Erioll world 2.svg
Brauchbarer Artikel

Buggerru

Aus Wikivoyage
Buggerru
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen

Buggerru ist ein Hafenort im Südwesten von Sardinien; er gehört zur Provinz Sud Sardegna.

Hintergrund[Bearbeiten]

Im Rahmen des Aufbaus der Bergbauindustrie im Südwesten von Sardinien kam es im Jahr 1864 zur Gründung von Buggerru (sardisch Bugerru). Mit dem Ausbau des Sitzes der Societé des mines de Malfidano wurde der Hafenort ausgebaut. Neben den Betriebsgebäuden, der "Laveria", in der das Erz aus dem herausgebrochenen Gestein herausgelöst wurde, Verwaltungsgebäuden und dem Sitz der Direktion wurden auch Arbeiterunterkünfte errichtet. Außerdem baute man ein Kino und ein Theater, was dem Ort aufgrund der Anstrengungen um ein kulturelles Leben durch die aus Paris stammende Leitung der Minengesellschaft zum Übernamen "Piccolo Parigi" (Klein-Paris) verhalf.
Aufgrund der unmenschlichen Lebensbedingungen der unterbezahlten und ausgebeuteten Arbeiter kam es 1904 zu einem Streik. Im September 1904 kam es zum "Eccidio di Buggerru". Bei der gewalttätigen Niederschlagung des Streiks waren vier Todesopfer und 11 Verletzte zu beklagen.

Nach dem Niedergang der Bergbauindustrie gewann der Tourismus in Buggerru an Bedeutung. Die Küstenregion nördlich von Iglesias hat außergewöhnlich schöne Strände zu bieten. Im Jahre 1960 erlangte die Gemeinde die Unabhängigkeit von Fluminimaggiore.

Aus der Frühgeschichte fanden sich Siedlungsspuren aus dem 6. Jhtd. v.Chr. in den Höhlen Grotta de S'Aqua Gelada und Grotta di Padre Nocco. Weitere Spuren fanden sich aus der Zeit der Nuraghenkultur, der phönizischen und später römischen Kolonisierung. In der Zeit der Judikate verlief hier die Grenze zwischen den Judikaten von Arborea und Cagliari; der eigenständige Ort wurde erst viel später gegründet.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Auf dem Luftweg reist man am einfachsten über den Flughafen Cagliari Flughafen Cagliari im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Flughafen Cagliari in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Cagliari im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Cagliari (Q139983) in der Datenbank Wikidata (IATA: CAG) im Süden an; der Flughafen Alghero Flughafen Alghero im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Flughafen Alghero in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Alghero im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Alghero (Q1321390) in der Datenbank Wikidata (IATA: AHO) im Nordwesten und der Flughafen Olbia Flughafen Olbia im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Flughafen Olbia in der Enzyklopädie Wikipedia Flughafen Olbia im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFlughafen Olbia (Q1432236) in der Datenbank Wikidata (IATA: OLB) im Nordosten von Sardinien sind weiter entfernt.

Mit der Bahn / Mit dem Bus[Bearbeiten]

Von der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung auf Sardinien, der von der Ferrovie dello Stato / Trenitalia bedienten Hauptlinie, welche von Olbia im Nordosten über Macomer, Oristano und nach Süden weiter zur Inselhauptstadt Cagliari führt, führt eine Seitenlinie ab Decimomannu nach Iglesias. Von hier erreicht man Buggerru mit den Buslinien 804 und 808 der arst / Trasporti Regionali della Sardegna.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Zur Anreise aus dem Nordwesten von Sardinien nutzt man in der Regel die SS131. Diese teils vierspurig ausgebaute bedeutendste Nord-Südverbindung im westlichen Sardinien führt von Sassari über Macomer und Oristano nach Cagliari hinab.

Von der Hauptachse der SS131 nimmt man zur Anfahrt aus Norden die SS126 über Guspini und Arbus und biegt vor Fluminimaggiore in die Küstenstraße SP83 nach Buggerru ab.
Zur Anfahrt von Süden nimmt man zunächst die SS130 nach Iglesias, folgt ein kurzes Stück der SS126 und biegt dann ebenfalls in die in nördlicher Richtung führende malerische Küstenstraße SP83 ein.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Iglesias verfügt über einen kleinen Jachthafen, der nur touristisch genutzt wird:

Mobilität[Bearbeiten]

Im Ort bewegt man sich zu Fuss.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Buggerru mit dem Hafen (Porto di Buggerru)
  • Von einem 1 Aussichtspunkt ergibt sich ein schöner Rundblick über den Ort
  • Hauptgasse ist die 1 Via Roma.Hhier liegen verschiedene Bars und auch einzelne Ladengeschäfte.
  • 2 Museo del Minatore, Via Marina, 09010 Buggerru CI. Tel.: +39 347145 4459. Das Museum stellt die Geschichte der Bergbauaktivitäten in Buggeru dar.
  • Im Ort sind die 3 Laveria Mafidano und 4 Ruinen westlich des Hafens weitere Zeugen der Bergbaugeschichte.
  • Galleria Henry, Via su Planu, Sartu, 09010 Buggerru CI. Tel.: +39 388 932 3529. Der Minenschacht der Galleria Henry kann besucht und mit einem elektrischen Stollenzug befahren werden. Der Tunnel führt bis zu den Ruinen der 5 Miniera di Pranu Sartu. Geöffnet: jeweils So.
  • 6 San Giovanni Battista. Pfarrkirche.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Karte von Buggerru
Spiaggia Portixeddu
Torre Cala Domestica
Pan di Zucchero (Masua)
  • Baden an den Stränden der Umgebung
* Im Ort selbst liegt der Strand 1 Spiaggia di Buggerru.
* Gegen Norden verläuft die Küstenstraße SP83 entlang des langgestreckten Sandstrandbogens, der sich von der 2 Spiaggia di San Nicolò über den Abschnitt 3 Spiaggia I Pini bis zur 4 Spiaggia di Portixeddu (resp. Spiaggia di Riu Mannu) erstreckt.
* Weiter nördlich führt eine Zubringerstraße vorbei am Ferienort 1 Portixeddu und zum 7 Capo Pecora mit der 5 Spiaggia di Capo Pecora. Gegen Norden führen Fußwege zu felsigen Badebuchten.
* Der malerische Strand 6 Cala Domestica liegt an der Grenze zum Gemeindegebiet von Buggerru, auf der Klippe der Küstenturm 8 Torre Sabauda.
* Die ehemalige Bergbausiedlung 2 Masua mit den zwei Sandstrandbuchten der 7 Spiaggia di Masua liegt weiter südlich an der Straße nach Iglesias.
  • Wanderung zum 9 Lago Piscina Morta östlich von San Nicolò.
  • Die 10 Grotta delle Lumache und die 11 Grotta dell'Acqua gelata sind nicht öffentlich zugänglich.

Wanderung vom Capo Pecora - Spiaggia di Scivu Hiking-Sign-T2.png[Bearbeiten]

Vom Parkplatz am Capo Pecora kann man in ca. 2 h nach Norden zur Spiaggia Scivu wandern (7.5 + 6.1 km Hin- / Rückweg) Hiking-Sign-T2.png.

  • Gleich beim Parkplatz beginn ein gut erkennbarer Fußweg, der vorbei an einem ersten 1 Kies-/Sandstrand oberhalb der Klippe in nördlicher Richtung führt. Nach ca. einem Kilometer erreicht man den Kies-/Sandstrandbogen der 2 Cala Is Tramatzus . Der Weg führt entlang des Strands auf Höhe der ersten Vergetation und steigt als Trampelpfad am nördlichen Buchtende wieder an. Hier ist er noch gut erkennbar.
  • Bald wird es schwieriger, den 1 Trampelpfad zu verfolgen: Dieser windet sich immer der Klippe entlang zwischen Felsen und Gebüsch nordwärts, ist allerdings immer gut zu begehen. Man hüte sich davor, einen Abstieg nach Westen zum Meer hin zu suchen, sondern genieße lieber die tolle Aussicht auf die Klippen der Steilküste.
  • Nach ca. 2 km gelangt man zu einer durch einen Bachlauf geschaffene 2 Schlucht , die steil zum Meer hin abfällt. Hier wendet man sich am besten auf dem vorwiegend von Ziegen begangenen 3 Weg in südöstlicher Richtung. Zwischen den Bäumen und Gestrüpp ist er nicht einfach zu finden, aber 4 gangbar und erreicht in der Nähe eines weithin sichtbaren Gebäudes eine weiter nach Norden führende 5 Schotterstraße . Diese ist als סימון אדום.jpg rot-weißer Wanderweg markiert.
  • Nur ganz Mutige mit gutem Schuhwerk suchen den 6 Pfad , der die Schlucht etwas landeinwärts quert und auf einer Bergflanke zu einem verfallenen gemauerten Gebäude hinaufzieht (auf der Karte gelb).
  • Von hier an wandert man auf dem offiziellen rot-weiß bezeichneten Wanderweg nordwärts. Ein 7 Wegweiser auf Höhe der Querung der Bergflanke (und des verfallenen Gebäudes) weist hinab zum Strand von Scivu.
  • Zwischen Gehölz verläuft der Wanderweg nun abwärts, quert in einer spitzwinkligen Kurve einen 8 Bachlauf und würde bei einem Gehöft und einer Schotterstraße enden. Um direkt zum Strand zu gelangen, biegt man auf einen deutlich sichtbaren 9 Trampelpfad in einer Lichtung in der Macchia ab. Der nur mit Steinmannli bezeichnete, aber erkennbare 10 Weg führt an einer Felskuppe entlang und verläuft dann auf einer Flanke zum Meer hinab. Der direkte Abstieg durch die Klippe ist sandig, die Passage aber unproblematisch. Nach knapp zwei Stunden kann man an der 3 Spiaggia di Scivu im Meer baden.
  • Der Rückweg verläuft auf dem genannten mit Steinmannli bezeichneten Pfad und dann auf dem rot-weiß markierten Wanderweg in Gegenrichtung bis zum Wegweiser und dann auf der Schotterstraße hinab zum markanten Gebäude.
  • Von hier an verfolgt man die 11 Schotterstraße weiter. Deutlich vor einem Landwirtschaftsbetrieb auf einer Anhöhe wendet man sich entlang dem 12 Talgrund an einem Brunnentrog vorbei nach rechts.
  • Kurz bevor man die asphaltierte Straße zum Parkplatz erreicht, kann man auf einem sandigen 13 Pfad auch parallel zur Straße zum Parkplatz zurückwandern.

Variante (6 + 6 km Hin- & Rückweg) Hiking-Sign-T1.png:

  • Wer sich weniger durch die Macchia kämpfen will, kann einfach dem auf unserer Karte rot markierten offiziellen Wanderweg für 5 km folgen und dann dem Pfad hinab zur Bucht von Scivu (1 km) folgen, der Rückweg erfolgt dann auf demselben Weg. Der Wanderweg ist bezeichnet. Allerdings steht der erste Wegweiser leider nicht in Straßennähe, sondern erst hinter dem Landwirtschaftsbetrieb. Der "Einstieg" bei der Abzweigung der landwirtschaftlichen Straße wenig südlich des Parkplatzes ist nicht allzu schwer zu finden.

Wanderung von Buggeru zur Cala comestica Hiking-Sign-T1.png[Bearbeiten]

Für den Weg von Buggeru zur Traumbucht der Cala domestica benötigt man eineinhalb Stunden, für einen Weg; mit einem Badestop und dem Rückweg wird ein Halbtagesausflug daraus.

  • Vom Ortszentrum von Buggeru steigt man in westlicher Richtung auf, der Weg ist zunächst zur stillgelegten Mine mit dem Museumszug Galleria Henri bezeichnet. Vorbei am Eingang zur Museumsmine verfolgt man die Schottertrasse, an der Anhöhe gelangt man zu einer Marienstatue.
  • Man kreuzt auf der Schotterpiste die Zufahrtspiste zu ehemaligen Minenanlagen der Galleria Henri, man verfolgt den rot-weiss markierten Weg weiter zur Cala domestica. An einer weiteren 8 Kreuzung nimmt man den Mittelweg, einen Pfad durch die Macchia. Bei der nächsten Kreuzung geht es nur ein kurzes Stück weiter in Richtung eines ehem. Gehöfts und dann führt der Pfad weiter durch die Macchia.
  • Nach einer weiteren Strecke durch das Plateau der Serra is Passialis steigt der Pfad in ein durch einen Wasserlauf eingeschnittenes Tal ab. Entlang des Canale di Domestica geht es zwischen knorrigen Bäumen leicht abwärts und man gelangt zur östlichen Bucht der Cala domestica.
  • Hier kann man ausgiebig baden oder auf einen Pfad durch einen Tunnel, der wohl aus der Zeit der Erzverarbeitung stammt, zur Hauptbucht mit einer Strandbar gelangen. Von hier aus für ein Pfad in einem knappen halben Kilometer hinauf zum Küstenturm Torre Sabauda.

Den Rückweg geht man auf demselben Weg (den man immerhin schon einmal gefunden hat, die Wegfindung ist dann nicht mehr so anspruchsvoll) oder man kann versuchen, den schmalen Pfad, der vom Canale di Domestica aus der Küstenlinie entlang folgt (hellgrüne Markierung).

Einkaufen[Bearbeiten]

  • im Ort an der Via Roma gibt es einige Ladengeschäfte, ein 1 Supermarcato liegt an der Kreuzung der Strasse zum Hafen.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Campeggio "Ortus de Mari", loc. Ortus de Mari, 09010 Buggerru CI. Tel.: +39 0781 54964. Camping im Hinterland des Strandbogens von Portixeddu.
  • 2 La Rosa dei Venti, Via Roma 11, 09010 Buggerru CI. Tel.: +39 0781 54260.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Brauchbarer ArtikelDies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.