig billiger. Wer etwas Trinkgeld gibt, erhöht bei starkem Andrang (das ist: fast immer) seine Chancen auf eine schnelle Bedienung. Die Preise zwischen den verschiedenen Zelten variieren geringfügig. Das halbe Wiesn-Hendl kostet günstigstenfalls um die neun Euro ohne Beilage, dazu empfiehlt als Beilage zum Beispiel die große Wiesn-Brezn für ca. 3,50 €.

Unter der Woche um die Mittgagszeit gibt es verschiedentlich auch Sonderangebote, z.Bsp. die halbe Weißbier mit Mittagsessen für um die 6,50 € (2012) im Familienbereich in der Schaustellerstrasse;

Die großen Bierhallen[Bearbeiten]

5830 Plätze im Zelt, 1600 Plätze im Freien;
Mit echter Schützenanlage, auf der während des Oktoberfests jedes Jahr die deutschen Meisterschaften im Armbrustschützenschießen stattfinden;
Festwirt ist Peter Inselkammer, er stammt aus einer "Braudynastie" und ist der Bruder des Brauereibesitzers der Brauerei in Aying. Ausgeschenkt wird aber Paulaner Bier, da nur Münchner Brauereien auf dem Oktoberfest zugelassen sind.
Augustiner mit Bierturm
MUC OFest SchildAugustiner 2012.JPG
Augustiner Bier, 6000 Plätze im Zelt, 2500 Plätze im Freien;
Sehr familiäre und münchnerische Atmosphäre mit Münchner Publikum;
Die Augustinerbrauerei schenkt als einzige auf der Wiesn noch aus echten Holzfässern, den Hirschen, aus;
Der Bierturm ist 30 Meter hoch und wurde 2010 erstmals wieder aufgestellt, er knüpft an eine alte Tradition des Augustiner-Bierturms an, diese standen schon von 1926 bis zum Zweiten Weltkrieg an der Augustiner-Bierhalle. Der Turm hat auch eine echte Funktion: im ersten Stock befindet sich ein Bierfasslager, für "Externe" ist er aber nicht zugänglich.
Hacker-Pschorr; 6200 Plätze im Zelt mit empfehlenswerter Terrasse, zelteigene Jodlerin; 2200 Plätze im Freien, erster Wiesensonnntag ist "Gay Sunday";
Augustiner Bier; 3400 Plätze im Zelt;
Spezialität ist natürlich der Steckerlfisch, es gibt aber auch Austern und Shrimps; Zweiter Wiesenmontag ist "Gay Monday";
Hackerzelt, Himmel der Bayern;
Hacker-Pschorr; 6950 Plätze im Zelt, 2400 Plätze im Freien;
"Der Himmel der Bayern" gehört zu den eher traditioneller ausgerichteten Festzelten;
Bier der Spatenbrauerei; 3200 Plätze im Zelt, 1000 Plätze im Freien;
Sehr hoher Promi-Faktor, es soll Oktoberfestbesucher geben, die zuschauen und sich darüber amüsieren, wie die Möchtegernprominenz nicht reinkommt; bis vor wenigen Jahren noch mit echten Pferden; Champagnerbar;
Seit der Saison 2013 ist das traditionelle Hippodrom ein Teil der Oktoberfestgeschichte. Der Name ist seit 1902 und damals noch als Pferdepalast auf der Wiesn vertreten, eine Schankkonzession gab es seit 1905, das Festzelt entwickelte sich zum Treff des gehobenen Bürgertums. Wiesnwirt im Hippodrom war seit 1995 der Promiwirt Sepp Krätz, er wurde im Frühjahr 2014 wegen Steuerhinterziehung verurteilt und erhielt anschließend vom Wirtschaftsreferat der Stadt München keine Verlängerung seiner Konzession. Neuer Wiesnwirt im neuen Zelt an Stelle des alten Hippodroms werden ab 2014 die Wirtsleute Siegfried und Sabine Able, bisher schon auf dem Oktoberfest in der Kalbskuchl. Weil Sepp Krätz die Rechte am Namen Hippodrom für sich selber hatte schützen lassen, wird das neuen Wiesnzelt künftig "Marstall" heißen.
Hofbräu Festzelt
Festhalle
MUC OFest SchildHB 2012.JPG
Bier vom Hofbräuhaus; 4500 Sitzplätze innen, 1000 im Stehbereich: Außen 1.500 auf den Balkonen und 3000 im Biergarten;
Im Hofbräuhaus trifft sich vor allem internationales Publikum mit einem Schwerpunkt auf den englischsprachigen Ländern wie Amerikaner und Neuseeländer.
An die Gepflogenheiten der Gäste angepasst ist der eigene Stehbereich um die Bühne.
Das Hofbräuzelt ist eines der vielbesuchtesten Zelte auf der Wiesn überhaupt und daher auch fast immer dasjenige, das den Innenbereich wegen Überfüllung als erstes schließt.
Paulaner Bier; 1900 Plätze im Zelt, 1000 Plätze im Freien;
Das Zelt mit dem vielleicht höchsten Promi-Faktor, der Innenbereich ist abends ohne Einlassmarke so gut wie nicht zugänglich, gehobene Gastronomie und etwas länger als die übrigen Zelte bis 0.30 Uhr geöffnet;
Bier vom Löwenbräu; 5700 Plätze im Zelt, 2800 Plätze im Freien;
Hier brüllt der Löwe als Figur groß vor dem Zelt, die Löwen-Fans (1860'er) im Zelt, und dann auch so mancher Italiener;
Ochsenbraterei
Spaten Bier; 5900 Plätze im Zelt, 1500 Plätze im Freien;
Spezialität ist der am Stück gegrillte Ochs, insgesamt werden um die 100 Stück, alle mit einem eigenen Vornamen versehen, verspeist.
Schottenhamel
Festhalle Schottenhamel
Spaten Bier; 6000 Plätze im Zelt, 4000 Plätze im Freien;
Hier findet der traditionelle Bieranstich statt, der Schottenhamel ist seit 1867 auf der Wiesn und damit auch das das älteste Zelt. Der Anfang der Bierhalle war eine kleine Bierbude für 50 Personen, im Jahre 1908 fasste das Zelt aber bereits 8000 Personen, daher wurden damals sogar Vorlesungen durch den Rektor der Universität im Bierzelt abgehalten. Seitdem ist der Schottenhamel recht beliebt bei den Studenten und Studentenverbindungen, das Publikum ist recht jugendlich.
Löwenbräu; 5400 Plätze im Zelt;
Der Name kommt von den 110 Schießstände an denen die Sportschützen ihr traditionelles Oktoberfestschießen austragen. Küchenspezialität sind Spanferkel in Malzbiersauce.
Wein, Sekt Champagner, bis 21 Uhr auch Weißbier, Paulaner Bier; 2500 Plätze im Zelt, 500 Plätze im Freien;
Paulaner Bier; 8450 Plätze im Zelt, 2450 Plätze im Freien;
Kennzeichen für das Winzerer Fähnd'l ist der Maßkrug auf dem Turm; Biergarten südseitig; etwas reiferes Publikum;

Die übrigen Bierzelte[Bearbeiten]

Augustiner Bier; 450 Plätze im Zelt, 450 Plätze im Freien;
Ammer ist bereits seit 1895 auf der Wiesn und bezeichnet sich als älteste Hühnerbraterei der Welt, es gibt ausschließlich Hendl aus kontrollierten Bio-Betrieben;
Paulaner Bier, 320 Plätze
Spezialität ist die Heimer-Ente
Paulaner Bier, 360 Plätze
Hacker-Pschorr, 350 Plätze
Hacker-Pschorr, 320 Plätze
Paulaner Bier, 365 Plätze im Zelt, 100 Stehplätze im Freien

Café- und Weinzelte[Bearbeiten]

Cafe Kaiserschmarrn

Einige der Zelte haben eine Stunde länger als die großen Zelte und bis 23.30 Uhr geöffnet.

  • 23 Café Mohrenkopf (hauseigene Backstube, Wein, Prosecco, Sekt, Champagner und Cocktails).
Franziskaner Weissbier, 90 Plätze im Zelt;
  • 25 Schiebl's Kaffeehaferl. von 10 bis 12 Uhr verschiedene Frühstücksvariationen
ruhigeres Zelt mit eher familiärer Atmosphäre;
  • 26 Wiesn Guglhupf (Café-Dreh-Bar).

Die Schausteller[Bearbeiten]

Alex Airport

Die Schausteller, Fahrgeschäfte und Verkaufsstände haben täglich von 10 Uhr bis 23.30 Uhr geöffnet, Freitags und Samstags bis 24 Uhr.

Die Fahrpreise werden von den Schaustellern nicht veröffentlicht, sondern nur am Fahrgeschäft angeschlagen, sie variieren von Geschäft zu Geschäft, ebenso die Fahrtdauer je nach dem Andrang nach Tag und Uhrzeit. Das Oktoberfest ist dabei sicher nicht preisgünstiger als andere Volksfeste. Während Fahrten mit dem Autoscooter oder ein einfaches Kettenkarusell noch für drei bis fünf Euro zu haben sind, liegen die Fahrpreise der spektakulären Fahrgeschäfte manchmal deutlich näher an der zehn Euro Marke, als bei fünf Euro. Zum abendlichen Hauptandrang am Wochenende liegen die Fahrzeiten auch meist deutlich unter denen vom Nachmittag an den Werktagen.

Eine Auswahl aus den mehr als 200 Fahr -Schau- und Belustigungsgeschäften:

  • 1 Riesenrad. : 50 Meter Höhe, 40 oder 20 Gondeln mit 10 Personen pro Gondel, darunter 2 rollstuhlgerecht bei 540 Tonnen Gewicht und 1979 von der Firma Schwarzkopf erbaut. Von oben hat man tagsüber und auch am Abend einen guten Überblick über das gesamte Oktoberfest.
  • 2 Olympia Looping (5-er Achterbahn). . Größte transportable 5er Loopingbahn der Welt, seit 1989 auf dem Oktoberfest. Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h, 1.250 Meter Bahnlänge und fünf zwischen 12 und 20 Meter hohe Loopings.
  • 3 Alex Airport (Star Flyer 48). . Transportabler 55 m hoher Kettenflieger mit 24 Auslegern für 48 schwindelfreie Fluggäste und einer Drehgeschwindigkeit von bis zu 80 km/h;
  • 4 Power Tower II. Mit circa 70 Metern Höhe der größte transportable Freifallturm der Welt, in knapp fünf Sekunden mit etwa 80 Stundenkilometern nach unten abstürzen.
  • Weißbierkarussel, Kombination aus Fahrgeschäft und Weißbierausschank, die Runde dauert acht Minuten. Schwindelgefühle nach längerer Fahrt lassen sich also nicht unmittelbar auf die Rotationsgeschwindigkeit zurückführen

historische Fahrgeschäfte[Bearbeiten]

Toboggan

Einige der historischen Fahrgeschäfte haben ihren Platz an familienfreundlicher Stelle auf der Oide Wiesn gefunden.

  • 5 Toboggan. , Turmrutschbahn und schnell laufendes Förderband für den Aufstieg mit hohem Stolperfaktor. Das Fahrgeschäft ist seit 1933 auf der Wiesn und damit eines der ältesten Fahrgeschäfte, es wird auch nur noch zum Oktoberfest aufgebaut und ist damit einmalig in Deutschland.
  • Der 6 Vogelpfeifer. hat seinen Stand unterhalb der Bavaria und verkauft Vogelpfeifen, es ist der kleinste Wiesnstand;
  • Pemperlprater. nach dem Baujahr das älteste Karussel der Welt: Den Urprater fertigte der Passauer Schuhmacher Engelbert Zirnkilton in den Jahren 1826 bis 1829 mit 16 hangeschnitzten Rössern und mit einer Ringelstechvorrichtung für die äußere Reiterreihe. Das Karusell kam 1830 auf der Passauer Maidult erstmals zum Einsatz und wurde lange Zeit von den Karussellschubsern angetrieben, das waren junge kräftige Buben die sich so Freifahrten verdienten. Erst seit 1926 ist der Pemperlprater elektrisch und stand noch bis in die 1990er auf der Passauer Innpromenade, bevor er aus Platzgründen abgebaut werden mußte. Seitdem reist das Kleinod aus der Biedermeierzeit zu verschiedenen Orten in Deutschland und Europa. Das Karusell gehört heute dem VdK-Sozialverband, seit einer Sanierung im Jahre 2007 ist es auch für Kinder mit Rollstuhl geeignet.
Krinoline
  • Krinoline. : Nostalgiekarusell mit zugehöriger Blaskapelle, eines der ältesten Wiesngeschäfte und sie gibts auch nur noch hier: das Karusell mit der schwan­ken­den Platt­form als ein "Reifrock" wurde 1924 zum ers­ten Mal auf dem Oktoberfest aufgestellt. Erst seit 1938 wird sie elek­tro­me­cha­nisch an­getrieben, zuvor wurde sie von jungen und starken Männern händisch angeschoben.
  • 7 Schichtl. Tel.: +49 (0)89 5007 72 85 (Wiesnbüro), (0)89 759 64 53 (sonst). ; nostalgisches "Variete" mit allerlei Kuriositäten, darunter auch täglich mehrmals die Enthauptung einer lebendigen Person mittels Guillotine, unter den vielen geköpften waren auch schon OB Christian Ude, Schauspieler Heiner Lauterbach und auch der Kabarettist Ottfried Fischer.
Gegründet wurde das Wiesn-Variété 1869 von Michael August „Papa“ Schichtl, es ist damit ältester Stand auf der Wiesn und gehört zum Pflichtprogramm eines Wiesnbesuchs. Den Werbespruch "Auf geht’s beim Schichtl" als Teil in der Vorstellung der Schichtl-Truppe und als die Überleitung in das eigentliche Programm kennt jeder Münchner Oktoberfestbesucher, er steht auch für das Oktoberfest als Ganzes und ist im Münchner Raum ein Teil der Alltagssprache. Seit 2001 gibt es beim Schichtl auch ein angeschlossenes Wirtshaus.
  • 8 Nostalgie-Geisterbahn. : familienfreundliches Gruseln, erstmals 1933 auf der Wiesn.
Russenrad
  • 9 Russenrad. : eines der letzten noch betriebenen Holzriesenräder bei einer Höhe von 14 Metern und mit 12 Gondeln. Das Rad dreht sich zur Musik aus einer original 69 Bursens Tanzorgel Baujahr 1924 aus Antwerpen. Das Riesenrad wurde bei der Karus­sell­fabrik Gundelwein in Wutha/ Thü­rin­gen gebaut und 1925 in Betrieb genommen, auf dem Oktoberfest ist es seit 1936 dabei. Bis um 1960 galt es als das größte trans­por­table Rie­sen­rad Süddeutschlands.

Oide Wiesn[Bearbeiten]

Die "Oide Wiesn" fand, zunächst noch als "Jubiläums-Wiesn 2010" zum 200. Geburtstag des Oktoberfestes erstmals statt und war zunächst nur als einmalige Veranstaltung geplant. Auf dem Südteil der Theresienwiese wurde in einem gesonderten Areal eine historische Wiesn mit alten Karussellen, einem Ausstellungszelt des Münchner Stadtmuseums, einem Tierzelt des Tierschutzvereins, einem historischen Festzelt, einem Museumszelt mit historischen Wiesn-Objekten und einem Kulturzelt "Herzkasperl" mit Schuhplattler, Goaslschnoitzer und bayerischer Volksfestatmosphäre veranstaltet. Der Nostalgiespaß kostete 4 € Eintritt.

historische Kirmesorgel

Aufgrund des positiven Echos in der Münchner Bevölkerung wird das ganze ab 2011 aber als "Oide Wiesn" eine ständige Oktoberfestveranstaltung, die vom Charakter her traditioneller ausgerichtet und mit einer ruhigeren Gangart ein Gegenpol zur internationalen Partyatmosphäre in den übrigen Zelten sein soll.

Der Platz für die "Oide Wiesn" bleibt der Südteil der Theresienwiese (in Nähe des Riesenrades), alle vier Jahre (nächstmals 2016, 2020 ...) muss daher die "oide Wiesn" entfallen und Raum für das Zentrale Landwirtschaftsfest (ZLF) machen, das an dieser Stelle dann doch die noch älteren Platzrechte hat.

Der Eintritt zur "Oiden Wiesn" beträgt drei Euro bei ganztägigem Wiedereinlass (Band). Insgesamt gibt es hier rund 30 Geschäfte und Betriebe, der Fahrpreise für die Nostalgie-Fahrgeschäfte (Karusells etc.) beträgt generell 1.- €. Die Essens- und Getränkepreise unterscheiden sich nicht von der übrigen Wiesn. Allgemein sind die Zelte der Oiden Wiesn nicht so überfüllt wie die übrigen Zelte, die Chancen auf eine Sitzplatz sind hier höher. Die Zelte sind von 10.00 bis 22.00 Uhr geöffnet.

Museumszelt
  • Festzelt Tradition. . Größtes Festzelt auf der Oiden Wiesn mit großem Biergarten.
Augustiner Bier im Steinkrug;
8.000 Sitzplätze (Innen- mit Aussenbereich);
  • Herzkasperlzelt. Tel.: +49 (0)89 5007202 (Wiesnbüro). . Täglich wechselndes Programm als Mix aus moderner Volksmusik mit Kleinkunst, die Stimmung entspricht mehr einem Wirtshaus.
Bier vom Hacker-Pschorr;
1.500 Sitzplätze im Zelt, 1.000 Sitzplätze außen,
  • Museumszelt. . Im und am Zelt sind historische Exponate um die Wiesn zu sehen, so eine Auswahl an Kirmesorgeln und auch Traktoren und alte Schaustellerfahrzeuge. Zum Essen und Trinken gibt es aber auch.

After Wiesn[Bearbeiten]

Riesenrad

Die Wiesn grenzt an zwei Stadtbezirke, siehe dazu auch allgemein die Abschnitte zum Nachtleben in der Ludwigsvorstadt und in der Schwanthalerhöhe.

Im unmittelbaren Umfeld Zwischen Theresienwiese und Hauptbahnhof gibt es einige Kneipen mit After-Wiesnparty, zum Teil mit Live-Musik, größtenteils aber aus der Musikkonserve;

Nach Wiesnschluss zum Weiterfeiern außerdem leicht erreichbar sind:

  • Leicht zu finden und unmittelbar am ausgeschilderten Eingang zur U-Bahnstation Goetheplatz befindet sich das Lindwurmstüberl (zum Oktoberfest bis 03 Uhr geöffnet).
  • Münchens "Feierbanane" ist das Areal des Altstadtrings vom Sendlinger Tor, Sonnenstraße über Stachus bis zum Maximiliansplatz mit zahlreichen Clubs und Diskotheken, es ist zu Fuß vom Oktoberfestgelände in 10 - 15 Minuten erreichbar. Allerdings gilt hier, dass sowieso schon ganzjährig ein starker Andrang herrscht, umsomehr zur Wiesnzeit.
Kettenkarusell
  • Seit 2008 gibt es das „Das Wiesnzelt“ im Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz, es bewirbt sich als das "15. Wiesnzelt". Hier sind allerdings, wie bei den "echten" Wiesnzelten auch, Tischreservierungen erforderlich, es ist für die spontane After Wiesn daher weniger geeignet.

Am Wochenende, bei schönem Wetter und bei einer überfüllten Wiesn, sind auch hier nach dem Wiesnschluss die Betriebe sehr schnell überfüllt. Neuerdings wird auch immer öfter Eintritt für die Veranstaltungen verlangt (ca. 10 Euro und auch mehr). Bei starkem Andrang erleichtert eine oktoberfestgemäße Kleidung (Tracht oder das, was man dafür hält) den Einlass, gelegentlich wird aber auch das Gegenteil gewünscht.

Generell gilt, dass viele Betriebe extra zum Oktoberfest ihre Preise erhöhen und anpassen, deutliches Indiz hierfür ist eine "Wiesn-Karte" bei Speisen und Getränken.

Trachten- und Schützenzug[Bearbeiten]

Trachten- und Schützenzug

Der Trachten- und Schützenzug am ersten Wiesensonntag findet seit 1835 zu Ehren der Silberhochzeit von König Ludwig I. und Therese von Bayern statt. Der Umzug ist mit über 8.000 Mitwirkenden aus dem In- und Ausland weltweit der größte seiner Art zum Thema Trachten und Brauchtum. Die Parade von über 150 Gruppen wird von der ARD und weiteren Fernsehprogrammen weltweit ausgestrahlt.

Der Start ist um 10 Uhr unterhalb des Maximilianeums in der Maximilianstraße, die Strecke führt über den Odeonsplatz durch die Münchner Innenstadt entlang der Pacellistraße und Maximiliansplatz zum Stachus (Karlsplatz), und über die Sonnenstraße, Schwanthalerstraße und die Paul-Heyse-Straße zur Oktoberfestwiese. Der Umzug dauert ca. zwei Stunden. Bei schönem Wetter ist auch hier mit starkem Besucherandrang entlang der Route zu rechnen, die besten (vorderen) Plätze sind schnell besetzt.

Der erste Trachten- und Schützenzug nach dem Krieg fand 1949 statt.

Unterkunft[Bearbeiten]

Hinsichtlich der Unterkunft ist München sowieso schon ein teures Pflaster, und für das Oktoberfest gilt, dass die Übernachtungsmöglichkeiten oftmals sehr früh ausgebucht sind. Zum Oktoberfest gelten auch in dem meisten Betrieben deutlich erhöhte Preise. Übernachtungsmöglichkeiten siehe bei den Münchner Stadtteilen.

Wer keinen besonderen Wert auf Schlafkomfort legt, hat im Jugendübernachtungscamp The Tent (im benachbarten Stadtteil Nymphenburg) vielleicht die preiswerteste Möglichkeit für ein reguläres Lager in München überhaupt.

Wiesn Camp[Bearbeiten]

Das Wiesn-Camp ist eine Zelt­stadt nur zur Wiesnzeit, sie befindet sich im Olym­pi­schen Reit­sta­di­on in Mün­chen-Riem und richtet sich vor al­lem an jün­ge­re Wiesnbesucher und an Leu­te mit einem schma­len Geld­beu­tel. Der Mietpreis für ein Viermann-Zelt beträgt unter der Woche 60 Eu­ro pro Nacht und am Wochenende 70 Eu­ro pro Nacht, plus einer Kaution von 50.- €. Inclusive sind Toi­let­ten und Du­schen, so­wie ein Tag- und Nacht-Si­cher­heits­dienst. Angemietet werden können auch Parkplätze, Isomatten und Wohnwägen für vier Personen (ab 140 € /Nacht), außerdem gibt es auch Gastronomie in einem (kleinen) Bierzelt. Das Publikum ist international, die Italiener sind die Mehrzahl. Buchung mindestens fünf Tage vorher erforderlich.

Die Entfernung zur Wiesn beträgt ca. gut 20 Minuten mit dem MVV (S-Bahn S2 von Riem bis Hauptbahnhof und dann noch eine Station zur Wiesn mit der U4/U5).

  • 1 Wiesn Camp, Schichtlstraße 46-48, 81929 München (Olympische Reitanlage München Riem). Tel.: +49 (0)89 55079000, Fax: +49 (0)89 55079008. Geöffnet: nur zum Oktoberfest.

Sicherheit[Bearbeiten]

Taschendiebstahl ist während des Oktoberfestes das größte Sicherheitsrisiko für unbedarfte Touristen. Das gilt nicht nur auf der Wiesn, sondern überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen, also auch in der Fussgängerzone am Marienplatz. Im Jahre 2011 vermeldete die Polizei eine Steigerung von 45 Prozent bei den Taschendiebstählen.

Eine der allerneuesten Maschen der Trickbetrüger ist der Verkauf gefälschter Zelt-Einlaßmarken über das Internet: Einlassmarken gibt es nur direkt bei den Wiesnzelten, der Weiterverkauf über das Internet ist verboten und wird von den Wirten mit Hausverbot bestraft.

Außerdem sollte man sich schlauerweise auf der Wiesn aus Bierzeltraufereien und anderen Konflikten tunlichst heraushalten. Vergessen Sie Ihren Stolz und gehen Sie weiter, wenn man Sie in eine Auseinandersetzung hineinziehen will. Ganz so schlimm wie am berüchtigten "Maurermontag", das war der zweite Wiesenmontag, an dem sich die Handwerkergesellen oft recht handgreiflich amüsierten, ist es aber heute Dank starker Polizeipräsenz nicht mehr.

Vorsicht auch mit dem Sicherheitspersonal in den Bierzelten: die Burschen sind nicht zimperlich und packen kräftig zu.

Leider gilt für Frauen, die auf und um die Wiesn herum allein unterwegs sind, nachweislich ein erhöhtes Sicherheitsrisiko, so wie auf allen anderen vergleichbaren Veranstaltungen auch. Die Anzahl der sexuellen Übergriffe während der Wiesn (auf und um die Festwiese herum) ist leider deutlich höher als im Jahresdurchschnitt. Es empfiehlt sich daher für Frauen zu später Stunde möglichst nicht alleine auf der Wiesn unterwegs zu sein und den Heimweg nachts nicht alleine anzutreten. Das Geld für ein Taxi ist hier mehr als sinnvoll investiert.

Auch die Herren der Schöpfung sind zu später Stunde potentielles Opfer ihrer Phantasie: Nicht jede weibliche Schönheit, die sich auf ein scheinbares Techtelmechtel einlässt, will auch tatsächlich ein solches. Der Alkohol trübt die Sinne. Die Polizei registriert in den letzten Jahren eine zunehmende Anzahl von Taschendiebstählen an Betrunkenen durch weibliche Täter. Der Hang an der Theresienhöhe, an dem viele Betrunkenen ihren Rausch ausnüchtern und ausschlafen, wird auch deshalb extra videoüberwacht.

Verkehrsregelung / Sicherheitskonzept[Bearbeiten]

Straßenbarriere

Das über Jahrzehnte entwickelte allgemeine Sicherheitskonzept zum Oktoberfest sieht zum Schutz vor Terroranschlägen drei Sperr-Ringe um die Theresienwiese, Zugangskontrollen und ein Flugverbot über der Festwiese vor:

Bereits in den äußeren Sperrbereich (Lindwurmstraße, Herzog-Heinrich-Straße und Paul-Heyse-Straße, Schwanthalerstraße, Schießstättstraße, Heimeranstraße, Ganghoferstraße, Hans-Fischer-Straße und Poccistraße) ist die Einfahrt mit Fahrzeugen nur noch für berechtigte Anlieger mit Ausweis möglich, auch Taxis dürfen nicht einfahren.

Im Inneren Sperr-Ring unmittelbar an der Theresienwiese mit den 19 direkten Zufahrten auf die Veranstaltungsfläche sind Sperren und Abweisvorrichtungen aufgebaut, die eine direkte und unkontrollierte Zufahrt verhindern sollen.

Besucher / Fußgänger müssen in diesem inneren Bereich mit einer Gepäckkontrolle rechnen.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Übersicht

Orientierung[Bearbeiten]

Die Wiesn besteht im Wesentlichen aus vier großen Achsen in rechteckiger Anordnung:

  • Die Wirtsbudenstraße an der Westseite/ Theresienhöhe mit den Bierzelten und nordseitig dem Wiesn-Haupteingang;
  • Die Schaustellerstraße an der Ostseite mit den Schaustellerbuden und Fahrgeschäften;
  • Die Quer-Verbindungsstraße an der Südseite ist die Matthias Pschorr-Strasse mit der Bavaria;
  • Die Quer-Verbindungsstraße an der Nordseite mit dem Eingang zum U-Bahnhof Theresienwiese (Südausgang);

Zwischen der Wirtsbudenstraße und der Schaustellerstraße befinden sich weitere kleinere Verbindungsstraßen (Straßen 1 bis 4), entlang der Zeltseiten sind zeltaußerhalb immer kleinere Durchgänge (Flucht- und Rettungswege) eingerichtet;

Deutliche und weit über die Wiesn sichtbare Markierung für den U-Bahn Eingang an der Nordseite ist der gotische Turm der Paulskirche, die Bavaria und das Riesenrad sind in etwa gegenüber auf der Südwestseite der Wiesn.

Die beste Aussicht über die Wiesn hat man aus der Bavaria auf der Theresienhöhe (Einlass während des Oktoberfests bis 19.30 Uhr verlängert), vom Riesenrad und vom Turm der Paulskirche (nur während des Oktoberfests geöffnet: nachmittags und abends bis 21 Uhr).

Offizieller Wiesnplan mit allen Geschäften für das Jahr 2013 auf münchen.de (pdf)

Verschiedenes[Bearbeiten]

Oktoberfest Hinweistafeln.JPG
  • Der Servicebereich (Behördenhof, 48° 7′ 56″ N 11° 32′ 50″ O) mit Polizei, Fundbüro, Sanitätern etc, befindet sich unmittelbar an der Theresienhöhe (Westseite) hinter dem Festzelt Schottenhamel.
  • Kinder unter sechs Jahren dürfen sich bis 20 Uhr in den Zelten aufhalten (in Begleitung ihrer Eltern).
  • Ein Familienbereich (Familien Platzl) mit familiengerechten Schaugeschäften und Kinderkarusell, Ponyreiten und Kinderwagengarage befindet sich in der Mitte der Schaustellerstraße bei Straße 3 (48° 7′ 56″ N 11° 33′ 8″ O). Bei der Stadtinformation der Stadt München und an den offiziellen Souvenierständen auf dem Festgelände gibt es einen kostenlosen Plan mit kindgerechten Fahrgeschäften und Serviceangeboten.
  • Familiennachmittage sind die beiden Dienstage von 12 - 18 Uhr mit Sonderpreisen in vielen Fahrgeschäften, Imbissbuden und Süßigkeitenständen. Allerdings sind die kindergerechten Fahrgeschäfte dann oft auch überlaufen.
  • Kinderwagen sind wegen des enormen Andrangs nur von Sonntag bis Freitag auf dem Festgelände bis 18.00 Uhr erlaubt, an Samstagen generell untersagt. Überhaupt kann wegen des ständigen Gedränges von der Mitnahme sonstiger sperriger Gegenstände wie z.B. großer Taschen nur abgeraten werden.
Einzige Ausnahme: Die Oide Wiesn darf (ab 2013) mit dem Kinderwagen besucht werden, wenn man das Gelände von Süden her betritt.
  • Eine Gepäckaufbewahrung (auch Kinderwagenabgabe) gibt es am unmittelbar am Südausgang U-Bahnhof Theresienwiese (48° 8′ 6″ N 11° 33′ 4″ O);
  • Bankomaten gibt es am Südausgang des U-Bahnhofs Theresienwiese und im Servicebereich / Behördenhof an der Theresienhöhe (siehe vor).
  • Tiere (einschließlich Hunde) sind nicht erlaubt.
  • Der Verkauf von Stehmaßen ist dem Personal verboten, wer also in den Festzelten eine Maß Bier will braucht vorher einen Sitzplatz.
  • Nach dem Volksentscheid im Juli 2010 gilt in Bayern das strengste Rauchverbot in Deutschland. Bereits seit der Wiesn 2010 ist das Rauchen in den Zelten nicht mehr gestattet. Es gibt in den Bierzelten spezielle Raucherbalkone oder nur von innen zugängliche Raucherecken im Außenbereich.
  • Das Tanzen auf den Bänken ist im Arenabereich der Zelte (am Abend mit Kollektivzwang) üblich, das Tanzen auf den Tischen wird aus Sicherheitsgründen vom Ordnungspersonal rigoros unterbunden. Wer trotz Abmahnung wiederholt auf dem Tisch tanzt riskiert den Zeltrausschmiss. Im Galeriebereich der Zelte ist auch das Tanzen auf den Bänken untersagt.
  • Das Einschlafen am Tisch (zum Beispiel aus Übermüdung) hat ebenfalls Zeltverweis durch den Ordnungsdienst (nach dem Wecken) zur Folge. Frei zugänglicher und auch gebräuchlicher Ausnüchterungsplatz für ermüdete Trinker ist der Hang an der Theresienhöhe hinter dem Hofbräuzelt.
  • Seit 2012 ist das Mitbringen von Getränken in Glasflaschen, vor allem wegen der gefährlichen Glasscherben verboten, Bier in Flaschen selber mitbringen geht also nicht mehr.

Auch wenn es nicht gleich jedem auffällt: Die Gebäude unmittelbar an der Theresienwiese gehören teilweise zu einem Wohngebiet, für die Anwohner am Oktoberfest gilt während der Wiesn eine besondere Art von Ausnahmezustand: Sie haben fast rund um die Uhr mit Verkehrsproblemen, Parkplatznot, Lärm, Radau und den Wiesn-Hinterlassenschaften wie z.Bsp. den abendlichen Bierleichen in den Vorgärten, jeglicher Art von Körperausscheidungen und einer Riesenmenge an Müll zu kämpfen. Viele der Anwohner nehmen sich zur Wiesn eine Auszeit, schließen ihre Wohnung zu und ziehen einfach weg. Ein Appell vorab an später feierlaunigen Besucher zu etwas Diszlipin in den unmittelbar an die Wiesn anschließenden Wohngebiete hat sicherlich wenig Chancen auf Erfolg, aber im nachhinein etwas Veständniss für diese Ausnahmesituation erklärt das möglicherweise etwas impulsive Verhalten des einen oder anderen mit fortschreitendem Oktoberfest zunehmend genervten Anwohners.

Oktoberfest Hinweistafeln WC.JPG

Toiletten[Bearbeiten]

Toiletten sind in den Bierhallen und an den Hinweistafeln im Freien ausgeschildert. Es gibt sie in jedem Bierzelt im Zeltinneren und zeltnah außerhalb für den Biergartenbereich. Die Benutzung ist kostenlos. Für die Damentoiletten sind oft auch längere Wartezeiten einzukalkulieren;

Toiletten für Behinderte[Bearbeiten]

Diese gibt es in allen Bierzelten, im Behördenhof, am U-Bahnhof Theresienwiese und am Wiesn-Eingang Esperantoplatz / Martin-Pschorr-Straße.

nützliche Adressen und Telefonnummern[Bearbeiten]

Der Behördenhof mit Sanitätsstation, Still- und Wickelplätzen, Polizei und Wiesn-Fundbüro befindet sich hinter dem Festzelt Schottenhamel an der Theresienhöhe/ Westseite;

  • Fundbüro auf dem Oktoberfest: (089) / 233 30298;
  • Fundbüro München: (089) / 233 00;
  • Wiesn-Polizei : 110 / (089) / 500 3220;
  • Notruf Sanitätsstation (Bayerisches Rotes Kreuz): (089) / 502 222 22;
  • Betreuung verloren gegangener Kinder: (089) 233 302 96

Literatur[Bearbeiten]

"aus is und gar is und schad is, daß wahr is" (Carl Orff, aus dem sprachmusikalischen Werk "Astutuli", Uraufführung München 1953 in den Kammerspielen)
  • Bruno Jonas (Autor), Rudolf Klaffenböck (Fotograf): Gebrauchsanweisung für das Münchner Oktoberfest. Piper, Juli 2010, ISBN 978-3492053648; 203. 19,95 €
  • Florian Dering, Ursula Eymold: Das Oktoberfest 1810-2010: Wegen Überfüllung geschlossen. München : Süddeutsche Zeitung, Juli 2010 (1. Auflage), ISBN 978-3866157804; 271. 24,90 €
  • Ernst Fischer, Dieter Hanitzsch, Wolfgang Görl: Wahnsinnswiesn, Letzte Wahrheiten über das Oktoberfest. August 2009 (1. Auflage), (Süddeutsche Zeitung Edition), ISBN 978-3-86615-723-1; 175. 19,90€, keiner der üblichen Bildbände, sondern entsprechend den Autoren und dem Thema mit dem nötigen Bierernst geschriebene Analyse

Links[Bearbeiten]

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