Ganja
| Gəncə, Гянджа, Gjandscha; ehem. Jelisawetpol, Kirowabad. | |
| Rayon | Ganja (unabhängig) |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 331.400 (2015) |
| Höhe | 408 m |
| Tourist-Info | +994 (0)22 257 90 10 |
| Social Media | |
Ganja | |
Ganja (Gəncə, sprich „Gändscha“) ist die zweitgrößte Stadt Aserbaidschans. Für einen Ort dieser Größe ist vergleichsweise wenig geboten.
Hintergrund
[Bearbeiten]Gəncə blickt auf eine mehrtausendjährige Siedlungsgeschichte zurück. Belegt ist aber erst eine arabische Stadtgründung 860. Zahlreiche Verwüstungen und Erbeben haben jedoch kaum wirklich alte Bauten überleben lassen.
Anreise
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Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]Das Buchungsbüro der AZAL in der Stadt ist in der Atatürk Av. 240.
Mit der Bahn
[Bearbeiten]Mit dem Bus
[Bearbeiten]Die beiden Busstationen finden sich beide an der Ostwest-Umfahrung Nəriman Nərimanov, die südlich am Zentrum vorbeiführt, jedoch fast 15 km voneinander entfernt. Um zwischen beiden eine Stadtbusverbindung zu nutzen muß man am zentralen Stadtplatz (verschiedene Haltestellen) umsteigen.
Auf der Straße
[Bearbeiten]M9 nach Baku (360 km)
M5/M2 Richtung über Qazax (112 km) zur georgischen Grenze (151 km).
Mobilität
[Bearbeiten]Es verkehren achtzehn Buslinien. Die Einzelfahrt kostet 2026 0,60 ANZ (ohne Umsteigeberechtigung). Bei den Ende 2025 eingeführten neuen Bussen wurde komplett auf Wertkarten umgestellt. Hierfür braucht man die City Card (Streckenpläne der Linien unter “maps”), die es per App oder Chipkarte für 3 AZN zu kaufen gibt. U. a. im Kiosk bei den Haltestellen über dem Vorplatz des Bahnhofs. Aufladen muß man sie dann an den Bezahlboxen von payriff (umschaltbar auf Englisch, unter den Punkt “Transport”).
In den Marschrutkas wird bar bezahlt.
Um den 1 Hauptplatz , der weiterhin dominiert wird vom stalinzeitlichen massiven Riegel des Rathauses, mit überlebensgroßer Statue des jeweils herrschenden Diktators, sind an verschiedenen Seiten Haltestellen der meisten Stadtbuslinien verteilt.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]- Gəncəvi-Mausoleum (Nizami Gəncəvi Məqbərəsi). Ursprünglich im 13./14. Jahrhundert errichtet, stammt es in seiner heutigen Form aus dem Jahre 1990/1.
- 2 Karawansereien, Sheikh Bahaddin 61, Şeyx Bahəddin küç 61 Direkt nebeneinander sind die Sheikh Bahaddin-Karawanserei aus dem 17. und die Shah Abbas-Karawanserei (Şah Abbas Karvansarayı) aus dem 18. Jahrhundert. Eine 2011 begonnene Sanierung schuf 2020 ein Touristenzentrum mit Läden, Restaurant und auch Luxushotel. Mangels Besuchern steht die Investitionsruine leer. (Ein Pförtner ließ im Sommer 2024 gegen Schmiergeld von 2 Manat Besichtigungen zu.)
- Gəncə Dövlət. Ruine, wie Reste eines Turms und der Stadtmauer, der von den Mongolen zerstörten antiken Stadt.
- 3 Sowjetisches Ehrenmal (Ebedi Meşel Abidesi) , heute komplett weiß getüncht. Die ewige Flamme ist aus.
- Außerhalb
- 4 İmamzadə (Bus 18 vom Bahnhof nach Bağbanlar)
- 5 Torbögen (Gəncə Darvazası; Am Kreisverkehr zur Auffahrt auf die R51) 2014 errichtet, soll nach Vorstellung des Architekten ein Tor der Festung aus dem Jahre 1139 kopiert worden sein. Ein extremeres Beispiel des modernen aserbaidschanischen Mottos: „Viel Geld, wenig Geschmack.”
- Heydar Әliyev Park (Heyder Eliyev Parki; Bus 11). Mit Stadion nebenan, Dultplatz (Gencland, 11.00-23.00), Kunstgalerie, Triumphbogen (an der R50 bei der Zufahrt von der Tankstelle), Kulturzentrum (Heydər Əliyev Mərkəzi) künstlichem See und Amphithearter zu Ehren des lieben Führers. Die noch jungen Nadelbäume werden erst in einigen Jahren genügend Schatten geben.
- In der Umgebung gibt es vier Friedhöfe für ca. 1400 Opfer des letzten deutschen Kanzlers, der das deutsche Militär zur „konventionell zur stärksten Armee Europas“ aufbaute. Gut erreichbar sind nahe beieinander der 6 Soldatenfriedhof Ganja I (Gjandsha I) und 7 Soldatenfriedhof Ganja II , zwischen den Ortsteilen Samadli und Balchili (Balçılı) sowie 8 Soldatenfriedhof Chanlar I und Chanlar II bei Göygöl.
Museen
[Bearbeiten]- Cavad-Khan-Gebäude (Cavad xan dəftərxanası), M. A. Abbaszadə 62.
- 9 Gandjavi-Historisch-Ethnographisches Museum (Gəncə Tarix Diyarşünaslıq Muzeyi), Atatürk, 244. Tel.: +994(22)56 (0)35 94
- N. Gandjavi-Heimatmuseum, Mehdiyeva Gulcamal, Bağbanlar qəsəbəsi. Kleine Ausstellung in einer ehemaligen Moschee zum Andenken an Nezāmi Gandjavi, einem Dichter des 12. Jahrhunderts, seit 2003 hier.
- Mir-Jalal-Paschayev-Hausmuseum (Mir Cəlal Paşayev Ev Muzeyi), Bayan küçəsi 83. Mit Literaturinstitut. 2007 eingerichtet zum Andenken an den bedeutenden Lyriker Mir Jalal Pashayev.
Kirchen und Moscheen
[Bearbeiten]- 1 Alexander Nevsky-Kirche (Aleksandr Nevski kilsəsi), Hacı Əli Hüseynzadə küç. 2 Russisch-orthodox, Messen nur Samstag und Sonntag.
- Juma-Moschee (Cümə məscidi), Heydar Aliyev pro. Aus dem Jahre 1606.
Aktivitäten
[Bearbeiten]Einkaufen
[Bearbeiten]Hauptgeschäftsstraße der Altstadt ist die Javad Khan St. und an der Nizami Ganjavi (Nəriman Nərimanov), fast zwei Kilometer lang östlich des Stadtzenrums.
Unterkunft
[Bearbeiten]Günstig
[Bearbeiten]Mittel
[Bearbeiten]Gehoben
[Bearbeiten]- Ganja Hotel, 61 Şeyx Bahəddin, Gəncə. Tel.: +994222565106.
- Old Ganja Hotel, Heydar Əliyev pr., 155 (Ggü. Karavansarei; um die Ecke vom Ganja Hotel). Tel.: +994503858184. Check-out: 12:00.
Praktische Hinweise
[Bearbeiten]Vorwahl: ☎ 022
Postleitzahlen: 2000–2024, der Vorort Sevinj 2021
Ausflüge
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- 1 Göygöl (Helendorf; Xanlar) (Südlicher Vorort von Ganja, ca. 13 km) Ehemals von Kaukasiendeutschen bewohnte Siedlung. Das Haus des letzten Deutschsprachigen, einem Herrn Viktor Klein († 2007), hat man in ein Museum verwandelt. Der Ort zeichnet sich durch seine vergleichsweise Ordnung aus. Zu sehen ist eine säkularisierte lutherische Kirche. Hauptstraße ist die Azay Kazimov an der sich die Busstation und das Hotel Helendorf (☎ +994 55 833 10 33) befinden.
- 2 Naftalan (50 km südlich Gəncə. Tgl. 5 Marschrutkas von der „internationalen“ Busstation) Der Name sagt schon worum es hier geht, nämlich Erdöl. Naftalan ist eine Kleinstadt im Landesinneren. Das örtlich gefundene Schweröl ist untauglich zur Weiterverarbeitung, man verwendet es stattdessen in Kurbetrieben zur Behandlung von Hautkrankheiten und Rheuma. Kurios und wohl einmalig ist das „Museum der Krücken.“
Literatur
[Bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten]- ganja-ih.gov.az (az) – Offizielle Webseite von Ganja




