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Riobamba

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Riobamba
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Riobamba ist die Hauptstadt der Provinz Chimborazo und das Agrar- und Handelszentrum des Hochlands von Ecuador

Hintergrund[Bearbeiten]

Riobamba liegt zentral im Hochland Ecuadors in Turi-Hochebene ist von namhaften Vulkanen umgeben: im Westen erhebt sich der eisgepanzerte Gipfel des Chimborazo (6.267 m), höchster Berg Ecuadors, im Nordwesten befindet sich der Carihuairazo (5.020 m), im Nordosten den regelmäßig aktive und gefährliche Tungurahua (5.016 m) und im Osten der Altar (5.319 m).

Die Stadtgründung als "San Pedro de Riobamba" unter den Spaniern wird in den Zeitraum um das Jahr 1534 datiert, Riobamba gilt als eine der ersten Stadtgründungen unter den Spaniern überhaupt. Wegen der günstigen Verhältnisse für die Landwirtschaft war aber die gesamte Region zuvor schon unter den Puruhá-Indianern als Siedlungsraum erschlossen gewesen und wurde damals von den Inkas kontrolliert. In den Anfängen der Stadt hatte Riobamba auch noch eine strategische Bedeutung und entwickelte sich später zum regionalen Zentrum. Das koloniale Riobamba war seinerzeit eine der reichsten Städte des Landes seine Bauwerke zählten zu den schönsten ganz Amerikas.

Im Jahre 1797 wurde das alte Riobamba durch ein schweres Erdbeben nahezu vollständig zerstört, mindesten 10.000 Menschen kamen ums Leben. Zwei Jahre später und in 15 Kilometer Entfernung wurde Ribamba völlig neu wieder aufgebaut. Es wird vermutet, das noch zahlreiche Ruinen des alten Riobamba unter einer bis zu 30 Meter dicken Erdschicht verschüttet sind.

Nach der Befreiung der damaligen spanischen Kolonien wurde Riobamba in den ersten Jahren der Unabhängigkeit Ecuadors ab 1830 für über drei Jahrzehnte lang die Landeshauptstadt, stand dabei aber immer im Schatten der heutigen Hauptstadt Quito. Bei den Einheimischen gilt Riobamba als die "Wiege der Nation", hier enstand die erste Verfassung des Landes.

Riobamba ist heute vor allem das Agrarzentrum der Sierra von Ecuador. Der Schwerpunkt liegt auf dem Anbau von Kartoffeln, Mais, Gerste, Weizen, und Gemüse. Es gibt auch eine Weide- und Milchwirtschaft.

Anreise[Bearbeiten]

Entfernungen (Straßen-km)
Ambato61 km
Quito190 km
Guayaquil210 km
Cuenca240 km

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die nächsten internationalen Flughäfen sind die in Quito (ca. 240 km) und der Flughafen Guayaquil (210 km).

Anfahrt weiter nach Riobamba mit dem Bus oder Taxi.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Museumsbahn in Riobamba
Oriente bus terminal

Der Bahnhof von Riobamba ist Station an der Andenbahn Ferrocarril Transandino (Stammlinie, Südlinie), die seit 2013 wieder durchgehend vom Touristenzug Tren Crucero zwischen den beiden Endstationen Guayaquil und Quito befahren wird.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Aus Riobamba verkehren täglich mehrfach Fernbussse in die wichtigsten Städte des Landes, u.A. Quito (3 h), Guayaquil (4 h) und Baños (1.5 h). Preis je Stunde Fahrzeit rund 1,– $.

Vom Zentralen Terminal aus (Av León Borja / Av de la Prensa), zwei Kilometer nordwestlich des Zentrums gelegen, verkehren die Busse in den Norden des Landes und in die Küstenregion.

Vom Oriente bus terminal (Ecke Espejo & Luz Elisa Borja) aus und im Osten der Stadt gelegen verkehren die Busse in die Amazonasregion im Osten des Landes.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Riobamba liegt direkt an der Panamericana und rund 200 Kilometer südlich von Quito bei ca. drei Stunden Fahrzeit. Riobamba ist ein bedeutender regionaler Verkehrsknoten: Von der Panamericana zweigt eine Fernstraße nach Westen in den Küstenregion und nach Guayaquil ab. Über Baños führt eine Route nach Osten und weiter in die Amazonasregion.

Mobilität[Bearbeiten]

Taxis in Riobamba sind günstig: tagsüber pro Stunde 1,– $. Abends etwas mehr, es empfiehlt sich, den Preis vorab auszuhandeln.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Riobamba wurde im Jahre 1797 durch das Erdbeben nahezu vollständig zerstört und neu aufgebaut, es gibt daher keine echten historischen Gebäude im Stadtbild.

Eine gute Aussicht über die Stadt aus einer erhöhten Position hat man vom Hügel im Parque 21 de Abril, etwas nordwestlich vom Zentrum gelgen.

Kirchen[Bearbeiten]

Santa Barbara im Parque Maldonado
  • Kathedrale Santa Barbara. Die Kirche ist eine originalgetreue Rekonstruktion der bei dem Erdbeben zerstörten alten Kirche. Bei dem Wiederaufbau der barocken Fassade wurden umfangreich Trümmer der alten Kirche mitverwendet. Besonders sehenswert im Inneren der Kirche ist ein Bild des Friedensnobelpreisträger Alfredo Pérez Esquivel aus dem Jahre 1986. Die Capilla El Sagrario ist eine Seitenkapelle mit Tonkachel-Mosaike eines Kreuzwegs. Am Parque Maldonado (1° 40′ 21″ S 78° 38′ 52″ W);
  • Basilika.
  • Iglesia de San Antonio, im Nordwesten des Zentrums am Parque 21 de Abril. Die Kirche wurde 1951 geweiht und gehört zu den meistbesuchtesten der Stadt, im Innren sehenswert sind Bilder einheimischer und spanischer Künstler.

Bauwerke[Bearbeiten]

Estadio Olímpico de Riobamba
  • 1 Estadio Olímpico de Riobamba. Sportstadion, 1926 eröffnet und Austragungsort der damals ersten Nationalen Olympiade der Provinzen von Ecuador untereinander. Seitdem mehrfach umgebaut und heute Leichtathletik- und Fußballstadion für den lokalen Sport. Außerdem war das Stadion auch mehrfach Spielstätte für internationale Jugend-Fussballturniere.

Museen[Bearbeiten]

  • Colegio Maldonado Riobamba (Argentinos y Larrea). Das monumentale Baudenkmal entstand in den 1920er Jahren im neoklassischen Stil der italienischen Reniassance, im Gebäude ist ein naturkundliches Museum untergebracht. Geöffnet: Do. - Sa. 9-12 und 15-18 Uhr. Preis: 2 $.
  • Museo de la Ciudad (Museum zur Stadtgeschichte), El Viernes 19 de agosto. Tel.: +593 (0)3 295 1906.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Parks[Bearbeiten]

Es gibt in der Stadt eine Anzahl ansehnlicher Parkanlagen mit den typischen Araukarien und Palmen:

  • Parque de la Libertad. Mit der runden Basilika, im Zentrum des Parks steht ein Monument zu Ehren des Jesuitenpaters Juan de Velasco, geistiger Mitbegründer der Republik Ecuador nach der Unabhängigkeit.
  • Parque Sucre. Angelegt in der Form einer nautischen Rose. Im Zentrum befindet sich der Neptun-Brunnen, er stammt aus dem Jahr 1913.
  • Parque 21 de Abril. (1° 39′ 59″ S 78° 39′ 13″ W, nordwestlich vom Zentrum), benannt nach dem Schicksalstag am 21. April 1822, als die Stadt und die Region nach einem Sieg über die spanischen Truppen vom Befreiungskämpfer Antonio José de Sucre für unabhängig erklärt wurde. In der Parkanlage gibt es einen Hügel mit Aussicht über der Stadt, ostseitig vom Park liegt die Iglesia de San Antonio.
Denkmal für Pedro Vicente Maldonado im Parque Moldano

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Riobamba ist Stützpunkt für Unternehmungen in der Bergwelt der Region mit den Vulkanen und deren Besteigung, mehrere ortsansässige Agenturen übernehmen die Organisation und stellen auch qualifizierte Begführer.

Einkaufen[Bearbeiten]

Im Zentrum von Riobamba gibt es eine große Auswahl an Geschäften und Einkaufsmöglichkeiten.

  • 1 Aki (moderner Supermarkt mit großer Auswahl), Primeras Olimpiadas / Diego León Borja (unmittelbar am "Parque Guayaquil" und einige Fußminuten nordwestlich des Zentrums).

Zu beachten ist die Clusterbildung der Fachgeschäfte nach ihrer Auswahl: Blumengeschäfte, Kleidungsgeschäfte oder Touristenläden sind oft gemeinsam in einem Straßenzug direkt nebeneinander angeordnet: Wenn man einen passenden Laden gefunden hat, hat man gleich mehrere, dafür sucht man woanders vergebens.

  • Souvenirgeschäfte mit einer größeren Auswahl auch an einheimischen Kunsthandwerk befinden sich direkt südösttlich an den Hauptbahnhof anschließend.

Küche[Bearbeiten]

Mittel

  • Restaurant El Dilirio - la Casa de Bolívar, Primera Constituyente 28-16 y Rocafuerte, Tel. +593 (0) 3 296 6441

Nachtleben[Bearbeiten]

  • Libro El Zaguan (Cafe Libro, Cafe, Kultur und Literatur), 10 De Agosto Y Rocafuerte (im zentrum). Tel.: +593 (0)3 2964582.

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • Hostal Rincon Aleman, Ciudadela Arupos del Norte ( aus Quito) Remigio Romero y Alfredo Pareja Mz H, Casa 9 (nördlich des Zentrums). Tel.: +593 (0)3 260 3540. deutschsprachige Hotelleitung

Gehoben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Riobamba hat zwei Universitäten, die allgemeinbildende National-Universität und die politechnische Hochschule:

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

  • Apotheken im Zentrum gibt es in Auswahl, unter anderem am Bahnhofsplatz und am Park Sucre.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Kurzinfos
Telefonvorwahl03
ZeitzoneUTC-5
Notrufe
Polizei101
Ambulanz296 8064
Feuerwehr102

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Das Städtchen Guano liegt gute fünf Kilometer nördlich von Riobamba und ist bekannt für handgeknüpften Teppiche;

Weblinks[Bearbeiten]

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