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Galápagos-Inseln

Welterbe in Ecuador
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Die Galápagos-Inseln (spanisch Archipiélago de Colón - Kolumbusarchipel) sind ein Nationalpark in Ecuador. Sie liegen im Pazifischen Ozean ca. 1.050 km westlich der Festlandküste des Landes.

Karte

Hintergrund

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Die Galápagos-Inseln bestehen, je nach Betrachtung, aus 13 großen und 6 kleineren Inseln sowie 107 Felsen oder Mini-Inseln, die sich um den Äquator gruppieren. Mit einer Einwohnerzahl von ca. 19.000 Personen und einer Landfläche von ca. 7.880 km² gehören die Inseln zu den am dünnsten besiedelten Provinzen Ecuadors. Provinzhauptstadt ist Puerto Baquerizo Moreno auf der Insel San Cristóbal.

Hauptinseln:

  • San Cristóbal
  • Santa Cruz
  • Isabela (größte Insel)
  • Floreana
  • Santiago (unbewohnt)
  • Fernandina (unbewohnt)
  • Baltra (Militärstation)
  • Santa Fe (unbewohnt)
  • Pinzón (unbewohnt)
  • Española (unbewohnt)
  • Rábida (unbewohnt)
  • Daphne (unbewohnt)
  • Seymour (unbewohnt)
  • Genovesa (unbewohnt)
  • Marchena (unbewohnt)
  • Pinta (unbewohnt)
  • Darwin (unbewohnt)
  • Wolf (unbewohnt)
  • Plaza Sur (unbewohnt)
  • Plaza Norte (unbewohnt)

Die Mehrheit der unbewohnten Inseln ist für Touristen gesperrt bzw. Besuche werden entweder auf eine bestimmte Besucherzahl pro Monat oder ein festgelegtes Zeitfenster pro Jahr begrenzt.

Geschichte

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Es wird geschätzt, dass die Inseln vor ca. 350 Mio. Jahren aufgrund von vulkanischen Aktivitäten am Meeresboden entstanden sind. Da sie nie mit dem Festland verbunden waren, konnte sich hier eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt entwickeln.

Als die Inseln am 10. März 1535 durch Tomás de Berlanga, den damaligen Bischof von Panama, entdeckt wurden, waren sie unbewohnt. Bis 1816 dienten sie Piraten als Versteck, obwohl es immer wieder Expeditionen gab, die Flora und Fauna erkundeten und beschrieben. Am 12. Februar 1832 annektierte General José de Villamil die Inseln für Ecuador. Als erster Gouverneur hatte er seinen Sitz auf der Insel Floreana. Mit der Einwanderung einiger Handwerker und Bauern im Oktober 1832 begann die Besiedlung.

Am 15. September 1835 legte das britische Forschungsschiff "HMS Beagle" mit Charles Darwin an Bord einen Zwischenstopp auf den Galápagos-Inseln ein. Die Daten, die Darwin während seines Aufenthalts auf den verschiedenen Inseln gesammelt hatte, und die sich daraus ergebenden Erkenntnisse waren die Basis für die Entwicklung seiner Theorie über "die Entstehung der Arten".

1979 erklärte die UNESCO die Galápagos-Inseln zum "Weltnaturerbe der Menschheit" und sechs Jahre später, 1985, zum Biosphärenreservat. Die Gewässer zwischen den Inseln und innerhalb von 40 Seemeilen um das Archipel wurden 1994 durch das Instituto Ecuatoriano Forestal de Areas Naturales y Vida Silvestre zum Marine-Reservat ausgerufen. Dessen Schutz wurde 1998 durch die Gründung des Nationalparks "Galápagos" auch im Gesetz verankert. 2007 stufte die UNESCO die Inseln als gefährdetes Naturerbe ein, seitdem werden sie auf der Roten Liste geführt.

Landschaft

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Die Inseln liegen auf der tektonischen Nazca-Platte, welche sich über einer Magmakammer bewegt. Durch ihren vulkanischen Ursprung bestehen sie hauptsächlich aus Basaltgestein. Aufgrund dieser besonderen Lage und der Position am Äquator ist die Landschaft sehr abwechslungsreich. Von trockener Grassteppe mit Kakteen und Büschen als höchsten Pflanzen über tropischen Regenwald bis hin zu den teils noch aktiven Vulkanen auf Fernandina und Isabela ist alles vorhanden.

Flora und Fauna

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Achtung: Die Tiere auf den Galápagos-Inseln haben zwar keine Scheu vor den Menschen und lassen Besucher sehr nahe an sich herankommen, allerdings ist es verboten, sie anzufassen, zu füttern oder zu erschrecken!

Galápagos ist die Heimat einer sehr hohen Zahl endemischer Tier- und Pflanzenarten. Zu den bekanntesten Tieren gehören die Galápagos-Schildkröten, die Galápagos- oder Darwin-Finken, der Blaufußtölpel und die Meerechsen.

Besonders bei den Kakteen und Mangroven sind viele Arten vertreten, die nur auf den Galápagos-Inseln vorkommen. Im Laufe der Jahre wurden allerdings von den Menschen viele Pflanzen vom Festland mitgebracht, so dass inzwischen teilweise einheimische Pflanzen zurückgedrängt werden und gerade als Nahrungsgrundlage für die Tierwelt an Bedeutung verloren haben.

Wenig bekannt ist der "Galápagos-Kaffee", eine Pflanze, die zur Familie der Kaffeepflanzen gehört, aber nur sehr kleine und deswegen nicht verwertbare Früchte ausbildet. Der Galápagos-Kaffee, den es auf der Insel zu kaufen gibt, stammt von eingeführten Arabica-Pflanzen.

Klima

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Von Dezember bis Mai ist es warm und meist sonnig; allerdings besteht die Möglichkeit, von einem zwar kurzen aber starken Regenschauer überrascht zu werden. Von Juni bis November ist es etwas kühler. Es kann leicht regnen und die Tage sind stärker bewölkt. Nachts können die Temperaturen unter 15° C fallen und im Juli und August kann es sehr windig sein.

Im Allgemeinen können die Galápagos-Inseln das ganze Jahr über besichtigt werden, jeder Klimawechsel bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Tierarten in Aktion zu beobachten.

Anreise

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Mit dem Flugzeug

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Es gibt zwei Flughäfen, die vom Festland angeflogen werden: Baltra, eine kleine Insel nördlich von Santa Cruz und Puerto Baquerizo Moreno auf der Insel San Cristóbal.

AIR TAME fliegt 2 x täglich von Quito über Guayaquil auf die Insel Baltra. Montags, Mittwochs und Samstags wird San Cristóbal angeflogen.

AeroGal fliegt Dienstags, Mittwochs und Freitags von Quito über Guayaquil nach Baltra und Montags, Dienstags und Sonntags nach San Cristóbal.

Wer eine Kreuzfahrt gebucht hat, braucht sich um den Flug nicht zu kümmern, da dieser vom Reisebüro organisiert wird. Wer auf eigene Faust reist, kann seinen Flug unkompliziert in einem Reisebüro buchen. Die Preise für Ausländer für Hin- und Rückflug liegen bei ca. 500 $ ab Quito und ca. 450 $ ab Guayaquil (Stand: 2019).

Falls man auf der Insel Baltra landet, geht es nach den Einreiseformalitäten mit dem Bus weiter (wird von der Fluggesellschaft gestellt, 5 $). Innerhalb von 10 Min fährt man zum Itabaca-Canal, der die Insel Baltra von der Insel Santa Cruz trennt. Für die Überfahrt müssen Individual-Reisende 1 $ bezahlen. Wer ein Komplettpaket gebucht hat, hat vom Reisebüro ein Namensschild erhalten, welches hier als Ticket gilt. Nach der kurzen Überfahrt stehen wieder Busse bereit, die die Passagiere in 45 Min nach Puerto Ayora bringen. Die Busfahrt kostet für Individual-Reisende noch einmal 5 $, alternativ stehen auch Taxis für ca. 25,00 $ zur Verfügung. (Preise August 2019)

Der Flughafen von Puerto Baquerizo Moreno liegt in Laufnähe zur Stadt (ca. 20 Min), wer eine Tour gebucht hat, wird allerdings abgeholt.

Es gibt die Möglichkeit, von Guayaquil aus mit dem Boot zu den Inseln zu fahren, dies ist allerdings sehr zeit- und kostenintensiv.

Gebühren/Permits

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Um einen besseren Überblick über die Anzahl der Touristen zu haben, wurde von INGALA, der ecuadorianischen Einwanderungsbehörde, die Transit Control Card eingeführt. Diese muss an den INGALA-Schaltern auf den Flughäfen in Quito oder Guayaquil für 20,00 $ erworben werden.

Bei Ankunft auf den Galápagos-Inseln wird am Flughafen der Eintrittspreis für den Nationalpark in Höhe von 200,00 $ bezahlt. Es wird nur Bargeld akzeptiert; die Scheine sollten nicht abgegriffen oder eingerissen sein. Wer als Ausländer an einer Universität in Ecuador eingeschrieben ist, erhält einen Studentenrabatt, Kinder unter 12 Jahren bezahlen 50 %. Der Gouverneursrat der Galapagos-Inseln hatte im Februar 2024 beschlossen, den Eintritt zu erhöhen. Die Gebühr für ausländische Besucher wird sich von 100 US-Dollar auf 200 US-Dollar verdoppeln, für ecuadorianische Touristen stieg der Eintritt um das Fünffache von 6 US-Dollar auf 30 US-Dollar.

Auf allen Inseln, insbesondere aber auch auf Isabela ist Bargeld unerlässlich und sollte ausreichend mitgenommen werden. Kartenzahlungen (sofern überhaupt möglich) kosten 22 % zusätzliche Steuern (12 % VAT, 5 % von den Banken und 5 % Service). Geldautomaten sind rar und meistens akzeptieren sie nur nationale Karten.

Mobilität

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Einige Orte lassen sich gut zu Fuß erreichen. Ansonsten gibt es fast überall Taxis, die im Ort 1 $ - 3 $ kosten (Auf Isabela kostet es allerdings pro Person). Mountainbikes lassen sich für 3 $ pro Stunde mieten.

Sehenswürdigkeiten

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Santa Cruz

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Die Insel hat eine Fläche von 986 km², höchste Erhebung ist der Cerro Crocker mit 864 m.

Orte:

  • Puerto Ayora
  • Santa Rosa
  • Bellavista
  • Cascajo

Etwa 1,5 km westlich des Zentrums von Puerto Ayora liegt die Aufzuchtstation "Charles Darwin", welche täglich von 6:00 bis 18:00 Uhr für Besucher geöffnet ist. Hier gib es eine Zuchtstation für die Galápagos-Schildkröten und Land-Iguanas. Die Gehege der Tiere können betreten werden und man kann sich ihnen bis auf wenige Zentimeter nähern, berühren ist allerdings verboten! Eintritt frei.

Tortuga Bay ist ein schöner weißer Sandstrand etwas außerhalb von Puerto Ayora. Am Anfang des 2,5 km langen Weges dorthin muss man sich in einem kleinen Geschäft registrieren (6:00-18:00 Uhr täglich geöffnet), anschließend kann man Darwin-Finken aus nächster Nähe beobachten und die abwechslungsreiche Pflanzenwelt genießen. Am westlichen Ende des Strands haben die Meerechsen ihre Ruhestätten, wenn man früh genug losgeht, kann man hunderte auf einmal beim Sonnenbad antreffen. Nach einem weiteren 10-Minuten-Spaziergang durch einen Kakteenwald erreicht man eine ruhige Bucht, die zum baden einlädt. Alternativ fährt auch ein kleines Boot zweimal täglich zur Tortuga Bay und zurück. Die Einzelfahrt kostet 10$.

Los Gemelos sind zwei Krater links und rechts der Straße von Puerto Ayora zum Itabaca-Kanal. Ursprünglich befanden sich hier zwei riesige Gasblasen unter der Erde. Als das Gas irgendwann austrat, hatte die darüberliegende Erde keinen Halt mehr und stürzte in sich zusammen. Hier lassen sich besonders gut Galápagos-Bussards, Darwin-Finken und Sumpfohreulen beobachten. Die Krater sind ca. 7 km von Santa Rosa entfernt und können mit dem Bus erreicht werden, Preis ca. 1,00 $, Fahrtzeit ca. 30 min.

Eine weitere Sehenswürdigkeit der Insel sind die Lava-Tunnel. Sie können ca. 3 km von Puerto Ayora entfernt, an der Straße nach Bellavista, besichtigt werden. Die mit fast 2 km längsten und einer Höhe von 10 m größten Tunnel befinden sich auf einem Privatgrundstück etwa 1 km von Bellavista entfernt. Eintritt ca. 5,00 $

Las Grietas - ein mit kristallklarem Wasser gefüllter Canyon, der sich hervorragend zum schnorcheln eignet. Am besten fährt man mit einem Wassertaxi vom Punta Estrada-Strand aus zum Finch Bay Hotel, (0,80 $, 5-min-Fahrt), dann läuft man links am Hotel vorbei zur Lagune und weitere 15 min über Lava-Gestein bis zum Canyon.

Von Bellavista aus kann man zum Cerro Crocker wandern. Die Rundtour dauert zwischen 6 und 8 Stunden, ein Führer ist nicht nötig, wird aber empfohlen.

Die Hacienda Mariposa (Schmetterlings-Ranch) bietet gegen einen Eintritt von 3,00 $ die Möglichkeit, während der Trockenzeit Riesenschildkröten in "freier Wildbahn" zu beobachten. Die Ranch liegt hinter Bellavista an der Straße nach Santa Rosa.

San Cristóbal

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Die östlichste der Galápagos-Inseln hat eine Fläche von 558 km², höchste Erhebung mit 730 m ist ein erloschener Vulkan.

Orte:

  • Puerto Baquerizo Moreno
  • El Progreso
  • Cerro Verde

Puerto Baquerizo Moreno ist die Provinz-Hauptstadt und mit ca. 5.600 Einwohnern die zweitgrößte Stadt nach Puerto Ayora. Sie liegt an der Südwestküste der Insel. Es gibt eine Kathedrale mit interessanten Relief-Bildern, die täglich von 9:00-12:00 und 16:00 - 18:00 Uhr besichtigt werden kann, Av. Northía, 2 Blocks von der Post entfernt.

Das Centro de Interpretación liegt im Norden der Stadt, gegenüber der Playa Mann. Hier kann man sich über die Geschichte der Inseln informieren. Tel: 2 52 01 38-102, geöffnet von 7:00 - 18:00 Uhr, Eintritt frei.

Vom Besucherzentrum aus gelangt man nach einem 30-minütigen Spaziergang nach Nordosten zum Cerro Tijeretas. Von diesem Hügel aus hat man einen wunderbaren Rundumblick auf die Bucht, in der die HMS Beagle 1835 anlegte. Fregattvögel nisten in der Gegend und können beobachtet werden. Wer von hier aus den Küstenweg zurück nimmt, gelangt zur Playa Punta Carola. Das Meer bietet an dieser Stelle gute Surf-Möglichkeiten, ist aufgrund des Wellengangs aber nicht zum Schwimmen geeignet.

Direkt im Ort liegt Playa del Oro, ein netter Strand mit Bademöglichkeit sowie einigen Hotels. In der Nähe können Seelöwen beobachtet werden.

Im Süden der Stadt, ca. 1 km vom Flughafen entfernt liegt La Lobería, eine felsige Bucht, die Seelöwen, Meerechsen und verschiedenen Strandvögeln ein Zuhause bietet.

Isabela

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Floreana

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Plaza Sur

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Plaza Sur ist etwa 0,2 km² groß und liegt vor der Ostküste von Santa Cruz. Gemeinsam mit der gegenüberliegenden Plaza Norte bildet sie den über den Meeresspiegel ragenden Kraterrand eines Vulkans. Die Caldera bildet dabei praktisch ein Hafenbecken für die Ausflugsboote. Der kleine Anleger wird von Seelöwen okkupiert. Auf der Insel befindet sich ein durch kleine Pfosten begrenzter Rundwanderweg. Neben den Seelöwen können noch Meerechsen, Drusenköpfe sowie zahlreichen Vogelarten beobachtet werden. Die südliche Seite der Insel wird durch eine Klippe begrenzt, dort brüten Gabelschwanzmöwen. Neben Opuntien ist die Insel von bodendeckenden Pflanzen der Gattung Sesuvium besiedelt, welche sich in der Trockenzeit intensiv rot färben, ein imposantes Farbenspiel. Für den Rundweg benötigt man etwa ¾ bis 1 Stunde.

Aktivitäten

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Kaufen

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Küche

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Unterkunft

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Hotels und Herbergen

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Camping

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Sicherheit

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Ausflüge

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Literatur

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Charles Darwin Foundation


Artikelentwurf
Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.