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Nachhaltig Reisen

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Spricht man von "nachhaltigem Reisen" denkt man an Umweltauswirkungen jeglicher Art und an die positiven Folgen für die bereisten Länder beim heutigen weltweiten Tourismus.

Noch lange nicht alle Reisenden machen sich über die Auswirkungen ihres Urlaubes Gedanken. Die Gruppe, die es aktiv tut, wächst aber ständig. Dies ist auch nicht verwunderlich. Schließlich werden die Folgen des Klimawandels, der globalen Umweltzerstörung wie zum Beispiel das Artensterben weltweit immer sichtbarer. Auch der Tourismus wird in Zukunft vermerkt darunter leiden.

Aber auch die negativen sozialen Folgen von "Billig-Tourismus" möchten immer weniger unterstützen. Hier geht es oft auch an die eigene Gesundheit z. b. durch billiges, ungesundes Essen oder sogar um das eigene Leben durch die Unfallgefahr aufgrund total übermüdeter Busfahrer auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel. [1]

Ziel dieses Artikels ist es nicht, mit dem "erhobenen Zeigefinger" zu arbeiten und einen Reiseverzicht zu fordern, sondern es sollen praktische Hinweise gegeben werden, wie eine Reise zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • w:Folgen der globalen Erwärmung - zeigt die Folgen des Klimawandels auf. Beispielsweise droht durch die Versauerung und Erwärmung der Meere das Absterben der Korallen.

Tipps für Nachhaltiges Reisen: Soziale Aspekte[Bearbeiten]

Reisepreise von 400 € oder sogar noch weniger für eine Woche All-Inklusive mit Hotel & Flug. Wie geht das, was steckt dahinter?

Die Story - Schnäppchen-Urlaub Türkei - Sonne, Strand und Billiglohn" aus der ARD warf schon im Jahre 2012 einen Blick hinter die Kulissen der Türkischen Riviera und förderte erschreckende Zustände zutage.

Wer als Urlauber solche Zustände nicht unterstützen möchte, findet im Ratgeber "Nachhaltigkeit im Tourismus - Wegweiser durch den Labeldschungel" Hinweise, auf welche Zertifikate er achten kann, um eine sozial aber auch umweltverträgliche Reise zu buchen. Der Ratgeber der von den Naturfreunden Internationale (Arbeitskreis Tourismus & Entwicklung), ECO Trans e. V. und dem evangelischen Entwicklungsdienst herausgegeben wurde kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Tipps für Nachhaltiges Reisen: Klima & Umweltschutz[Bearbeiten]

"Fair Play" im Tourismus - Fünf Faustregeln fürs Handgepäck
  • Fairer Austausch
  • Nutzen für die Einheimischen
  • Faire Preise
  • Respekt vor Lebensgrundlagen
  • Zeit nehmen
Die ausführlichen Regeln können hier auf der Seite von Kate, der Kontaktstelle für Umwelt & Entwicklung eingesehen werden.
  • Geschäfts- und Privatreisen verbinden - einfach noch eine Woche Urlaub dranhängen wenn möglich - das schont den Geldbeutel und die Umwelt. Das Flugticket hat ja schon der Chef bezahlt. Da kann man sich mit dem Gesparten z. B. mal ein besseres Hotel leisten.
  • Gemeinsam Reisen im Auto - Wenn man z. B. nur alleine oder zu zweit unterwegs ist, kam man evtl. noch Freunde oder ein befreundetes Paar einladen. Dann ist nicht nur das Auto ökonomisch gut ausgenutzt (spart Fahrtkosten), sondern man hat auch noch Gesprächspartner für die lange Fahrt. In einem Kombi bekommt man in der Regel problemlos das Reisegepäck für 4 Personen unter.
  • CO2-Kompensation - Auch wenn die CO2-Kompensation von einigen Experten als "Moderner Ablasshandel" kritisiert wird, so hilft der Kauf eines Zertifikats für den eigenen Urlaubsflug doch mehr als nur das eigene Gewissen zu beruhigen. Die Organisationen erhalten über den Handel dringend notwendige Spendengelder, um zum Beispiel Entwicklungsländer beim Aufbau einer zukunftsfähigen Energieversorgung mit Hilfe erneuerbarer Energien unterstützen zu können.
Einige Anbieter von individuellen CO2-Zertifikaten:
  • gezielte Buchung umweltfreundlicher Unterkünfte - Z. B.: wird Solar geheizt und Strom erzeugt? Achtet das Hotel auf Energieparen und Ressourenschonung (sind z. B. Energiesparlampen in den Zimmern zu finden, Werden die Handtücher nur nach Bedarf gewechselt; Ist regionale Bioküche im Angebot usw.) Wenn große Nachfrage nach umweltfreundlichen Hotels da ist wird diese auch bedient.
  • Konsum von regionalen, nachhaltig hergestellten Produkten aus der Reiseregion bzw. Einkehr in der entsprechenden Gastronomie - So schmeckt man nicht nur die Reiseregion, sondern tut auch gleicht noch was für die regionale Wirtschaft von Ort und für das Klima, da lange Transportwege für Lebensmittel eingespart werden können.

Labels zum Thema Nachhaltig Reisen[Bearbeiten]

Blaue Flagge
zeugt von der Einhaltung gewisser Mindeststandards
  • Blaue Flagge (Blue Flag, Pavillon bleu): die Blaue Flagge jeweils mit der aktuellen Jahreszahl weht an Badestränden und Marinas, welche die Voraussetzungen der Organisation Blue Flag bzgl. Informationen zum Umweltschutzgedanken, Wasserqualität, Umweltmanagement und Sicherheitsmanagement erfüllen und hat sich als Gütezeichen für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Badestränden und Marinas an vielen Stränden etabliert. Im Zentrum steht eine kontrollierte zumindest ausreichende Wasserqualität, nachhaltige Bewirtschaftung unter ökologischen Aspekten (Sauberkeit, Abwasserbehandlung, Vorhandensein und Sauberkeit von Sanitäranlagen), eine einheitliche Beschilderung mit Piktogrammen und die Bereitstellung einer minimalen Sicherheits- resp. Rettungsinfrastruktur.
Die ersten Strände wurden in Frankreich 1985 mit der Blauen Flagge gekennzeichnet, seit 2001 nehmen auch Länder ausserhalb Europas am Programm teil.
Auch wenn die Kriterien beispielsweise der Wasserqualität und Häufigkeit der Kontrollen noch als zu tief angesetzt kritisiert werden, hat das Verleihen der Blauen Flagge an vorbildliche nachhaltig bewirtschaftete Strände vielerorts zu einem Umdenken bei den Strandmanagern und Tourismusverantwortlichen geführt, indem die Abwasserklärung vor Einleitung ins Meer und das Abfallmanagement inkl. Trennung sowie das Aufstellen einer Notfallorganisation in etlichen Mittelmeerländern zum Thema geworden sind.
Auf der Website können die Strände auf einer Karte oder mittels Land/Regionensuche aufgerufen werden, teils sind zu den Stränden Zusatzinformationen verfügbar.

Länderinfos zum Nachhaltigen Reisen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ratgeberseite "Bewusst Reisen" - gemeinsames Projekt vom WWF Deutschland, Verkehrsclub Deutschland (VCD) und dem Bundesverband der Verbraucher Iniative e. V..
  • Der touristische Klima-Fußabdruck - WWF-Bericht über die Umweltauswirkungen von Urlaub und Reisen ([1])

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. z. B. laut ARD die Story - Schnäppchen-Urlaub Türkei - Sonne, Strand und Billiglohn - abgerufen am 27.08.2012
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