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Kanchipuram

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Kanchipuram
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Kanchipuram ist eine Stadt im indischen Bundesstaat Tamil Nadu. Sie zählt zu den sieben heiligen Orten des Hinduismus und ist bekannt als Goldene Stadt der Tempel.

Hintergrund[Bearbeiten]

Kanchipuram oder kurz Kanchi ist Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks und liegt ca. 75 km südwestlich von Chennai. Die Stadt ist in erster Linie ein hinduistischer Wallfahrtsort. Es gibt rund 200 Tempel, die bedeutendsten von ihnen sind im 7./8. Jahrhundert n. Chr. entstanden.

Ein wichtiger Erwerbszweig in Kanchipuram ist die Seidenweberei. Die Weber sind genossenschaftlich organisiert und fertigen meist noch auf Handwebstühlen prächtige Seidenstoffe für Saris. Auch die Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle, es gibt auch mehrere Dutzend Reis- und Getreidemühlen.

Inzwischen haben sich auch andere Industriezweige angesiedelt, unter anderem Zulieferer für die Automobilindustrie.

Anreise[Bearbeiten]

Seidensaris in Kanchipuram

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste Flughafen ist in Chennai.

Da auch der Flughafen von Chennai direkt an einer Bahnstation auf der Strecke Chennai - Chengalpattu - Kanchipuram liegt, mag für Besucher, die gerade am Flughafen angekommen sind, Kanchipuram eine interessante Alternative zu Chennai als ersten Aufenthaltsort im Land darstellen. Wegen der nicht häufigen Verbindungen mag ein Umsteigen auf den Bus (z.B. in Chengalpattu) notwendig sein.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Zwar ist Kanchipuram mit der Bahn von Chennai erreichbar, jedoch fahren nur wenige Züge zwischen den Orten.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

1 Busbahnhof Kanchipuram. .

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Der südlich verlaufende Fluss Palar hat zwar ein eindrucksvoll breites Bett, führt aber nur saisonal Wasser und ist für die Schifffahrt ungeeignet.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Kanchipuram

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Gopuram des Ekambaranathar-Tempels
  • 1 Ekambareswarar-Tempel. . Der größte Tempel der Stadt ist Shiwa geweiht, gegründet etwa 600 n.Chr. Die heutige Form stammt aus dem 16. Jahrhundert. Sein Gopuram (Torturm) ist 59 m hoch.
  • 2 Jurahareswarar Temple. : Nicht besonders großer alter Tempel mit originellem rundem Tempelturm. Er liegt etwa 500 m südlich des Südtors des Ekambareswarar-Tempels.
  • 3 Kailashanta Temple. ist ein sehr alter (7. Jh.), originalgetreu erhaltener Tempel, etwa 2 km südwestlich des Ekambaranathar-Tempels. Er zeichnet sich durch filigrane Steinmetzarbeiten aus. In einem Teil der winzigen Mönchszellen sind Reste alter Fresken sichtbar.
  • 4 Varadaraja Perumal Temple. . Der Tempel entstand um 1050, er ist Vishnu geweiht. Der eigentliche Tempel ist Nichthindus versperrt. Das Tempelareal ist jedoch trotzdem äußerst sehenswert, allem voran der filigran behauene Mandapa aus der Vijaynagar-Zeit. Es kommen viele Pilger in den Tempel. Abends kann man Musik und Tanz bewundern. An der Straßensperre am Zuweg zum Tempel starten Tempos/ Tumtums (Nahverkehrsmittel), die ins Stadtzentrum fahren.
  • 5 Kamakshi Amman Tempel. . Der Tempel ist der weiblichen Gottheit Shakti geweiht, er entstand um 600 n.Chr. Man kann sich gegen eine kleine Geldspende vom Tempelelefanten „segnen“ lassen, der einem dabei den Rüssel behutsam auf den Kopf legt, nachdem er das Geld an den Mahout weitergegeben hat.
  • 6 Kanchi Kudil. . Heimatmuseum. Exponate in einem alten Haus zum Leben von Bauern und Handwerkern mit ihren Familien.
  • 7 Mathangesvara Temple. , auch: Marundeeswarar, Reddy Temple oder „Church Temple“. Es handelt sich um einen Shiva-Tempel. Für dieses Juwel der Pallava-Architektur (ohne neuere Ergänzungen) interessiert sich kaum jemand. Es gibt kein Hinweisschild und es kommen nur Einheimische, d.h. auch fast keine indischen Touristen, hier her. Eine Besonderheit dieses frühen Pallava-Tempels sind die Elefanten, die an den Ecken die Basis des Tempels bilden. Ansonsten fallen die Löwensäulen auf, die so typisch für den Pallava-Stil sind. Die Reliefs sind schön, jedoch ist der weiche Sandstein nicht sehr haltbar und daher meist angegriffen.
  • 8 Vaikuntha Perumal Temple. . Dieser wunderbar erhaltene Tempel stammt aus dem 8. Jh. Er ist von 7:30 bis 12 Uhr und von 16:30 bis 19:30 Uhr geöffnet.
  • Der kleine 9 Iravathanesvara Temple. stammt aus dem 8. Jh. Auf der anderen Straßenseite in einem Garten etwa 100 m östlich befindet sich ein weiterer winziger aber schöner alter Tempel. Der ASI-Bedienstete am Iravathesvara Temple kann den Weg zum winzigen Tempel zeigen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Nordwestlich des Busbahnhofs gibt es einige gute und günstige Guesthouses, u. a. das Rama Guesthouse, das auch über ein gutes vegetarisches Restaurant verfügt.

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Mahendravadi-Tempel
Reliefs an der Vorderseite des Kal-Mandakam-Höhlentempels in Kuranganilmuttam
  • 1 Vedantangal Birds Sanctuary, ältestes Vogelschutzgebiet des Landes
  • 2 Muttukkadu, Wassersport auf einem See im Backwaters-Gebiet ca. 80 km von Kanchipuram
  • Im 28 km nördlich legegenen Thakkolam liegt der Sri Jalanadheshwara Temple im Osten des Ortes bei 13° 0′ 58″ N 79° 44′ 12″ O (Öffnungszeiten 6-12 & 16-20 Uhr) .
  • Im 18 km nordwestlich gelegenen Tirumalpur liegen 2 alte Tempel: 1. Thirumarperu Temple südlich der versetzten Hauptkreuzung des kleinen Ortes. Er hat Inschriften aus der Chola-Zeit aber auch neuere Ergänzungen. 13-16 Uhr geschlossen. 2. Konar Temple 1,5 km nordöstlich von Thirumalpur 100 m südlich der Hauptstraße bei 12° 56′ 35″ N 79° 38′ 59″ O. Aus Pollur kommend passiert man praktisch den Tempel. Er ist klein und relativ schlicht. Das Innere ist evtl. verschlossen. Er ist über und über mit Inschriften übersät. Er ist im Pallava-Stil erbaut.
  • 40 km nordwestlich liegt Mahendravadi: ein Vishnu-Höhlentempel in zwei monolithischen Findlingen aus dem Anfang des 7. Jh.liegt unweit der Straße bei 12° 59′ 23″ N 79° 32′ 30″ O. Der Tempel ist sehr abgelegen und eher nur etwas für Archäologie-Fans.

Für den kombinierten Besuch der 3 zuvor genannten Orte empfiehlt es sich ein individuelles Transportmittel in Kanchipuram zu mieten. Eine Halbtagestour mit Motor-Rikscha ist möglich.

  • 20 km ostsüdöstlich in Richtung Chengalpattu liegt am Südufer des Flusses Palar der Venkatesa Perumal Temple 12° 45′ 46″ N 79° 51′ 38″ O bei Tirumukkudal. Es handelt sich um einen Pallava-Tempel, der während der Chola-Periode ergänzt wurde. Eine Schule und ein Krankenhaus waren in das Tempelareal integriert. Schließlich bauten die Vijaynagars einen Gopuram, von dem aber wenig steht. Der Tempel steht unter Kontrolle der Archaeological Survey of India (ASI), wird aber noch immer als hinduistischer Tempel genutzt. Er ist leicht mit dem Bus nach Chengalpattu zu erreichen, wobei man an der Brücke über den Palar aussteigt und über die Brücke gehen muss. Der Besuch ist mit dem Varadaraja Perumal Temple kombinierbar im Südosten Kanchipurams.
  • Etwa 9 km südlich von Kanchipuram liegt das Dorf Dusi. Von dort aus kann man eine Motorrikscha o. ä. zum ca. 2 km südöstlich gelegenen kleinen Höhlentempel „Kal-Mandakam Cave Temple“ 12° 46′ 3″ N 79° 41′ 26″ O organisieren.
  • Von Dusi kann man zum 4 km südlich liegenden Südende des Nachbardorfes Mamandur weiterfahren. Etwa 1 km westlich sieht man schon von weitem einen Hügel. Auf diesem Hügel befinden sich 4 weitere Höhlentempel 12° 44′ N 79° 40′ O, von denen nur einer vollendet ist.
  • Der Vaikuntaperumal Temple 12° 36′ 55″ N 79° 45′ 30″ O in Uthiramerur wurde in der Pallava-Zeit erbaut und später umgestaltet. Er steht unter Kontrolle des ASI und befindet sich direkt am Busbahnhof des kleinen Ortes. Er liegt etwa 30 km südlich von Kanchipuram. Es gibt Direktbusse aus und nach Kanchi. Auch nach Dusi und Mamandur fahren Direktbusse (selten).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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