Elis
| Elis | |
| Hauptstadt | Pyrgos |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 182.463 (2011) |
| Fläche | 2.618 km² |
| Postleitzahl | 27x xx |
| Vorwahl | |
| Webseite | www.nailias.gr |
Der Regionalbezirk Elis (Ηλεία/Ilía) liegt im Westen des Peloponnes in Griechenland.
Elis ist aufgrund der Verbindung von antiker Geschichte rund um Olympia, langen Sandstränden am Ionischen Meer, abwechslungsreicher Natur sowie historischen Burgen und Orten interessant.
Regionen
[Bearbeiten]Elis gliedert sich in die sieben Gemeindebezirke Andravida-Kyllini, Andritsena-Krestena, Ilida, Olympia, Pineos, Pyrgos und Zacharo
Orte
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- 1 Pyrgos (Πύργος Ηλείας) Pyrgos ist die Hauptstadt der Regionalverwaltung Elis, hat rund 20.000 Einwohner und ist damit eine der größeren Städte der Region. Im Gegensatz zu Olympia ist Pyrgos keine klassische Touristenstadt, sondern ein lebendiges regionales Verwaltungszentrum. Im Zentrum gibt es Plätze, Cafés, Tavernen und Geschäfte. Einige ältere neoklassizistische Gebäude zeugen von der wirtschaftlichen Bedeutung der Stadt im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Für die Stadt selbst benötigt man keinen ganzen Urlaubstag, sie eignet sich aber gut für einen Spaziergang, einen Restaurantbesuch oder als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Olympia und an die Küste.
- Olympia. Der moderne Ort Olympia ist relativ klein und stark auf den Tourismus ausgerichtet. Er eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt, um die Region zu erkunden.
- 2 Katakolo (Κατάκολον) Katakolo liegt direkt am Ionischen Meer und ist einer der bekanntesten Küstenorte der Region Elis. Der Ort verfügt über einen kleinen, geschützten Hafen und ist vor allem dafür bekannt, dass hier regelmäßig Kreuzfahrtschiffe anlegen. Von hier aus besuchen viele Kreuzfahrtgäste Olympia. Abseits des Kreuzfahrttourismus ist Katakolo ein hübscher kleiner Ort mit einer Uferpromenade, Tavernen und Cafés, von denen aus man einen schönen Blick auf das Meer hat. Oberhalb des Ortes befinden sich schöne Aussichtspunkte.
- 3 Zacharo (Δήμος Ζαχάρως) Die Stadt selbst ist eher klein und wenig touristisch geprägt. Bekannt ist Zacharo für seinen langen Sandstrand, der sich südlich und nördlich des Ortes über viele Kilometer erstreckt. Der breite, überwiegend naturbelassene Strand gehört zu den schönsten der westlichen Peloponnesküste. Im Sommer findet man dort sowohl organisierte Strandabschnitte als auch ruhigere Bereiche. Nur wenige Kilometer nördlich befindet sich der Kaiafas-See (Limni Kaiafa), eine reizvolle Lagune, die durch einen schmalen Dünenstreifen vom Ionischen Meer getrennt wird. Die Gegend ist von Pinienwäldern geprägt und eignet sich für Spaziergänge und Naturbeobachtungen. Ebenfalls interessant sind die Thermalquellen von Kaiafas, die bereits seit der Antike bekannt sind und bis heute für ihre mineralhaltigen Quellen genutzt werden.
- 4 Kyllini (Κυλλήνη Ηλείας) Der Ort ist vor allem für seine langen Sandstrände und seinen Fährhafen bekannt. Von hier bestehen Fährverbindungen zu den Ionischen Inseln, insbesondere nach Zakynthos und Kefalonia. Die Küste rund um Kyllini ist wesentlich stärker auf Badeurlaub ausgerichtet als die Städte im Landesinneren. Die Strände sind lang, sandig und teilweise von Pinienwäldern gesäumt. In der Nähe befinden sich außerdem die Thermalquellen von Loutra Kyllinis, die traditionell für Wellness und Kuren genutzt werden. Ein weiteres Highlight ist die mittelalterliche Burg Chlemoutsi, die auf einem Hügel über der Küstenebene liegt.
- 5 Andravida (Ανδραβίδα) Andravida ist heute eine eher kleine Stadt, war im Mittelalter jedoch von großer Bedeutung. Im 13. Jahrhundert war sie eines der wichtigsten Zentren des Fürstentums Achaia, das nach dem Vierten Kreuzzug von den Franken gegründet wurde. Von der mittelalterlichen Bedeutung sind heute vor allem die Ruinen der Kirche Agia Sophia erhalten. Sie gehört zu den bemerkenswertesten Beispielen gotischer Sakralarchitektur im griechischen Raum. Andravida ist deshalb vor allem für Besucher interessant, die sich für die weniger bekannte fränkische Geschichte Griechenlands interessieren.
- 6 Arkoudi (Αρκούδι Ηλείας) Arkoudi ist ein kleiner, ruhiger Ferienort mit einem schönen Sandstrand. Entlang der Küste und im Ortszentrum gibt es Tavernen und Cafés. Abends herrscht dort eine angenehm entspannte Atmosphäre. Arkoudi lässt sich sehr gut mit Kyllini und Chlemoutsi kombinieren. Wer mehrere Tage in Elis verbringt und nicht täglich archäologische Sehenswürdigkeiten besichtigen möchte, findet hier einen guten Ort zum Entspannen.
Weitere Ziele
[Bearbeiten]Natur
[Bearbeiten]- 1 Kaiafas-See (Λίμνη Καϊάφα) Der Kaiafas-See liegt direkt hinter der Küste und ist durch einen schmalen Dünenstreifen vom Ionischen Meer getrennt. Die von dichtem Pinienwald umgebene Lagune bildet eine ruhige, naturnahe Landschaft. Die Gegend ist außerdem für ihre Thermalquellen bekannt, deren schwefelhaltiges Wasser bereits seit der Antike genutzt wird. Der See und seine Umgebung eignen sich besonders für Spaziergänge, Naturbeobachtungen und Ausflüge, die Strand und Natur verbinden.
- 2 Neda-Schlucht (Νέδα) Der Neda ist einer der wenigen Flüsse Griechenlands, die nach einer mythologischen Figur benannt sind. Auf seinem Weg durch das bergige Hinterland hat er eine spektakuläre Schlucht mit Felsformationen, kleinen Wasserfällen und natürlichen Becken gebildet. Besonders bekannt ist der Neda-Wasserfall, der im Sommer ein beliebtes Wanderziel ist. Die Wanderungen können teilweise anspruchsvoll sein und führen durch eine sehr ursprüngliche Landschaft.
- 3 Strofylia-Wald (Δάσος Στροφυλιάς) Der Strofylia-Wald ist eines der bedeutendsten Küstenwaldgebiete Griechenlands. Er erstreckt sich entlang der nördlichen Küste von Elis und besteht unter anderem aus alten Aleppo-Kiefern und verschiedenen Eichenarten. Zwischen Wald, Dünen, Lagunen und Feuchtgebieten entsteht ein außergewöhnlich vielfältiges Ökosystem. Die Region gehört zum europäischen Natura-2000-Netzwerk und ist insbesondere für ihre Vogelwelt bedeutsam.
- 4 Alfeios-Fluss (Αλφειός) Der Alfeios ist der größte Fluss des Peloponnes und prägt die Landschaft südlich und östlich von Olympia. Sein breites Tal besteht aus landwirtschaftlich genutzten Flächen, Flussauen und bewaldeten Hügeln. In der Umgebung von Olympia lässt sich die antike Kulturlandschaft gut mit der natürlichen Umgebung verbinden. Auch ein Bad im Fluss ist möglich. Das Landschaftsbild wird von Olivenhainen, Zypressen, Flüssen und bewaldeten Bergen geprägt.
- 5 Foloi-Eichenwald (Φολόη) Im bergigen Hinterland von Elis liegt der Foloi-Eichenwald, ein außergewöhnlich alter Eichenwald, der sich auf einem Hochplateau befindet. Die großen, knorrigen Eichen verleihen der Landschaft einen fast romantischen Charakter. Durch den Wald führen Wander- und Forstwege. Besonders im Frühjahr und Herbst ist die Landschaft sehr reizvoll. Der Wald bildet einen starken Kontrast zu den flachen Küstenlandschaften von Elis.
Archäologische Stätten
[Bearbeiten]- 1 Olympia (Ολυμπία) ist die bedeutendste archäologische Stätte von Elis und UNESCO-Weltkulturerbe. Das Heiligtum war seit der Antike eines der wichtigsten religiösen Zentren Griechenlands und Austragungsort der Olympischen Spiele. Zu den wichtigsten Bauwerken gehören der Zeustempel, der Heratempel, das antike Stadion, das Philippeion sowie die Palästra und das Gymnasion.
- 2 Kakovatos Antikes Kakovatos war eine bedeutende mykenische Siedlung, die vor allem durch ihre frühmykenischen Tholos-Gräber und archäologischen Funde bekannt ist. Die Siedlung florierte im 16.–15. Jahrhundert v. Chr. und weist auf ein frühes Zentrum der mykenischen Kultur mit Handelsbeziehungen und wohlhabenden Eliten hin. Besonders die monumentalen Kuppelgräber mit reichen Grabbeigaben zeugen von der Bedeutung des Ortes in der Bronzezeit.
- 3 Elis (Ηλείοι) Die antike Stadt Elis war das politische Zentrum der Region und Hauptstadt des antiken Staates Elis. Die Ausgrabungsstätte liegt nördlich des heutigen Amaliada. Zu sehen sind unter anderem die Reste eines antiken Theaters, der Agora, öffentlicher Gebäude und Wohnbereiche. Im Gegensatz zu Olympia ist die Anlage deutlich weniger touristisch erschlossen und vermittelt daher einen ruhigeren Eindruck.
- 4 Heiligtum des Apollon Epikourios (Ναός Επικούριου Απόλλωνα) Das Heiligtum des Apollon Epikourios bei Bassai liegt in den Bergen südöstlich von Elis. Der außergewöhnlich gut erhaltene Tempel stammt aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. und wird Iktinos, einem der Baumeister des Parthenon, zugeschrieben. Er verbindet dorische, ionische und korinthische Elemente und gilt als eines der bedeutendsten Werke der klassischen griechischen Architektur.
- 5 Heiligtum der Artemis in Letrini Es war der Göttin Artemis unter dem Beinamen Alpheiaia (oder Alpheaea/Alpheiousa) geweiht, ein Name, der aus der griechischen Mythologie stammt, wonach sich Artemis dem Flussgott Alpheios entzog, der ihr unterirdisch bis nach Syrakus folgte. Das Heiligtum besaß eine eigene lokale Bedeutung, ist aber im Vergleich zu großen Zentren wie Ephesos oder Sparta archäologisch weniger detailliert dokumentiert als andere Artemis-Kulte der Antike.
Sonstiges
[Bearbeiten]- 6 Burg Chlemoutsi (Χλεμούτσι) Chlemoutsi ist eine mittelalterliche Burg. Sie wurde 1220 von den Kreuzfahrerherrschern des Fürstentums Achaia als ihre Hauptfestung erbaut und ist die am besten erhaltene Befestigungsanlage aus der Zeit der Frangokratia in Griechenland. Aufgrund ihrer strategischen Lage bot sie einen weiten Blick über Elis und Achaia. Die Burg besteht aus einem großen, sechseckigen Bergfried auf dem Hügelkamm, dessen gefährdete Seiten zusätzlich von einer äußeren Mauer umgeben sind. Die Burg eignete sich hervorragend als fürstliche Residenz: Ihre um den Innenhof angeordneten Säle waren geräumig, komfortabel und hell und im Sommer angenehm kühl. Für die Wintermonate waren sie mit mehreren Kaminen ausgestattet. Die architektonischen Merkmale des Hauptturms sind für seine vermutete Bauzeit jedoch ungewöhnlich und ähneln eher Bauwerken des 15. Jahrhunderts. Dies hat zu Unsicherheiten hinsichtlich seiner genauen Datierung geführt. Die Burg ist von zwei Wehrmauern geschützt. Die äußere ist polygonal, die innere ein unregelmäßiges Sechseck. Die innere Wehrmauer bildet die Hauptburg bzw. den Palast. Beide Mauern sind relativ gut erhalten.
- 7 Burg von Pontikokastro (Ποντικόκαστρο) Die Ruinen einer mittelalterlichen Burg überragen den Hafen von Katakolo. Sie wurde im 13. Jahrhundert von den Franken erbaut, die den Peloponnes nach dem Vierten Kreuzzug besetzt hatten, und zählte zu den zwölf stärksten Burgen des Fürstentums. Sie entstand an der Stelle einer byzantinischen Festung und der Akropolis des antiken Feia. Die Burg wurde vermutlich 1460 von den Türken zerstört. Heute sind nur noch wenige Ruinen erhalten.
- 1 Kloster Panagia Skafidiotissa orthodoxes Kloster in landschaftlich reizvoller Lage nahe der Küste.
- 2 Frankopidima-Kloster Landschaftlich schön gelegen mit besonders schöner Ausstattung der Kirche.
Hintergrund
[Bearbeiten]Die Region wird im Norden und Osten von Flüssen und Gebirgszügen geprägt, während die flache Westküste durch Dünen, Pinienwälder und Feuchtgebiete gekennzeichnet ist. Besonders charakteristisch sind der Strofylia-Wald, die Kotychio-Lagune, der Kaiafas-See und der Foloi-Eichenwald. Die langen Sandstrände zwischen Kyllini, Amaliada, Zacharo und dem südlichen Küstenbereich gehören zu den landschaftlichen Besonderheiten von Elis.
Geschichte: In der Antike bildete die Stadt Elis das politische Zentrum der Region, während Olympia als religiöses Heiligtum des Zeus weltgeschichtliche Bedeutung erlangte. Hier wurden ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. die Olympischen Spiele ausgetragen, die zu den wichtigsten panhellenischen Festen der griechischen Antike gehörten. Die Region war außerdem für die Zucht und Ausbildung von Pferden bekannt und spielte innerhalb der politischen Ordnung des Peloponnes eine wichtige Rolle. Nach der klassischen Antike wurde Elis Teil verschiedener hellenistischer und später römischer Herrschaftsgebiete. In der byzantinischen und mittelalterlichen Zeit wechselten die politischen Verhältnisse mehrfach. Besonders prägend war die fränkische Herrschaft nach dem Vierten Kreuzzug im 13. Jahrhundert. Aus dieser Epoche stammen bedeutende Festungen wie Chlemoutsi, die über die fruchtbare Küstenebene und die Verkehrswege der Region wachten. Während der osmanischen Zeit blieb Elis überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Mit der griechischen Unabhängigkeit im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Region zunehmend zu einem wichtigen Agrargebiet.
Tourismus: Das wichtigste Reiseziel ist Olympia mit seiner weltberühmten antiken Stätte und den Museen. Entlang der Westküste bilden Kourouta, Kyllini, Arkoudi, Skafidia, Zacharo und Kaiafas wichtige Zentren des Strandtourismus. Eine zunehmende Bedeutung haben Natur- und Ökotourismus, insbesondere im Strofylia-Wald, an der Kotychio-Lagune und am Kaiafas-See. Ergänzt wird das Angebot durch Thermalquellen und Wellness, historische Burgen und Klöster sowie Kreuzfahrttourismus über den Hafen von Katakolo.
Sprache
[Bearbeiten]Anreise
[Bearbeiten]Mobilität
[Bearbeiten]Aktivitäten
[Bearbeiten]Strände
[Bearbeiten]Die Westküste von Elis ist für ihre langen, breiten Sandstrände und das klare Wasser des Ionischen Meeres bekannt. Zu den beliebtesten Stränden zählen Kourouta bei Amaliada, das mit Strandbars, Tavernen und Wassersport besonders lebhaft ist, sowie der weitläufige und naturnähere Strand von Zacharo, der von Dünen und Pinienwäldern begleitet wird. Skafidia besticht durch eine malerische Bucht mit klarem Wasser, während Kyllini und Loutra Kyllinis lange, familienfreundliche Sandstrände bieten. Der kleinere Arkoudi Beach verbindet Badeurlaub mit einer gemütlichen Atmosphäre und Tavernen am Meer. Im Norden liegen mit Thines besonders naturbelassene Dünenstrände, während Palouki bei Amaliada für seine entspannte, familienfreundliche Atmosphäre bekannt ist.
Thermalquellen
[Bearbeiten]- 1 Thermalquellen von Kyllini Diese seit der Antike bekannten und von Römern genutzten Schwefelquellen gelten als eines der ältesten und vollständigsten Bäder Europas und werden heute für Hydrotherapie und Wellness genutzt. Historische Schlammlöcher: Kostenlose Nutzung der ursprünglichen, schwefelhaltigen Quellen, bei der Heilschlamm aus Sumpflöchern geschöpft und auf den Körper aufgetragen wird; beliebt bei Einheimischen und Touristen. Modernes Spa-Zentrum: Ein luxuriöses Hotel- und Kurzentrum (u. a. Grecotel Olympia Riviera Thalasso), das medizinische Behandlungen wie Inhalationstherapie bei Asthma, Nasenspülungen und Bäder bei rheumatischer Arthritis anbietet. Die Heilwirkung der Thermalwässer und des Schlamms wird traditionell bei Arthritis, Asthma, Hauterkrankungen, Neuralgien und Migräne zugeschrieben.
- 2 Kaiafas-Thermalquellen Die bekanntesten Thermalquellen der Region liegen am Kaiafas-See, eingebettet in Pinienwald und nahe der Küste. Das mineralhaltige Wasser tritt mit etwa 31–34 °C aus den Quellen aus und wird für Hydrotherapie und Wellness genutzt. Die Quellen sind bereits seit der Antike bekannt und liegen heute innerhalb eines Natura-2000-Schutzgebiets.