Erioll world 2.svg
Unesco-Welterbestätten in Asien
Artikelentwurf

Kamtschatka

Aus Wikivoyage
Zur Navigation springen Zur Suche springen
RUS-fareast-map-kamt.svg

Die Region Kamtschatka (Камчатский край) liegt im russischen Föderationskreis Ferner Osten. Sie grenzt an den Autonomen Kreis der Tschuktschen und an die Oblast Magadan.

Regionen[Bearbeiten]

Die Region, Russisch Kraj, Kamtschatka wurde per 1. Juli 2007 gebildet aus der Oblast Kamtschatka (171.266 km²) auf der gleichnamigen Halbinsel und dem ehemaligen Autonomen Kreis der Korjaken (293.899 km²) nördlich davon. Hauptstadt der Region ist die vormalige Oblast-Hauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski. Gegliedert ist die Region in elf Rajons und drei Stadtkreise. Innerhalb der Rajons ihrerseits finden sich insgesamt fünf Stadt- und 49 Landgemeinden.

Gliederung der Region Kamtschatka Kraj
Nr. Rajon (1-11) /Stadtkreis (a,b,c) Verwaltungssitz Fläche in km² Einwohnerzahl Anz. Stadtgemeinden Anz. Landgemeinden
1 Penschinski Kamenskoje 116086 2483 0 5
2 Oljutorski Tilitschiki 72352 5144 0 8
3 Karaginski Ossora 40641 4641 1 5
4 Tigil Tigil 63484 4620 0 7
5 Ust-Kamtschatsk Ust-Kamtschatsk 40837 12291 0 3
6 Bystrinski Esso 23377 2518 0 2
7 Milkowo Milkowo 22590 10783 0 2
8 Sobolewo Sobolewo 21076 2721 0 4
9 Jelisowo Jelisowo 40996 63716 2 8
10 Ust-Bolscherezk Ust-Bolscherezk 20626 9408 2 4
11 Aleutski Nikolskoje 1507 580 0 1
a Palana 3155 1 0
b Petropawlowsk-Kamtschatski 179780 1 0
c Wiljutschinsk 22905 1 0

Auf dem gesamten Kraj Kamtschatka lebten am letzten Volkszählungstermin 1.1.2010 insgesamt 342'250 Menschen hauptsächlich russischer Abstammung. Daneben gibt es die Volksgruppen der Korjaken (2%), der Itelmenen (0.7%) und der Ewenen (0.5%), welche die Urbevölkerung der Region darstellen.

Orte[Bearbeiten]

Petropavlovsk Kamchatsky

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Russische Besiedlung[Bearbeiten]

1649 erbaute der Russe Michail Staduchin ein erstes befestigtes Fort in diesem Gebiet, Anadyrskj, am Fluss Anadyr nördlich der heutigen Region Kamtschatka. Von dort aus gelangte er in der Folge weiter südlich bis an den Fluss Penzhina, der in das Ochotskische Meer mündet. Seine Berichte über dort lebende Seeotter und Zobel gelangten an den Hof der Zaren. Im Mündungsgebiet der Penzhina wurde schließlich 1679 ein zweites Fort, Aklanski, errichtet. Es folgten weitere Erkundungs- und Besiedelungszüge, oft gegen den Widerstand der indigenen Bevölkerung der Tschuktschen. Selbst den ab 1695 in die Region Kamtschatka vordringenden Kosaken gelang es zunächst nicht, größere Mengen der vom Zarenhof so begehrten Felle von den Tschuktschen zu ergattern. Erst eine gut bewaffneten Mannschaft um Wladimir Atlasov konnte schließlich 1697 bis 1699 über 3'000 Zobelfelle von den Eingeborenen erzwingen und an den Zarenhof bringen lassen. Der darob begeisterte Zar Peter der Große beschloss in Folge dessen die Eroberung Kamtschatkas.

1698 wurde das erste Fort (russisch Ostrog) namens Verchne-Kamtschatski auf der Halbinsel in der Nähe der heutigen Siedlung Milkowo errichtet, gefolgt vom Ostrog Nitschne-Kamtschatski nahe der heutigen Stadt Kljuci. All dies geschah gegen den heftigen Widerstand der indigenen Bevölkerung, welche jedoch der überlegenen Bewaffnung der Kosaken kaum etwas entgegen zu setzten hatte. Die letzten Aufstände der Itenmenen fanden 1740, jene der Korjaken 1756 statt.

1724 erließ Peter der Große ein Dekret zu einer groß angelegten Kamtschatka-Expedition, deren Leitung dem Dänen Vitus Bering übertragen wurde und welche 1725 bis 1730 durchgeführt wurde. Diese erste Kamtschatka-Expedition verlief jedoch enttäuschend, so dass zwei Jahre darauf ebenfalls unter der Leitung Berings die zweite Kamtschatka-Expedition lanciert wurde. Dieser auch als „Die Große Nordische Expedition” bekannten Forschungsreise 1733 - 1743 war nun großer Erfolg beschieden. Im Verlaufe dieser Expedition errichteten zwölf Expeditionsteilnehmer im Norden der Avacha-Bucht eine Reihe von Unterkünften für Offiziere, da man dort mehrere Überwinterungen plante. Daraus entwickelte sich schließlich die Stadt Petropawlowsk, deren Name sich aus den Namen der beiden Expeditionsschiffe St. Peter und St. Paul ableitet.

Sprache[Bearbeiten]

Der Großteil der Bevölkerung besteht aus Menschen mit europäisch-russischem Hintergrund. Daher ist das Russische die vorherrschende Sprache selbst in Ortschaften mit großen indigenen Minderheiten.

Wer auf eigene Faust die Region Kamtschatka erkunden möchte, ist gut beraten, über einen Grundwortschatz in Russischer Sprache zu verfügen. Selbst in der einzigen Großstadt Petropawlowsk-Kamtschatski kann man nicht darauf hoffen, dass im Hotel, in Geschäften oder auf Behörden eine andere Sprache verstanden wird. Zwar lernt die junge Generation zunehmend auch Englisch, doch dieses Sprachwissen ist noch sehr wenig verbreitet.

Beschriftungen sind ebenfalls durchwegs in kyrillischer Schrift gehalten, wenn man von den Linienbussen der Hauptstadt absieht, die oft auch über zahlreiche koreanische Aufschriften verfügen. Dies jedoch hat seinen Grund darin, dass es sich dabei um in Südkorea ausgemusterte Fahrzeuge handelt, welche hier weiter eingesetzt werden, ohne dass jemand die bestehenden Schriftzeichen verstünde oder sich die Mühe machen würde, diese zu entfernen.

Anreise[Bearbeiten]

Luftweg[Bearbeiten]

PKC Airport

Üblicherweise erreicht man die Halbinsel auf dem Luftweg. Von Europa aus führen die Flugrouten in der Regel über Moskau oder via Nowosibirsk, wobei auch Verbindungen über Irkutsk, Wladiwostok und Chabarowsk bestehen, auf den einzigen internationalen Flughafen Kamtschatkas bei Petropawlowsk (PKC). Der Flugplatz liegt etwa 25 Kilometer außerhalb der Hauptstadt nahe der Ortschaft Elizovo. Die Fahrt mit regulären Linienbussen vom Flughafen in das Stadtzentrum von Petropawlowsk Kamtschatki - oder "PK", wie die Einheimischen ihre Metropole abgekürzt nennen - kostet etwa einen Euro, wobei für große Gepäckstücke gelegentlich ein Aufpreis verlangt wird. Daneben verkehren auch kleinere Expressminibusse zu etwas höheren Tarifen.

Seeweg[Bearbeiten]

Zwar ist Kamtschatka per Schiff leicht erreichbar, dennoch ist diese Art der Anreise nicht verbreitet. Die Möglichkeiten eines Schiffstransfers ab einer Asiatischen Destination nach PK erfordert viel Rechercheaufwand bei Schifffahrtslinien. Einige Handelsschiffe bieten die Mitnahme von Touristen an, doch existieren keine regelmäßigen entsprechenden Verbindungen, auf deren Verfügbarkeit von Kabinen man sich verlassen könnte.

Landweg[Bearbeiten]

Theoretisch ist eine Anreise auf dem Landweg nicht unmöglich. Allerdings existiert keine Piste oder irgend eine Art befestigter Wege vom Festland auf die Halbinsel, weshalb dieser Reiseweg gut ausgerüsteten Personen mit viel verfügbarer Zeit und hohem Abenteuerdrang vorbehalten bleibt. Zudem ist zu beachten, dass schon das an die Region Kamtschatka anschließende Gebiet kaum erschlossen ist.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Halbinsel erstreckt sich über rund 1600 Kilometer von Nord nach Süd und sie ist bis zu 470 Kilometer breit. Etwa die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner leben in der Regionshauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski (PK). Damit wird deutlich, dass das übrige Land nur sehr dünn besiedelt ist. Entsprechend groß sind auch die Unterschiede bezüglich der Verkehrserschließung.

PK selber und die umliegende Gebiete sind mit einem hervorragenden Bussystem erschlossen. Innerhalb der Hauptstadt bedienen Busse die Hauptverkehrsachen fast im Minutentakt und selbst in Außenquartiere bestehen ausgezeichnete Verbindungen mit erstaunlich hoher Fahrplanverbindlichkeit. Zwar sind die öffentlichen Verkehrsmittel bezüglich Komfort nicht immer an westeuropäischen Standards zu messen, doch machen dies die günstigen Einheitspreise von 15 Rubel (ca. 40 Eurocent, Stand 2012) pro Wegstrecke mehr als wett. Die Linienbusse werden bei Fahrtantritt durch die hintere Türe betreten; beim Aussteigen ist der Fahrpreis direkt beim Busfahrer bzw. der Busfahrerin zu bezahlen.

Imbisstände beim Dorf Sokoc an der Nord-Süd Hauptverkehrsachse der Halbinsel Kamtschatka.

Ab dem Busbahnhof im Norden der Stadt verkehren Fernverkehrsbusse nach allen größeren Ortschaften. Da jedoch ein befestigtes Straßennetz außerhalb des Großraumes PK lediglich rudimentär existiert, sind bei längeren Fahrten holperige Stunden in Kauf zu nehmen. Dies ist ein Grund, weshalb eine wachsende Zahl von Touranbietern Ausflüge mit geländegängigen Fahrzeugen anbietet. Solche Touren sollten jedoch bereits vor der Anreise auf die Halbinsel gebucht werden, da Laufkundschaft selbst für touristische Fahrten noch praktisch unbekannt ist. Gleiches gilt im Übrigen auch für die beliebten Bootsausflüge ab PK in die Avacha-Bucht.

Ebenso unbekannt ist das Vermieten von Autos und Motorrädern. Möglicherweise gelingt es, jemanden kennen zu lernen, der einem sein Privatauto ausleiht, kommerzielle Vermietungsgesellschaften jedoch sucht man hier vergebens. Über Touranbietergesellschaften ist es hingegen möglich, bei frühzeitiger Buchung ein Fahrzeug mit Fahrerin oder Fahrer für Ausflüge zwischen ein paar Stunden und mehreren Wochen anzuheuern. Wenn man entweder selber etwas Russisch versteht oder das Glück hat auf eine Fahrperson mit Englischkenntnissen zu stoßen, kann diese Art des Individualverkehrs zu Einblicken führen, welche man einzig mit einem gedruckten Reiseführer niemals bekommen könnte.

Die Unzugänglichkeit der vulkanisch geprägten Region wo mancherorts mehr Braunbären als Menschen auf einem Quadratkilometer leben, macht den Hubschrauber für viele Ferienreisende ebenso zu einem gern genutzten Verkehrsmittel wie für die Teilnehmenden wissenschaftlicher Expeditionen vornehmlich vulkanologischer Art. Der größte Heliport liegt am internationalen Flughafen PK. Dort ist auch ein kleines Reisebüro zu finden, welches einzelnen Reisenden gerne behilflich ist, wenn es darum geht einen Platz in einem Hubschrauber nach einer der weiter entfernten Sehenswürdigkeiten zu finden. Für Gruppen kann es sich empfehlen, frühzeitig einen Hubschrauber zu chartern.

Kaum verbreitet ist das Fahrrad als Verkehrsmittel. Es sind sehr schöne Mountainbiketouren ab PK möglich. Selbst gute Bikes können mittlerweile bei Fachgeschäften gemietet werden, doch außerhalb der Hauptstadt und abgesehen von Tagesausflügen ist das Rad eher nicht erste Wahl. Dies liegt zum Einen daran, dass die Ortschaften meist sehr weit von einander entfernt liegen und dazwischen keine Infrastruktur erwartet werden kann, zum anderen daran, dass die Straßen selbst dort wo sie asphaltiert sind, keinen Zustand aufweisen, der zum Radeln einlädt. Dazu kommt, dass die Autolenkenden dieser Region nicht an Radfahrende gewohnt sind, so dass sich selbst geübte Radelnde trotz breiter Straßen selten sicher fühlen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
Erioll world 2.svg