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München/Bogenhausen

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Bogenhausen
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Bogenhausen ist der Stadtbezirk Nummer dreizehn im Osten von München.

Hintergrund[Bearbeiten]

Zum Stadtbezirk 13, Bogenhausen, gehören seit der Neugliederung 1992 auch die Bezirksteile Oberföhring, Johanneskirchen, Englschalking, Denning, Daglfing und Zamdorf.

Die Wohnstruktur reich von der Stadtvilla bis zum dorfähnlichen Charakter am Stadtrand.

Ein Sonderfall ist die Stadtbezirksgrenze zum südlich anschließenden Stadtteil Haidhausen, das ist die Prinzregentenstraße auf fast ununterbrochen 2,4 Kilometern Länge. Dabei werden jedoch das Prinzregententheater, das Prinzregentenstadion mit -bad und die Villa Stuck, alles an der südlichen Straßenseite gelegen, noch zu Bogenhausen gezählt.

Bogenhausen[Bearbeiten]

St.Georg

Das historische Alt-Bogenhausen ist der Bereich nördlich der Ismaninger Straße und östlich der Maximiliansanlagen (Maria-Theresia Str.), es handelt sich überwiegend um ein Villenviertel und besteht aus den ehemaligen Ortsteilen, Brunnthal, Neuberghausen und Priel, die am 1. Januar 1892 alle zusammen in die damals noch selbstständige Gemeinde Bogenhausen eingemeindet wurden.

  • Das Dorf Bogenhausen wurde bereits 768 als „Pupinhusir” (Haus des Poapo, oder Poppo/Puubo) urkundlich erwähnt und im Jahre 1818 zur Gemeinde erhoben. In das Münchner Stadtgebiet wurde Bogenhausen am 1. Januar 1892 eingemeindet. Das Stadtviertel ist seit altersher ein zentrumsnahes nobles Wohnviertel auf dem östlichen Isarhochufer. Außerdem ist heute das bayerische Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hier ansässig, sowie eine Vielzahl an Konsulaten und Botschaften.
  • Der ehemalige Ortsteil Priel ist der Bereich an der Ismaninger und Englschalkinger Straße und liegt auf dem Isarhochufer oberhalb des Herzogparks.
Der Name bedeutet soviel wie „mit Buschwerk bewachsene Wiese” oder auch „Tiergarten”, „Wildgehege”. Der Name „Pruelhoef” ist bereits für das Jahr 1288/1304 urkundlich belegt, ein Ort „Prül” taucht 1305 erstmals in den Urkunden auf. 1715/16 bestand der Ort nur aus einer kurfürstlichen Ziegelei. Auf dem Gebiet des Priels liegt heute eine noble Villenkolonie ("Am Priel-Hof"), Einfamilienhäuser (Gartenstadt Bogenhausen-Priel) und am Ostrand des Priels die Kleingartenanlage um den "Schlösselgarten". Ebenfalls auf dem Areal von Priel liegt das Klinikum Bogenhausen.
  • Der ehemalige Ort Brunnthal wurde 1544 erstmals urkundlich erwähnt und liegt im Tal unterhalb des Isarhanges von Bogenhausen. Der Name wird auf das Brunnhaus im Tal zurückgeführt, Brunnthal war im 19. Jahrhundert Kurort und trug bis zur Eingemeindung den Namen „Bad Brunnthal”.
  • Der Ort Neuberghausen wird 1740 erstmals als „Neuberghaußen” erwähnt.

Die Parkstadt Bogenhausen entstand in den 1950er Jahren und war in München die erste Großwohnanlage mit Hochhausbebauung.

Arabellapark: Verwaltungsbau der Hypo

Das Büroviertel des Stadtteils Arabellapark am östlichen Rand Bogenhausens und rund um den Rosenkavalierplatz ist geprägt vom Hypo-Haus, Verwaltungsbauten und Hotelhochhäusern in einer hochmodernen Architektur mit vielen großflächigen Gebäudefassaden aus Aluminium, Stahl und Glas. Der Name leitet sich von der Arabellastraße ab, die 1964 offiziell nach der Oper Arabella von Richard Strauss benannt wurde, die Richard-Strauss-Straße gibt es ebenfalls seit 1964. Ein Bebauungsplan für das bis dahin unbebaute Gelände wurde 1965 verabschiedet. Der Name des Areals zwischen Richard-Strauss-Straße, Effnerplatz, Englschalkinger Straße, Vollmannstraße und Denninger Straße steht in München für den Bauboom im Stadtbezirk ab den siebziger Jahren bis zum Endes des letzten Jahrhunderts: Bereits zu Beginn der Olympischen Sommerspiele 1972 waren hier das Sheraton-Hotel (heute "The Westin Grand München", fünf Sterne) und weitere Gebäude im Umfeld, unter anderen das Bayerische Ministerium für Umweltfragen und Landesentwicklung, das Sternhaus BayWoBau, das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium und das Krankenhaus Bogenhausen neu entstanden.

Der Münchner Baulöwe Josef Schörghuber hatte schon sehr früh mit seiner Firma "Bayerische Hausbau" systematisch Grundstücke östlich des Effnerplatzes aufgekauft und besaß im Jahre 1965 mehr als 40 Hektar der bis dahin unbebauten Fläche, sein Kaufpreis betrug rund 17,50 Mark pro Quadratmeter. Am 23. April 1966 wurde dann der Grundstein für seinen ersten Neubau gelegt: das Arabellahaus mit 23 Stockwerken und einer Mischnutzung aus Hoteletagen, Wohnungen, Büros, Privatkliniken, und Arztpraxen entstand, benannt wurde es nach Schörghubers Tochter und 1969 fertiggestellt. Zahlreiche weitere Neubauten der "Bayerischen Hausbau" im Stadtviertel folgten. Das markanteste Gebäude im Arabellapark ist heute das 114 m hohe Hypo-Hochhaus am Mittleren Ring mit den auffäligen Prismentürme für knapp 500 Millionen Mark Baukosten, es wurde 1981 fertiggestellt und ist zu diesem Zeitpunkt Münchens höchstes Bürogebäude.

Die Wohnsiedlung Cosimapark entstand von 1963 bis 1968. Benannt ist sie nach der Cosimastraße, sie wurde bereits 1933 nach der Gemahlin Richard Wagners benannt, die Straße war seinerzeit noch unbebaut.

Der Herzogpark ist eine grüne Wohnanlage an der Isar;

Oberföhring[Bearbeiten]

Oberföhring liegt am rechten Ufer der Isar und wurde schon im 3. Juli 750 erstmals urkundlich genannt, Oberföhring ist damit älter als München selber.

Johanneskirchen[Bearbeiten]

  • "Am Hierlbach" liegt nordöstlich von Johanneskirchen und südlich des Feringasees in Nähe der Stadtgrenze. Die Siedlung entstand in den Jahren 1937/38 zunächst ungenehmigt, der Name rührt von der 1954 benannten Straße "Am Hierlbach",

Englschalking[Bearbeiten]

Denning[Bearbeiten]

Daglfing[Bearbeiten]

Zamdorf[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Ausführliche Angaben zur Anreise nach München siehe im Hauptartikel zur Stadt.

Für die Anfahrt mit dem PKW zu beachten ist: In München ist die gesamte Innenstadt innerhalb des Mittleren Rings und damit auch der Stadtbezirk Bogenhausen in Teilen (Bogenhausen selber) als sogenannte Umweltzone ausgewiesen. Kraftfahrzeuge benötigen hier seit dem Oktober 2012 eine grüne Plakette für die Einfahrt. Oberföhring, Johanneskirchen, Englschalking, Denning, Daglfing und Zamdorf liegen außerhalb der Umweltzone.

Mobilität[Bearbeiten]

Mittlerer Ring und Föhringer Ring führen durch den Bezirk, sie treffen sich am Effnerplatz;

U-Bahn Linie U4; Bahnhöfe sind: Prinzregentenplatz, Böhmerwaldplatz, Richard-Strauss-Straße und Arabellapark (Endstation);

S-Bahn: Linie S8, Haltestellen sind Daglfing, Englschalking und Johanneskirchen;

Trambahn : Linien 16 und 18;

Infos zum MVV und Fahrplanauskunft.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

St.Georg
  • Pfarrkirche St. Georg in Bogenhausen:
Von den Ursprüngen einer spätromanischen Kirche blieb nur noch das Turmuntergeschoß erhalten, der spätgotische Chor stammt vermutlich aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die heute sichtbare Gestaltung im Stil des Rokoko entstand von 1766 bis 1768 unter Johann Michael Fischer mit Beteiligung weiterer bekannter bayerischer Künstler: Die "Ausmalung" der „Stuck“-Ornamente stammt von Johann Philipp Helterhof. Die Seitenaltäre mit der Kanzel stammen aus der Werkstatt von Ignaz Günther, er gilt als der größte bayerische Rokokobildhauer.
Bogenhausener Friedhof
Der Bogenhausener Friedhof an der Pfarrkirche St. Georg existiert wahrscheinlich schon seit dem 9. Jahrhundert. Zehn Jahre nach der Eingemeindung Bogenhausens im Jahr 1892 übernahm die Stadt München den Friedhof. Im Nobelwohnort Bogenhausen entwickelte sich der recht kleine Friedhof zur letzten Ruhestätte alteingesessener Bogenhauser Familien für sie ist heute noch ein kleiner Teil reserviert, der Friedhof ist aber auch die letzte Ruhe vieler Künstler und anderer berühmter Persönlichkeiten. Der städtische Teil wurde 1959 neu gestaltet.
Prominente Gräber sind zum Beispiel die des Regisseurs Rainer Werner Fassbinder (1945 - 1982), die der Schauspieler Helmut Fischer (1926 - 1997), Liesl Karlstadt (alias Elisabeth Wellano, 1882 - 1960), Siegfried Lowitz (1914 - 1999), Walter Sedlmayr (1926 - 1990) und die der Schriftsteller Erich Kästner (1899 - 1974), Oskar-Maria Graf (1894 - 1967), Annette Kolb (1870 - 1967) und auch der Filmproduzent Bernd Eichinger (1949 - 2011) hat hier seine letzte Ruhe gefunden.
Die Kirche beim Erzbistum München und Freising
Öffnungszeiten Friedhof: Okt. bis Feb. 8 - 17 Uhr, März, Sept. 8 - 18 Uhr, April bis Aug. 8 - 19 Uhr.
Lage: Bogenhauser Kirchplatz 1; Anfahrt MVV: Tram 17; Bus 54, 154, 187 jew. Haltestelle "Mauerkircherstraße".

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • Bernheimer Schlösschen in Oberföhring
  • Wasserschlösschen St. Emmeram in Oberföhring

Jugendstil[Bearbeiten]

Jugendstil in Bogenhausen
Bechtolsheim-Villa

Bogenhausen ist um die Wende zum 20. Jahrhundert eines der Münchner Künstlerviertel und Wohnort der Boheme: in und um Alt-Bogenhausen gibt es zahlreiche Beispiele für den Münchner Jugendstil. Das bekannteste Jugendstilgebäude in Bogenhausen ist das Prinregententheater, weitere sehenswerte Beispiele für Jugendstilgebäude sind unter anderem in der Maria-Theresia-Straße zu finden.

  • Bechtolsheim-Villa
Das Bürgerhaus wurde von 1896 bis 1898 vom Architekten Martin Dülfer für Freiherr Clemens von Bechtolsheim gebaut und ist einer der ältesten erhaltenen Jugendstilbauten Deutschlands überhaupt. Die Entwürfe für den Dekor stammen von Richard Riemerschmid. Zeitweise auch vom Dirigenten Hans Knappertsbusch (1888–1965) bewohnt. Im Jahre 1970 weitgehend im Originalzustand restauriert, im Privatbesitz und daher nicht öffentlich zugänglich.
Lage: Maria-Theresia-Straße 27;
  • Villa Bassermann-Jordan
1907 nach Plänen von Architekt Ernst Robert Fiechter als "Gelehrtenhaus" gebaut, heute Mietshaus.
Lage: Maria-Theresia-Straße 22;

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Hypo-Hochhaus in Bogenhausen - Arabellapark

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Villa Stuck, Hofseite

Im Zentrum von Bogenhausen gibt es keine besonders auffällige Museumsszene.

Im Südwesten des Stadtbezirks führt aus dem Stadtzentrum die Prinzregentenstraße bis nach Bogenhausen, hier gibt es einige interessante Sammlungen:

  • Die Villa Stuck zeigt wechselnde Ausstellungen in einer prächtigen Künstlervilla (im Stadtteil Bogenhausen).

Ebenfalls in der Prinzregentenstraße und daher leicht zu erreichen, aber näher am Zentrum und bereits im anschließenden Stadtteil Schwabing gelegen sind:

  • Die Schackgalerie entstand aus einer Privatsammlung zu zeitgenössischer Kunst seit 1857 (Werke von Spitzweg, Moritz von Schwind, Franz von Lenbach, Feuerbach und Böcklin);

Die vor angeführten Museen werden mit denen aus allen anderen Stadtteilen im eigenen Artikel zu den Münchner Museen mit detaillierten Informationen behandelt.

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Kunstbunker Tumulka
  • Kunstbunker Tumulka (internationale, programmatische Wechselausstellungen der privat getragenen Institution Kunstbunker Tumulka), Prinzregentenstraße 97 a, 81677 München. Tel.: +49 (0)89 45555541, Fax: +49 (0)89 45555533.
Der Hochbunker entstand Ende der 1930er Jahre unter den Nationalsozialisten als Teil der in München geplanten "Neuen Südstadt", die eine enge Verbindung zwischen Wohnraum und Schutzraum schaffen sollte. Die Ausstellungsräume sind hermetisch abgeschottet und fensterlos, sie schaffen so ihre ganz eigene Atmosphäre.
Wegen Auflagen aus dem Brandschutz finden auf absehbare Zeit keine Ausstellungen statt.
Anfahrt MVV: U4/U5, Prinzregentenstraße.
  • Im südseitig anschließenden Stadtteil Haidhausen befindet sich das Haidhausen Museum, eine Sammlung zur Geschichte dieses Stadtteils.

Monacensia[Bearbeiten]

Die Monacensia versteht sich selbst als das "literarische Gedächtnis der Stadt München". Das Literaturarchiv umfasst insgesamt rund 350.000 Dokumente, darunter 130.000 Bände und 30.000 Fotografien. Enthalten ist der Nachlass unter anderem der Schriftsteller und Künstler Thomas Mann, Ludwig Thoma, Ludwig Ganghofer, Liesl Karlstadt, Oskar Maria Graf, Therese Giehse, Carl Amery, Herbert Achternbusch, Herbert Rosendorfer, Werner Finck und weitere.

Monacensia

Die Sammlung ist im Hildebrandhaus untergebracht, dem ehemaligen Wohnsitz des vermögenden Künstlerfürsten und Bildhauers Adolf von Hildebrand, das Gebäude ist eine der vier großen Künstlervillen Münchens. Die Pläne für die von 1896 bis 1898 gebaute Villa stammen vom Architekten Gabriel von Seidl, 1911 wurde das Gebäude nochmals erweitert. Es ist nach außen weniger repräsentativ gestaltet als die nahe Stuck-Villa, sondern auf die privaten Bedürfnisse der Familie Hildebrand zugeschnitten, trotzdem war das Künstlerhaus um die Jahrhundertwende ein gesellschaftlicher Treffpunkt der namhaften Münchner Persönlichkeiten, die Gästeliste reicht von Wilhelm Röntgen, Max Reger, Richard Strauss bis zu Prinzregent Luitpold.

Unter den Nationalsozialisten wurde Dietrich von Hildebrand, der Sohn des Bildhauers, wegen seiner katholisch geprägten Wertephilosophie und anti-nationalsozialistischen Haltung im Jahre 1933 zur Emigration gezwungen, die Nachbesitzerin und Schriftstellerin Elisabeth Braun stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie, sie wurde von den Nazis deportiert und im Lager Kaunas in Litauen 1941 erschossen.

Nach dem Krieg mietete der Bildhauer Rolf Nida-Rümelin von 1951 bis 1969 das Gebäude. Ab 1969 drohte die Villa der damaligen Spekulationswut zum Opfer zu fallen, konnte aber durch Bürgerinitaive gerettet werden. Seit 1977 ist die Monacensia im Gebäude untergebracht.

Die Installation aus 17 weißen Koffern von Wolfram P. Kastner und Peter Weismann wurde 2004 vor dem Hildebrandhaus zur Erinnerung an die ermordeten Elisabeth und Rosa Braun und 15 weitere Bewohner aufgestellt, sie hatten zeitweise in der Villa Zuflucht gefunden.

Wegen anstehender Sanierungsarbeiten ist die Monacensia seit Januar 2013 geschlossen.

Monacensia (Literaturarchiv & Bibliothek, Abteilung der Stadtbibliothek München, gelegentlich Ausstellungen), Maria-Theresia-Straße 23, 81675 München. Tel.: +49 (0)89 41 94 72 0, Fax: +49 (0)89 41 94 72 50. Geöffnet: Mo-Mi 9 bis 17 Uhr, Do 10 bis 19 Uhr, Fr 9 bis 15 Uhr. Preis: der Eintritt und Benutzung des Archivs ist frei.

Anfahrt MVV: U4/U5: Max-Weber-Platz; Tram Linie 18: Holbeinstraße; Bus Linie 100: Friedensengel;

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Der Effner Platz ist ein wichtiger Straßenknoten am Mittleren Ring, der den Platz untertunnelt.
Villen in der Möhlstraße
  • Die Möhlstraße gilt mit rund dreißig Villen des Münchner Großbürgertums aus der Gründerzeit (um 1880 bis Ende 1918) als der wichtigste Straßenzug im denkmalgeschützten Teils Bogenhausens. Benannt wurde sie nach dem Königlichen Hofgärtendirektor Jakob Möhl (1846 - 1916), der das Stadtviertel seinerzeit plante.
  • Die Maria-Theresia-Straße am Ostrand der Maximiliansanlagen in Alt-Bogenhausen ist Münchens exklusivste Wohngegend, sie ist die westliche Parallelstraße der Möhlstraße. Das 2005 fertiggestellte "Palais-Maria-Theresia" ist die Wohnanlage mit Deutschlands bisher teuersten Wohnungen: die Quadratmeterpreise lagen in der Verkaufsphase "unten" bei rund 9000 Euro und steigerten sich mit den Stockwerken, bei einer Dachterrassenwohnung mit Blick auf die Maximiliansanlagen werden 13.000 Euro erreicht, damit sind für eine 333 Quadratmeter große Penthouse-Wohnung runde 4,3 Millionen Euro fällig. Zum internationalen Vergleich: in Paris werden für eine Spitzenwohnung am Arc de Triomphe 12.000 bis 15.000 Euro pro Quadratmeter fällig, für exklusive Lagen in Rom zwischen 9000 und 11000 Euro und nur in London am Hydepark liegt der Preis je Quadratmeter mit rund 20.000 Euro deutlich über dem Bogenhausener Niveau.

Parks[Bearbeiten]

  • 1 Shakespeareplatz - kleine (0,6 ha) Grünanlage zwischen Possart-, Holbein- und Keplerstraße. Die Anlage des damaligen Holbeinplatzes wurde 1913 vom Landschaftsarchitekten Otto Multerer (1921 - 1949) geplant, seit 1964 ist es der Shakespeareplatz. Das quadratisches Wasserbecken mit dem Springbrunnen und der Brunnenfigur entstand 1933 nach einem Entwurf von Emil Krieger, umgeben ist der Platz von typischen Bogenhauser Villen aus dem Zeitraum zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts. Kleiner Spielplatz für Kinder
  • Denninger Anger in Bogenhausen, Denning, Zamdorf
  • Herzog-Albrecht-Anlage in Bogenhausen / Herzogpark
  • Zamilapark in Zamdorf
  • Johanneskirchner Moos
  • Rienziplatz, Grünanger in Englschalking;

Maximiliansanlagen[Bearbeiten]

Isar-Ostufer: Maximiliansanlagen

Die Maximiliansanlagen sind eine Parkananlage entlang des östlichen Isarhochufers. Sie entstanden zunächst unter König Maximilian II. zwischen 1856 und 1866 um das Maximilianeum und als der östliche Brückenkopf der Maximilansbrücke im Zuge des Neubaus der Maximilianstraße. Der seinerzeitige Entwurf stammte von Peter Josef Lenné, die Bauleitung hatte Carl von Effner, er befestigte die bisher nur als Weidefläche genutzten steilen Isarhänge mit einer Terrassenanlage gegen Erosion.

Friedensengel;

Weit sichtbares Wahrzeichen der Maximiliansanlagen ist der Friedensengel, er wurde 1896 an der Prinzregentenstraße aufgestellt. Die Prinregentenstraße wurde ab 1891 als letzte der Münchner Prachtstraße neu gebaut und durchquert seitdem die Maximiliansanlagen. Dieser Teil der Anlage mit symmetrischen Terrassen, Treppen, Rampen und Gartenanlagen entstand bis 1893 nach Plänen von Jakob Möhl, dem Amtsnachfolger Carl von Effners und dessen Mitarbeiters Wilhelm Zimmermann.

Ab 1894 wurde dann auch das ehemalige Überschwemmungsgebiet der Isar am Fuß des Steilhangs in die Anlage eingebunden.

Die Grünanlage zieht sich heute mit rund zwei Kilometer Länge und einer Fläche von ca. 30 Hektar an der Isar entlang, der südlich Teil des Parks mit dem Maximilianeum und den Gasteiganlagen befindet sich bereits im Stadtteil Haidhausen. Dank der vielen Bäume ist die recht schattige Parkanlage ein beliebtes Gelände für Jogger und Spaziergänger. Betreut werden die Maximiliansanlagen von der Verwaltung des Englischen Gartens, sie werden daher oft zum Südteil des Englischen Gartens mit hinzugezählt.

Verschiedenes[Bearbeiten]

"Mae West" auf dem Effner Platz über dem Mittleren Ring Tunnel
  • Mae West ist eine moderne Skulptur der amerikanischen Künstlerin Rita McBride, die im Zentrum des Effnerplatzes steht. Die Bezeichnung ergibt sich in Anlehnung an die Figur der Hollywood-Schauspielerin und Sex-Ikone Mae West (1893-1980). Das 52 Meter hohe Kunstwerk ist ein Doppelkonus aus 32 Stäben und aus den Materialien Karbon und Stahl, es wiegt rund 200 Tonnen und wurde Anfang 2010 mit einem Kran aus zwei vormontierten Teilen zusammengesetzt. Die Kreisdurchmesser betragen an der Basis rund 32, am oberen Rand 20 und an der Taille der Figur acht Meter. Seit der endgültigen Fertigstellung fährt auch die Trambahn durch Kunstwerk. Von Spöttern wird das Kunstwerk auch als Riesen-Schirmständer bezeichnet.
  • Das hochmoderne Heizkraftwerk München Nord mit seinen drei bis zu 130 Meter hohen Kaminen ist eines der markantesten Bauwerke am nordöstlichen Rand des Stadtbezirks, es wird von den Stadtwerken München (swm) betrieben und befindet sich bereits auf dem Grund der Nachbargemeinde Unterföhring.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Ausstattung: 25 Meter Sportbecken, Sprungbecken, Wellnessbecken mit Strömungskanal, 50 m Wasserrutsche, weitläufige Liegewiese, Kinderspiellandschaft, Sportstrand;
im Winter: Eislauffläche;
Anfahrt MVV: U4, Prinzregentenplatz; Bus 54, 100 (Prinzregentenplatz), Tram Linie 16 (Friedensengel/Villa Stuck);
  • 2 Cosimawellenbad (einziges Wellenbad in München), Cosimastraße 5, 81925 München. Tel.: +49 (0)89 2361 - 50 50 (swm -Bäder Hotline). Geöffnet: täglich 7.30 - 23.00 Uhr, Sauna täglich 09.00 - 23.00 Uhr.
Ausstattung: 33-m-Schwimmbecken mit Wellenbetrieb, Außenwarmbecken , Saunalandschaft, behindertenfreundlich;
Anfahrt MVV: U4, Arabellapark; Bus Linien 59,154, 184, 189, Haltestelle Cosimapark;

regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Der Weihnachtsmarkt Bogenhausen findet mit einem Zauberwald aus hunderten von Tannenbäumen am Rosenkavalierplatz statt. Stände zu altem und seltenem Kunsthandwerk, Kulturbühne auch mit einem musikalischem und einem Kinderprogramm.
Vom 25. Nov. bis 24. Dez., täglich 11-20 Uhr;
Anfahrt MVV: Arabellapark, U4, Bus Linien 154, 184, 185, 189 und 59;

Einkaufen[Bearbeiten]

  • Das Forum Bogenhausen wurde im September 2009 neu eröffnet und ist ein moderner Gebäudekomplex mit einem kleinen Shoppingzentrum und Dienstleistungs- und Freizeitangeboten. Vertreten sind Supermärkte, Banken, Friseure, Drogeriemarkt, Boutiquen, Arztpraxen und Apotheken.
Forum Bogenhausen, Richard-Strauss-Straße 82, Ecke Denninger Straße (suedl. des Arabellaparks am Mittleren Ring).

Küche[Bearbeiten]

Biergärten[Bearbeiten]

  • Sankt Emmeramsmühle (moderne bayrische Küche mit italienischem Einschlag), St. Emmeram 41, 81925 München (am Isarhang unterhalb von Oberföhring). Tel.: +49 (0)89 95 39 71, Fax: +49 (0)89 95 92 75 95. Geöffnet: Mo. - Sa. von 11 bis 01 Uhr, So. von 10 bis 01 Uhr.
traditionelles Gasthaus (Lizenz zum Bierausschank seit 1825), Biergarten mit ca. 1200 Plätzen in einem historischen und denkmalgeschütztem Mühlengebäude aus dem Jahr 1866.
Nach der Geschichtsforschung befand sich in unmittelbaren Nähe jene von Herzog Heinrich dem Löwen 1158 zerstörte Freisinger Brücke der Stadtgründungsgeschichte, eine Mühle ist hier bereits im 14. Jahrhundert erwähnt.
  • Wirtshaus im Grüntal (Gasthaus, Biergarten, bayrische Küche), Grüntal 15, 81925 München (mitten im Herzogpark). Tel.: +49 (0)89 998 411-0, Fax: +49 (0)89 981 867. Geöffnet: täglich von 11 bis 01 Uhr.
Beliebtes Bogenhausener Ausflugslokal, Traditionsgastsstätte (seit 1892), Biergarten und auch kleiner Promitreff, derzeit wegen ablaufendem Pachtvertrag und drohender Abrissgefahr noch mit etwas ungewisser Zukunft, eine Bürgerintitaive zur Rettung ist aber aktiv.
Anfahrt MVV: U 4/5 bis Richard-Strauss-Straße, und mit Bus Nr. 187 bis Rümelinstraße (Endstation)
  • Zamdorfer Hof (Gasthaus, Biergarten, bayrische Küche), Schwarzwaldstraße 2a 81677 München. Tel.: +49 89 916 921, Fax: +49 89 99 94 99 91. Geöffnet: Montag bis Freitag: 11 - 01 Uhr /Samstag & Sonntag: 10 - 01 Uhr /Durchgehend mit warmer Küche:11-23Uhr.
auch Gastraum mit Kachelofen (90 Plätze )und Wintergarten (35 Plätze). Zudem noch der Biergarten mit Schatten-und Sonnenplätzen (450 Plätze davon gehören 250 zu einem Selbstbedienungsbereich)

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • Wirtshaus Zamdorfer (Gasthaus, Biergarten, Wintergerten, bayrische Küche), Schwarzwaldstraße 2a, 81677 München (in Nähe Neuen Messe). Tel.: +49 (0)89 91 69 21, Fax: +49 (0)89 99 94 99 91. Geöffnet: täglich von 11 bis 01 Uhr, warme Küche bis 11 Uhr.
  • Lohengrins (Gasthaus, Biergarten, moderne, bayerische und deutsche Küche), Cosimastr. 97, 81925 München. Tel.: +49 (0)89 959 274 24, Fax: +49 (0)89 959 274 90. Geöffnet: Mo - Sa: 11 - 01 Uhr; So: 11 - 24 Uhr.

Gehoben[Bearbeiten]

Bürgerhaus in der Prinzregentenstr. 73 (Feinkost Käfer)
Die Käfer-Schänke im Münchner Stammhaus der Käfer - Gastronomie (bundesweite "Filialen", unter anderem im Bundestag in Berlin) gehört zu den bekanntesten Münchner und auch deutschen Gourmet-Tempel.
Paul Käfer und seine Frau Elsa gründeten 1930 zunächst einen Laden mit Feinkost in der Schwabinger Amalienstraße. Die Söhne Gerd und Helmut Käfer übernahmen dann die Gastronomie des Prinzregententheaters und das Restaurant in der Prinzregentenstraße. Die Firma Käfer führte bereits in den sechziger Jahren die moderne internationale Küche in München ein, damals oft noch als "Schneckerlfraß" verunglimpft, und entwickelte sich zu einem der führenden deutschen Betriebe für gehobene Gastronomie, Partyservice und Catering mit den dazu passenden Preisen.
Feinkost Käfer ist unter dem derzeitigen Firmenchef Michael Käfer Junior (seit 1995 alleiniger Geschäftsführer) ein international tätiges Privatunternehmen mit 750 Angestellten und Niederlassungen bis nach Japan. Der Betrieb versucht sich aktuell vom "Kaviar"- Image der Spitzengastronomie zu lösen und mit Erweiterung des Angebots zu volkstümlicheren Preisen auch das jüngere und nicht ganz so solvente Publikum anzusprechen.
Die auch für den normalen Geldbeutel noch bezahlbaren Feinkost-Käfer-Sammeltassen, kurz "Käfertassen" sind eines der beliebtesten Mitbringsel aus der Stadt, sie sind heute aber auch bundesweit im Vertrieb zahlreicher einschlägiger Läden erhältlich.
  • Bogenhauser Hof (Traditionsgasthof in einem denkmalgeschützten Gebäude, ehemalige "Tafernwirtschaft", gehobene internationale Küche mit sehr gut sortiertem Weinkeller), Ismaningerstr. 85, 81675 München. Tel.: +49 (0)89 98 55 86, Mobil: +49 (0)89 98 10 221. Geöffnet: Mo. bis Sa. 12 - 16 und 18 - 01 Uhr.

Nachtleben[Bearbeiten]

Kinos[Bearbeiten]

Anfahrt MVV: U4, Arabellapark - Ausgang Rosenkavalierplatz; Tram Linie 17, 18: Effnerplatz;

Gesamtübersicht der Kinos im Artikel zu München, die aktuelle Kino-Programmübersicht bei münchen.de.

Kneipen und Cafes[Bearbeiten]

  • Kafe Kult (Musikkneipe, Punk- Rock- Indie, Singer/Songwriter bis zu Experimentellem), Oberföhringer Str. 156, 81925 München (im Bürgerpark Oberföhring und in den Baracken des ehemaligen Luftwaffenlazaretts). Tel.: (0)89 95927692.. 1999 eröffnet, mittlerweile in der Münchner Musikszene eine feste Größe.
Anfahrt MVV (etwas ungünstig): Bus Linie 188 Richtung Unterföhring Fichtenstraße bis zur Haltestelle Bürgerpark Oberföhring, nur bis kurz vor 24 Uhr;

Bühne[Bearbeiten]

Prinzregententheater
  • Das Prinzregententheater ist eine der großen Münchner Bühnen und benannt nach Prinzregent Luitpold.
Der Architekt des Theatergebäudes war Max Littmann, der den Bau nach dem Vorbild des Bayreuther Richard-Wagner-Festspielhauses gestaltete. Die Eröffung fand am 21. August 1901 statt. Von 1944 bis 1963 beherbergte das Haus die Bayerische Staatsoper. In den Jahren 1988 bis 1996 mit starker Initiative von August Everding und mit Privatspenden saniert, und seither Spielstätte für die "Bayerischen Theaterakademie" unter August Everding und für weitere Münchner Theater. Das Theater ist auch der Sitz der Bayerischen Theaterakademie, gezeigt werden große Opern- und Musicalproduktionen.
Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12, 81675 München. Tel.: +49 (0)89 2185 2899.
Prinzregentenplatz 12, 81675 München; Tel. Kasse: +49 (0)89 2185–2899
Anfahrt MVV: U4 und Buslinie 100, Prinzregentenplatz;

Unterkunft[Bearbeiten]

Nach der amtlichen Statistik sind 8 Beherbergungsbetriebe im Stadtbezirk gelistet (für das Jahr 2011).

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

  • C·A·P Centrum für angewandte Politikforschung (Lehrstuhl für Politische Systeme und Europäische Einigung des Geschwister-Scholl-Instituts für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München, größtes universitäre Politikberatungsinstitut in Deutschland), Maria-Theresia-Str. 21, 81675 München. Tel.: +49 (0)89 2180 1300, Fax: +49 (0)89 2180 1329.
Anfahrt MVV: U4/5, Max-Weber-Platz

Sicherheit[Bearbeiten]

  • 1 Polizeiinspektion München 22, Bogenhausen, Prinzregentenplatz 16, 81675 München. Tel.: +49 (0)89 457271-0.

Gesundheit[Bearbeiten]

Anfahrt auf der Straße: über den Mittleren Ring, Abzweig am Effner Platz;
Anfahrt MVV: U4, Arabellapark;
Kurzinfos
Fläche23,7 km²
Telefonvorwahl089
Postleitzahlen81675, 81677, 81679, 81925, 81927, 81929
KennzeichenM
ZeitzoneUTC+1
Notruf112 / 110

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Anfahrt MVV: U4, Busse 59, 154, 159, 184, 186, 189: Arabellapark;

Literatur[Bearbeiten]

  • Brigitte Herpich (Autor), Nils Aschenbeck (Fotograf): Bürgerhäuser und Villen in München, Band 2: Bogenhausen, Villa Stuck. Aschenbeck, 2008, ISBN 978-3-939401-73-5; 60. ca. 9,80 €
  • Bäuml-Stosiek, Dagmar / Steiner, Katharina: Der Friedhof Bogenhausen, Gottesacker für Münchner und Weltbürger. Ein Rundgang. München Verlag, 2009, ISBN 978-3-937090-42-9; 48. Heft, ca. 7,80 €
  • Roland Krack: Parkstadt Bogenhausen in München. Münchens erste Trabantenstadt. München : Volk, 2006, ISBN 978-3937200101; 168. ca. 9,90 €
  • Karin Bernst, Ilse u. Herbert Feldmann u. a. ; Karl, Willibald (Hg.): Dörfer auf dem Ziegelland. München : Münchenverlag, 2003, ISBN 3934036902, S. 255. ca. 9,80 €
  • Willibald Karl, Gisela Scola, Katharina Karl: Die Möhlstraße. Keine Straße wie jede andere. Münchenverlag, 1998, ISBN 978-3927984752; 110.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Verein für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e.V.: NordOstKultur, informative Seite zum Stadtbezirk;
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