Erioll world 2.svg
Artikelentwurf

Färöer

Aus Wikivoyage
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Flagge
Flagge der Färöer Inseln
Kurzdaten
HauptstadtTórshavn
StaatsformAutonome Inselgruppe
WährungFäröische Krone
Fläche1.399 km²
Bevölkerung48.600
SprachenFäröisch, Dänisch
ReligionenLutheraner
Stromnetz230 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl+298
Internet TLD.fo
ZeitzoneMEZ-1h

Inseln[Bearbeiten]

Lage der Färöer Inseln

Die Färöer Inseln bestehen aus folgenden Inseln (der Größe nach angeordnet):

  1. Streymoy - mit dem Hauptort Tórshavn
  2. Eysturoy - zentrale Insel mit dem höchsten Berg der Färöer, dem Slættaratindur (882 m).
  3. Vágar - westlich von Streymoy, einziger Flughafen des Archipels
  4. Suðuroy - südlichste Insel
  5. Sandoy
  6. Borðoy - im Nordosten mit dem Hauptort Klaksvik

Orte[Bearbeiten]

Färöer

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Westküste der Insel Suðuroy

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Vágar ist der einzige Flughafen der Färöer Inseln, er befindet sich auf der Insel Vágar nahe der Ortschaft Sørvágur. Es bestehen regelmäßige Linienverbindungen vor allem nach Kopenhagen, zum Teil aber auch in andere europäische Städte wie Barcelona oder London. Mit dem Auto braucht man etwa eine Stunde in die Hauptstadt Tórshavn.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Smyril Line fährt von Hirtshals auf dem dänischen Festland nach Tórshavn. Auf jeder zweiten Tour fährt die Norröna, das einzige Fährschiff auf dieser Linie, von Tórshavn weiter nach Seyðisfjörður auf Island. Die Verbindungen der Linie nach Lerwick auf den Shetland-Inseln und nach Bergen in Norwegen wurden 2010 eingestellt.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Straßen auf den Färöer-Inseln sind überwiegend asphaltiert. Nahezu jeder Ort ist über eine Straße mit dem färöischen Straßennetz verbunden, selbst abgelegene Inseln wurden unter großem finanziellen Aufwand über Brücken oder Tunnel mit dem Hauptort Tórshavn verbunden. Nur in Einzelfällen kommen noch Autofähren zum Einsatz.

Das Auto hat auf den Färöern einen besonderen Stellenwert. Da es auf den Inseln sonst keine großen Möglichkeiten gibt, sich zu beschäftigen, fährt man häufig mit dem eigenen Auto "spazieren". Deshalb besitzt auch durchschnittlich jeder Einwohner sein eigenes Auto. Mietwagenanbieter sind am Flughafen Vágar zahlreich vertreten.

In Tórshavn gibt es ein kostenloses Stadtbusnetz, die außenliegenden Orte werden mit Überlandbussen angebunden. Daneben gibt es noch einen Hubschrauberservice vom Flughafen Vagar nach Tórshavn und zu einigen abgelegenen Inseln, der von der staatlichen Fluggesellschaft Atlantic Airways durchgeführt wird.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Bevölkerung der Färöer stammt im besonderen Maße von den Wikingern ab, die im 9. Jahrhundert die Inseln besiedelten. Seit dem 14. Jahrhundert sind die Färöer von Dänemark abhängig. Autonomie erlangten sie im Jahre 1948.

Sprache[Bearbeiten]

Amtssprache auf den Färöern ist Färöisch (auf färöisch: føroyskt, auf dänisch: færøsk). Zweite Amtssprache ist Dänisch. Färöisch ist wie Isländisch eine west-skandinavische Sprache. Englisch ist ebenfalls weit verbreitet, Deutsch eher weniger.

Färöisch gilt als eine der kleinsten Sprachen in Europa und ist zugleich eine der kleinsten unter den lebenden germanischen Sprachen. Das Färöische gilt als diejenige Sprache auf der Welt, in der jährlich die meisten Bücher pro Muttersprachler erscheinen (1 Buchtitel auf etwa 325 Einwohner). Das Färöische gliedert sich in mehrere Dialekte. Die auf den Färöern gesprochene Variante des Dänischen wird inoffiziell auch als Gøtudansk (Straßendänisch) bezeichnet.

Kaufen[Bearbeiten]

Auf den Färöern wird mit der Dänischen Krone bezahlt, es sind aber (ähnlich wie etwa in Schottland und Wales) eigene Banknoten im Umlauf, die sich von den dänischen unterscheiden, aber in beiden Ländern als Zahlungsmittel akzeptiert werden.

Die Lebenshaltungskosten auf den Färöern sind mit denen skandinavischer Länder wie Norwegen vergleichbar; die Färöer sind also kein Schnäppchenparadies.

Küche[Bearbeiten]

Die Küche auf den Färöern besteht aus den beiden Hauptzutaten Lamm und Fisch.

Die Färöer sind neben Japan eine der letzten Staaten der Erde, die noch (unter großem internationalen Protest) den Walfang betreiben. Deshalb ist es auf den Inseln auch möglich Walfleisch zu kaufen, das sonst auf dem europäischen Kontinent nicht erhältlich ist.

Restaurants sind auf der Insel nur sehr spärlich vertreten, eine große gastronomische Tradition gab es auf der Insel nie und erst mit dem einsetzenden Tourismus öffneten die ersten Wirtschaften, um die Gäste zu versorgen. Am ehesten findet man (empfehlenswerte!) Restaurants in den großen Hotels in Tórshavn. Gerade außerhalb des Hauptortes wird man aber hauptsächlich auf Selbstversorgung angewiesen sein.

Nachtleben[Bearbeiten]

Ein richtiges Nachtleben gibt es eigentlich nur im Hauptort Tórshavn. Außerhalb wird es ganz schnell ruhig und man kann sich die Sterne angucken.

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels existieren hauptsächlich in Tórshavn. Außerhalb findet man meist nur Unterkünfte auf dem Niveau deutscher Jugendherbergen. Wie in Dänemark kennen die Färöer kein "Jedermannsrecht" wie sonst in Skandinavien.

Lernen[Bearbeiten]

Die Universität der Färöer ist die einzige höhere Bildungseinrichtung des Landes. Sie dient hauptsächlich dem Erhalt und der Forschung der färöischen Kultur und Sprache sowie der Deckung des Bedarfs an Lehrern im Land; es ist die einzige Universität der Welt, an der Färöisch studiert werden kann. Die meisten Einheimischen (über 90 Prozent) gehen zum Studieren ins Ausland, meist nach Dänemark.

Arbeiten[Bearbeiten]

Die Wirtschaft auf den Färöern ist hauptsächlich von Fischfang und Tourismus abhängig. Größere Industriebetriebe oder große Firmen wird man hier nicht finden. Auf den Färöern gilt allgemein Vollbeschäftigung, auch wenn die Wirtschaftskrisen der letzten Jahre das Land erschüttert haben.

Sich als Ausländer im Land niederzulassen, ist ohne Färöischkenntnisse äußerst schwierig.

Feiertage[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Kriminalität ist auf den Färöern kein Problem, die Inseln gelten in der Hinsicht als absolut sicher. Die größten Gefahren gehen von der Natur aus und hier insbesondere vom Wetter und von den freilaufenden Schafen auf der Inseln. Die können sich an Orten verstecken, wo man sie nicht vermuten würde (z. B. in Tunneln); es gibt jedes Jahr mehrere Unfälle auf den Färöern, die durch Kollisionen mit Schafen verursacht werden.

Gesundheit[Bearbeiten]

Die medizinische Versorgung ist auf den Inseln gewährleistet. Man sollte unbedingt eine Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, die auch die Färöer abdeckt - das Land gehört nicht zur EU und deshalb gilt die europäische Krankenversicherungskarte hier nicht. Ohne Versicherung muss man die hohen Behandlungskosten aus eigener Tasche bezahlen, was im Ernstfall problematisch sein kann.

Klima[Bearbeiten]

Die Färöer-Inseln haben ein rauhes Nordseeklima, das für ständigen Wind und ausgeglichene Temperaturverhältnisse übers ganze Jahr sorgt. Selbst im Hochsommer sind Temperaturen über 15°C selten, dafür fallen die Temperaturen im Winter selten unter den Gefrierpunkt, Schnee oder Eis sind auf den Färöer-Inseln kein großes Thema.

Respekt[Bearbeiten]

Die Färöer sind immer noch ein sehr problematisches Land für Homosexuelle. Bis vor kurzem waren offene Anfeindungen gegen Homosexuelle weit verbreitet, teilweise wurden Leute auf offener Straße fast zu Tode verprügelt. Auch heute kann das Thema im Land nicht offen diskutiert werden und viele Betroffene ziehen ins liberalere Dänemark. Man sollte sich also mit Andeutungen in die Richtung sehr deutlich zurückhalten. Ursprünglich galt das Gesetz, das gleichgeschlechtliche Ehen in Dänemark erlaubt, ausdrücklich nicht auf den Färöern, erst im Jahr 2017 wurde dies geändert.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Auf den Färöer-Inseln gibt es den staatlichen Telekommunikationsanbieter Føroya Tele, der flächendeckend nicht nur Telefon und Internet, sondern auch Handyempfang anbietet. Roamingabkommen bestehen mit allen deutschen Mobilfunkanbietern, sodass telefonieren auf den Färöer-Inseln kein Problem ist.

Wichtig: Die Faröer gehören nicht zur EU und auch nicht zum EWR. Damit fallen Roaminggebühren an, die teilweise recht happig sein können.

Auf den Färöer-Inseln gibt es nur einen einzigen Fernsehsender, Sjónvarp Føroya. Nur knapp ein Viertel des Programms wird tatsächlich auf Färöisch gesendet, der Rest sind meist Übernahmen des dänischen Fernsehens. Die dänischen Programme vom Festland sind auf den Färöer-Inseln ebenfalls zu empfangen.

Im Radio gibt es inzwischen ein breites Angebot. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, Útvarp Føroya, sendet als einziger grundsätzlich 100% auf Färöisch und ist ebenfalls überall zu empfangen.

Das Postverk Føroya zählt zu den kleinsten Postunternehmen Europas. Mit 14 Postämtern wird das Land flächendeckend mit Postdienstleistungen versorgt. Die Briefmarken sind unter Philatelisten beliebt und ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor des Landes.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
Erioll world 2.svg