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Hanstholm

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Hanstholm
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Hanstholm ist eine Hafenstadt an der nordwestlichsten Landstelle in der Region Thy im Norden Jütlands.

Hintergrund[Bearbeiten]

Hanstholm ist der nordwestlichste Ort in Jütland, gelegen auf der Insel Vendsyssel-Thy, die den nördlichsten Teil Jütlands bildet, vom jütländischen Festland aber vollständig durch den Limfjord getrennt ist. Der Ort trägt seinen Namen nach dem Hanstholmen, dem Höhenzug, an dessen Küste Skagerrak und Nordsee aufeinandertreffen.

Noch vor 100 Jahren war Hanstholm lediglich ein kleines Fischerdorf, dessen wenige Häuser sicher oben auf dem Hügel lagen, bis man im Jahr 1917 den Bau eines Hafens beschloss. Dieser Bau zog sich jedoch lange hin - erst 1967 konnte der Hafen eröffnet werden. Die Jahre des 2. Weltkriegs mit der deutschen Besatzung machten alle Planungen für lange Zeit zunichte.

Stattdessen wurde der Ort und die umliegenden Küstenregionen als Teil des Atlantikwalls in eine Festung verwandelt, mit einem umfassenden System von Bunkeranlagen, das dazu dienen sollte, als Teil des Atlantikwalls das Skagerrak zu bewachen und eine alliierte Invasion zu verhindern

Heute ist Hanstholm einer der größeren Fischereihäfen des Landes.

Anreise[Bearbeiten]

Hanstholm ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur aufwändig zu erreichen.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste Flughafen befindet sich in Aalborg, hierher gibt es Direktverbindungen aus Kopenhagen und Amsterdam.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Für Bahnreisende ist der nächste Bahnhof im 20 km entfernten Thisted. Von dort gibt es eine Busverbindung nach Hanstholm, die auch Fahrräder (platzabhängig) transportiert.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Ab Flensburg gibt es drei geringfügige Varianten, mit dem Auto nach Hanstholm zu fahren:

  • E 45 und Straße 29 über Aarhus, Randers und Fjerritslev, 348 km
  • E 45 und Straße 18 über Herring, Holstebro und Hurup, 323 km
  • E 45 und Straße 18, 34 und 26 über Herring, Skive und Thisted, 316 km.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Hanstholm hat keine Fährbetrieb mehr, die Island-Fähre, die jahrzehntelang von Hanstholm ablegte, ist inzwischen nach Hirtshals verlegt worden, da der Hafen dort auch bei Schlechtwetter besser anzulaufen ist.

Sportboote finden Liegeplätze im Hafen von Hirtshals.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Durch Hanstholm verlaufen mehrere Fernradwege:

  • North Sea Cycle Route (EuroVelo 12).
  • die Nationale Radroute 1, sonst weitgehend identisch mit der North Sea Cycle Route, nimmt hier in der Nordwestecke Jütlands einen abweichenden Verlauf
  • die Nationale Radroute 2 führt von Hanstholm nach Kopenhagen einmal quer durchs Land

Mobilität[Bearbeiten]

Hanstholm besteht aus zwei Teilen: dem Hafen unterhalb des Landrückens, und dem Ort oben auf demselben. Dazwischen muss man einiges an Höhenmetern überwinden.

Parkplätze finden sich in der Regel dort, wo man sie braucht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hanstholm Fyr
  • 1 Hanstholm Fyr. Der Leuchtturm von Hanstholm war der erste Linsenleuchtturm in Dänemark, er wurde 1843 gebaut und 1889 elektrifiziert. Zudem ist er der am höchsten gelegene Leuchtturm Dänemarks, 23 m hoch und zudem hoch oben auf dem Landrücken gelegen kann man ihn mit seiner Feuerhöhe von 65 m weit draußen in der Nordsee sehen. Heute ist der Leuchtturm vollautomatisiert, im ehemaligen Leuchtturmwächterhaus befindet sich die Touristeninformation. Geöffnet: Ganzjährig zu besichtigen.
Blick in eine Geschützstellung
  • 2 Bunkermuseum Hanstholm, Molevej 29. Tel.: +45 97 96 17 36, E-Mail: . Die Anlage besteht aus drei Geschützstellungen, die mit einer extra für den Munitionstransport angelegten Schmalspurbahn verbunden sind. Die Außenanlagen sind frei zugänglich, während das Museumsgebäude einen (kostenpflichtigen) Zugang zum Inneren einer Geschützstellung bietet, in der zahlreiche Räume rekonstruiert wurden. Zudem gibt es in diesen Bunkersnlagen wie im angrenzenden Museumsgebäude sehr ausführliche Informationen zu den Kriegsjahren in Dänemark, zur Entwicklung und Ausbau des Atlantikwalls in Dänemark und zum Leben in den Bunkern. Nicht nur Militärinteressierte wird es hierher ziehen; das Museum ist außerdem ein klassisches Pilgerziel für Olsenbandefans, da hier und in der Umgebung 1971 der Film "Die Olsenbande fährt nach Jütland" gedreht wurde. Im Gegensatz zum Film sind die Geschützstellungen nicht mit den Bunkeranlagen am Strand verbunden. Diese Bunker lassen sich auch begehen (gute Taschenlampe mitbringen), sie sind ganzjährig frei zugänglich. Geöffnet: Ausstellung: Feb.-Mai 10-16 Uhr, Juni- Aug. 10-17 Uhr, Sept.-1. Nov. 10-16 Uhr, Nov./Dez. geschlossen. Preis: Erw. 80 Kr., Ki. 30 Kr.
  • Bunkeranlagen. Neben dem Bunkermuseum finden sich rund um Hanstholm zahlreiche weitere Bunkeranlagen, die frei zugänglich sind, z.T. weiter im Landesinneren, wie die Bunker südlich der Stadt, aber auch direkt an der Wasserlinie oder zum Teil auch vom Wasser überspült wie an den Nordstränden der Stadt.
  • Weitere Olsenbanden-Drehorte. In erster Linie wären dies die Bunker am Strand, die sich allerdings nicht in Hanstholm selbst, sondern weiter östlich in Vigsø befinden. Die Straße nach Vigsø ist ausgeschildert, im Ort selbst dem Schild "Stranden" folgen. An der Straße von Hanstholm nach Vigsø befindet sich die kleine Ortschaft Hamborg. Wenn man dem dortigen Schild "Stranden" folgt, gelangt man genau auf den Weg, der im Film das Gelände des Schrotthändlers "Mads Madsen" mit den Bunkern verbindet.
  • Hanstholm Vildreservat. Westlich der Ortschaft gelegenes Vogelparadies.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

  • 1 Einkaufszentrum Die Einkaufsmöglichkeiten in Hanstholm sind weitgehend im zentralen Einkaufszentrum in der Mitte des Ortes zusammengefasst. Hier liegt eine Mini-Mall, die neben Bäckerei, Schlachter und Pub ein begrenztes Angebot an Kleidungsgeschäften, Supermarkt und anderen Geschäften des Alltagsbedarfs beherbergt:
  • 2 Fakta Supermarkt, Bytorvet3. Tel.: +45 43 86 43 86. Geöffnet: Täglich 8.00 – 21.00 Uhr.

Außerdem finden sich Supermarkt und Geschäfte für Angler- und Bootsbedarf im Hafengebiet.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Die als Cold Hawaii bekannten Strände von Klitmøller und Nørre Vorupør, die weithin bekannte Surfspots sind, liegen nur etwa 10 bzw. 20 km südlich von Hanstholm.
  • In Stenbjerg lohnt ein Ausflug zum historischen Landingsplats, an dem früher die Fischerboote anlandeten.
  • Das Gebiet des Nationalpark Thy, der sich von Hanstholm an der Küste bis nach Agger hinunter erstreckt, bietet darüber zahlreiche kleinere Ausflugsziele und Wanderwege.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Eine offizielle Webseite ist nicht bekannt. Bitte auf Wikidata nachtragen.
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