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Agropoli

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Agropoli
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Die Kleinstadt Agropoli mit der Altstadt auf einer Bergkuppe und einem Jachthafen liegt an der Cilentoküste in der süditalienischen Provinz Kampanien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Agropoli - Blick über die Stadt

Die Kleinstadt Agropoli ist einer der wichtigsten Orte an der Cilento - Küste und liegt am westlichen Zugang zum Parco Nazionale del Cilento. Der Altstadtkern mit der Burg liegt auf einer in Richtung Meer steil anfallenden und deshalb strategisch günstig gelegenen felsigen Erhebung, gegen Nordosten schliesst sich nach einem Strandabschnitt die Mündung des Flüsschens Testene an, die Via San Marco verläuft in Richtung Paestum und Salerno nach Norden. Auf die Westseite hin liegt am Fuss der Felskuppe ebenfalls ein Strandabschnitt und der Jachthafen.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits in prähistorischer Zeit war die felsige Erhebung der heutigen Stadt von Fischern und Jägern / Sammlern besiedelt. Etwas zeitgleich mit der Gründung von "Poseidonia" / Paestum benutzten die Griechen die Flussmündung des Flüsschens Testene als natürlichen Hafen zum Handelsaustausch mit der ansässigen Bevölkerung und im 7. Jhdt. v.Chr. wurde auf der Felskuppe ein Artemis - Tempel errichtet, die Erhebung wurde als "Petra" (Fels) bezeichnet. Im Bereich der Flussmündung bestand in römischer Zeit die Siedlung "Ercula", mit der zunehmenden Versandung des Hafens nahe Paestum gewann der Hafen von Ercula an Bedeutung.

Mit dem Einfall der gotischstämmigen Vandalen zogen sich die herrschenden Byzantiner (die unter oströmischer Herrschaft standen) im 5. Jhdt. n.Chr. auf die leichter zu verteidigende Felskuppe zurück, die Siedlung erhielt den Namen Acropolis ("Oberstadt"), bald musste sich der Bischof von Paestum hierher zurückziehen. Die Festung wurde dann 882 doch von den bis nach Salerno vorrückenden arabischen Sarazenen erobert und die Befestigungsanlagen ausgebaut, 915 gelang es den Bischöfen von Capaccio die Sarazenen zu vertreiben.

Im Mittelalter wurden Agropoli und das nahe Castellabate als Lehen vergeben, über die nächsten Jahrhunderte war die Stadt u.a. in den Händen des Hauses Aragon und auch der Grimaldis.

Anreise[Bearbeiten]

Jachthafen von Agropoli
Karte von Agropoli
Porta del Cilento

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste internationale Flughafen ist derjenige von Neapel (IATA CodeNAP).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Ab Napoli Centrale kann die 1 Bahnstation von Agropoli mit dem Regionalzug der Trenitalia innert gut eineinhalb Stunden ohne Umsteigen erreicht werden.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Die Linie 34 der CSTP - Azienda della Mobilità Salerno von Salerno führt vorbei an Paestum nach Agropoli und weiter über Castellabate zum touristischen Hafenstädtchen Acciaroli weiter südlich.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von der Autobahn A3 Salerno - Cosenza - Reggio di Calabria benutzt man ab der Symbol: AS Battipaglia die südwärts führende SS18. Die gut ausgebaute Hauptstrasse führt am Aarchäologischen Gelände von Paestum vorbei Richtung Agropoli. Kurz vor dem Ort verläuft die alte SS18 durch die Hügel des Cilento über Ogliastro-Silento weiter nach Süden, die moderne teils gut ausgebaute SP430 führt als Tangente dem Städtchen entlang und verläuft weiter im Landesinnern bis nach Sapri im Südosten des Cilento, die SS447 biegt nach Süden in Richtung der archäologischen Stätte von Elea-Velia, Ascea und Palinuro.

Die SR267 verläuft südlich der Stadt nach Castellabate und weiter als Küstenstrasse der Costiera Cilentana nach Süden.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Der nächste internationale Fährhafen ist derjenige von Neapel, in Salerno legen vor allem Fracht- und Containerschiffe an, zunehmend aber auch Fährschiffe. Mit der privaten Jacht kann man im Jachthafen (Porto turistico) anlegen. Porto Turistico di Agropoli, Palazzina servizi - Porto turistico. Tel.: 0974 823583, E-Mail: .

Mobilität[Bearbeiten]

Lokal bewegt man sich zu Fuss, der Aufstieg über die Via F.Patella zur Altstadt wird am besten zu Fuss zurückgelegt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Von der zentralen 1 Piazza Vittorio Veneto gelangt man auf der Via F. Patella, die von zahlreichen Geschäften gesäumt ist, zur Altstadt. Die ansteigende Strasse wird zuletzt zu einer flachen Treppe ("Scaloni"), die durch das 2 Stadttor zur Altstadt auf der Felskuppe führt.

Kirchen und sakrale Bauten[Bearbeiten]

Chiesa Madre dei Santi Pietro e Paolo
Agropoli: Chiesa Santa Maria di Costantinopoli
  • die 3 Chiesa Santa Maria di Costantinopoli in der Nähe des Stadttores an einer Aussichtslage über dem Hafen wurde ebenfalls 1583 erstmals erwähnt, die Altäre und Altarbilder stammen aus dem 18./19. Jhdt.
  • die 4 Chiesa Madre dei Santi Pietro e Paolo ist die älteste Kirche von Agropoli und steht in der Tradition eines um 593 in einem päpstlichen Schreiben erwähnten Gotteshauses. Im wesentlich jüngeren aktuellen Bau finden sich mehrere Altäre mit Altarbildern aus dem 17./18. Jhdt., die Kirche wurde vor Kurzem aufwendig restauriert.

Burgen und Palazzi[Bearbeiten]

Porta Monumentale
Castello aragonese
  • die Oberstadt ist von einer guterhaltenen Stadtmauer umgeben. Von der Terasse vor dem Stadttor ergibt sich eine tolle Aussicht über den Hafen und die Cilentoküste, am 5 Stadttor ("Porta Monumentale") prangt noch das Wappen der letzten Feudalherren, der Duchi Delli Monti Sanfelice.

In der Oberstadt finden sich verschiedene Bars und Restaurants.

  • die Burg, das 6 Castello Aragonese wurde auf dem Boden einer ersten Befestigung aus byzantinischer und Sarazenenzeit in der Zeit der Angioviner und Aragonesen in seine heutige Dreiecksform mit drei runden Ecktürmen wiederholt erweitert, ein Burggraben erschwert den Zugang. Durch das "Castello" wurde Marguerite Yourcenar zur Beschreibung der Burg in der Novelle "Anna Soror" inspiriert.
  • der aus dem 16. Jhdt. stammende runde 7 Torre di San Marco liegt auf einem felsigen Vorsprung an der Küste nördlich der Stadt und gehörte zu einer Reihe von unter dem spanischen Vizekönig errichteten gegen die Piratenbedrohung gerichteten Wachtürmen.
  • der 8 Torre San Francesco liegt in der Nähe des 1230 gegründeten Franziskanerkonvents auf einem Felsvorsprung westlich des Hafens.
  • der Leuchtturm 9 Faro Punta Fortino wurde 1929 im venezianischen Stil erbaut.
  • der weithin sichtbare Schornstein der 1970 stillgelegten Ziegelei blieb als 10 "La Fornace" als Industriedenkmal erhalten.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Gassendurchgang in der Altstadt
  • Besichtigung der Altstadt
  • an den Stränden beidseits der Felskuppe kann gebadet werden, mindestens ebenso reizvolle Badestrände finden sich im Küstenverlauf nach Norden.
  • Wanderungen im ausgedehnten Parco Nazionale del Cilento, zu diesem gehören auch Meeresreservate, die zum Schnorcheln einladen.
  • Besichtigung der Archäologischen Stätte von Paestum mit dem griechischen Tempeln (viele Besucher werden aus diesem Grund die Region besuchen)

Einkaufen[Bearbeiten]

Via F. Patella

Boutiquen, Schmuck und auch Spezialitäten der Region sind in den Läden um die Piazza Vittorio Veneto und die Via F. Patella erhältlich, Supermärkte für Gegenstände für den täglichen Bedarf fiden sich vor allem entlang der Ausfallstrassen nach Südosten.

Küche[Bearbeiten]

In Agropoli findet sich eine ganze Reihe Restaurants und Pizzerien, eine Liste findet sich auf der Website der Tourismusorganisation.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

In Agropoli bieten acht Mittelklassehotels Unterkunft an, eine Liste findet sich auf der Website der Tourismusorganisation.

Gesundheit[Bearbeiten]

Das Spital (Ospedale Civile di Agropoli) wurde offenbar im vergangenen Jahr geschlossen, das nächstgelegene Spital befindet sich in Battipaglia (in der Nähe der Autobahn).

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Ufficio Postale Agropoli, Via Torres 2/4. Tel.: 0974-846911.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • die Archäologischen Stätten von Pompeji und Herculaneum in der Nähe des Vesuvs sind problemlos in einem Tagesausflug zu erreichen.
  • mit dem Privatfahrzeug ist die Amalfiküste oder die ebenfalls sehr malerische Cilentoküste bis hin nach Palinuro bequem erreichbar.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Website der Stadtverwaltung von Agropoli, inkl. Informationen zum Marina, ital.
  • Website der Tourismusorganisation "I Paesi del Sole"
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