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München/Pasing-Obermenzing

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Pasing-Obermenzing
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Pasing-Obermenzing ist der Stadtbezirk Nr. 21 im Westen von München.

Hintergrund[Bearbeiten]

Pasing wird am 29. Juni 763 als "villa Pasingas" erstmals urkundlich erwähnt. Pasings Geschichte im Mittelalter als ein Ort an der Handelsstrasse nach Landsberg am Lech ist eher unauffällig, seit dem 16. Jahrhundert wird Pasing als Hofmark geführt. 1814 gelangte dann die Hofmark in Wittelsbacher Besitz.

Der Aufschwung Pasings beginnt mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie München – Augsburg: der Bahnhof Pasing wird zum Verkehrsknoten der Bahnlinien nach Starnberg, Buchloe, Gauting, Herrsching und München. In Folge entstehen in einer Gründerphase Industriebetriebe, damit einhergehend wird Pasing zum Wohnsitz Münchner Bürger, mit einer Villenkolonien rund um den Pasinger Hauptbahnhof. Im Jahre 1866 hat Pasing, noch vor München, eine elektrische Strassenbeleuchtung.

Im Jahre 1938 wird Pasing als die damals fünftgrößte Stadt in Oberbayern unter den Nationalsozialisten nach München zwangseingemeindet. Ein Versuch der Ausgemeindung scheiterte 1949: "Münchner geworden, Pasinger geblieben", kommentiert der Pasinger die Situation.

Obermenzing war bis zur Eingemeindung nach München (im Jahre 1938) eine bäuerliche Gemeinde, und ist heute ein ruhiges Wohnviertel mit Ein- und Mehrfamilienhäusern und Gartenstadtcharakter. Auch die Menzinger haben ihre Hymne, deren Text lautet: "Mir san net von Pasing, mir san net von Loam, mir san halt im lustigen Menzing dahoam."

Der Stadtbezirk Pasing-Obermenzing entsteht 1992 durch den Zusammenschluss der beiden Stadtteile.

Anreise[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Autobahn A8 nach Stuttgart beginnt/endet in Obermenzing.

Bahnhof Pasing[Bearbeiten]

Der 1840 eröffnete Bahnhof Pasing erhielt 1954 an Stelle einer hölzernen Baracke ein backsteinernes Hauptgebäude. 1873 wurde der Bahnhof dann um das Empfangsgebäude erweitert, die Pläne stammten von den Architekten Friedrich Bürkelein und Georg Friedrich Seidel. Der unter Denkmalschutz stehende Bahnhof wurde im Jahre 2011 saniert und ist der älteste noch erhaltene Bahnhof Bayerns.

Heute ist der Bahnhof Pasing ein ICE-Bahnhof und der viertgrößte Bahnhof Bayerns. Neben dem ICE halten hier außerdem zahlreiche Fernzüge, die vom Münchner Hauptbahnhof aus in westlicher Richtung unterwegs sind, und die S-Bahnen Linie S3, S4, S6, S8, S20.

Vom Pasinger Bahnhof verkehren zudem Regionalzüge nach Garmisch, Kempten und Augsburg.

Der Bahnhof hat neun Bahnsteiggleise und fünf bahnsteiglose Durchgangsgleise.

barrierefreibarrierefrei Der Bahnhof und die Bahnsteige sind barrierefrei.

Mobilität[Bearbeiten]

ÖPNV Anbindung[Bearbeiten]

Die Tram Linie 19 endet am Pasinger Bahnhof. Dort besteht eine Umsteigemöglichkeit in alle Richtungen mit Metro-, Stadt- und Regionalbussen.

Nach Obermenzing führt die S-Bahn Linie S2.

Straße[Bearbeiten]

Die Pasinger Hauptverkehrsachse in Ost-Westrichtung ist die Bodenseestraße/Landsberger Straße, sie verläuft südlich der Bahntrasse.

Die Obermenzinger Hauptverkehrsachse in Ost-Westrichtung ist die Verdistrasse, der Hauptzubringer zur Autobahn nach Stuttgart.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Blutenburg[Bearbeiten]

Die Blutenburg, eine Wasserburg in Obermenzing, Lage ca. 10km westlich des Münchner Zentrums, ist ein ehemaliges Jagdschloss der Wittelsbacher. Als Ursprung der Anlage wird ein Turmbau aus dem 13.Jahrhundert auf einer Insel der Würm vermutet, historische Belege für die Anfänge gibt es nicht. Die Geschichtsforschung leitet den Namen vom mittelhochdeutschen "bluet" für Blut ab, oder aber auch von der "Blüte".

Der Neubau der Anlage begann in den späten 1420er Jahren, die Blutenburg wird dann am 14. März 1432 in einer von Herzog Albrecht bei einem Aufenthalt vor Ort ausgestellten Urkunde als "Pluedenburg" erstmals urkundlich erwähnt.

Die Anlage bestand zunächst aus dem Wassergraben, vier Türmen und dem "Herrenhaus" als Ersatz für den mittelalterlichen Wehrturm. Von 1431 bis 1440 lies Herzog Albrecht die Anlage als Landsitz ausbauen, und bewohnte sie mit Agnes Bernauer, die er 1932 sogar geheiratet haben soll.

Ostansicht

Das tragische Ende der bürgerlichen Bernauerin ist Stoff für die Legende: sie wurde, auf Veranlassung von Ernst von Bayern-München, dem Vater von Herzog Albrecht, aus Gründen der Familienraisson (die Erbfolgekriege mit der Ingolstädter Linie der Wittelsbacher waren gerade erst beendet und gewonnen) bei Straubing im Jahre 1435 in der Donau ertränkt, ein Münchner Chronist notiert, dass man "die Bernawerin gen hymel gefertigt hett". Anschließend bewohnte Herzog Albrecht die Blutenburg dann mit seiner zweiten Frau Anna von Braunschweig.

Die Burg wurde weiter ausgebaut und im 17. Jahrhundert barockisiert. Trotz ihres recht wehrhaften Aussehens mit Wassergraben, Burgmauer und Ecktürmen ist eine kriegerische Auseinandersetzung um die Burg nicht belegt, auch nicht im dreißigjährigen Krieg unter den Schweden. Das Bauwerk steht für die Zeit des Übergangs von der Burg zum Schloss, die Wittelsbacher erlebten im Jagd- und Lustschloss eher die Abenteuer der amourösen Art.

Im Jahre 1488 entstand die Schlosskapelle Hl. Dreifaltigkeit, vermutlich nach Plänen von Jörg von Halsbach (verschiedentlich auch Jörg Ganghofer bezeichnet, er erbaute auch das alte Rathaus und die Frauenkirche). Die Kirche ist im Baukörper und mit Innenausstattung vollständig in historischer Substanz erhalten, das jüngste Bauteil ist der barocke Dachreiter von 1676. Im Innenraum mit der spätgotischen Ausstattung aus dem Ende des 15. Jahrhunderts sind besonders sehenswert das Netzgewölbe im Kirchenschiff, die Apostelfiguren an den Seitenwänden (unbekannter Meister), die drei Altäre (geschaffen von Jan Polack), das Sakramentshaus aus Sandstein und der Zyklus von Glasgemälden / Putzenscheiben mit Wappenscheiben und Darstellungen aus der Erlösungsgeschichte.

Schlosskapelle

Öffnungszeiten: der Innenhof ist tagsüber frei zugänglich, Öffnungszeiten Schlosskapelle: April-Sept.: 9-17 Uhr, Okt.-März: 10-16 Uhr;

  • Erich-Kästner-Gedenkstätte

Lage Blutenburg (48° 9′ 48″ N 11° 27′ 25″ O): Fast unmittelbar am Anfang der Autobahn A8 nach Stuttgart, zwei Parkplätze vor Ort vorhanden;

Anfahrt Blutenburg mit dem MVV: Buslinien 56 und 162 "Schloss Blutenburg";

Kirchen[Bearbeiten]

  • Stadtpfarrkirche Maria Schutz in Pasing (Schererplatz)
  • St. Georg in Obermenzing;
  • Kath. Kirche Mariä Geburt (im Stadtpark an der Würm)

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Villenkolonie nördlich des Pasinger Bahnhofs aus der Gründerzeit, entworfen vom Architekten August Exter um 1900;

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Pasinger Mariensäule am Pasinger Marienplatz;

Museen[Bearbeiten]

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Parks[Bearbeiten]

  • Stadtpark Pasing

Verschiedenes[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • 1 Westbad (Hallen- und Freibad), Weinbergerstraße 11, 81241 München. Tel.: +49 (0)89 2361 50 50 (swm -Bäder Hotline). Geöffnet: täglich 7.30 - 23.00 Uhr.
Ausstattung: 50 m Sportbecken, Fußballwiese mit Kiosk und Biergarten, Liegewiese, Erlebnisbecken, Freizeitbereich, Whirlpool Saunalandschaft etc.
Anfahrt MVV: Tram 19, Westbad; Buslinie 57, Westbad
  • Kulturgeschichtspfade Pasing-Obermenzing: Ein Fußweg mit Start und Ziel am Pasinger Bahnhof und ein Radweg vom nördlichen Pasing nach Obermenzing und zurück, Streckenführungen entlang historisch bedeutender Stationen;
Plan und Text als pdf auf www.stadt-muenchen.net;

Weihnachtsmärkte[Bearbeiten]

an den Adventswochenenden, Sa. und So. von 13 bis 19.30 Uhr;
Anfahrt DB und MVV (S-Bahn): Bahnhof Pasing; Tram: Linie 19, Pasing-Marienplatz; Bus: Pasing-Zentrum;
  • Winterdörfchen am Bahnhof Pasing: am Bahnhofsvorplatz;
Öffnungszeiten: In der Adventszeit täglich 11.30 – 20.00 Uhr;

Einkaufen[Bearbeiten]

Die Einkaufsmöglichkeiten im Zentrum von Pasing sind gut.

  • Pasinger Viktualienmarkt: frische Lebensmittel;
  • Das Pasinger Zentrum mit einer zunehmenden Anzahl an Läden und entsprechender Auswahl ist ein beliebtes Einkaufszentrum für die Pasinger und auch für die Bewohner der angrenzenden Stadtviertel. Info: www.einkaufsstadt-pasing.de;
  • Pasing Arcaden, Pasinger Bahnhofsplatz 5, 81241 München (am Bahnhof Pasing). Tel.: (0)89 2885175 500. Im März 2011 neu eröffnete Shopping-Mall mit rund 90 Geschäften, Cafes und Restaurants. Parkhaus mit 660 Plätzen. Geöffnet: Mo bis Sa: 9.30 Uhr bis 20.00 Uhr.
  • Lauche & Maas, Alte Allee 28, 81245 München. Tel.: +49 (0)89 880705. Reiseausrüster: Rucksack, Schlafsack und Weiteres vor allem für Diejenigen, die nicht pauschal gebucht haben. Anfahrt MVV: S-Bahn Pasing, 10 Min. zu Fuß. Geöffnet: Mo bis Fr 9 bis 19 Uhr; Do. bis 20 Uhr; Sa. bis 16.00 Uhr.

Küche[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

kulturelles Veranstaltungszentrum mit Konzerten, Ausstellungen und Freizeiteinrichtungen für Familien, drei Theatersäle, Biergarten Cantina, Kinder- und Jugendkulturwerkstatt;
Anfahrt MVV: S4, S5, S6, S8: Bahnhof Pasing

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Bühne[Bearbeiten]

  • Blutenburg-Theater, Blutenburgstraße 35, D-80636 München. Tel.: +49 (0)89 123 43 00 (Theaterkasse). "Münchens Kriminalbühne" und einzige in Deutschland, 1983 eröffnet, in der Blutenburg.
  • VIEL LÄRM UM NICHTS (Privattheater), August-Exter-Str. 1, 81245 München (in der Pasinger Fabrik direkt am Bahnhof Pasing). Tel.: +49 (0)89 834 20 14. Im Programm sind Klassiker (Shakespeare) in eigener schräger Übersetzung sowie eigene Kreationen als Dramatisierung epischer Stoffe.
Anfahrt MVV: S4, S5, S6, S8: Bahnhof Pasing

Unterkunft[Bearbeiten]

Nach der amtlichen Statistik sind 25 Beherbergungsbetriebe im Stadtbezirk gelistet (für das Jahr 2011).

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Unterkunft in den unmittelbar benachbarten Stadtteilen siehe auch in Aubing-Lochhausen-Langwied (westlich), in Feldmoching-Hasenbergl (nördlich) in Neuhausen-Nymphenburg und Laim (beides östlich zur Innenstadt hin) und in Hadern (südlich gelegen).

Sicherheit[Bearbeiten]

  • 1 Polizeiinspektion München 45, Pasing, Institutstraße 1, 81241 München. Tel.: +49 (0)89 896830.

Gesundheit[Bearbeiten]

Es existiert ein Krankenhaus in Pasing.( Bus 160 HaltestelleHaltestelle KH Pasing)

Kurzinfos
Fläche16,0 km²
Telefonvorwahl089
Postleitzahlen80687, 80689, 81241, 81243, 81245, 81247
KennzeichenM
ZeitzoneUTC+1
Notruf112 / 110

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Bürgerzentrum Rathaus Pasing, Landsberger Straße 486, 81241 München.

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Bauer ; Stadtarchiv München (Hg.): Pasing: Zeitreise ins alte München. München : Volk, Nov. 2011, ISBN 978-3862220458; 188. 19,90 €. Pasings Geschichte von den bescheidenen Anfängen über Pasings Glanzzeiten im Eisenbahnzeitalter bis zur Eingemeindung und darüber hinaus, mit zahlreichen historischen Aufnahmen. Der Autor ist ehemaliger Leiter des Münchner Stadtarchivs.
  • Pasing - Das Stadtteilbuch, Renate Mayer-Zaky / Reinhard Bauer;
Bavarica Verlag München 1996; 162 Seiten; ISBN 3923395027;

Weblinks[Bearbeiten]

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