Viamala

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Viamala
Höhe939 m
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Viamala wird ein Abschnitt der Hinterrheinschlucht zwischen Thusis und Zillis im Kanton Graubünden genannt. Die Region liegt mitten im Naturpark Beverin. Die bahnbrechende Naturgewalt des Rheinwassers wird hier eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Zeichnung von J.W. von Goethe, 1. Juni 1788
John Frederick Lewis, 1827
Postkarte der Viamala

Die tief eingegrabene Schlucht des Hinterrheins zwischen Thusis und Zillis auf dem nördlichen Anstieg zu den alpenquerenden Pässen San Bernardino und Splügenpass war schon in der Antike nur schwer zu bezwingen und wurde seit dem Mittelalter als "Via mala" resp. "Schlechter Weg" bezeichnet.

Bereits in der Bronzezeit wurden die Alpenübergänge im Bereich des Splügenpasses genutzt, in römischer Zeit wurde der Weg aus Süden über den Splügen als Saumpfad genutzt und war möglicherweise sogar für Karren befahrbar. Die kritischste Stelle auf dem in Richtung Chur entlang des Hinterrheins abfallenden Weg war die Hinterrheinschlucht, die im oberen Bereich bereits von in den Felsen gehauenen Halbgalerien und aufgehängten Stegen sowie einer Holzbrücke passierbar gemacht wurde.

1473 wurde eine steinerne Brücke errichtet und der Weg mit aufgehängten Stegen und Ausbau der römischen in den Felsen geschlagenen Galerien verbessert, um den Verkehr über die Splügenroute zu erleichtern. Neben Säumerkarawanen nutzte auch der Lindauer-Bote gleich wie Goethe auf seiner Italienreise diesen Alpenübergang.

1739/39 wurden von Baumeister Christian Wildener zwei Brücken errichtet, über welche der mit dem Ausbau des San Bernardino-Passes zunehmende Verkehr auf der 1818/21 erbauten Kantonsstrasse geführt wurde.

1967 wurde die Autostrasse über den San Bernardino eröffnet und die Viamala mit einer neuen Brücke im Süden und einem Strassentunnel umgangen. Der historische, seit römischer Zeit genutzte, Weg am rechten Ufer wurde wieder passierbar gemacht und nach Zerstörung der dazu erbauten Brücke durch einen Steinschlag 1999 durch einen Brückenneubau ersetzt.

2012 beauftragte die „Viamala Infra Betriebsgenossenschaft“ die zwei Architekten Ivano Iseppi und Stefan Kurath damit, die veralteten und z.T. maroden Anlagen in der Schlucht zu sanieren und ein neues Besucherzentrum zu bauen. 2014 wurde dieses fertiggestellt. Über eine ausgesetzte Treppe gelangt man nunmehr für 10 sFr vom Besucherzentrum aus in die Schlucht.

http://www.swiss-architects.com/de/iseppi-kurath-thusis/project/besucherzentrum-viamala-schlucht-2

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der für eine Besichtigung der Viamala anreisende Besucher findet die nächsten internationalen Flughäfen in Zürich-Kloten und Mailand.

Mit der Bahn / mit dem Bus[Bearbeiten]

Die Rhätische Bahn führt ab Thusis weiter über die Albulalinie, durch die Viamala-Strecke wurde nie eine Bahnstrecke erbaut.

In Thusis muss auf das Postauto umgestiegen werden, die meisten Postautokurse auf der Linie 90.541, der San Bernardino-Linie von Thusis über Splügen - San Bernardino-Pass nach Bellinzona verkehren über die Autostrasse. Zum Besuch der Viamala-Schlucht muss ein Kurs mit Halt in "Zillis, Viamala-Schlucht" benutzt werden, die Haltestelle wird nur vom 30. März - 2. Nov. bedient.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Zur Anfahrt wird die Autostrasse A13 Chur - Thusis - San Bernardino - Bellinzona benutzt und beim Anschluss Symbol: AS Viamala verlassen, der Verkehr wird dann auf der Hauptstrasse 13 am Besucherzentrum Viamala vorbei bis zur nächsten Autostrasseneinfahrt geführt.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Bei einer Passüberquerung mit dem Fahrrad lohnt sich ein Halt mit Besichtigung der Viamala, selbstredend wird die Hauptstrasse 13 benutzt, in die Schlucht wird auf einer Treppe abgestiegen, sie ist mit dem Rad nicht zugänglich.

Zu Fuß[Bearbeiten]

Man kann von Thusis mit dem Postauto bis zur Schlucht fahren und zurückwandern oder umgekehrt (ca 4h).

Mobilität[Bearbeiten]

Via Mala
Fussweg durch die Via Mala

Das Besucherzentrum ist barrierefreibarrierefrei rollstuhlgängig, der Abstieg in die Schlucht auf 321 Steinstufen erfordert gutes Schuhwerk und vor allem zum Aufstieg eine robuste Kondition.

Zwischendurch gibt es einige Aussichtsplattformen. Auf der dem Besucherzentrum angegliederten Terrasse können Besucher die Schlucht geniessen, die diesen steilen Weg hinab nicht auf sich nehmen möchten/können und/oder eine gute Tasse Kaffee genießen wollen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Viamala Besucherzentrum. Tel.: +41 (0)81 650 90 30, Fax: +41 (0)81 650 90 31, E-Mail: . Geöffnet: März, Okt 09.00-18.00h, Mai-Sept. 08.00-19.00h. Preis: 6.00/4.00h.
  • Während des Winters (November bis März) bleibt die Viamala-Schlucht aus Sicherheitsgründen geschlossen.
  • Neben der berühmten Wildener-Brücke aus dem Jahre 1739, sind zwei alte Kavernen der Schweizer Armee in den Fels gehauen. Hier werden in einem Inforama in vier Sprachen (de, it, e, romanisch) die Geschichte und Geschichten rund um die Viamalaschlucht aufgezeigt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Abstieg auf 321 Steinstufen in die Schlucht (Geländer vorhanden)., Informationspavillons mit Informationen zum geschichtlichen Hintergrund
  • Schatzsuche für Kinder, in der Saison werden Führungen und als besonderes, allerdings auch kostspieliges  Erlebnis Nachtrundgänge  angeboten (Viamala Notte).
  • Viamala-Canyoning
  • diverse gut ausgeschilderte Wanderwege

Einkaufen[Bearbeiten]

Souvenirs können im Kiosk am Besucherzentrum erworben werden.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Kostenpflichtige Toiletten finden sich beim Parkplatz.

  • In einer Schlucht ist es naturgemäß auch im Sommer auffallend frisch, an entsprechende Kleidung und festes Schuhwerk ist deshalb schon im Voraus zu denken.
  • Hunde können mitgeführt werden

Ausflüge[Bearbeiten]

Holzdecke aus dem 12. Jhdt.
  • nach Thusis
  • Besuch der Kirche von Zillis mit der gemalten Holzdecke aus dem 12. Jhdt., zahlreiche quadratische Tafels zeigen biblische Darstellungen; die Darstellungen waren über mehrere Jahre auf Schweizer Pro Patria - Briefmarken dargestellt.
  • Rofflaschlucht, hier kann man sogar unter einem Wasserfall des Rheins hindurchspazieren
  • Chur
  • Reichenau - Zusammenfluß Vorder- und Hinterrhein
  • Ruinaulta - eine weitere legendäre Rheinschlucht
  • San Bernardino und Splügenpass
  • Fahrt mit der Rhätischen Bahn ab Thusis

Literatur[Bearbeiten]

  • John Knittel: Via Mala. Roman. (12. Auflage). Heyne, München 1993, 697S., ISBN 3-453-02280-7; Der Roman zur Schlucht, ein Muß für jeden Hinterrhein-Besucher und Liebhaber von epochaler Literatur.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Website der Tourismusorganisation Viamala
  • CH-7430 Thusis Tel. +41 (0)81 650 90 30 Fax +41 (0)81 650 90 31 info@viamala.ch, www.viamala-schlucht.ch
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