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Arad (Rumänien)

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Arad3.jpg
Arad
Kreis (județ)Kreis Arad
Einwohner
159.074 (2011)
Höhe
117 m
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Lage
Lagekarte von Rumänien
Reddot.svg
Arad

Arad ist eine Großstadt ganz im Westen Rumäniens, am Übergang des Kreischgebiets zum Banat und unweit der Grenze zu Ungarn. Sie bietet eine gut erhaltene Festung im Vauban-Stil und eine schöne Altstadt mit viel historischer Bausubstanz aus der Habsburgerära – von Barock bis Jugendstil.

Arad ist eine Kulturstadt mit einer Philharmonie, mehreren Theatern und einem großen Museumskomplex. Letzter dürfte vor allem Geschichtsinteressierte locken, wurden in der Region doch viele bedeutende Zeugnisse aus verschiedenen Phasen der Menschheitsgeschichte ausgegraben, die hier ausgestellt werden. Letztlich ist Arad auch ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für den Nordwesten Rumäniens.

Am Ufer des Mieresch, im Hintergrund der Kulturpalast

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Arad selbst hat einen kleinen 1 Regionalflughafen Regionalflughafen in der Enzyklopädie Wikipedia Regionalflughafen im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRegionalflughafen (Q1424725) in der Datenbank Wikidata (IATA CodeARW). Dieser weist aber (Stand Oktober 2018) nur saisonale Charterverbindungen mit Antalya auf.

Der nächste größere Flughafen ist 60 km südlich in Timișoara, dorthin gibt es auch Direktflüge aus Deutschland. Dort kann man einen Mietwagen nehmen und selbst nach Arad fahren, ins Zentrum braucht man etwa 50 Minuten; oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus E4B – fährt aber nur viermal täglich – oder Taxi für ca. 30 Lei zum Nordbahnhof; dort fahren ungefähr stündlich Züge nach Arad, die zwischen 48 Minuten und 1½ Std. brauchen). Da Taxifahren wesentlich billiger ist als in westlichen Ländern, kann man sich auch die ganze Strecke nach Arad chauffieren lassen. Nach Taxameter sollte das etwa 170 Lei (umgerechnet 38 €) kosten. Preislich ähnlich sind private Transfers. Im Pkw für bis zu drei Passagiere kostet das 34 €, im Minivan mit acht Plätzen 49 €.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Historisches Empfangsgebäude des Bahnhofs Arad

Der 2 Bahnhof Arad Bahnhof Arad in der Enzyklopädie WikipediaBahnhof Arad (Q4783610) in der Datenbank Wikidata ist ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Nordwestrumänien und dem Nachbarland Ungarn. Er ist seit 1858 in Betrieb. Aus dem deutschsprachigen Raum erfolgt die Anreise üblicherweise über Budapest. Von dort gibt es täglich drei InterCitys, die gut 4 Stunden nach Arad brauchen und zwei Nachtzüge (Euronight), mit denen man etwa 4½ Stunden fährt. Einer davon fährt sogar ohne Umsteigen von Wien, von dort braucht man etwas mehr als 7½ Std. Von München geht die schnellste Verbindung in 11:45 Std., von Frankfurt a. M. in 15 Std., von Zürich von Zürich in gut 16½ Std. nach Arad (alle jeweils mit einmal Umsteigen in Wien).

Das zeigt, dass Arad bahntechnisch besser an Mitteleuropa angeschlossen ist als an die eigene Hauptstadt: von Bukarest braucht der schnellste Zug fast 10 Stunden.

Von der „Nachbarstadt“ Timișoara gibt es täglich zwölf durchgängige Züge, also ungefähr im Stundentakt (aber nicht ganz so regelmäßig – morgens und nachmittags häufiger, mittags gibt es dafür eine Pause), die Interregios brauchen ca. 50 Minuten, die Regios zwischen 1:10 und 1½ Std. Von 115 km nördlich gelegenen Oradea gibt es am Tag 7 Direktverbindungen nach Arad, die schnellste dauert zwei (IR), die langsamste drei Stunden (R).

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Entfernungen
Bukarest580 km
Oradea115 km
Timișoara55 km
Belgrad (Serbien)220 km
Budapest (Ungarn)265 km
Wien (Österreich)500 km

Eurolines bieten von zahlreichen deutschen Städten Fernbusverbindungen ohne Umsteigen direkt nach Arad. So braucht man zum Beispiel von München 14:45 Std. und bezahlt 79 €; von Dresden in der Regel 15½ Stunden (94 €); von Frankfurt a. M. je nach Verbindung 17 oder 21 Std. (94 €); von Leipzig 17½ Std. (99 €); von Berlin 17:45 bis 20 Std. (109 €).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Arad liegt direkt an der Autobahn A 1, die auch mit dem ungarischen Autobahnnetz verbunden ist. Aus D/A/CH kommend kann man also durch ganz Ungarn bis nach Arad Autobahn fahren. Von Wien sind es z. B. 500 km, die man in etwa fünf Stunden bewältigen kann, von München 940 km, für die man neun Stunden reine Fahrzeit einplanen muss. Von Timișoara braucht man – auch dank der Autobahn – nicht mal eine Stunde.

Karte von Arad (Rumänien)

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

In Arad endet der Mureș-Radweg, der von Brâncovenești über Târgu Mureș und Alba Iulia hierher führt (insgesamt 461 km).

Zu Fuß (optional)[Bearbeiten]

Der Europäische Fernwanderweg E7 soll künftig von den Alpen, Slowenien, Kroatien und Ungarn kommend nach Arad und weiter Richtung Ukraine führen. Er endet aber bislang in Nădlac an der ungarisch-rumänischen Grenze, von dort sind noch knapp 50 Kilometer zu überbrücken.

Mobilität[Bearbeiten]

Straßenbahn in Arad, früher waren diese Wagen in Stuttgart im Einsatz

Arad hat ein Straßenbahnnetz von über 100 Kilometern mit 16 Linien, davon 11 Stadt- und fünf Überlandlinien. Dazu gehört auch die Überlandstraßenbahn nach Ghioroc an der Weinstraße

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen, Synagogen, Tempel[Bearbeiten]

Kirchen in Arad 1
Serbische Peter-und-Paul-Kirche
  • 1 Serbisch-orthodoxe Peter-und-Paul-Kirche (Biserica Sârbească). Serbisch-orthodoxe Peter-und-Paul-Kirche in der Enzyklopädie Wikipedia Serbisch-orthodoxe Peter-und-Paul-Kirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSerbisch-orthodoxe Peter-und-Paul-Kirche (Q12721984) in der Datenbank Wikidata. 1698–1702 erbaut, barock, mit einem sehr steil aufragenden Turm.
  • 2 Rumänisch-orthodoxe Kathedrale Johannes der Täufer (Catedrala „Nașterea Sf. Ioan Botezătorul”; oder Alte Kathedrale, Catedrala veche), Piața Catedralei 15. Rumänisch-orthodoxe Kathedrale Johannes der Täufer in der Enzyklopädie Wikipedia Rumänisch-orthodoxe Kathedrale Johannes der Täufer im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRumänisch-orthodoxe Kathedrale Johannes der Täufer (Q18537491) in der Datenbank Wikidata. 1862–65 erbaut, neobarock.
  • 3 Römisch-katholische Minoritenkirche St. Antonius von Padua (Biserica romano-catolică „Sf. Anton de Padova”; auch katholische Kathedrale, Catedrala Romano-Catolică, genannt), Bd. Revoluției 96A. Römisch-katholische Minoritenkirche St. Antonius von Padua in der Enzyklopädie Wikipedia Römisch-katholische Minoritenkirche St. Antonius von Padua im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRömisch-katholische Minoritenkirche St. Antonius von Padua (Q1937504) in der Datenbank Wikidata. Die ursprüngliche barocke Kirche von 1751 wurde Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen und durch einen komplett neuen Bau in einem eklektizistischen Stil mit klassizistischen, barocken und Renaissance-Elementen ersetzt, der 1911 eingeweiht wurde. Das Mittelschiff ist 43 Meter lang und 17 Meter breit, die Kuppel ist samt Kreuz 56 Meter hoch.
Kirchen in Arad 2
Evangelisch-Lutherische Kirche
  • 4 Katholische Kirche Neu-Arad (Biserica Catolică «Sfântul Nume al Mariei» Aradul Nou), Calea Timișorii 33. 1812–21 erbaut, barock; Wegenstein-Orgel von 1912.
  • 5 Reformierte Kirche (Biserica Reformată). Reformierte Kirche in der Enzyklopädie WikipediaReformierte Kirche (Q18538007) in der Datenbank Wikidata. 1847 erbaut, neobarock.
  • 6 Evangelisch-lutherische Kirche (Biserica Evanghelică Luterană; genannt Rote Kirche, Biserica Roșie), Bd. Revoluției 61. Evangelisch-lutherische Kirche in der Enzyklopädie Wikipedia Evangelisch-lutherische Kirche im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsEvangelisch-lutherische Kirche (Q2693495) in der Datenbank Wikidata. 1906 erbaut aus rotem Backstein – daher der Beiname; neogotisch.
  • 7 Neue rumänisch-orthodoxe Dreifaltigkeitskathedrale (Catedrala „Sfânta Treime”). Neue rumänisch-orthodoxe Dreifaltigkeitskathedrale in der Enzyklopädie WikipediaNeue rumänisch-orthodoxe Dreifaltigkeitskathedrale (Q18537492) in der Datenbank Wikidata. Der Grundstein wurde 1991 gelegt, 2008 wurde sie fertiggestellt und 2009 zur Kathedrale geweiht. Der Entwurf des Architekten Ioan Hăprian nimmt Bezug auf romanischen und byzantinischen Stil.
  • 8 Holzkirche der Heiligen Parascheva (Biserica Cuvioasa Paraschiva), Str. Andrenyi Karoly 1-3 (auf dem Gelände des Stadt- und Kreisspitals). Von 1724, älteste Holzkirche in Arad.
  • 9 Ruine der Franziskanerkirche (Biserica Franciscană), Subcetate. Ruine der Franziskanerkirche in der Enzyklopädie WikipediaRuine der Franziskanerkirche (Q23753223) in der Datenbank Wikidata. 1750–1800 erbaut, barock. Auf dem Festungsgelände (militärisches Sperrgebiet).
  • 10 reformierte Synagoge. reformierte Synagoge in der Enzyklopädie Wikipediareformierte Synagoge (Q7186049) in der Datenbank Wikidata. 1828–1834 erbaut, klassizistisch mit griechischen und toskanischen Elementen.
  • 11 Freimaurertempel (Templul Masonic), Bd. General Dragalina 30. 1911 erbaut, neoklassisch nach Vorbildern der griechischen Antike. Arad war ein wichtiges Zentrum im rumänischen Freimaurertum, hier wurde die zweite Loge des Landes nach Cluj gegründet.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Luftbild der Festung Arad
  • 12 Festung Arad (Cetatea Aradului). Festung Arad in der Enzyklopädie WikipediaFestung Arad (Q914303) in der Datenbank Wikidata. 1763–1783 erbaut, im Vauban-Stil. Die Festung wird immer noch militärisch genutzt und ist daher Sperrgebiet, kann also nur aus der Luft oder von höher gelegenen Punkten bewundert bzw. am Tag der offenen Tür besucht werden.

Bauwerke[Bearbeiten]

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Am Rathausplatz: links der Cenad-Palast, in der Mitte das Neue Rathaus (Verwaltungspalast), rechts der Finanzpalast
Am Rathausplatz: links der Cenad-Palast, in der Mitte das Neue Rathaus (Verwaltungspalast), rechts der Finanzpalast
Barock und Klassizismus
Gebäude der Präparandenanstalt
  • 13 Gebäude der Präparandenanstalt (Preparandia Română), Str. Preparandiei nr. 13. Gebäude der Präparandenanstalt in der Enzyklopädie Wikipedia Gebäude der Präparandenanstalt im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGebäude der Präparandenanstalt (Q18547073) in der Datenbank Wikidata. 1812 erbaut. Hier war die rumänische höhere Präparandenanstalt, also eine Vorbereitungsschule für die Lehrerseminare. Sie war die erste rumänischsprachige höhere Schule im damals von Österreich beherrschten Transsilvanien.
  • 14 Haus zum Stock-im-Eisen (Casa cu lacăt), Str. Tribunul Dobra 7. Haus zum Stock-im-Eisen in der Enzyklopädie Wikipedia Haus zum Stock-im-Eisen im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHaus zum Stock-im-Eisen (Q2713773) in der Datenbank Wikidata. 1815 erbaut.
  • 15 Altes Theater (Teatrul vechi; auch Hirschl-Theater, Teatrul Hirschl), Str. Gheorghe Lazăr 3. Altes Theater in der Enzyklopädie WikipediaAltes Theater (Q439712) in der Datenbank Wikidata. 1816–1820 erbaut, barock, leider sehr schlecht erhalten und renovierungsbedürftig.
  • 16 Haus zum goldenen ABC (Hanul „ABC-ul de Aur”), Str. Sinagogii nr. 2. 1820 als Warenhaus errichtet im Neorenaissance-Stil. Hauszeichen ist eine rote Marmortafel mit der deutschen Aufschrift „Zum goldenen ABC“. Heute ist hier ein kleiner Lebensmittelladen (Alimentara) untergebracht.
ehemalige Kreditbank
  • 17 ehemaliges Komitatsgebäude (Clădirea Comitatului; heutige Generaldirektion der öffentlichen Finanzen, Direcția Generală a Finanțelor Publice), Bd. Revolutiei nr. 79. 1821 errichtet, klassizistisch, mit korinthischen Säulen verziert. Im November 1918 hielt hier der Zentralrumänische Nationalrat Gespräche mit Vertretern der ungarischen Regierung über die Zukunft Transsilvaniens. Letztlich schloss sich dieses an Rumänien an.
  • 18 ehemalige Kreditbank (Fosta Bancă de Credit), Bd. Revoluției 100. 1840 erbaut, klassizistisch mit barocken Elementen. Die Kreditbank Arad war eines der ersten modernen Kreditinstitute in Transsilvanien. Das Interieur wurde 1896 modernisiert. Das in kräftigem Rostrot angestrichene Gebäude beherbergt heute die Generali-Versicherung.
  • 19 Hotel Ardealul, Bd. Revoluției 98. Hotel Ardealul in der Enzyklopädie WikipediaHotel Ardealul (Q1235077) in der Datenbank Wikidata. 1840/41 erbaut, ehemals Grandhotel Zum Weißen Kreuz. Es ist nach wie vor in Betrieb und kann bis zu 146 Gäste empfangen.
Historismus
Altes Casino
  • Bahnhof, historisches Empfangsgebäude von 1858
  • 20 ehemalige Präfektur (Fosta Prefectură), Bd. Revoluției 81. 1870/71 erbaut, stilistisch hat sich der Architekt stark am benachbarten Komitatsgebäude orientiert. Heute sitzen hier die Redaktionen der Zeitungen „Adevărul” und „Observator” sowie das Rektorat der Universität „Aurel Vlaicu”.
  • 21 Altes Casino (Vechiul Cazinoul), Bd. General Ion Drăgălina 27. 1872 erbaut, neobarock.
Colegiul Național „Moise Nicoară”
  • 22 Colegiul Național „Moise Nicoară”. Colegiul Național „Moise Nicoară” in der Enzyklopädie Wikipedia Colegiul Național „Moise Nicoară” im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsColegiul Național „Moise Nicoară” (Q15987246) in der Datenbank Wikidata. 1869–1873 erbaut. Das prächtige Schulgebäude mit Stilelementen der Renaissance und des Barock wurde von dem Budapester Architekten Josef Diecher entworfen. Eine gründliche Sanierung wurde 2013 abgeschlossen, die das Nationalkolleg zu einem der am modernsten ausgestatteten Schulgebäude des Landes machte.
  • 23 Neues Theater. Neues Theater in der Enzyklopädie Wikipedia Neues Theater im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNeues Theater (Q1465261) in der Datenbank Wikidata. 1874 erbaut, neoklassisch. Spielstätte des Teatrul Clasic ”Ioan Slavici”.
  • 24 Neues Rathaus (Palatul Administrativ), Bd. Revoluției 75. Neues Rathaus in der Enzyklopädie Wikipedia Neues Rathaus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNeues Rathaus (Q12737392) in der Datenbank Wikidata. 1876 erbaut, Neorenaissance.
  • 25 Finanzpalast (Palatul Administrației Financiare oder Palatul Trezoreriei), Bd. Revoluției 77. Finanzpalast in der Enzyklopädie WikipediaFinanzpalast (Q18545106) in der Datenbank Wikidata. 1885 erbauter, eklektizistischer Prachtbau mit Elementen des Wiener Rokoko. Heute dient es als Hauptgebäude der staatlichen Universität „Aurel Vlaicu”.
  • 26 Palais Andrenyi (Palatul Andrenyi; oder Kinderpalast, Palatul Copiilor), Bd. Revolutiei, 69. Palais Andrenyi in der Enzyklopädie WikipediaPalais Andrenyi (Q18543688) in der Datenbank Wikidata. Prächtiges neoromanisches Palais, das um 1890 für eine reiche Kaufmannsfamilie aus Ghioroc erbaut wurde. Beherbergt heute ein Kinder- und Jugendzentrum.
Neumannpalais
  • 27 Neumannpalais (Palatul Neumann), Bd. Revoluției 78/str. Horia. Neumannpalais in der Enzyklopädie Wikipedia Neumannpalais im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNeumannpalais (Q13652730) in der Datenbank Wikidata. Elegantes eklektizistisches Palais, 1891/92 erbaut für einen sehr vermögenden Industriellen. Heute sind in dem Gebäude verschiedene Geschäfte sowie die Privatuniversität „Vasile Goldiș“ untergebracht. Der einstige Ballsaal wurde zu einem Hörsaal mit 200 Plätzen umfunktioniert.
  • 28 Justizpalast (Palatul Justiției), Bd. Vasile Milea 2. Justizpalast in der Enzyklopädie WikipediaJustizpalast (Q18545131) in der Datenbank Wikidata. 1892 erbauter, eklektizistischer Repräsentationsbau mit deutlichen Anleihen an den österreichischen klassizistischen Barock.
  • 29 Cenad-Palast (Palatul Cenad). Cenad-Palast in der Enzyklopädie Wikipedia Cenad-Palast im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCenad-Palast (Q18545115) in der Datenbank Wikidata. Eklektizistisch und neoklassisch, 1892–94 erbaut als Sitz der Gesellschaft der Arader und Csanáder vereinigten Eisenbahnen.
Kulturpalast
  • 30 Nationalbank (Palatul Băncii Naționale), Bd. Revoluției 72. Nationalbank in der Enzyklopädie Wikipedia Nationalbank im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNationalbank (Q18545114) in der Datenbank Wikidata. 1909/10 im neoklassischen Stil erbaut nach Plänen des Budapester Architekten József Hubert, nach dem Vorbild griechischer Tempel. Das von vier Säulen getragenen dreiecke Tympanon zeigt das Symbol des Instituts.
  • 31 Kulturpalast (Palatul cultural). Kulturpalast in der Enzyklopädie Wikipedia Kulturpalast im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKulturpalast (Q1804862) in der Datenbank Wikidata. 1913 erbaut, eklektizistisch mit neoklassischen, gotischen und Renaissance-Elementen; die Säulenordnung ist korinthisch. Beherbergt Museen, Stadtbibliothek und Phiharmonie.
Jugendstil/Secession
Palais Kovács
  • 32 Normalschule für Mädchen (Școala Normală de Fete), Str. Lucian Blaga 9. Normalschule für Mädchen in der Enzyklopädie WikipediaNormalschule für Mädchen (Q26257329) in der Datenbank Wikidata. 1909 errichtet im Secessionsstil; heute Teil des Pädagogischen Lyzeums Dimitrie Țichindeal.

Es gibt in Arad unzählige Palais reicher Kaufleute und Industrieller sowie (groß-)bürgerliche Wohnhäuser aus der Zeit um 1900 im Secessions- oder Jugendstil. Hier können nur einige davon aufgezählt werden:

  • 33 Palais Nádasdy (Palatul Nádasdy), Str. Mețianu 2. 1904 errichtet; schönes Beispiel des geometrischen Jugendstils.
  • 34 Palais Rónai (Palatul Rónai), Str. Gheorghe Popa de Teiuș 9. 1905 errichtet nach einem Entwurf des Architekten Steiner Iosif, neobarock mit Jugendstilelementen.
  • 35 Palais Kohn (Palatul Kohn), Str. Episcopiei 9. Palais Kohn in der Enzyklopädie Wikipedia Palais Kohn im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPalais Kohn (Q12737418) in der Datenbank Wikidata. 1905 errichtet nach Plänen von Szántay Lajos für den erfolgreichen Ingenieur Kohn Jószef, Jugendstil mit schönen Pflanzenornamenten und dekorativem schmiedeeisernem Tor. Leider recht schlecht erhalten, teilweise baufällig, aber anscheinend noch bewohnt.
  • 36 Palais Szántay (Palatul Szantay), Str. Horia 3-5 und Str. Episcopiei 2. Palais Szántay in der Enzyklopädie Wikipedia Palais Szántay im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPalais Szántay (Q12737438) in der Datenbank Wikidata. 1905–11 errichtet. Diesen prächtigen und reich dekorierten Bau im Secessionsstil mit zwei Obergeschossen entwarf der Arader Architekt Szántay Lajos, auf dessen Plänen zahlreiche Gebäude dieser Phase in der Stadt zurückgehen, für sich selbst. Bemerkenswert ist auch das Innere, vor allem das Treppenhaus mit Bleiglasfenstern, die florale Muster zeigen und einem wunderschönen schmiedeeisernen Geländer.
  • 37 Palais Kovács (Palatul Kovács), Str. General Vasile Milea 19. Palais Kovács in der Enzyklopädie WikipediaPalais Kovács (Q18545134) in der Datenbank Wikidata. 1906 errichtet, Enwurf von Babócs István; Secession.
  • 38 Palais Bohus (Palatul Bohuș), Str. Goldiș Vasile 1-3. Palais Bohus in der Enzyklopädie Wikipedia Palais Bohus im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPalais Bohus (Q18545109) in der Datenbank Wikidata. 1910–13 errichtet; von Lajos Szantay im Secessionsstil entworfen für die Familie des Barons von Bohus. Hier war auch das erste Kino der Stadt, das bis in die 1990er-Jahre in Betrieb war.
  • 39 Neo-rumänisches Haus (Casa Neo-românească), Str. Vasile Alecsandri 13. 1910-1920, in der Zwischenkriegszeit, der „Goldenen Ära“ Rumäniens errichtet, aufwendig verzierte Säulen und Fenstereinfassungen.
  • 40 Trajansbrücke  (Podul Traian). Trajansbrücke  in der Enzyklopädie WikipediaTrajansbrücke  (Q12738244) in der Datenbank Wikidata. 1910–13 errichtete große, grün angestrichene, schmiedeeiserne Brücke über den Mieresch.

Denkmäler[Bearbeiten]

Statue des Heiligen Nepomuk
  • 41 Statue des Heiligen Nepomuk Statue des Heiligen Nepomuk in der Enzyklopädie Wikipedia Statue des Heiligen Nepomuk im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsStatue des Heiligen Nepomuk (Q18548114) in der Datenbank Wikidata, Str. Episcopiei Ecke Str. Desseanu. 1729 errichtet, ältestes Standbild der Stadt.
  • 42 Denkmal der Märtyrer von Arad Denkmal der Märtyrer von Arad in der Enzyklopädie Wikipedia Denkmal der Märtyrer von Arad im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDenkmal der Märtyrer von Arad (Q1413417) in der Datenbank Wikidata (Statuia Libertății), Parcul Reconcilierii. 1890 errichtet zur Erinnerung an die 13 Generäle, die Anführer der ungarischen Revolution von 1848/1849 waren und nach dem Scheitern des Aufstandes in Arad hingerichtet wurden. Die Statue wurde vom Bildhauer Huszár Adolf gestaltet.
  • 43 Kreuz der Helden der VereinigungKreuz der Helden der Vereinigung (Q12726013) in der Datenbank Wikidata (Crucea Martirilor Unirii 1918/19), Parcul Mihai Eminescu. 1936 errichtet zur Erinnerung an die Opfer des Ungarisch-Rumänischer Kriegs 1919.
  • 44 Denkmal des unbekannten Soldaten (Monumentul Eroilor), Piața Avram Iancu. 1960 errichtet zur Erinnerung an die Gefallenen im Befreiungskampf gegen die deutsch-ungarische Besatzung Transsilvaniens während des Zweiten-Weltkriegs.

Museen[Bearbeiten]

  • Museumskomplex Arad, einschließlich:
    • Museum für Archäologie und Geschichte.
    • Museum für Naturwissenschaften.
    • 45 Kunstmuseum (Muzeul de Artă). Kunstmuseum in der Enzyklopädie WikipediaKunstmuseum (Q18542189) in der Datenbank Wikidata.
  • Casa lui Vasile Goldiș, Str. Vasile Goldiș 6. Gedenkmuseum im Vasile-Goldiș-Haus, sehenswertes historisches Gebäude von 1910, hier war von 1911 bis zu ihrer Schließung 1916 der Redaktionssitz der Zeitung Românul („Der Rumäne“), des Parteiorgans der Rumänischen Nationalpartei, die von Vasile Goldiș (1862–1934) geleitet wurde. Dieser setzte sich für die Rechte der im damaligen Königreich Ungarn lebenden Rumänen ein und widersetzte sich gegen Versuche, diese zu magyarisieren (also zu Ungarn zu assimilieren).

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Pflaster auf dem Rathausplatz
  • 46 Piața Avram Iancu. Piața Avram Iancu in der Enzyklopädie WikipediaPiața Avram Iancu (Q2091976) in der Datenbank Wikidata. Avram-Iancu-Platz
  • Rathausplatz.
  • Boulevard der Revolution. Führt vom Rathaus zum Theater; breite, lange Allee mit Grünanlagen, von Gebäuden verschiedenen Alters und verschiedener Stilrichtungen gesäumt.

Parks[Bearbeiten]

  • 47 Zentralpark (Parcul Mihai Eminescu). großer öffentlicher Park hinter dem Rathaus bis zum Ufer des Mieresch

Aktivitäten[Bearbeiten]

Foyer im 1. Obergeschoss der Philharmonie
  • 1 Freibad „Neptun“. eines der größten Freibäder Rumäniens; mit mehreren Sportplätzen und Schwimmbecken, zahlreichen Restaurants und Bars sowie einer Disco
  • Arader Philharmonie, im Kulturpalast.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Naturpark Marosch-Auen (Parcul Natural Lunca Mureșului), touristisch erschlossenes Naturschutzgebiet, das zahlreichen geschützten Arten Heimat bietet. Hier findet man unter anderem Seeadler und Seidenreiher, Welse und Fischotter, Wildschweine und Haselmäuse. 178 Vogelarten, die auf der Roten Liste stehen, sind hier vertreten. Man kann den Park mit Kanus, zu Fuß oder mit dem Rad durchstreifen. Es gibt mehrere Warten zur Beobachtung von Vögeln und anderen Tieren. Informationsstationen vermittlen Wissen über das Ökosystem. Zum Park gehören die strikten Schutzgebiete Großer Kies, Wald von Cenad, Große Insel von Cenad und Inselgruppe Igriș. Der Naturpark beginnt gleich am südwestlichen Stadtrand von Arad und zieht sich dann über mehr als 50 km bis an die ungarische Grenze, immer am mäanderndern Lauf des Marosch entlang. Website
  • Auf dem Gebiet des Naturparks befinden sich die historischen Klöster Hodoș-Bodrog (18 km südwestlich von Arad) und Bezdin (30 km westlich von Arad, bei Sânpetru German)
  • Der Ort Sânpetru German (Deutschsanktpeter) liegt 27 km westlich von Arad, ganz in der Nähe des Naturparks. Früher war er mehrheitlich von Banater Schwaben bewohnt, daher der Name. Hier wurden viele der prähistorischen Zeugnisse ausgegraben, die heute im archäologischen Museum Arad ausgestellt werden. Es gibt eine sehr hübsche alte Dorfkirche.
Weinmuseum in Miniș bei Ghioroc
  • Die Arader Weinstraße beginnt gut 20 km östlich von Arad in 1 Păuliș und führt auf einer Länge von ca. 20 km durch die Orte Miniş, Ghioroc, Covăsânț bis nach 2 Şiria. Sie wurde 2015 mit EU-Förderung saniert. Bis Ghioroc kann man auch mit der Straßenbahn fahren. In Miniș gibt es ein 48 Weinbau- und WinzermuseumWeinbau- und Winzermuseum (Q18542298) in der Datenbank Wikidata (Muzeul Viei și Vinului).
  • 49 Gedenkmuseum Ioan Slavici und Emil Montia Șiria (Muzeul Memorial „Ioan Slavici și Emil Monția”), Str. Infanteriei nr. 185, Șiria. Gedenkmuseum Ioan Slavici und Emil Montia Șiria in der Enzyklopädie WikipediaGedenkmuseum Ioan Slavici und Emil Montia Șiria (Q18544244) in der Datenbank Wikidata.
  • 50 Schloss Purgly in Șofronea, 1889 fertiggestelltes historistisches Schloss, das für eine ungarische Freiherrenfamilie errichtet wurde.
Schlos von Macea
  • 51 Schloss Csernovics (Castelul Csernovics) und Botanischer Garten in Macea, 24 km nördlich von Arad (an der DJ 709B hinter Curtici). Maßgeblich von 1862 bis 1886 im historistischen Stil gestaltetes Grafenschloss. Der 21,5 ha große Garten wird von der Universität „Vasile Goldis“ als botanischer Garten genutzt.
  • Adam Müller-Guttenbrunn Gedenkmuseum (Expoziția Memorială „Adam Müller-Guttenbrunn”), Zăbrani (25 km südöstlich von Arad, über die DJ 682). Adam Müller-Guttenbrunn Gedenkmuseum in der Enzyklopädie WikipediaAdam Müller-Guttenbrunn Gedenkmuseum (Q18540058) in der Datenbank Wikidata. Ausstellung zur Erinnerung an den banatschwäbischen Schriftsteller Adam Müller-Guttenbrunn (1852–1923), der hier geboren wurde.
  • Lipova (Lippa) – Kleinstadt ca. 32 km östlich von Arad (an der DN7 Richtung Deva) – Kurort und ehemaliger Komitatssitz mit reicher Geschichte; historischer Stadtkern mit türkischem Basar aus dem 17. Jh., barocke Klosterkirche Maria Radna (katholisches Wallfahrtsziel), Stadtmuseum
  • 52 Schloss Konopi (Castelul Konopi oder Conop) in Odvoș. Verlassener, klassizistischer Adelssitz; leider in keinem guten Zustand. 45 km östlich von Arad an der DN 7 Richtung Deva (knapp eine Stunde mit dem Bummelzug, vom Bahnhof Corfeni sind es noch 2 km Fußweg zum Schloss).
  • 53 Schloss Săvârșin (Castelul regal de la Săvârșin) – zwischen 1650 und 1680 ursprünglich für eine ungarische Adelsfamilie angelegtes, schönes Barockschloss. 1870 umgestaltet, 1943 ging es in das Eigentum der rumänischen Königsfamilie über, heute gehört es wieder deren Nachfahren. 87 km östlich von Arad an der DN 7 Richtung Deva (knapp 1½ Std. Autofahrt oder ca. 1:40 Std. mit dem Bummelzug).
  • Ethnografisches Museum Săvârșin. Ethnografisches Museum Săvârșin in der Enzyklopädie WikipediaEthnografisches Museum Săvârșin (Q18542181) in der Datenbank Wikidata.
  • 5 km südlich davon befindet sich das ebenfalls sehr sehenswerte 54 Schloss Mocioni-Teleki (Castelul Mocioni-Teleki) in Căpâlnaș.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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