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Monte Rosa (Region)

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Monte Rosa, vom Lyskamm aus: in Bildmitte der Felsgipfel der Zumsteinspitze, rechts davon Signalkuppe und dann die Firnschneide Parrotspitze, die Wolke links der Bildmitte liegt im Silbersattel und verdeckt etwas die Dufourspitze (halblinks) und das Nordend

Das Massiv des Monte Rosa hat mit der Dufourspitze (4.634 m), je nach der Zählweise, den zweit- oder dritthöchsten Gipfel der Alpen aufzuweisen und auch die nächsten drei Gipfel in der Rangfolge nach der Höhe, das sind das Nordend (4.609 m), die Zumsteinspitze (4.563 m) und die Signalkuppe (4.554 m), befinden sich hier. An der Ausdehnung gemessen ist es der größte Gebirgsstock in den gesamten Alpen überhaupt, er hat auch nach der Anzahl die meisten der Viertausendergipfel aufzuweisen. Über den Hauptkamm des Massivs verläuft die Grenze zwischen der Schweiz und Italien.

Regionen[Bearbeiten]

Orte[Bearbeiten]

Talorte auf der Schweizer Seite:

Talorte auf der Italienischen Seite:

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Name Monte Rosa wird auf das valdostanische (Walser) Dialektwort "Roese" für Gletscher zurück geführt.

In der strengen Definition definiert sich der Monte Rosa mit den östlichen Gipfeln um das Nordend und Dufourspitze bis zum Balmenhorn. Von Süden und von der italienischen Seite aus gesehen erschließen sich die Berge von den Berghütten aus gemeinsam mit dem nach Westen führenden Bergkamm vom Lyskamm bis zum Breithorn und bis hin zum Theodulpass. Das entspricht der Regionendefinition gemäß dem Gebietsführern des SAC (Schweizer Alpenclub) der Walliser Alpen Band 4/5 und wird auch in diesem Artikel so verwendet.

Sprache[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Lage
Lagekarte der Schweiz
Monte Rosa (Region)
Monte Rosa (Region)

Die Anreise auf der Strasse erfolgt im Norden (Schweiz) über das Rhonetal und das Mattertal im Wallis und im Süden (Italien) über das Piemont und das Alpental Valsesia.

Eine unmittelbare Überquerung des Alpenhauptkammes auf Fahrstrassen ist am Monte Rosa nicht möglich, die nächsten Alpenpässe sind der Simplonpass im Osten und der Große St. Bernhard-Tunnel im Westen.

Mobilität[Bearbeiten]

Bergbahnen[Bearbeiten]

  • Die Gornergratbahn ist eine Zahnradbahn aus Zermatt bis auf 3.089 m hoch über dem Gornergletscher und mit dem Kulmhotel Gornergrat, mit Restaurant, Sternwarte, Shopping-Mall am Bahnende in rund 3.100 Metern Höhe.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Berggipfel[Bearbeiten]

Dufourspitze (4.634 m) in Bildmitte, links Nordend (4.609 m), im Jahre 2001

Dufourspitze[Bearbeiten]

1 Die Dufourspitze ist mit 4.634 m (45° 56′ 12″ N 7° 52′ 4″ O) der höchste Gipfel der Schweiz. Die Dufourspitze ist ein Grenzgipfel zu Italien: als höchster Berg der Schweiz gilt der Dom (4.545 m), der aber mit seiner ganzen Fläche auf Schweizer Boden liegt.

Je nachdem, ob man den südöstlichen Vorgipfel Mont Blanc de Courmayeur (4.748 m), der sich vom Hauptgipfel des Mont Blanc (4.810 m) nur wenig eigenständig absetzt, als einen eigenen Gipfel zählt, ist die Dufourspitze auch der zweithöchste oder der dritthöchste Gipfel der Alpen (Liste nach UIAA).

Die Erstbesteigung des Gipfels fand am 1. August 1855 unter den Engländern statt, die Initiative hatte Charles Hudson, weitere Mitglieder in der Seilschaft waren John Birkbeck, Edward J.W. Stephenson und die Brüder Christopher und James G. Smyth. Die Schweizer Bergführer waren Johannes und Matthäus Zumtaugwald aus Zermatt und Ulrich Lauener aus Lauterbrunnen.

Der alte Walser Name des Gipfels war "Gornerhorn" (für starker oder grosser Berg). Im Jahre 1863 wurde dann das Gornerhorn offiziell zu Ehren des Schweizer Generals und Kartografen Guillaume-Henri Dufour (1787–1875), er war Herausgeber der ersten exakten Landkarte der Schweiz, umbenannt. Geblieben ist der Name Gornergrat für den einige Kilometer nordwestlich der Dufourspitze gelegenen Berggrat.

Der Normalanstieg erfolgt von der Neuen Monte Rosa-Hütte (2.883 m) aus, neben den extremen Anforderungen an die Kondition (fast 1800 mH Höhenunterschied in der sehr dünnen Luft) liegen die technischen Schwierigkeiten im ausgesetzten Fels- und Firngelände am langen Gipfelgrat (Beginn bei ca. 4.300 m).

Nordend[Bearbeiten]

2 Das Nordend ist mit 4.609 m (45° 56′ 32″ N 7° 52′ 13″ O) der dritthöchste oder der vierthöchste Gipfel der Alpen, zur Zählweise siehe vor. Das Nordend ist Grenzgipfel zwischen Italien und der Schweiz.

Das Nordend ist der unmittelbare Nachbar der Dufourspitze, etwas kleiner und unscheinbarer, die beiden Gipfel sind über den Grad des Silbersattels (4.515 m) miteinander verbunden. Die Schartenhöhe des Nordends zur Dufourspitze beträgt damit lediglich 94 m und unterschreitet im strengen Sinne das 100 m - Kriterium, wegen des eigenständigen Gipfelzugangs wird das Nordend aber auch als ein eigenständiger Viertausender gewertet.

Die Erstbesteigung erfolgte am 26. August 1861 durch den französischen Führer Michel-Clément Payot und die Engländer Edward North, John Jeremy Cowell und Thomas Fowell Buxton. Das Unternehmen war eine der letzten Viertausender-Erstbesteigungen in den Alpen, Ursache dafür waren die Schwierigkeiten des Bergschrunds am Ende des Silbersattels und vor dem eigentlichen Gipfel. Dieser Bergschrund ist auch mit heutiger Ausrüstung und modernen Steigeisen die anspruchsvollste Stelle für Bergsteiger und kann, je nach Zustand, eine echte Herausforderung sein.

Die Besteigung im Normalanstieg im Schwierigkeitsgrad WS+ erfolgt ebenfalls von der Neuen Monte Rosa-Hütte (2.883 m) aus und ist im unteren Teil identisch mit dem Zustieg zur Dufourspitze. Neben den hohen Anforderungen an die Kondition (gute 1700 mH Höhenunterschied in der sehr dünnen Luft) liegen die technischen Schwierigkeiten im oft vereisten und recht langen Grat am Silbersattel und dem genannten Bergschrund. Am Gipfel selber ist auch etwas leichte Kletterei im 2. Grad erforderlich.

Das Nordend steht auch bergtouristisch im Schatten der Dufourspitze und wird daher eher selten begangen, die Route über den Gletscherteil ist oft verweht und muss dann von den Bergsteigern selber gefunden und gespurt werden.

Zumsteinspitze[Bearbeiten]

3 Die Zumsteinspitze (4.573 m, 45° 55′ 54″ N 7° 52′ 17″ O) ist der dritthöchste Gipfel im Massiv und liegt auf halber Strecke zwischen der Dufourspitze und der Signalkuppe mit jeweils ca. 500 Metern Entfernung. Die Verbindung zur Dufouspitze ist der Nordwestgrat mit dem Grenzsattel (4.453 m), die Verbindung zur Signalkuppe ist der Südostgrat mit der Einsattelung Colle Gnifetti (4.453 m), über den Gipfel und die Verbindungsgrate verläuft die Grenze zwischen der Schweiz und Italien.

Von der Alpinismusvereinigung UIAA wir der Berg als fünfthöchster eigenständiger Gipfel der Alpen geführt, in dieser Liste der Viertausender in den Alpen ist der etwas umstrittene Südgipfel des Mont Blanc als Nummer zwei mit gelistet.

Die Erstbesteigung erfolgte bereits sehr früh und am 1. August 1820 durch Joseph und Johann Niklaus Vincent, Joseph Zumstein, Joseph Beck, H. Molinatti, Marty und Castel und aus wissenschaftlichen Gründen: zu diesem Zeitpunkt waren die übrigen umgebenden Gipfel alle noch unbestiegen. Den Namen erhielt der Berg von Freiherr von Welden, österreichischer General und Topograph, und als alpiner Pionier und Forscher ein Kollege und Zumsteins Bekannter.

Der Berg wird in der Normalroute als Beigabe im Zustieg (oder Abstieg) zur Signalkuppe (Cabana Margarita) schnell mal mitgenommen: Zustieg über den einfachen Südostgrad als schmalen und etwas ausgesetztem Firngrat, die letzten paar Meter sind eine einfache (I) Kletterei an Felsen (ca. 110 Hm Aufstieg, eine gute halbe Stunde vom Abzweig des Zustiegs zur Cabanna Margarita).

Signalkuppe[Bearbeiten]

4 Auf dem Gipfel der Signalkuppe (ital.:Punta Gnifetti, 4559 m, 45° 55′ 37″ N 7° 52′ 37″ O )befindet sich die Cabana Margarita, höchstgelegene Hütte der Alpen mit dem ostsetigen Balkon über der Ostwand des Monte Rosa.

Parrotspitze[Bearbeiten]

Parrotstpitze, Gipfelgrat

5 Die Parrotspitze (4432 m, 45° 55′ 12″ N 7° 52′ 18″ O) befindet sich südlich der Signalkuppe und zeigt sich von Norden als ein langgegzogener Bergrücken. Von Westen (Anstiegsseite) und von Osten (Abstieg bei der Überschreitung) erlebt sie der Besteiger als eine langgezogene elegante Firnschneide.

Wegen der Schartenhöhen (im Westen: Piodejoch, 4283m, im Osten: Seserjoch, 4296m) gilt die Parrotspitze als einer der eigenständigen 4000er-Gipfeln des Monte Rosa-Massivs.

Die Erstbesteigung erfolgte am 16 August 1863 durch die Briten Florence Crawford Grove, William Edward Hall, Reginald Somerled Macdonald, Montagu Woodmass mit den Schweizer Führern Melchior Anderegg und Peter Perren und nach einem Fehlversuch im Juli des Vorjahres.

Seinen Namen hat der Gipfel vom österreichischen General und Topografen Ludwig von Welden, der ihn nach dem deutschen Friedrich Wilhelm Parrot, einem Naturwissenschaftler, Polarforscher und alpinem Pionier, benannte. Parrot hatte schon im Jahre 1816 den ersten Besteigungsversuch unternommen.

Die Besteigung erfolgt in der Regel im Zuge des Anstiegs von der Südseite (Gnifettihütte) aus zur Signalkuppe und wird als WS- bewertet, vor dem langen und luftigen Gipfelgrat ist noch die bis zu 40° steile Westflanke zu überwinden.

Ludwigshöhe[Bearbeiten]

Vincentpyramide[Bearbeiten]

Balmenhorn[Bearbeiten]

Gilt bei 4.167 m Höhe als einer der unschwierigsten Viertausender.

Lyskamm[Bearbeiten]

6 Der Lyskamm, auch Liskamm, ist ein mächtiger und fünf Kilometer langer eisgepanzerter Grenzkamm mit dem 4527 m hohen Ostgipfel (Lyskamm Orientale, 45° 55′ 22″ N 7° 50′ 6″ O) und dem 4481 m hohen Westgipfel (Lyskamm Occidentale, 45° 55′ 37″ N 7° 49′ 17″ O), die beiden Gipfel gelten nach Wertung der UIAA als zwei eigenständige 4000er.

Die Schauseite des Lyskamms ist die Nordseite zum Gornergrat hin: die Eiswand erhebt sich um einen Kilometer über den Grenzgletscher.

Die Erstbesteigung erfolgte am 19.8.1861, die Gratüberschreitung über die ganze Länge ist auch heute ein alpiner Klassiker. Den Beinamen Menschenfresser hat der Lyskamm seit dem 06.09.1877: Eine Seilschaft aus fünf Bergsteigern stürzte vom Grat in die Tiefe, seitdem folgten einige weitere tragische Unfälle durch Wechtenbrüche am Grat.

Der Zustieg auf den Lyskamm erfolgt in der Regel von Osten und mit Startpunkt von der Cabana Margarita (4.554 m), oder von Westen vom Rifugio Quintino Sella.

Castor[Bearbeiten]

Pollux[Bearbeiten]

Pollux, am Südwestgrat

Breithorn[Bearbeiten]

Gletscher[Bearbeiten]

Gornergletscher[Bearbeiten]

Gornergletscher und Gornergrat dahinter, vom Lyskamm im Süden aus gesehen. Etwas unter den beiden kleinen Seen in der Bildmitte befindet sich die Monte Rosa-Hütte

Der Gornergletscher ist rund 14 Kilometer lang, im Mittel ein bis 1,5 km breit und mit seiner Gesamtfläche von 68 km² nach dem Aletschgletscher der zweitgrößte Gletscher der Schweiz und der der drittlängste Gletscher der Alpen. Er liegt an der Nordseite / Schweizer Seite des Monte Rosa, sein Anfang befindet sich bei der Signalkuppe in rund 4550 m Höhe, er fließt nach Westen in Richtung Zermatt, seine unteres Ende, das ist die Gletscherzunge, befindet sich derzeit auf 2200 m.

Der Gletscher ist bekannt für sein helles Weiß und seine zahlreichen wassergefüllten Eiswannen, die als Zeichen der Klimaerwärmung gedeutet werden. Die größte der Gletscherwannen ist ein See mit etwa 3,6 km² Fläche.

Der Gornergletscher besteht aus mehreren Eisströmen, der Hauptgletscher wird auch als Grenzgletscher bezeichnet und ist der obere Teil an der Signalkuppe.

  • Der Zwillingsgletscher führt seine Eismassen vom Castor aus Süden kommend zu;
  • Der Schwärzegletscher entsteht am Pollux in 4.092 Metern Höhe;
  • Der Breithorngletscher und Triftjigletscher entstehen am Breithorn.

Die nordseitige Begrenzung des Gornergletschers ist der Gornergrat mit der Gornergratbahn. Der Gletscher mit Gletschertischen, Gletscherseen und Eiswannen lässt sich am Gornergrat entlang z. Bsp. durch eine Bergwanderung von der Station Rotenboden der Zahnradbahn aus bis hinab nach Zermatt auch ohne besondere hochalpine Kenntnisse erkunden.

Findelgletscher[Bearbeiten]

Der Findelgletscher (auch Findelngletscher oder Findelengletscher) hat seinen Anfang am Weissgrat (Cima di Jazzi) und in ca. 3.800 Metern Höhe. Er fließt dann über ca. 8 km Länge in Richtung Westen wo sich seine Gletscherzunge in rund 2.500 m Höhe befindet, seine Fläche umfasst rund 19 km². Die Gletscherzunge speist den Findelbach.

Der Gornergrat flankiert den Findelgletscher an seiner Südseite, oberhalb des Gornergrats sind Eisströme von Gornergletscher und Findelgletscher miteinander verbunden.

Seen und Gewässer[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Allgemeine Informationen zum Verhalten im Gebirge, Ausrüstung etc. siehe auch im Artikel Bergsteigen.

Im Sommer[Bearbeiten]

Im Winter[Bearbeiten]

Das Monterosa Skigebiet ist ein hoch reichendes Skigebiet bei Alagna Valsesia.

Name Tel. Höhenlage Sym CableCar.png / Sym SkiLift.png / Sym DragLift.png Pisten: leicht / mittel / schwer
Monterosa Skigebiet (+39) 0125/303.111 1.186 m – 3.550 m 8 / 15 / 21 180 km: 44 / 119 / 17

Talorte sind Alagna Valsesia, Stafal Tschaval und Frachey, die Saison reicht bis Ende April.

Küche[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Unterkunft in den umgebenden Ortschaften siehe im Abschnitt Orte vor.

Alpine Unterkünfte für Wanderer und Bergsteiger:

Alle Hütten sind in der Saison immer gut besucht und belegt, eine rechtzeitige Reservierung ist hier unbedingt zu empfehlen.

Da als Aufstiegshilfe zu allen Hütten Bergbahnen nutzbar sind, macht es Sinn, die aktuellen Fahrzeiten der Bahnen zu überprüfen.

1 Cabana Margarita (4.554 m, Rifugio Capanna Regina Margherita) (auf dem Gipfel der Signalkuppe). Tel.: +39 (0)163 024610, E-Mail: . Geöffnet: Sommersaison von Mitte Juni bis Mitte Sept., Winterraum.

Die Cabana Margarita auf dem Gipfel der Signalkuppe ist das höchstgelegene Gebäude Europas, sie hat in exponierter Lage mit ihrem Hütteneingang auch den höchsten Aussichtsbalkon Europas unmittelbar über der mit fast 2500 mH hohen Ostwand des Monte Rosa als der höchsten Wand der gesamten Alpen.

Eine erste Hütte entstand hier bereits ab 1890, der heutige Bau beherbergt noch ein Observatorium und ein medizinisches Zentrum für die höhenphysiologische Forschung: jeder höhenkranke Bergsteiger ist willkommenes Forschungsobjekt.

Der einfachste Zustieg erfolgt aus Alagna, Auffahrt mit der Bahn Punta Indren und über die Capanna Gnifetti. Ohne eine ausreichende Akklimatisierung ist auf dieser Hütte unbedingt eine Übernachtung zu empfehlen. Ab der Gnifettihütte weiter als Gletschertour zum Gipfel der Signalkuppe.

Schweizer Seite[Bearbeiten]

Die Anzahl der Unterkünfte auf der Schweizer Seite ist recht übersichtlich:

2 Neue Monte Rosa-Hütte (2.883 m, Bergkristall). Tel.: +41 27 967 21 15. Geöffnet: Mitte März bis Mitte September..

Die neue und Monte Rosa Hütte ersetzt seit 2010 die mittlerweile gesprengte und im Betrieb völlig überlastete "alte" Monte Rosa Hütte. Der Entwurf für den hypermodernen Hüttenbau ("Öko-Ufo") stammt vom Departement Architektur an der ETH Zürich und Weiteren, er ist der Versuch die Komplexität eines hochalpinen Hüttenbaus im Lehrbetrieb und interdisziplinär mit Industrie und SAC (Schweizer Alpenclub) zu erarbeiten (weitere Infos).

Der Zustieg zur Hütte erfolgt im Sommer über die Gornergratbahn mit Talstation in Zermatt, Ausstieg bei der Station Rotenboden (2.815 m). Ab hier führt ein drei Kilometer langer Wanderweg am Südhang des Gornergrates bergab bis zum Grenzgletscher, von hier steigt dann der Weg als Gletscherwanderung, evtl. Steigeisen erforderlich, über den im Hochsommer meist ausgeaperten Grenzgletscher zur Hütte auf (bei Neuschnee evtl. Lawinengefahr!). Gesamte Zustiegszeit zur Hütte ca. drei bis vier Stunden.

Der Winterweg zur Hütte beginnt bei der Bergstation Stockhorn (3.405m) der Gornergratbahn, die Abfahrt führt über den Stockhornpass (3.387 m) zur Hütte.

Die Hütte ist Stützpunkt zur Besteigung der Gipfel von Dufourspitze, Nordend und Ausgangspunkt für weitere Touren in die Welt der umgebenden Viertausender.

3 Gandegghütte (3029 m, privat), Riedweg 84 CH-3920 Zermatt. Tel.: +41 (0)79 607 88 68, E-Mail: . Geöffnet: Mitte März bis Mitte September.. Die Hütte entstand 1885 zunächst als Nahrungslager und primitive Notfallstation, sie hat heute touristische Bedeutung durch das Skigebiet und liegt ganz im Westen der Region.

Ausstattung: 45 Schlafplätze (nur im Sommer);

Der einfachste Hüttenzustieg erfolgt unter Zuhilfenahme der Bahnen in das Skigebiet (Luftseilbahn Matterhorn Express von Zermatt über Furi und Furgg oder mit der Gondelbahn von Zermatt über Furi), von der Bergstation Trockener Steg (2.900 m) im Skigebiet sind es noch 30 Minuten zu Fuß bis zur Hütte, die im Skigebiet, aber etwas abseits liegt.

Tourenmöglichkeiten sind die Gipfel von Klein Matterhorn, Theodulhorn, Breithorn, Castor und Pollux.

Italienische Seite[Bearbeiten]

Zu den Berghütten im hochalpinen Bereich kommen auch noch einige Unterkünfte in den von Wanderern bevorzugten Regionen.

4 Gnifettihütte (3.647 m, Rifugio Capanna Giovanni Gnifetti). Tel.: +39 (0)163 024610.. Die Hütte ist wichtiger Stützpunkt zur Erschließung des Monte Rosa von der Südseite. Wegen der leichten Erreichbarkeit mit der Bahn empfiehlt sich hier für alle Gipfelaspiarnten unbedingt (mindestens) eine Nacht zur Höhenapassung.

Ausstattung: 176 Betten, Winterlager mit 10 Betten; Duschen.

Bewirtschaftet im Frühjahr von Ende März bis Anfang Mai während der gesamten Skisaison, im Sommer ab Ende Juni bis Anfang September, die Fahrzeiten der Lifte sind zu beachten.

Zustieg aus dem Aosta-Tal: Auffahrt aus Alagna mit der Bahn bis Punta Indren (Gletscherskigebiet) dannn über die Skipiste und über den Indrengletscher zu einem Felsband mit dem Rifugio Mantova (3.498m, 45 Minuten), ab hier in Richtung Gnifettihütte noch eine halben Stunde.

5 Mantova-Hütte (Rifugio Città di Mantova, 3.497 m, privat, Bergführer von Gressoney), Garstelet, Gressoney-La-Trinité 11020, Aosta, Italien (unterhalb der Gnifettihütte). Tel.: +39 (0)163 78150.. Der für die Höhenlage vergleichsweise komfortable Hüttenbau wurde 1974 neu eröffnet und 2009 umfangreich modernisiert und erweitert.

Ausstattung: insgesamt 90 Plätze (Winterraum 20).

Bewirtschaftet (je nach Witterung) im Frühjahr Mitte April bis Anfang Mai, im Sommer vom Juli bis September, siehe dazu auch die Fahrzeiten der Seilbahnen.

Zustieg aus dem Aosta-Tal: Auffahrt aus Alagna mit der Bahn bis Punta Indren dannn über die Skipiste und über den Indrengletscher zu einem Felsband mit dem Rifugio Mantova (3.498m, 45 Minuten).

6 Rifugio Quintino Sella (3.585m, Club Alpino Italiano, Sektion Biella), Ghiacciaio del Felik, 11020 Valle di Gressoney Aosta, Italien (am Felikjoch, südlich vom Csator). Tel.: +39 (0)125 366113.. Der neue und recht komfortable Hüttenbau wurde am 29. August 1981 eröffnet, die alte Hütte aus dem Jahre 1885 dient seitdem als Winterraum.

Ausstattung: insgesamt 142 Plätze, davon 25 Lager im Winterraum;

Bewirtschaftet (je nach Witterung) im Frühjahr Mitte April bis Anfang Mai, im Sommer ab Ende Juni bis Anfang September, siehe dazu auch die Fahrzeiten der Seilbahnen.

Zustieg aus dem Aosta-Tal:

Nachtleben[Bearbeiten]

Ein Nachtleben im Hochgebirge findet nicht statt, allgemein ist Hüttenruhe ab 22 Uhr, wobei das aber bei den Hütten auf der italienischen Seite nicht so genau gesehen wird.

Die nächsten echten Möglichkeiten zur abendlichen Unterhaltung gibt es in den Talorten, z.Bsp. in Zermatt.

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

  • Die Lawinenwarndienste:
  • Für die Schweiz: Tel.: 0041-848-800-187 ;

Literatur[Bearbeiten]

  • Daniel Anker, Marco Volken: Monte Rosa, Königin der Alpen. Zürich : As Verlag, 2009 (1. Auflage), ISBN 978-3909111688; 304. 39,80 €
  • Helmut Dumler und Willi P. Burkhardt: Viertausender der Alpen. Bergverlag Rother, 2007 (13. Auflage), ISBN 978-3763374274; 224. Die wohl umfassendste Darstellung zum Thema, als Sammelstück entsprechend teuer.

Gebietsführer[Bearbeiten]

In den Führern des SAC (Schweizer Alpenclub) wird die Region unter der Gruppe 4 (Theodulpass - Monte Moro) behandelt:

  • Hermann Biner: Hochtouren im Wallis. SAC (3. Auflage), ISBN 978-3859022041; 544. ca. 42.- €. Der Clubführer behandelt die gängigen Routen für die gesamte Region der Walliser Alpen (Gruppen 1 mit 6).
  • Banzhaf, Bernhard R. / Biner, Hermann / Burgener, Beat: Alpinführer Walliser Alpen 4/5. SAC, 2009 (1. Auflage), ISBN 978-3859022904; 656. ca. 46.- €. Der Clubführer behandelt die Routen der Regionen 4/5 in allen Schwierigkeiten und in den Varianten ausführlich.

Karten[Bearbeiten]

Für Wanderer

  • Monte Rosa: Wander- und Skitourenkarte. Carta escursionistica, scialpinistica. 1:50.000. 2010, (Kompass-Wanderkarte Nr.88), ISBN 978-3854913023. 6,95 €

Für Bergsteiger

  • Matterhorn- Mischabel 1:50.000 Blatt 5006. , (Landeskarte der Schweiz), ISBN 9783302050065. ca. 21.50 €. Zusammensetzung
  • SLK 1347 Matterhorn. , (Landeskarte der Schweiz, 1:25000).

Weblinks[Bearbeiten]

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