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Rosch Pina

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Rosch Pina
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Rosh Pina (oder Rosch Pinna; hebr. רֹאשׁ פִּנָּה) ist eine Ortschaft in Obergaliläa im Norden von Israel.

Hintergrund[Bearbeiten]

Historische Ansicht

Rosh Pina ist ein Städtchen, welches am Abhang des Mount Kna'an in der Nähe von Safed gelegen ist; vorwiegend landwirtschaftlich geprägt ist, aber auch für seine Künstler bekannt ist.

Nachdem bereits einige Juden aus dem nahen Safed hier 1878 die Siedlung Gei Oni gegründet hatte, ging diese nach wenigen Jahren wegen Krankheitsfällen und landwirtschaftlichen Misserfolgen zugrunde. Im Jahre 1882 gründeten dreissig rumänische Immigranten - Familien hier die Siedlung Rosh Pina, die auch nach dem ersten Misserfolg trotzdem noch eine der ältesten zionistischen Siedlungen in Obergaliläa ist, bis dahin lebten die frommen Juden nur in den alten jüdischen Gemeinden von Safed und Tiberias. Die landwirtschaftlich orientierte Siedlung wurde ab 1883 von Baron Rothschild finanziell unterstützt, das Land konnten die Siedler den Muslimen aus dem benachbarten arabischen Dorf Al-Ja'una abkaufen und lebten friedliche Koexistenz.

Im Jahre 1922 zählte das Dorf 468 Einwohner; die Koexistenz wurde bis 1948 gelebt, bis in den Wirren um den Angriff auf Safed die arabische Bevölkerung evakuiert und die letzten arabischen Einwohner von den Israelischen Truppen vertrieben wurden.

Nach dem Unabhängigkeitskrieg steht weiterhin die Landwirtschaft insbesondere in der Ebene der Hule im Vordergrund, der Ort als ruhiges Wohngebiet beliebt und zieht mit seinen verschiedenen Künstlerateliers Besucher an. 1906 wurde hier wilder Emmer (Triticum dicoccoides) entdeckt, ein Getreide, welches als Vorform des Weizens gilt und im Nahen Osten bereits in der Antike angebaut worden war.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der 1 Rosh Pina Airport oder Ben Ya'akov Airport liegt in der Hule-Ebene bei Mahanaim und wurde 1943 unter dem Britischen Mandat erbaut und später von der Israelischen Luftwaffe weitergenutzt. Nach einem Ausbau und einer Phase der zeitweisen Schliessung im Rahmen der Erprobung von Drohnen wird ein beschränkter innerisraelischer Verkehr mit Verbindungen nach Tel Aviv Sde Dov ausrechterhalten. Zur Anreise aus dem Ausland kann der Flugplatz nicht genutzt werden.

Mit der Bahn / mit dem Bus[Bearbeiten]

Obergaliläa ist nicht mit der Eisenbahn erschlossen, es besteht ein Ortsbusbetrieb in die Nachbargemeinden Hatz HaGalilit und Mahanayim; Fernbusse aus Tiberias, Tel Aviv und Haifa bedienen die Haltestelle Rosh Pina Junction etwa im Stundentakt.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von der Strasse 90, die von Tiberias durch Obergaliläa bis Kirjat Shmona führt, ist das Ortszentrum auf einer Stichstrasse von der 2 Rosh Pina Junction aus zu erreichen, dank einer Ausfahrt auf die alte Zufahrtsstrasse ist die Zufahrt aus nördlicher Richtung möglich, aufgrund einer Einbahnregelung darf diese nicht zur Fahrt nach Norden benutzt werden.


Mobilität[Bearbeiten]

Im alten Ortskern bewegt man sich zu Fuss, ein lokaler Bus verbindet die Quartiere von Rosch Pina mit den umliegenden Ortschaften.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Synagoge
Visitor Center
Alter Schwartz Hotel
Nimrod Lookout
  • der alte Ortskern um die 1 HaRischonim Street stammt noch aus der Pionierzeit, die Steinhäuser wurden mit Unterstützung von Baron Rothschild errichtet. Die alte 2 Synagoge wurde inzwischen restauriert.
  • vom 3 Nimrod Lookout ergibt sich eine tolle Rundsicht über Obergaliläa und die Hule-Ebene. Eine Gedenkstätte wurde hier zum Andenken an aus dem Ort stammende Soldaten, die bei einer Attacke auf ihr Panzerfahrzeug im Libanonkrieg getötet wurden, errichtet.
  • das doppelstöckige aus schwarzem Basaltstein erbaute 4 American House ist eines der letzten Zeichen des arabischen Dorfs Al-Ja'una und wurde von einem wohlhabenden Araber erbaut, der in Amerika gelebt hatte.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • im 5 Visitor Center informiert eine audiovisuelle Präsentation über die Geschichte von Rosch Pina, Vorführungen So-Do 11.00 und 14.00 h; Fr, Sa und Feiertage 11.00, 12.00 und 13.00 h.
  • entlang eines Tals mit einem Bach führt ein 3 Fussweg vom Friedhof von Rosch Pina hinauf nach Safed.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • verschiedene Künstlerateliers und Galerien finden sich im alten Ortskern um die HaRischonim Street, besonders erwähnenswert ist die 1 Töpferei Inbar Pottery .
  • zu beiden Seiten des ersten Kreisels bei der Ortseinfahrt finden sich 2 Geschäfte und eine kleine Mall.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • zu den Naturschutzgebieten an den Seen in der Hule-Ebene, der Ausflug lohnt sich vor allem zur Zeit des Vogelzugs
  • nach Hazor, einer archäologischen Stätte mit einem Siedlungshügel (Tel Hazor)
  • nach Safed, dem historischen jüdischen Städtchen in Obergaliläa

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Eine offizielle Webseite ist nicht bekannt. Bitte auf Wikidata nachtragen.
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