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Kloster Bronnbach

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Kloster Bronnbach
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Das Kloster Bronnbach liegt im Tal der Tauber etwa 10 km entfernt von Wertheim.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Kloster wurde 1151 gegründet, nachdem vier Ritter dem Zisterzienserorden Ländereien gestiftet hatten. Mutterkloster sollte das Kloster Maulbronn sein, dies ging in den ersten Jahren nach der Gründung nicht ganz reibungslos. Die Klostergemeinschaft konnte einige wirtschaftlich abhängige Höfe (w:Grangien) errichten, so den Schafhof oberhalb des Klosters,weitere Höfe betrieben Weinbau, Landwirtschaft und Fischzucht. Die wichtigsten Klostergebäude waren bis zum Jahr 1230 im romanischen Stil fertiggestellt. In der Folgezeit gab es immer wieder Erweiterungen und Umbauten, teilweise waren sie bedingt durch die Zerstörungen im Bauernkrieg 1525 und den Wirren während der Zeit der Reformation. Die Spuren der Verwüstungen des Dreißigjährigen Kriegs wurden Ende des 17. Jahrhunderts beseitigt, das Kloster wurde im Barockstil großzügig umgestaltet.

Der Klosterbetrieb wurde im Jahr 1803 nach der Säkularisation eingestellt, das Kloster kam in den Besitz des Fürstenhauses Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und wurde vorübergehend als Brauerei genutzt. Im Jahr 1986 wurde es an das Land Baden-Württemberg verkauft. Inzwischen ist das Kloster weitgehend renoviert, ein Teil der Gebäude haben neue repräsentative Funktionen erhalten, die Umgestaltung ist jedoch noch nicht abgeschlossen.

Gelände[Bearbeiten]

Lageplan des Klosters
  1. Kirche
  2. Konventbau und Kapelle
  3. Prälatenbau
  4. Kreuzgang
  5. Refektorium; Josephsaal, Bernhardsaal
  6. Archivverbund Main-Tauber (ehemaliges Spital)
  7. Orangerie
  8. Gasthaus
  9. Fraunhofer Institut (ehemalige Remise)
  10. Gästehaus Bursariat (ehemalige Klosterverwaltung)
  11. Fraunhofer Institut (ehemaliger Rinderstall)
  12. Remise (ehemaliger Pferdestall)
  13. Museumsscheune (ehemaliger Fruchtspeicher)
  14. ehemalige Wirtschaftsgebäude
  15. Abteigarten
  16. Privathaus (ehemalige Bäckerei)
  17. Wasserkraftwerk (ehemalige Mühle)
  18. Privathaus (ehemaliges Brauhaus)
  19. Saalgarten (Biergarten)
  20. ehemalige Remise
  21. Klostermauer
  22. Klosterweinberg
  23. Toilette/Behindertentoilette

Siehe auch den Lageplan auf der Webseite des Klosters.

Anreise[Bearbeiten]

Inneres der Klosterkirche Bronnbach

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Auf der rechten Seite der Tauber gibt es einen Haltepunkt der Tauberbahn, der von den Zügen der Linie RB 82 zwischen Wertheim und Bad Mergentheim verkehrt, allerdings halten nicht alle Regionalzüge. Im Downloadbereich der offiziellen Webseite gibt es aktuelle Fahrpläne zur Bahn und zu den Buslinien. Der Haltepunkt liegt im Verbundgebiet des Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Das Kloster liegt am rechten Ufer der Tauber, das Klostergelände wird durchschnitten von der Landstraße L506. Der Haltepunkt der Bahn liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses, man erreicht ihn über die steinerne Brücke nach knapp 5 Minuten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hauptaltar der Klosterkirche
Chorgestühl, Kirchenschiff und Orgel
Kreuzgang
Josephsaal, Deckengemälde

Das Kloster ist geöffnet:

  • Im Winterhalbjahr nur auf Anfrage
  • ab Mitte Februar bis Ende März nur Do 11:00–16:00 Uhr
  • Ende März bis Ende Oktober von Mo-Sa 10:00–17:30 Uhr, So und Fei von 11:30–17:30 Uhr
  • ab Anfang November wieder nur Do 11:00–16:00 Uhr

In dieser Zeit ist der Klostershop und die Vinothek geöffnet. Besichtigt werden können die Klosterkirche, der Kreuzgang mit einigen der angrenzenden Räume sowie der Josephsaal im Prälatenbau. Am Prälatenbau befindet sich auch der Eingang für die Besichtigungen, genauer am dortigen Schalenbrunnen.

Klosterführungen finden im Sommer Mo–Sa in der Zeit von 10:00–12:00 und 14:00–17:00 Uhr sowie So/Fei 13:00–17:00 Uhr statt, sie dauern eine Stunde und umfassen die Kirche, den Kreuzgang, Bernhard- und Josephsaal. Die Teilnahmegebühr beträgt pro Erw. 3,50€, erm. 2,50€, Schüler&Studenten 2€, Familien 8€, Gruppen ab 20 Pers, 2,50€. Führungen auch englisch und französisch, gegen 15€ Aufpreis auch außerhalb der genannten Zeiten.

Klostergebäude[Bearbeiten]

  • Die Klosterkirche wurde im 12. Jahrhundert im romanischen Stil errichtet, erhielt 1425 ein gotisches Dach mit einem (romanischen) Dachreiter-Türmchen. Das Innere präsentiert sich teilweise im gotischen Stil, teils im Barockstil, die Altäre stammen aus der Zeit um 1700, das Chorgestühl (um 1780) ist im Rokoko entstanden.
  • Der Kreuzgang ist im gotischen Stil erbaut. Auf dessen Ostseite ist der romanische Kapitelsaal, auf der Südseite das Brunnenhaus, ihm gegenüber das Kalefaktorium. Daran schließt sich das Refektorium an, heute ist es der Bernhardsaal, der durch seine zeitgemäße technische Ausstattung als stilvoller Veranstaltungsraum dient. Im Obergeschoss des Südflügels war einst das Dormitorium, heute dient der Raum der Ausstellung von zeitgenössischer Kunst.
  • Das Dormitorium befindet sich im Obergeschoss, es dient der Ausstellung zeitgenössischer Kunst.
  • Der Bernhardsaal im Südflügel vom Kalefaktorium aus zugänglich. Er war in klösterlicher Zeit das Refektorium (Speisesaal), heute bildet er mit seinen barocken Fresken einen stilvollen Rahmen für Veranstaltungen.
  • Der Josephsaal ist wohl der prächtigste Raum des Klosters. Er befindet sich im Südflügel über dem Bernhardssaal, ist zugänglich vom Treppenhaus des Prälatenbaus neben dem Klostershop. Er wird gerne für festliche Konzerte benutzt. Im Prälatenbau waren einst die Räume der Äbte, sie werden teilweise für spezielle Veranstaltungen genutzt und sind nicht öffentlich zugänglich.

Gärten[Bearbeiten]

  • Vor dem Prälatenbau ist der Abteigarten, die Anlage selbst ist mit dem Schalenbrunnen und den Steinfiguren sehenswert, jedoch wohl noch nicht endgültig renoviert.
  • Der Saalgarten auf der Südseite, einst ein Garten für festliche Anlässe, dient bei guter Witterung als Biergarten. Östlich davon steht das ehemalige Spital (heute ein Staatsarchiv), weiter im Hof eine große Remise (mit einem für Besucher zugänglichen WC)
  • Die Orangerie auf der Nordseite des Klosters wurde erst um 1775 erbaut, sie ist mit einem großen Fresko geschmückt. Davor ist ein Kräutergarten, der anlässlich der Renovierung angelegt wurde, dahinter beginnt der Weinberg des Klosters.

Wirtschaftsgebäude[Bearbeiten]

Die Klosteranlage wird von der Landstraße L506 geteilt. Auf der Westseite entlang der Tauber befinden sich etliche teilweise stattliche Wirtschaftsgebäude. Auffällig ist das Bursariat, einst Sitz der Klosterverwaltung, heute ist darin ein Gästehaus. Weitere Gebäude enthielten eine Schreinerei, es gab eine Mühle, eine Bäckerei und eine Brauerei, zum Kloster gehörte auch ein großer landwirtschaftlicher Betrieb mit Viehstall und Scheune. Die Gebäude dienen heute teilweise völlig anderen Zwecken, ein ehemaliger Stall wird z.B. von einer Fraunhofer-Gesellschaft genutzt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Abteigarten mit Schalenbrunnen
Abteigarten, dahinter Wirtschaftsgebäude
Südfassade, Refektorium und Josefssaal
Kreuzgang
  • Weinprobe in der Vinothek Taubertal. Zur Verkostung kommen Weine von 21 Betrieben aus den Anbaugebieten des Taubertals. Öffnungszeiten wie zur Besichtigung des Klosters, weitere Infos unter Tel. +49 (0)9342 39596.
  • Wandern: Das Kloster liegt am Jakobsweg und ist Etappenziel etlicher Pilger
  • Radfahren: Radweg Liebliches Taubertal
  • In den Klostermauern gibt es zahlreiche kulturelle Angebote, dazu gehören
    • klassische oder moderner Musik
    • Ausstellungen zeitgenössischer Kunst
    • kulinarische Kurse (in der Orangerie)
    • Kurse zur Fotografie, zum Aquarellieren oder Schnitzen u.v.m.

Einkaufen[Bearbeiten]

Das Angebot des Klostershops beschränkt sich auf Reisemitbringsel, Reiseführer und ähnliche Literatur.

Küche[Bearbeiten]

Das Angebot des Biergartens im Saalgarten ist überschaubar.

Unterkunft[Bearbeiten]

Kapitelsaal
  • 1 Gasthaus Klosterhof, Bronnbach - 1, 97877 Wertheim - Bronnbach. Tel.: (0)9342 7316. Preis: EZ Dusche/WC incl Frühst ab 36 €, DZ ab 57 €.
  • Im Bursariat verfügt der Eigenbetrieb des Klosters über 17 Gästezimmer, ÜF im EZ ab 40 €,

Weitere Unterkünfte bei den Orten in der Umgebung: Wertheim, Külsheim, Neubrunn, Helmstadt und Tauberbischofsheim.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Norbert Bongartz: Kloster Bronnbach im Taubertal. Gerchsheim : Kunstschätzeverlag, 2000 (1. Auflage), ISBN 3-934223-03-6.

Weblinks[Bearbeiten]

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