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Unesco-Welterbestätten in Europa
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Tivoli

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Tivoli
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Tivoli ist eine Stadt in der italienischen Provinz Latium, sie liegt an der Aniene, einem Nebenfluss des Tibers, etwa 32 km östlich von Rom.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Stadt Tivoli, antiker Name Tibur, liegt an den westlichen Hängen der Monti Tiburtini. Durch Tivoli geht die alte römische Straße Via Tiburtina, die durch die Abruzzen nach Pescara führt. Die heutige Staatsstraße 5 hat in etwa den gleichen Verlauf.

Tivoli war bereits in der Antike bei den Römern beliebt, die besonders im Sommer die klimatisch günstige Lage an den Berghängen schätzten. Kaiser Hadrian ließ die riesige Villa Adriana errichten. Auch ist die Gegend um Tivoli reich an Wasser. Das antike Rom wurde von hier gleich mit mehreren Wasserleitungen versorgt, dazu gehören Anio Vetus, Anio Novus und Aqua Marcia. Auch in der späteren Zeit war Tivoli ein begehrter Wohnort. In der Renaissance wurde hier die Villa d'Este errichtet, deren Wasserspiele damals einzigartig waren. Beide Bauwerke zählen seit 1999 bzw. 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Anreise[Bearbeiten]

Villa d'Este, Tivoli
Orgelfontäne

Mit der Bahn[Bearbeiten]

  • Bahnhof Tiburtina (Station Metro B) mit der FR2 nach Tivoli. Es gibt einen langsamen (Fahrtzeit ca. 60-70 Min.) und einen schnelleren Zug (Fahrtzeit ca. 40 Min.), der nur an den größeren Stationen hält. Beide Züge fahren zumeist stündlich, die Fahrt kostet für eine Strecke 2,60 Euro (Stand: 10/2016). Die Altstadt von Tivoli und die Villa d'Este sind vom Bahnhof zu Fuß erreichbar, für eine Besichtigung der Villa Adriana empfiehlt sich jedoch die Fahrt mit dem Bus.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

  • Rom Bahnhof Termini: Fahrt Metro B bis Ponte Mammolo, dort Fahrkarten kaufen (Untergeschoss) für COTRAL nach Tivoli, evtl. auch für Rücktour, im Bus gibt es keine Tickets. Der blaue Bus fährt von der oberen Ebene tagsüber viertelstündlich. Haltepunkte in Tivoli Terme (Villa Adriana) und in Tivoli, Largo Nazioni Unite (Villa d'Este). Verbindung zur Villa Adriana: orangefarbener Bus der CAT, Linie 4 oder 4X.

Auf der Straße[Bearbeiten]

  • Autobahn A24, Autostrada dei Parchi (Mautpflichtig), Ausfahrt Tivoli oder Castel Madama.
  • Staatsstraße SS5 Via Tiburtina, die Straße ist jedoch sehr stauträchtig.

Mobilität[Bearbeiten]

Tivoli liegt am Berg, die Villa d'Este und die Villa Gregoriana ebenfalls, die Villa Adriana liegt dagegen im Tal in Tivoli Terme. Tivoli selbst ist gut zu Fuß erkundbar, zur Villa Adriana zu laufen ist nicht empfehlenswert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Villa d'Este, Tivoli
Innenraum im Untergeschoss der Villa d'Este

Villa d'Este[Bearbeiten]

Die Villa d'Este wurde auf dem Gelände eines ehemaligen Klosters am Rand des Ortes Tivoli errichtet. Begünstigt durch die Hanglage und den nahen Fluss Aniene konnten in dem Garten zahlreiche Wasserspiele eingebaut werden, die für die damalige Gartenarchitektur einmalig waren. In Auftrag gegeben hat diese Arbeit der Kardinal Ippolite II. d'Este, Sohn von Lucrezia Borgia. Auch die Wohnung des Kardinals wurde entsprechend ausgeschmückt, Decken und Wände der Räume wurden mit Mosaiken und Fresken verziert.

Die Villa wechselte im Lauf der Zeit ihre Besitzer, diese legten jedoch nicht alle Wert auf ihren Erhalt. Jetzt sorgt der italienische Staat für ihre Instandhaltung. Villa d'Este, Piazza Trento, 5, 00019 Tivoli. Tel.: 07 7433 2920. Geöffnet: geöffnet Di-So 8:30 - 1 Stunde vor Sonnenuntergang. Preis: Eintritt 8 €.

Im Lichthof der Villa d'Este erinnert eine Gedenktafel an den Komponisten Franz Liszt, der hier einige Zeit lebte. Neben dem Venusbrunnen geht es dann in einen Bogengang und zu den Gemächern des Kardinals, überwiegend mit Landschaftsgemälden ausgeschmückt. In den darunter liegenden Räumen überwiegen Gemälde aus der Geschichte von Tivoli, der Vorherrschaft des Adels und Figuren aus der Mythologie.

Im Garten sind die beherrschenden Elemente die Grotten (Venusgrotte, Grotte der Diana) und die Fontänen (Orgelfontäne, Neptunsfontäne, Kaiserfontäne) sowie zahlreiche kleine Wasserspeier, Teiche, Figuren.

Das Gebäude ist weitgehend barrierefrei gestaltet, im Garten findet man überwiegend Kies- und Pflasterwege, teils mit starkem Gefälle.

Villa Adriana[Bearbeiten]

Teatro Maritimo, Villa Adriana

Was Kaiser Hadrian etwa 4 km von Tivoli entfernt erbauen ließ, kann nicht nur als Sommerresidenz oder luxuriöser Alterssitz verstanden werden. Es war mit 120 Hektar Fläche die größte Palastanlage eines römischen Kaisers. Zugänglich sind davon heute noch rund 40 Hektar, und sie zeigen, dass der Kaiser damals eine Miniatur seines Reiches nachbauen ließ. Kaiserpalast, mehrere Thermen, ein Theater, eine Arena für Gladiatoren, Bibliotheken, es fehlte nichts, was in der damaligen Zeit als Luxus galt. Besonders beeindruckend ist die Nachbildung des Kanopus in einem engen Tal des Geländes. Man schätzt, dass in der Anlage bis zu 20.000 Menschen gelebt haben, rund 5.000 Sklaven waren zu ihrem Betrieb erforderlich.

Villa Adriana, Kanopus

Villa Adriana. Tel.: 07 7453 0203. Geöffnet: geöffnet tägl. ab 8:30 Uhr bis 1 Stunde vor Sonnenuntergang. Preis: Eintritt 10 €.

In der weitläufigen Anlage gibt es überwiegend Kieswege, teilweise gibt es zwischen den Verbindungen Stufen. Etwa 200 m vom Eingang entfernt findet man nahe der Halle der Philosophen ein Modell der Gesamtanlage. In Verlängerung dazu findet man den Kanopus, dort ist auch ein Museum mit etlichen Originalfiguren sowie eine Cafeteria. Ein Audioguide kann an der Kasse ausgeliehen werden. Die Schatten der zahlreichen Olivenbäume laden auch zu einem Picknick ein.

Villa Gregoriana[Bearbeiten]

Zum Park der Villa Gregoriana gelangt man vom Ortszentrum aus. Hier steht der berühmte Vestatempel, der Tivoli auf allen Landschaftsmalereien der Romantik repräsentiert. Unterhalb des Vestatempels geht es steil in das Teufelstal (Valle dell'Inferno), hinab. Das Tal ist nichts anderes als eine tiefe Schlucht, die der Fluss Aniene in den Kalktuff eingeschnitten hat. In dem porösen Gestein haben sich Höhlen und Grotten gebildet, die heute Teil der Parkanlage sind. Beeindruckend und schon von Weiten erkennbar ist der Wasserfall des Aniene, der 120 tief in die Schlucht stürzt. Der Park wurde zwischen 1826 und 1835 unter Papst Gregor XVI. angelegt, nachdem der Fluss Aniene zum wiederholten Mal über die Ufer getreten war und große Teile Tivolis zerstört hatte. Papst Gregor XVI. erkannte die Notwendigkeit dem Fluss einen Überlauf schaffen zu müssen, um weiteren Schaden an der Stadt und ihren Bewohnern zu verhindern. Er ließ daraufhin den Aniene über den Felsen in die Tiefe stürzen und baute das im 16. Jahrhundert begonnene unterirdische Kanalsystem der Villa d'Este weiter aus. Ganz nach dem Geschmack der damaligen Zeit, scheute der Kirchenstaat keine Mühen und Kosten, den neuen Flusslauf in eine romantische Gartenanlage zu verwandeln. Seltene Bäume und Pflanzen, Wege, Treppchen, Grotten und Tunnel machen einen Spaziergang in der Villa zu einem besonderen Erlebnis. Am Fuß der Schlucht befinden sich die Überreste einer römischen Villa, die im Jahr 106 von den Fluten des Aniene zerstört wurde. Der Park der Villa Gregoriana gehört dem italienischen Staat, wurde im Jahr 2002 aber treuhänderisch dem FAI - Fondo Ambiente Italiano, der italienischen Stiftung für Denkmal- und Umweltschutz überlassen. Der FAI hat den Park restauriert, vom allfälligen Zivilisationsmüll befreit, Wege repariert, Toilettenanlagen eingebaut, Beschilderungen angebracht, Gärtner eingestellt und 2005 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute ist der Park ganzjährig geöffnet. Es gibt Informationsbroschüren in italienisch, englisch, deutsch und russisch. Ein gut ausgestatteter und anspruchsvoller Bookshop beim Vestatempel lädt zum Stöbern und Souvenirkaufen ein. Der Spaziergang durch die Villa dauert ca. 1 1/2 Stunden. Es empfehlen sich bequeme Schuhe. Der Park ist nicht für Besucher mit Gehbehinderung geeignet. Beim Ausstieg aus der Schlucht kommt man leicht aus der Puste, so dass eine gesunde Konstitution Voraussetzung für diesen Ausflug sein sollte.

Geöffnet Di-So ab 10 Uhr, Eintritt 6 € (Erwachsene), 2,50 € (Kinder). Für Mitglieder im FAI oder im Britischen National Trust ist der Eintritt frei. Es ist möglich vor Ort Mitglied im FAI zu werden und damit auch freien Eintritt zu allen anderen vom FAI verwalteten Kulturgütern zu haben. www.visitfai.it www.fondoambiente.it

Sonstige Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Rocca Pia
  • Rocca Pia. Die Burganlage wurde erbaut 1461 durch Papst Pius II. Nach 1870 wurde das Bauwerk als Gefängnis benutzt, zur Zeit ist es nur von außen zugänglich.
  • Santa Maria Maggiore. Eine der Kirchen von Tivoli. Sie steht unmittelbar neben dem Eingang zur Villa d'Este.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Karyatide am Kanopus

Küche[Bearbeiten]

  • Im Stadtkern von Tivoli gibt es zahlreiche kleinere Restaurants und Pizzerrien.
  • La Luna Sottacqua, Via Elio Adriana, 15, Villa Adriana (ca. 400 m vom Eingang der Villa Adriana). Tel.: 0774 381071.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Für die meisten Touristen ist Tivoli Ziel eines Tagesausflugs, es gibt jedoch etliche Hotels in Tivoli und Umgebung

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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