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Burg Hanstein

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Die Burgruine Hanstein ist eine imposante Burgruine an der Werra im Eichsfeld. Die Anlage liegt bei Bornhagen etwa 20 km südlich von Göttingen. Zusammen mit der nahen Teufelskanzel stellt die Burg ein attraktives Ziel für einen Tagesausflug dar.

Blick zur Burg Hanstein. Unterhalb der Burg liegt das Dörfchen Rimbach

Hintergrund[Bearbeiten]

Burg Hantein (links) und Burg Ludwigstein (rechts) in der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655.

Die Burgruine mit wechselhafter Geschichte geht in ihrer heute noch erhaltenen Anlage auf das Adelsgeschlecht derer von Hanstein zurück, die die Burg ab 1308 im Auftrag des Mainzer Erzbischofs errichteten. Auch vorher war die Bergkuppe des Höheberges schon Sitz einer Burganlage gewesen, die jedoch bereits 1070 wieder zerstört wurde. Durch das wachsende Gebiet der von Hanstein wurde die Burg schließlich ein Grenzposten des Eichsfeldes, das als Enklave des Mainzer Kurfürstentums gesondert zu schützen war. Aufgrund der abgelegenen Lage der Burg und der zugehörigen 21 Dörfer stagnierte jedoch die wirtschaftliche Situation, so dass aus dem Adelsgeschlecht von Hanstein schließlich ein Raubrittergeschlecht wurde. Zum Schutz der Handelswege vor den Raubrittern wurde daraufhin 1415 die gegenüberliegende Burg Ludwigstein errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg schließlich von den schwedischen Truppen zerstört und wurde seitdem nicht mehr dauerhaft bewohnt, auch wenn sie weiterhin als Treffpunkt des Hauses Hanstein diente.

Während der deutsch-deutschen Teilung war die Burgruine Beobachtungsposten der DDR-Grenztruppen, und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Heutzutage gibt es engagierte Bemühungen, die Burgruine zu restaurieren und zu erhalten. Durch zahlreiche Aktivitäten zieht die Ruine nicht nur zum jährlichen Mittelalterfest Scharen von Besuchern an.

Im Juni 2012 kam der Hanstein, wie die Burgruine auch genannt wird, zu besonderen Ehren: Auf der Burg fanden Aufnahmen für die Verfilmung des Romans Der Medicus von Noah Gordon statt. So kam der Hanstein nach seiner wechselhaften Geschichte auch als Filmkulisse zu Ehren.

Anreise[Bearbeiten]

Für die Anreise zum Hanstein ist Bornhagen am Fuße des Burgberges der Anlaufpunkt, zum höhergelegenen Rimbach oder gar der Burgruine selbst gibt es keinen ÖPNV-Anschluss.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Wanderplan Bahnhof Eichenberg - Burg Hanstein - Teufelskanzel (separat in DIN A4 Hochformat ausdrucken.)

Vom Bahnhof Arenshausen an der Regionalbahnlinie zwischen Kassel Hauptbahnhof und Erfurt bestehen Busverbindungen. Der Fußweg beträgt 6,8 km.

Der eigentlich nächstgelegene Bahnhof ist in Eichenberg, allerdings besteht keine Busverbindung nach Bornhagen. Es ist aber möglich, die 5,5 km zu Fuß zu gehen (Wegbeschreibung siehe Kartenskizze, zum A4-Ausdruck bitte anklicken).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Von Heiligenstadt aus fährt die Buslinie 16 über Uder, Arenshausen und Kirchgandern mehrfach täglich, nach Bornhagen jedoch nur einmal am Tag. Samstags besteht morgens eine RufBus-Verbindung, die telefonisch bestellt werden muss unter Tel. +49 3605 515253

Die Buslinie 14 von Lindewerra nach Arenshausen verkehrt Montag bis Freitag mehrfach täglich und fährt über Bornhagen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von der B27 im Werratal bei Werleshausen abfahren. Nach Querung von Werleshausen geht es auf einer kleinen Straße steil zur Burg hinauf.

Von Göttingen auf der B27 Richtung Friedland, abbiegen auf die Landstraße Richtung Arenshausen. Über Hohengandern Richtung Gerberhausen, dann Richtung Bornhagen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mit dem Kanu über die Werra bis Werleshausen. Von hier kann man zur Burg hochwandern.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Der Iron Curtain Trail führt durch Bornhagen am Fuße des Hanstein.

Radler auf dem Werra-Radweg können von Lindewerra aus den (steilen) Anstieg zur Burg hinauf nehmen.

Zu Fuß[Bearbeiten]

Wanderer auf folgenden (Fern-)Wanderwegen kommen durch Rimbach oder Bornhagen:

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Burg Hanstein

Vom KFZ-Parkplatz in Rimbach sind es etwa 300 m zu Fuß bis zur Burg.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick vom Bergfried Richtung Eichsfeld

Burg Hanstein ist noch recht gut erhalten. Die imposante Ruine sitzt teilweise wie „angegossen“ auf den Felsen. Einige historische Räume, u.a. der Rittersaal, sind als geschlossene Räume erhalten und teilweise historisch, teilweise eher neuzeitlich möbliert - insbesondere der Rittersaal, der für Trauungszeremonien genutzt wird

Der 24 m hohe Nordturm ist zugänglich, von seiner Spitze hat man einen hervorragenden Blick auf die umgebende Landschaft des Drei-Länder-Ecks Thürigen, Niedersachsen und Hessen und auf das Werratal mit Burg Ludwigstein. Von hier oben reicht der Panoramarundblick an klaren Tagen bis zum Brocken im Harz.

eingeschränkt barrierefreieingeschränkt barrierefrei Achtung: Die "Expedition" auf den Bergfried ist nichts für Reisende mit Angst vor engen Räumen. Zur Turmspitze hin wird die Treppe immer enger, außerdem kann man an mehreren Stellen nicht aufrecht stehen. Der Aufstieg ist somit nicht für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und stark übergewichtige Besucher geeignet.

Der 20 m hohe Südturm ist an seiner Spitze nicht zugänglich, allerdings kann man im Treppenhaus einige Meter aufsteigen.

Dafür gibt es zahlreiche Höfe und Terrassen sowie einige Kellergewölbe zu entdecken. In einem sind auch einige Folterinstrumente aus dem Mittelalter zu sehen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Burg Hanstein ist Kulisse für vielfältige Veranstaltungen. Auf der offiziellen Burgseite ist der Veranstaltungskalender zu finden.

Regelmäßige Veranstaltungen:

  • Mittelalterfest am 1. Augustwochenende
  • Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt

Einkaufen[Bearbeiten]

Der kleine Laden VIVA natura am Hanstein, in der Hansteinstr. 7b, wenige Meter vor der Burg Hanstein gelegen, hat keine festen Öffnungszeiten, ist aber i.d.R. von April bis Oktober an den Wochenenden stundenweise geöffnet. Nähere Hinweise und Kontaktdaten findet man unter http://www.viva-natura.de. Im Sortiment sind vor allem Accessoires wie Schals, Tücher, Stulpen, Kopfbedeckungen, Taschen und Schmuck. Außerdem bekommt man hier Postkarten, Stocknägel und Wanderkarten.

Küche[Bearbeiten]

  • Kiosk am Burgeingang
  • Klausenhof, Friedensstraße 28, 37318 Bornhagen / Eichsfeld. Tel.: +49 36081 61422, E-Mail: . liegt ca. 500 m unterhalb der Burg Geöffnet: Mittwoch bis Sonntag von 12:00 bis 20:30 Uhr.

Unterkunft[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Öffnungszeiten[Bearbeiten]

  • März bis Oktober: täglich von 10 - 18 Uhr
  • November: täglich 10 - 16 Uhr
  • Dezember bis Februar: an Wochenenden aund Feiertagen von 10 - 16 Uhr.

Eintrittspreise[Bearbeiten]

  • Erwachsene: 3,50 €
  • Schwerbehinderte: 3 €
  • Schüler und Kinder: 1,50 €
  • Gruppenrabatt ab 25 Personen: 3,00 € Stand 04/17

Führungen sind nach Vereinbarung möglich:

Führungen (Gruppe bis maximal 20 Personen): 30,00 €; jede weitere Person darüber hinaus: 1,50 €; Kontakt zur Terminabsprache: Gemeindeverwaltung Bornhagen: Tel. 036081 61311. Zu den Öffnungszeiten der Burg kann man auch am Kassenhäuschen anrufen Tel. 036081 67856.

Ausflüge[Bearbeiten]

Blick von der Teufelskanzel (auf etwa 450 m) auf die Werraschleife Lindewerra 300 m tiefer.
  • Wanderung zur Teufelskanzel - Etwa 3 km einfach auf zum Teil schönem Wanderpfad. Diese kleine Felsklippe mit aber wirklich tollem Talblick sollte man sich nicht entgehen lassen. Besonders da man im Waldgasthaus gut zum Café einkehren kann (siehe auch Wanderplan oben).
  • Wanderung zur Burg Ludwigstein - ein Wanderweg verbindet beide Burgen (etwa 4 bis 5 km einfach mit allerdings vielen Höhenmetern).

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Keppler: Hanstein, Ludwigsstein, Teufelskanzel und das eichsfeldische Werraland. Verlag Mecke-Druck, Duderstadt 2008. ISBN 978-3-936617-83-2, Die 48-seitige Broschüre (Format 12 x 17 cm) ist für 4 € an der Burgkasse erhältlich (in 2008).

Weblinks[Bearbeiten]

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