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Mozia

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Mozia
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Mozia ist eine antike phönizische Siedlung auf der Insel San Pantaleo nahe Marsala in der Provinz Trapani.

Hintergrund[Bearbeiten]

Isole dello Stagnone
Mozia (Zugangsstrasse, Rekonstruktion)
Motya, Rekonstruktion der von der Stadtmauer umgebenen Ansiedlung
Übersichtsplan von Mozia

Die Reste der um 800 v.Chr. von den Karthagern gegründete Siedlung Motya wurden bereits im 17. Jhdt. auf der Insel San Pantaleo vermutet und deren Existenz 1883 gesichert. Nach dem Erwerb der Insel durch Joseph Whitaker wurde Anfang des 20. Jhdt. mit Ausgrabungen begonnen.

Die Isole dello Stagone mit der umgebenden Lagune sind der Küste von Marsala vorgelagert. Die vier Inseln umfassen die Insel San Pantaleo im Schutz der Lagune mit den Resten des historischen Mozia, die Isola Santa Maria, die kleinste Insel La Scuola mit Resten einiger Gebäude und einer Zisterne aus den Dreissigerjahren und die grösste, hakenförmige, die Lagune vom offenen Meer abgrenzende Isola Grande.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Insel wurde ca. 800 v.Chr. von den Phöniziern bediedelt, um 600 v.Chr. wurde von Karthago (ebenfalls eine von Phöniziern gegründete Stadt) aus die Ansiedlung zu einer befestigten Stadt ausgebaut. Motya (oder ital.: Mozia) wurde mit einer 2,5 km langen Stadtmauer umgeben und war mit einer befestigten Strasse mit dem Festland verbunden. Letztere ist noch erkennbar, liegt aufgrund tektonischer Verschiebungen inzwischen aber unter dem Meeresspiegel. Die Stadt wurde zu einem der bedeutendsten Handelshäfen der Region.

Im Jahre 397 wurde Motya vom Tyrannen Dionysios I. von Syrakus erobert und zerstört, die Einwohner konnten teils flüchten und errichteten auf dem Festland am Capo Boeo die Stadt Lilybaion. Später wurde Westsizilien, die Insel eingeschlossen, von den Karthagern zurückerobert, die Stadt Motya wurde aber nie mehr aufgebaut, die Reste verfielen.

Im siebzehnten Jahrhundert wurde der Standort des antiken Motya auf der Insel San Pantaleo vermutet, erst 1883 konnte Innocenzo Coglitore die Tatsache sichern, dass die Insel Standort des antiken Motya ist. Die Insel wurde 1906 vom im Wiengeschäft reich gewordenen Joseph Whitaker gekauft und ab 1906 wurden systematische Grabungen durchgeführt. Die Funde sind im Whitaker - Museum auf der Insel Mozia zu finden, die heue noch im Familienbesitz ist.

Anreise[Bearbeiten]

Die Überfahrt zur Insel Mozia erfolgt mit den Booten der Mozia Line, eine Überfahrt dauert 5 Min. 1 Mozia Line. Preis: 5.00€, Kinder 2-14 J. 2.50€. .

Ebenfalls nach Mozia und auf Anfrage zu den anderen Isole dello Stagnone Arini E Pugliese, Imbarcadero storico. Tel.: 347 3430329, E-Mail: . Geöffnet: Nov.-März 09.00-14.00/ April-Oct. 09.30-18.30.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Von der Station Spagnola der Eisenbahnlinie Trapani - Marsala kann die in 3 km Distanz liegende Fährstation der Mozia Line zu Fuss erreicht werden.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Von der Piazza del Popolo, Marsala, kann die Anlegestelle der Mozia Line mit dem Bus erreicht werden.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von der Strada Provinciale SP21 SP21 von Trapani nach Marsala biegt man in die Küstenstrasse ab, die unmittelbar am Ufer der Lagune Lo Stagone entlangführt, um die Anlegestelle zu erreichen.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Inseln sind autofrei, man ist zu Fuss unterwegs.

Sehenswürdigkeiten (Area archeologica: Mehr dazu)[Bearbeiten]

  • Museo Whitaker in der Villa von John Whitaker, ausgestellt sind die Funde der Ausgrabungen seit 1906, Kunst- und Gebrauchsgegenstände aus der Zeit der Karthager, davon viel Importwaren, welche Zeugnis von den ausgedehnten Handelsverbindungen der phönizischen Herren ablegen. Speziell zu erwähnen ist der "Wagenlenker", eine Marmorstatue eines jungen Mannes aus der Zeit um 475 - 450 v.Chr., die 1979 gefunden wurde.
  • Cothon. Ein rechteckiges Becken, von dem Whitaker zunächst vermutete, es könne sich um Dockanlagen handeln. Neue Forschungen haben ergeben, dass es sich wohl um ein zu einer nahen Tempelanlage gehöriges Becken für rituelle Reinigungen handelt.
  • Heiligtum Tophet. Eine phönizisch-karthagische Form eines Heiligtums unter freiem Himmel, in zahlreichen Keramikgefässen fanden sich Asche und Knochen, welche Kindern oder Opfergaben zugeordnet werden können. Die Legenden um Kinderopfer im Heiligen Bezirk von Baal Hammon können mit solchen Funden in Zusammenhang gebracht werden.
  • Heiligtum Capiddazzu. Funde von Knochen von Schafen und Rindern im Bereich der rechteckigen Anlage deuten auf eine Verwendung als Heiligtum hin.
  • Griechisches Haus der Mosaiken. Den Boden schmücken Mosaiken aus Kieselsteinen mit Tiermotiven.
  • Ruinen von Stadtmauern, der Nord- und Südtürme, des Handwerkerviertels
  • Reste der Zufahrtsstrasse aus Norden, welche heute unter dem Meeresspiegel liegen
Der Kothon: whs. Becken für rituelle Reinigungen
Der Jüngling von Mozia
Heiligtum von Capiddazzu


Küche[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • auf der Insel erhält man Informationsmaterial im Gebäude des Museo Whitaker, hier sind auch Toilettenanlagen mit Frischwasser vorhanden.

Ausflüge[Bearbeiten]

  • 1 Salzmuseum / Museo del Sale, Contrada Ettore Infersa. Tel.: 0923 733003. Geöffnet: 09.30-20.00. Preis: 5,00 €, Kinder 1,50 €. , die historischen Becken zur Saltgewinnung ergeben mit den Bildmühlen, welche zum Be- & Entwässern und Mahlen des Salzes verwendet wurden, ein malerisches Bild. Man sagt sich, dass Cervantes, der einige Jahre in Trapani gelebt hat, durch diese Windmühlen zur Episode in seinem Buch von Don Quichote inspiriert worden sei.
  • Riserva Naturale Isole dello Stagnone. Die ganze Region ist 1984 unter Naturschutz gestellt werden.

Weblinks[Bearbeiten]

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