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Côte-d’Or

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Département Côte-d’Or

Côte-d’Or ist ein Département in der französischen Region Burgund. Côte-d’Or ist auch ein bekanntes Weinanbaugebiet. Neben Wein und guter Küche bietet Côte-d’Or alte, sehenswerte Städte, große Klöster, romantische Burgen und Schlösser. Man kann durch die Weinberge wandern, entlang der Kanäle radeln, Kanu oder Hausboot fahren.

Regionen[Bearbeiten]

Naturräumliche Regionen des Départements
  • Auxois im Westen, um Montbard, bildet einen Graben zwischen zwei Plateaus, bekannt für die gleichnamige Pferderasse
  • Châtillonais im Norden, rund um Châtillon-sur-Seine, am Oberlauf der Seine, grenzt an die Aube und an die Champagne
  • Hautes côtes de Nuits, unmittelbare Umgebung von Dijon, bedeutendes Weinanbaugebiet (als appellation d’origine contrôlée, AOC, geschützt), hierher kommen die berühmtesten roten Burgunderweine, aber auch Chardonnay
  • Hautes côtes de Beaune im Süden, rund um Beaune, ebenfalls bedeutendes Weinanbaugebiet (AOC), setzt sich im Département Saône-et-Loire fort
  • Morvan im äußersten Westen, hügelig bis bergig, als regionaler Naturpark geschützt, setzt sich in den Départements Nièvre und Saône-et-Loire fort.
  • Pays de l'Ouche im Zentrum, westlich von Dijon, Talregion entlang des Flusses L'Ouche
  • Seine et Tilles im nördlichen Zentrum, nördlich von Dijon, landwirtschaftlich geprägt (Mischkultur und Viehzucht)
  • Vingeanne et Val de Saône im Osten, östlich von Dijon, vom Wasser geprägte Region, hübsche kleine Dörfer

Orte[Bearbeiten]

Innenstadt von Dijon
Hôtel-Dieu in Beaune
Château und Pont Pinard, Semur-en Auxois
  • Dijon ist Präfektur (Verwaltungssitz) des Départements, weltweit bekannt für Senf und Johannisbeerlikör, aber auch eine sehr sehenswerte und geschichtsreiche Stadt; Herzogspalast aus dem 17. Jahrhundert, Innenstadt mit Patrizierhäusern aus Mittelalter und Renaissance, das Musée des Beaux-Arts ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen Frankreichs.
  • Beaune, Hauptattraktion ist das Hôtel-Dieu, ein ehemaliges Hospital, dessen Dach mit charakteristisch bunten glasierten Ziegeln gedeckt ist; außerdem romanische Kirche Notre-Dame, erhaltene Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert und ehemaliger Wohnsitz der Herzöge, heute Musée de Vin.
  • Châtillon-sur-Seine, geschichtsträchtiger Ort, bekanntes archäologisches Museum mit eisenzeitlichem Fürstengrab („Schatz von Vix“) und griechischem Bronzekrater, sowie romanische Kirche
  • Flavigny-sur-Ozerain, romantisches und malerisches Dorf (ausgezeichnet eines der schönsten Frankreichs) mit romanischer Benediktinerabtei, mittelalterlichen Gassen und Befestigungsring, Drehort des Films Chocolat mit Juliette Binoche und Johnny Depp
  • Marmagne mit der zum UNESCO-Welterbe zählenden Abtei Fontenay
  • Montbard
  • Nuits-Saint-Georges, einer der bekanntesten Weinbauorte in Burgund
  • Semur-en-Auxois mit gotischer Stiftskirche Notre-Dame, Schloss, erhaltenen Rundtürmen der ehemaligen Zitadellenbefestigung und hübscher Brücke mit einem malerischen Blick; Drehort der Komödie Fisch oder Fleisch mit Louis de Funès

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Treidelweg und Schleuse am Canal de Bourgogne bei Veuvey sur Ouche
  • Route des Grands Crus, die burgundische Weinstraße führt auf einer Länge von 60 Kilometern von der Côte de Nuits bis zur Côte de Beaune zwischen Dijon und Santenay und durchquert dabei 38 malerische Weindörfer. Website mit weiteren Informationen
  • Canal de Bourgogne, beliebt zum Hausbooturlaub, an der Wasserscheide gibt es einen 3 Kilometer langen Tunnel; es gibt aber auch einen Radwanderweg entlang dem Kanal
  • Alesia – der Ort, über den der Dorfhäuptling Majestix im Comic Asterix und der Avernerschild sagt „Ich kenne kein Alesia! Ich weiß nicht, wo Alesia liegt! Niemand weiß, wo Alesia liegt!“, lag tatsächlich unweit des heutigen Dorfs Alise-Sainte-Reine im Département Côte-d’Or. Hier war bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. die Hauptstadt des keltischen Stamms der Mandubier und hier wurde 52 v. Chr. das vereinte gallische Heer unter Vercingetorix von den Römern unter Gaius Julius Caesar entscheidend geschlagen, anschließend war „ganz Gallien von den Römern besetzt...“, weshalb die Comic-Gallier nicht gut auf den Ort zu sprechen waren. Vor Ort kann man die Ausgrabungen eines gallo-römischen Amphitheaters, des Forums mit Heiligtümern der verschiedenen gallischen Götter sowie des Wohn- und Handwerkerviertels besichtigen. Im MuséoParc Alésia wird außerdem die Schlacht bei Alesia mit antiken Gebrauchsgegenständen und Faksimiles, Dioramen, Filmen, Modellen, Multimedia-Stationen und Nachbildungen von Kriegsmaschinen veranschaulicht. Zur Zeit des Kaisers Napoleon III. wurde außerdem eine monumentale Statue des Vercingetorix auf einem 7 Meter hohen Steinsockel aufgestellt (gewissermaßen das französische Gegenstück zum Hermannsdenkmal).

Hintergrund[Bearbeiten]

Sprache[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Dijon wird vorwiegend militärisch genutzt, Linienflüge gibt es keine. Die nächsten größeren Flughäfen sind in Paris-Orly (ca. 300 km nordwestlich) und Lyon (ca. 200 km südlich).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Aus der Schweiz fährt dreimal täglich der TGV Lyria direkt nach Dijon (von Zürich in 2½ Std., von Basel in knapp 1½ Std.).

Aus Deutschland kann man entweder in Basel in den TGV Lyria umsteigen oder von Frankfurt/Mannheim/Karlsruhe/Baden-Baden mit dem TGV nach Besançon und dort umsteigen (entweder in einen weiteren TGV nach Dijon oder in Regionalzüge). Von Frankfurt nach Dijon braucht man so beispielsweise fünf Stunden. Desweiteren gibt es verschiedenste Verbindungen über Paris. Von dort fahren mindestens stündlich TGVs nach Dijon, sie brauchen im Schnitt 1:35. Allerdings muss in Paris der Bahnhof gewechselt werden (Züge aus Deutschland kommen Gare du Nord oder Gare de l'Est an, Züge nach Burgund fahren Gare de Lyon oder Bercy ab).

Aus Österreich geht die schnellste Verbindung mit dem RailJet nach Zürich und von dort mit dem TGV Lyria direkt nach Dijon. Von Wien braucht man so zum Beispiel 10½, von Salzburg acht Stunden.

Einen weiteren TGV-Halt gibt es in Montbard am Westrand des Départements. Dieser liegt an der Schnellfahrstrecke Paris–Lyon, deshalb erreicht man ihn (viermal täglich) von Paris in nur knapp über einer Stunde.

Auf der Straße[Bearbeiten]

In dieses Département führt von Norden die Autobahn A 31 von Nancy/Metz/Luxemburg (Anschluss von der A 4 aus Saarbrücken/Frankfurt), von Westen die A 36 von Besançon und Mulhouse/Freiburg/Basel, von Nordosten die A 6 von Paris, von Süden die A 6 von Lyon.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Durch das Département führt die sechste und siebente Etappe des Radwanderwegs „Karl der Kühne“ von Brügge über Luxemburg, Perl (Mosel), Metz, Nancy und Richtung Süden nach Charolles (Saône-et-Loire)

Durch Santenay ganz im Süden des Départements führt der europäische Fernradweg Eurovelo 6 (Atlantik–Schwarzes Meer).

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen und Klöster[Bearbeiten]

Kreuzgang der Abtei Fontenay
  • Abtei Fontenay, 75 km nordwestlich von Dijon. Großes und historisch bedeutendes Zisterzienserkloster, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Kloster Cîteaux, 25 km südlich von Dijon. Große Zisterzienserabtei aus dem 11. Jahrhundert.

Schlösser und Burgen[Bearbeiten]

  • Château du Clos de Vougeot, etwa auf halber Strecke zwischen Dijon und Beaune. Prächtiges mittelalterliches Schloss und Sitz einer Weinbrüderschaft, Veranstaltungsort des Festivals Musique et Vin, außerdem ein bekannter und vorzüglicher Table d’hôte.
  • Burg Châteauneuf-en-Auxois, 40 km westlich von Dijon. Hochmittelalterliche Spornburg auf dem Plateau eines 475 Meter hohen Felsen, der hoch über die umgebende Landschaft ragt.
  • Schloss Bussy-Rabutin, 55 km nordwestlich von Dijon. Renaissanceschloss mit Wassergraben, weitläufiger Gartenanlage (nach dem Vorbild derer von Versailles) und terrassenförmig gestaltetem Park.
  • Burg La Rochepot, 16 km südwestlich von Beaune. Romantische Burg aus dem 13. Jahrhundert, die nach der Französischen Revolution als Steinbruch gebraucht wurde und anschließend nur noch eine Ruine war, ab 1894 aber im Stil des Historismus wieder vollständig rekonstruiert wurde. Das Dach ist mit den bunten glasierten Ziegeln gedeckt, wie sie für die Gegend um Beaune typisch sind.
  • Schloss Commarin, 35 km westlich von Dijon. Barockes Wasserschloss.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • L'Hôtel-Dieu (Hospiz) von Beaune, im 15. Jahrhundert gegründetes und bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts genutztes Spital, dessen Dach mit bunt gemusterten, glasierten Ziegeln gedeckt ist.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Wandern durch die Weinberge
  • Radfahren/-wandern, z. B. entlang dem Canal de Bourgogne (212 km), auf der Weinroute (23 + 13,5 km) oder auf dem Radwanderweg „Karl der Kühne“
  • Hausbootfahren auf dem Canal de Bourgogne

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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