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Istanbul/Kadıköy

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Kadıköy

Kadıköy ist ein Stadtteil von Istanbul auf der asiatischen Seite. Weltoffen präsentiert sich Kadıköy mit zahlreichen Kinos, Restaurants, Cafés und Bars sowie vielen Einkaufsmöglichkeiten, in der Fußgängerzone und an der Bağdat Caddesi (Bagdad-Chaussee). Obwohl der Tourismus hier nicht sehr verbreitet ist, ist Kadıköy ein sehenswerter lebhafter Stadtteil, der aber auch ruhige Ecken und zahlreiche Parks hat. Die Istanbulaner auf der asiatischen Seite, sagen nicht umsonst, dass das Herz Asiens genau hier schlägt. Das Stadion des berühmten Istanbuler Fußballvereins Fenerbahçe befindet sich ebenfalls hier.

Kadıköy befindet sich auf der südöstlichen Seite des Bosporus. Im Süden grenzt es an Maltepe, im Osten an Sultanbeyli und Kartal sowie im Norden an Üsküdar. Die Küste Kadıköys bildet eine etwa 12 km natürliche Grenze.

Hintergrund[Bearbeiten]

Sonnenuntergang am Hafen

Das Gebiet von Kadıköy (auf deutsch: Richterdorf) wurde bereits im 7. Jhdt. v. Chr. von Griechen besiedelt und wurde Chalcedon genannt. Da diese offensichtlich die wesentlich bessere strategische Lage des Gebietes auf der anderen Seite des Bosporus, wo ca. 20 Jahre später andere Griechen Byzanz mit seinem natürlichen Hafen, dem Goldenen Horn, gründeten, soll Chalcedon auch "Stadt der Blinden" genannt worden sein. So wurde sie immer wieder von Angreifern aus Asien bedroht und auch schon viel früher als Konstantinopel von den Osmanen besetzt. 451 n. Chr. fand hier das Vierte Ökumenische Konzil statt. Nennenswerte historische Bauten befinden sich hier heute kaum mehr.

Verkehr[Bearbeiten]

Grundsätzlich ist es für den Touristen schwierig, sich im ÖPNV Kadıköys zu orientieren. An den Haltestellen existieren keine Fahrpläne oder Linienpläne.

Karte von Kadıköy

Flugverkehr[Bearbeiten]

Der 1 Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen liegt im Nachbarbezirk Kurtköy und lässt sich je nach Verkehrslage in etwa 60-90 Minuten erreichen. Die städtischen Buslinien E10 oder E11 verbinden Sabiha Gökçen direkt mit dem Fährhafen. Der private Havataş-Bus (Linie SG-1) fährt ebenfalls direkt zum Fährhafen und ist nur wenig teurer (9 IL), verfügt als Reisebus aber über besseren Komfort sowie über genügend Stauraum für Gepäck. In beiden Bussen kann die "Istanbul-Kart" zur bargeldlosen Zahlung verwendet werden.

Busse[Bearbeiten]

Von Anatolien aus führen nahezu alle Autobus- oder Minibuslinien zum 2 Busbahnhof, der direkt neben den Fähranlegestellen liegt. Weitere wichtige Buslinien sind die Linie 500 nach Topkapi. Die zahlreichen blauen Minibusse Richtung "Kartal" verbinden mit der Endhaltestelle Sögütlücesme des Metrobüs-Systems (Barzahlung).

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Eine historische Straßenbahn T3 fährt etwa einmal stündlich einen Kreis im Ortsteil Moda.

3 İDO - 4 İskele Camii - 5 Çarşı - 6 Altıyol - 7 Bahariye - 8 Kilise - 9 Moda İlkokulu - 10 Moda Caddesi - 11 Mühürdar - 12 Damga Sokak

Fähren[Bearbeiten]

Von der europäischen Seite aus kommt man den ganzen Tag am schnellsten mit der Fähre von den Anlegestellen Karaköy, Eminönü oder Besiktas aus nach Kadıköy. Von Bakirköy aus (Nähe des Atatürk-Flughafens) gibt es eine Expressfähre (Deniz Otobüs). Saisonübergreifend wird eine Fähre zu den Istanbuler Prinzeninseln betrieben. Sie fährt die vier größten Insel der Reihe nach an. Darüber hinaus existiert eine Passagiersfähre zur östlich von Istanbul gelegenen Hafenstadt Yalova. Diese Stadt liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Marmarameeres. Alle Fähren akzeptieren die "Istanbul-Kard".

13 Anlegestelle Haydarpaşa, Fähre nach Karaköy

14 Anlegestelle Karaköy, Kadıköy und Eminönü

15 Anlegestelle Karaköy, Eminönü und Kabataş

16 Anlegestelle Beşiktaş und Adalar

17 Anlegestelle Karaköy

18 Anlegestelle Bakırköy und Bostancı

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Im Zentrum von Kadıköy befinden sich einige historische Kirchen, die immer wieder wechselnde christliche Religionsgemeinschaften beherbergen (griechisch orthodox, katholisch, armenisch, protestantisch ...).

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Das Kadıköy-Konservatorium ist ein schönes Gebäude aus osmanischer Zeit direkt an der Anlegestelle.
  • Auffallend schon von der Fähre aus ist der riesige Komplex der 1 Selimiye-Kaserne. Hier war während des Krimkrieges ein Lazarett, in dem die englische Krankenschwester Florence Nightingale verwundete Soldaten betreute. Ein kleines Museum, das nur nach Anmeldung besichtigt werden kann, erinnert an sie.
  • Im Viertel Selimiye findet man den 2 Bahnhof Haydarpaşa Garı, in dem alle Züge aus östlicher Richtung enden. Der Bahnhof wurde 1908 von den deutschen Architekten Otto Ritter und Helmuth Conu fertig gestellt und war in früheren Zeiten Ausgangspunkt der Bagdadbahn. Hier hatte Florence Nightingale in Zeiten des Krimkrieges ihren Ruf als die „Lady mit der Lampe“ errungen. Nach Inbetriebnahme des Eisenbahntunnels unter dem Bosporus ist das Gebäude derzeit abgesperrt. Es wird darüber nachgedacht es in ein Hotel umzuwandeln.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Interessant sind die Bahariye Caddesi, eine Einkaufsstraße mit Kinos, parallel dazu die Barlar Sokagi mit netten Lokalen. Der Moda-Yolu führt vom Zentrum Kadıköy nach Moda und wird von einer Nostalgiestrassenbahn in einer Rundtour befahren. Im November 2003 wurde die Strassenbahn nach 37 Jahren wieder eingesetzt und fährt die 2,6 km lange Strecke Kadıköy-Moda, über die Bahariye und Moda Caddesi.

Parks[Bearbeiten]

Der Moda-Park mit seinen wunderschönen Teegärten ist einen Besuch wert. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf das Marmara-Meer und die Prinzeninseln. Moda ist der reichste Teil Kadıköys.

Weiter südlich erstreckt sich der Caddebostan-Park über mehrere Kilometer an der Küste entlang. Die Einheimischen nutzen ihn bei gutem Wetter gerne zum Joggen, Fahrrad- oder Inlineskatefahren, zum Angeln oder für Pikniks. Außerdem gibt es ein paar kleinere Strände, an denen man bei entsprechendem Wetter baden kann. Die Straende, Caddebostan Plajı und der Blue Beach-Club, des Fussballvereins Fenerbahçe in Kalamış, laden in den Sommermonaten zahlreiche Besucher ein.

  • 3 Göztepe 60. Yıl Parkı, Caddebostan Mahallesi, Bağdat Cd. No:17, 34728 Kadıköy/İstanbul. Im Frühjahr ist der Park mit unzähligen Tulpen bepflanzt, später im Jahr blühen die Rosen.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Kadıköy ist ein aufgeschlossener Bezirk mit eher intellektueller Bevölkerung, die sich aber ihre Bodenständigkeit bewahrt hat. Das Bevölkerungsstruktur reicht von der von der unteren bis zur oberen Mittelschicht. Man spricht in Istanbul oft von einer "Kadıköy"-Kultur. Dies ist synonym für Lebenslust, religöse und politische Toleranz, gegenseitige Hilfeleistung, aktives Gemeinschaftswesen, vergleichsweise hoher Alkoholkonsum, offen gekleidete Menschen u.a. Hier findet man die sympathischen Seiten der Istanbuler konzentriert. Teilweise trendy - aber nicht arrogant; alternativ - aber nicht punkig; politisch offen - aber nicht anarchistisch. Gemeinschaftlich - aber kein Gruppendruck.

Kadıköy intellektuell

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Ballonfahrt: Mit dem an einem Seil befestigten Gasballon am Hafen von Kadıköy konnte man sich 200 m in die Höhe fahren lassen und hatte bei Schönwetter einen wunderschönen Ausblick auf die ganze Stadt. Zur Zeit nicht verfügbar.
    Das Wahrzeichen von Kadıköy, der Gasballon

Einkaufen[Bearbeiten]

Der Kadıköy-Pazari ist ein vergleichsweise ruhiger Markt mit anerkannt hochwertigen Lebensmitteln, Gewürzen und traditionellen Naturprodukten zu günstigeren Preisen als im mehr touristischen Gewürzbasar in der Altstadt. Zudem sind die Preise fixiert. Die einheimische Mittelschicht handelt nämlich nicht mehr. Im gesamten Zentrum Kadıköys (v.a. auf der "Bahariye Caddesi") befinden sich Boutiquen für Kleidung, Taschen und Schuhe - günstig, trendy und von guter Qualität. Auch interessante Trödel- und Antiquitätenläden sind hier zu finden. Da die Antiquitätenläden nicht so touristisch sind wie auf der der europäischen Seite, sind die Preise auch deutlich günstiger.

Der Sali-Pazari ist eine Art Flohmarkt bzw Wochenmarkt und es findet sich jede Menge Billigware, hierher kommen eher, aber nicht nur, wirtschaftlich schwächere Schichten. Dieser Bazar findet am Dienstag und am Freitag statt. Dorthin gibt es verschiendene Busse vom Hafen in Kadıköy.

Markt in Kadıköy
Trödelladen in Kadıköy

Sehenswert sind die Marktstraßen in Moda mit ihrem großen Angebot an frischem Fisch, Obst und regionalen Spezialitäten.

Küche[Bearbeiten]

Um den Yachthafen 1 Kalamış Marina gibt es viele Restaurants mit Gartenbetrieb mit Blick auf den Yachthafen und das Meer. Am Abend sollte man entweder vor 19.00 Uhr sich um einen Tisch bemühen, oder später besser reservieren. Es gibt auch häufig Livemusik am Abend.

Günstig[Bearbeiten]

In ganz Kadıköy finden sich viele nationale und internationale Schnellimbisse mit großteils guter Qualität. Kadıköy ist bekannt für seine Waffelspezialität mit verschiedenen süßen Saucen, Obst sowie Karamell und oder Schokoladenstücken.

Eine ausgezeichnete Saftbar (frisch gepresste Fruchtsäfte zum günstigen Preis) findet man an der Ecke Rıhtım Caddesi / Reşit Efendi Sokak, direkt gegenüber vom Busbahnhof bzw. Fährhafen.

Mittel[Bearbeiten]

Iskender Kebap, das am Drehspieß gegrillte Lammfleisch wird dünn abgeschnittene und mit Fladenbrot, Joghurt, gegrillten Paprika und Tomaten serviert. Am Tisch dann noch mit zerlassener Butter übergossen
  • 2 Ciya Sofrasi, Caferaga Mah. Güneslibahce Sk. No:43 (Weitere Zweigstellen finden sich Caferaga Mah. Güneslibahce Sk. 48/B und Caferaga Mah. Güneslibahce Sk. No: 44). Tel.: +90 216 330 31 90, Fax: +90 (216) 349 19 02, E-Mail: . Das Restaurant gewann schon Preise für seine ausgezeichneten Speisekreationen aus auschließlich Biologischer Landwirtschaft. Vegetarische Speisen werden getrennt von Fleischgerichten gekocht. Und dies zu leistbaren Preisen bei einem ausgezeichenten Service. Hier gibt es wie in vielen Restaurants in der Türkei keinen Alkoholausschank.
  • 3 Bursa Iskender, Bahariye Cad. Süleymanpaşa 15, Kadıköy. Tel.: +90 216 330 8215, Fax: +90 (216) 330 19 59. Zentral gelegen kann man hier wie schon der Name sagt am besten Iskender essen. Dieser wird hier klassisch und in guter Qualität geliefert. Hier gibt es wie in vielen Restaurants in der Türkei keinen Alkoholausschank.
  • 4 İskender Kebabı, Rıhtım Caddesi,neben dem Postamt PTT, Kadıköy. Tel.: +90 216 336 0777. Auf der Karte steht Iskender Kebab Preis: Kebab 28 Lira.

Gehoben[Bearbeiten]

Das Fasil ist berühmt für seine Meze (Vorspeisen) und seinen gut servierten Raki.

Nachtleben[Bearbeiten]

Da in Kadıköy viele junge Leute und Studenten leben hat der Stadtteil ein eigenes, ausgiebiges Nachtleben. Die höchste Kneipendichte findet man in der Kadife Sokak. Hier finden sich etwas trendigere Pubs mit alternativ-schickem Publikum.

Günstig[Bearbeiten]

Direkt bei der Anlegestelle finden sich das Gügüm und das Son Gemi. Vor alem letzteres ist eine ausgesprochen nette Bierkneipe mit ein bisschen Seemannsatmosphäre. Wird von den alteingesessenen Kadıköyern und Studenten frequentiert, es wird über Politik, Gott und die Welt diskutiert. Gute Snacks zu günstigen Preisen. Die Besitzerin selbst ist fast immer da.

Mittel[Bearbeiten]

In der Barlar Sokagi (Bargasse) Das originelle Liman Cafe füllt ein ganzes historisches Haus. Hier gibt es gutes Bier und nettes Publikum in den Zwanzigern und Dreißigern. Ebenfalls empfehlenswert ist das LAL in der selben Gasse.

Unterkunft[Bearbeiten]

Günstig[Bearbeiten]

Das einzige Hostel in Kadıköy, die Hush Hostel Lounge befindet sich in der Iskele Sokak. Ein Bett im Mehrbettzimmer kostet ca. 12 Euro inkl. Frühstück. Es gibt mehrere Aufenthaltsräume, eine Garten mit gemütlicher Terasse sowie Internet & WLAN gratis.

Unzählige kleine Hotels befinden sich in den kleineren Gassen in der Nähe der Anlegestelle

Mittel[Bearbeiten]

Aden Hotel, Eysan Hotel und Rihtim Hotel nahe der Fähranlegestelle. Auch pauschal buchbar.

  • 1 A11 Hotel Kadikoy, Göztepe Mahallesi, Bağdat Cd. 229/1, 34730 Kadıköy/İstanbul. Tel.: +90 216 302 11 22. Modernes Hotel mit 17 Zimmern in ruhiger Lage mit einfachem Frühstück.

Kommunikation[Bearbeiten]

Weil Kadıköy kein klassisches Touristenviertel ist, werden Englisch und Deutsch weniger verstanden, da im Gegensatz zur Altstadt hier nur wenige "RemigrantInnen" leben oder arbeiten.

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ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.