Popayán

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Popayán
Einwohnerzahl300.837 (2018)
Höhe1760 m
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Popayán ist eine Großstadt im Departement Cauca in Kolumbien. Popayán befindet sich im Pubenza-Tal (spanisch Valle de Pubenza), das im Südwesten Kolumbiens zwischen der westlichen und der Zentralkordillere liegt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Stadtbezirke von Popayán.

Die 1537 gegründete Stadt war bis ins frühe 20. Jahrhundert als der Handel vor allem über Wasserwege lief ein wichtiges Zentrum der Region. Durch Eisenbahn- und Straßenbau änderten sich die Warenströme und die Stadt geriet ins Hintertreffen.

Eine der Hauptsehenswürdigkeiten Popayáns ist seine koloniale Architektur. Insbesondere die Altstadt mit ihren weißen Kolonialbauten und Straßenlaternen haben einen besonderen Reiz, weshalb man auch von der “La Ciudad Blanca” spricht. Gemäß der in Andalusien verbreiteten Tradition die Hitzeeinwirkung zu reduzieren sind die Häuser weiß gekalkt.

Anreise[Bearbeiten]

Popayán.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

30x-Airplane.png Aeropuerto Guillermo León Valencia (vormals Machangara, Flugplatz, IATA: PPN; am Stadtrand) Aeropuerto Guillermo León Valencia in der Enzyklopädie WikipediaAeropuerto Guillermo León Valencia (Q611949) in der Datenbank Wikidata. 3-4 Flüge von Bogota. Geöffnet: 6.00-18.00.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Maki-0.5.0.-rail-24-test-2.svg Terminal de Transportes (Busstation; vorm Flugplatz). Busse aus Cali 3 Std. Nach Pasto gut 6 Std. weiter bis zur ecuadorianischen Grenze bei Ipiales 7-8 Std.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Popayán liegt an der Fernstraße 25, die sie mit Cali (142-159 km) im Norden und Pasto (387 km) im Süden verbindet. Die 20 führt Richtung Osten nach Pitalito und Florencia (268 km).

Mobilität[Bearbeiten]

In der Innenstadt zu Fuß. Mittelgroße Busse im Stadtgebiet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Popayán
“Puente del Humilladero,” die Brücke von Popayán.

Sehenswert ist das Ensemble der gesamten Altstadt (“sector histórico”).

  • 1 El Morro del Tulcán Morro del Tulcán El Morro del Tulcán in der Enzyklopädie WikipediaEl Morro del Tulcán (Q3050102) in der Datenbank Wikidata. Eine prä-kolumbianische Pyramide auf die man zum 400jährigen Stadtgründungsfest ein Reiterdenkmal gestellt hat.
  • 2 Casa Museo Maestro Guillermo Valencia, Cl. 5 #9-82, geöffnet Di.-So. 8.00-17.00. Gewidmet dem hier gebürtigen Dichter, dessen Sohn Guillermo León Valencia 1962 Präsident des Landes wurde.
  • 3 Naturkundemuseum Museo de Historia Natural, Cra. 2 ##1a-25, geöffnet Di.-Fr. 9.00-12.00, 14.00-17.00 Uhr.
  • 4 Museo Negret y Museo Iberoamericano de Arte Moderno, moderne Kunst in der Calle 5. No. 10-23, Di.-So. 8.00-12.00, 14.00-18.00, So. durchgehend
  • 5 Museo Casa Mosquera Cl. 3 #5-14, Di.-So. 9.00-17.00 Uhr. Ehemaliges Wohnhaus einer lange mächtigen Familie im neu unabhängigen Neu-Granada.

Kirchen[Bearbeiten]

  • 1 Santuario de Belén, Cra. 7 Nte. #3-50 (Hügel am Stadtrand). Das Original aus dem 18. Jhdt. fiel 1983 beim Erdbeben zusammen, hier steht nun ein Neubau.
  • 2 Iglesia de San Francisco, Cra. 9 #4-29. Das dahinterliegende ehemalige Kloster hat man zum Luxushotel Hotel Dann Monasterio umgebaut. Geöffnet: Di.-Fr. 7.00-8.00, 16.00-17.00, 18.00-19.00, Sa. + So. 8.00-11.00, 16.00-19.00.
  • 3 Catedral Nuestra Señora de La Asunción (Catedral Basílica de Nuestra Señora de la Asunción de Popayán; am zentralen Parque Caldas) Catedral Nuestra Señora de La Asunción in der Enzyklopädie WikipediaCatedral Nuestra Señora de La Asunción im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsCatedral Nuestra Señora de La Asunción (Q5758368) in der Datenbank Wikidata. Die heutige Kathedrale, deren Dach beim Erdbeben am Rosenmontag 1983 einstürzte und Hunderte unter sich begrub, ist ein 1906 begonnener Bau mit einer as Europa importierten großen Orgel. Zur Fassade gehört der Glocken- und Uhrturm (“Torre del Reloj”), dessen Uhr eine 1737 in England bestellte Auftragsarbeit ist. Geöffnet: 7.00-18.00.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Die hier besonders großartig gefeierte Karwoche mit ihren Umzügen ist seit 2009 auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Zeitgleich findet das Festival de Música Religiosa statt.
Besonders ausgiebig feiert man im Ortsteil 1 Puelenje.

Ebenso von Bedeutung sind die Karnevalsfeiern Fiestas de Pubenza 5.-13. Januar. Bei letzteren bewerfen sich die Einwohner in den Straßen mit Tüten voller Mehl und Schuhwichse, um die Vielfältigkeit der Hautfarben in Popayán und Kolumbien zu feiern.

Sport[Bearbeiten]

  • 1 Sportanlagen, Block zwischen Car. 15 und 16 / Cll. 18-20 Norte. mit Hallenbad (25 m), Fußballplatz, Fitnesstudio und einer kleinen Kirche, dem Templo Juan Pablo II.
  • 2 Centro Recreativo Pisojé de Comfacauca (Freibad). Geöffnet: 6.30-20.00, Wochenenden und Feiertage bis 17.00. Preis: Einkommensabhängig und je nach Sportart/Bereich. Schwimmen Erw. CO$ 7800.

Einkaufen[Bearbeiten]

  • 1 Campanario Centro Comercial, tgl. 11.00-21.00 Uhr öffnet das Einkaufszentrum inkl. Kino am Stadtrand, Cra. 9 ##24AN-21.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

  • 3 Teatro Municipal Guillermo Valencia (Stadttheater; Calle 3, Carrera 7 Esquina) Teatro Municipal Guillermo Valencia im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsTeatro Municipal Guillermo Valencia (Q42813466) in der Datenbank Wikidata.
  • 1 New York Discoteca. Geöffnet: Do.-So. 17.00-3.00.

Unterkunft[Bearbeiten]

  • Etliche der kolonialen Häuser der Innenstadt sind zu kleinen Hotels umgebaut worden. Preise und Ausstattung decken das gesamte Spektrum ab. Günstig ist das 1 Hostal Balcony, Cra. 9 #5-36, Tel. +573024412085.
  • Hotels der Mittelklasse für Geschäftsreisende sind entlang der Car. 9 im Bereich am Flughafen
  • Eine ganze Reihe von Motels sind an der Ortseinfahrt entlang der Landstraße 20.

Sicherheit[Bearbeiten]

  • 1 Migration Colombia (Ausländerpolizei), Cl. 4 Nte. #66 # 10B. Toristische Aufenthalte können seit 2021 online verlängert werden. Dies ist für Bürger des Schengen-Raums kostenfrei. Geöffnet: Mo.-Fr. 8.00-12.00, 14.00-17.00.

Gesundheit[Bearbeiten]

Die Temperaturen sind ganzjährig nachts 13-15 °C tagsüber 23-25 °C. Trockenzeit ist Juli-August, Regenzeit Oktober-Dezember.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • 2 4-72, Postamt, Cl. 4 #5-74

Ausflüge[Bearbeiten]

In Silvia: Männliche Gumbiano-Indianer in ihrer traditionellen Tracht: blaues Wickelhüfttuch, rechteckige Ponchos und ein schwarzer Bowler.
  • 6 Hacienda Coconuco (Casa de Hacienda Coconuco; Vereda Coconuco. Vía Popayán -Puracé)Hacienda Coconuco (Q42813964) in der Datenbank Wikidata. erhalten im Stil des späten 19. Jhdts. Seit 1977 unter Denkmalschutz. Geöffnet an Sonn- und Feiertagen 9.00-17.00 Uhr. 29 km auf der Landstraße 20.
  • Landwirtschaftlich geprägte kleinere Städte:
    • 2 Piendamó Piendamó in der Enzyklopädie WikipediaPiendamó im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPiendamó (Q2433349) in der Datenbank Wikidata, 35 km nördlich Popayán. Von hier geht eine serpentinereiche Landstraße 26 km nach:
    • 3 Silvia Silvia im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen SpracheSilvia in der Enzyklopädie WikipediaSilvia im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSilvia (Q2418703) in der Datenbank Wikidata. Dienstag ist Markttag an dem viele der in den umliegenden Dörfern Pueblito, La Campana, Guambia und Caciques wohnenden Gumbiano-Indianer in die Stadt kommen. Direkte Busse aus Popayán fahren stündlich und sind 1½ Std. unterwegs.

Nationalparks[Bearbeiten]

  • 1 Nationalpark Munchique (Parque Nacional Natural Munchique), in der westlichen Kordillere (61 km von Popayán) Nationalpark Munchique in der Enzyklopädie WikipediaNationalpark Munchique im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNationalpark Munchique (Q3364542) in der Datenbank Wikidata. Streng geschützt. Beschränkt zugänglich mittels Reiseveranstaltern.

Nationalpark Puracé[Bearbeiten]

  • 2 Nationalpark Puracé (Parque Nacional Natural de Puracé, UNESCO Biosphärenreservat; Busse in den Ort Puracé, 2 Std., der einzige Ort im Park wo man übernachten darf) Nationalpark Puracé im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen SpracheNationalpark Puracé in der Enzyklopädie WikipediaNationalpark Puracé im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNationalpark Puracé (Q2982230) in der Datenbank Wikidata. Hier ist der namensgebende, aktive Vulkan Puracé. An seinen Flanken entspringen die vier Flüsse Magdalena, Cauca, Japurá und Patía. Natürlich kommen im Schutzgebiet 200 Orchideen- und 160 Vogelarten vor. Die gelegentlich zu sehenden Kondors wurden in den 1930ern hier erfolgreich wieder ausgewildert. In den niedrigeren Lagen leben vier Affenarten. Aufgrund der Höhe liegen die Tagestemperaturen bei angenehmen 14-16 °C. Über 3000 m kommt Frost vor.
Heiße Quellen
  • 4 Pilimbalá bietet einen Zeltplatz und touristisch aufbereitete Thermalquellen am Hang des Vulkans. Von hier dauert der Aufstieg zum Krater 3½ Std.
  • 5 Termales Aguatibia. Heiße Quelle (9.00-17.00 Uhr), Schwimmbecken mit Wasserrutsche und Naturerlebnispark am Fluß an der Landstraße 20. Eintritt (2022) CO$ 30.000-40.000, Zeltplatz CO$ 50.000, Paddelbootmiete CO$ 40.000 usw. Busse fahren nur bis zur Kreuzung, von dort sind es gut 4 km bergauf, ein Taxi sinnvoll.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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