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Gilf-Kebir-Plateau

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Gilf-Kebir-Plateau
هضبة الجلف الكبير
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Das Gilf-Kebir-Plateau (auch Gilf-el-Kebir-Plateau, arabisch: ‏هضبة الجلف الكبير‎, Haḍabat al-Ǧilf al-Kabīr, „Plateau ‚die große Klippe/die große Barriere‘“) ist ein bis zu 300 Meter hohes sandsteinummanteltes Basalthochplateau im Westen der Westlichen Wüste im ägyptischen Gouvernement Neues Tal. Dieses Plateau ist auch Namensgeber des Gilf-Kebir-Nationalparks, in dessen Zentrum es liegt. Es ist berühmt wegen seiner unterschiedlichen Landschaften und prähistorischen Felszeichnungen. Hier entdeckte László Almásy 1932/1933 die legendären Schwimmer in der Wüste im Wadi Sura.

Hintergrund[Bearbeiten]

Lageplan Gilf-Kebir-Plateau

Lage[Bearbeiten]

Das Gilf-Kebir-Plateau, ein trockenes und fast unwirtliches eisenhaltiges Sandsteinmassiv im Südwesten der Westlichen Wüste befindet sich am südlichen Ende der Ägyptischen Sandsee, etwa 750 Kilometer vom Nil und 1000 Kilometer vom Mittelmeer entfernt. Das Massiv steigt 300 Meter hoch über die 700 Meter hohe Ebene empor. Die Wadis, die Täler, wurden durch antike Flüsse im Tertiär in den Felsen geschnitten.

Das ca. 15.700 Quadratkilometer große Gilf-Kebir-Plateau besteht genau genommen aus zwei getrennten Plateaus: dem Abu-Ras-Plateau (arabisch: ‏هضبة أبو رأس‎, Haḍabat Abū Raʾs) im Nordwesten und dem Kamal-ed-Din-Plateau (arabisch: ‏هضبة كمال الدين‎, Haḍabat Kamāl ad-Din) im Südosten, die durch den erst 1932 von Hubert Jones Penderel entdeckten ʿAqaba-Pass („steiler Anstieg“) und das Wādī ʿAssib getrennt werden. Das Kamal-ed-Din-Plateau ist das größere und höhere Plateau. Die Namen der Teilplateaus sind erst jüngeren Datums und somit erst auf neuen Karten verzeichnet. Im Westen des Abu-Ras-Plateau befindet sich der Namen gebende Gebel Abū Raʾs (Berg „Vater des Gipfels“), zu dem es im Osten das Pendant Gebel Umm Raʾs (Berg „Mutter des Gipfels“) gibt.

Das Kamal-ed-Din-Plateau erstreckt sich über 125 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und 80 Kilometer in Ost-West-Richtung. Es nimmt eine Fläche von 7.500 Quadratkilometer ein. Der höchste Punkt erreicht 1.091 Meter über Null. Die meisten Wadis befinden sich an seiner Ostseite. Dies sind von Norden nach Süden das 15 Kilometer lange Wādī Maschī (arabisch: ‏وادي مشي‎, „das gehende Tal“), Wādī eḍ-Ḍayyiq (‏وادي الضيق‎, „das enge Tal“), das Wādī el-Maftūḥ (‏وادي المفتوح‎, „das offene Tal“), das Wādī el-Bacht (‏وادي البخت‎, „das Glückstal“), das Wādī el-Gazāʾir (Wādī el-Gazāyir, ‏وادي الجزائر‎, „das isolierte Tal“) und das Wādī Wasʿ (Wadi Wassa, ‏وادي وسع‎, „das weite Tal“). Das Wādī Wasʿ im Osten besitzt eine Verbindung zum Wādī el-Firāq (‏وادي الفراق‎, „das abgetrennt Tal“) im Westen. Diese Strecke ist aber nicht passierbar, weil beide Wadis im Zweiten Weltkrieg vermint wurden. Etwa in der Mitte zwischen Wādī Wasʿ und Wādī el-Firāq beginnt das nach Nordwesten führende 35 Kilometer lange Wādī el-ʿArḍ el-Achḍar (arabisch: ‏وادي العرض الأخضر‎, „Tal des grünen Bodens“). Im Südosten befindet sich das Wadi Eight Bells. Zum Plateau gehören zudem die Qanṭara-Höhle und das Denkmal des Prinzen Kamal ed-Din an der Südspitze des Plateaus.

Das Abu-Ras-Plateau erstreckt sich über 140 Kilometer von Nord nach Süd und etwa 40 Kilometer von West nach Ost. Im Südwesten befinden sich das Wādī Ṣūra (arabisch: ‏وادي صورة‎, „Bildtal“) und die Foggini-Mistikawi-Höhle (Höhle der Bestien). Im Norden durchschneiden das Wādī Ṭalḥ (‏وادي طلح‎, „Tal der Schirmakazien“), das Wādī ʿAbd el-Mālik (‏وادي عبد المالك‎, „Tal des ʿAbd el-Mālik“) und das el-Wādī el-Ḥamrāʾ (‏الوادي الحمراء‎, „das rote Tal“) das Bergmassiv. Die beiden wichtigsten Passstraßen zum Abu-Ras-Plateau sind der ʿAqaba-Pass und das Lama-Monod-Pass.

Forschungsgeschichte[Bearbeiten]

ʿAqaba-Pass

Natürlich war das Gilf Kebir im Holozän besiedelt, davon zählen nicht zuletzt die zahlreichen Felsgravuren und -malereien. Etwa seit dem altägyptischen Alten Reich führt am Südost-Zipfel des Plateaus der Abū-Ballāṣ-Pfad nach Kufra oder zum Gebel el-ʿUweināt vorbei. Die wenigen, aber alle paar Jahre fallenden Niederschläge wurden bis in die Neuzeit von Kamel- und Rinderhirten aus Kufra benutzt, um ihre Tiere in den Tälern der Abus-Ras-Plateaus weiden zu lassen. Davon gelangte jedoch keine Kenntnis in das Niltal oder gar in den Rest der Welt. Vielleicht auch deshalb, weil es keinen Namen besaß.

Der erste Europäer, der den Südostzipfel des Gilf-Kebir-Plateaus zu Gesicht bekam, war William Joseph Harding King (1869–1933). 1909 unternahm er eine 200 Kilometer lange Kamelexkursion in südwestlicher Richtung von ed-Dāchla aus. Eine zweite Exkursion 1911 führte nur 50 Kilometer weiter.[1] Der Major und Pilot Hubert Jones Penderel (1890–1943) berichtete, dass 1917 John Ball (1872–1941) und ein Leutnant Moore das Gilf-Kebir-Plateau auf einer Patrouillenfahrt passiert haben.[2]

Die „offizielle“ Entdeckung wird aber dem Prinzen Kamal ed-Dīn Ḥusein (1874–1932) zugeschrieben, der das Plateau 1923–1926 erforschte, teilweise kartografierte und ihm seinen heutigen Namen gab.[3] Ihm folgte ab 1930 Major Ralph Alger Bagnold (1896–1990),[4] Offizier der britischen Armee und späterer Gründer der Long Range Desert Group, einer Spezialeinheit der britischen Armee für die Erkundung der Libyschen Wüste.

Die Jahre 1932 und 1933 wurden die Zeit des ungarischen Wüstenforschers László Almásy (1895–1951), der zusammen mit Sir Robert Alan Clayton-East-Clayton (1908–1932), Hubert Wilson Godfrey Penderel (1890–1943) und dem britischen Vermesser Patrick Clayton mehrere Expeditionen in das Gilf Kebir unternahm. Eines seiner Ziele war die Entdeckung der legendären Zarzūra. Durch den kombinierten Einsatz von Fahrzeugen und eines Flugzeugs, einer D.H.60G Gipsy Moth der de Havilland Aircraft Company, konnten sie deutlich mehr Erkenntnisse sammeln als alle anderen Wüstenforscher vorher. So entdeckte 1932 Penderel die Lücke, das Gap, zwischen beiden Plateaus, der Almásy den Namen ʿAqaba-Pass gab.[5] Zu den weiteren Entdeckungen zählten die Täler an der Nordseite das Abu-Ras-Plateaus und 1933 das berühmte Wādī Ṣūra mit der Höhle der Schwimmer, eine Höhle mit prähistorischen Felsmalereien. Noch im selben Jahr wurden mehrere Felszeichnungen von den deutschen Ethnologen Leo Frobenius (1873–1938) und Hans Rhotert (1900–1991) erfasst. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges sollten sich ihre Wege trennen. Almásy war fortan für die deutsche Wehrmacht im Einsatz.

Auch der Brite Ralph Alger Bagnold setzte seine Erkundungen fort. 1938 gelangen ihnen Funde von Felszeichnungen im Wādī ʿAbd el-Mālik durch R.F. Peel, und es wurden erstmals archäologische Untersuchungen von Oliver Humphrys Myers (1903–1966) im Wādī el-Bacht durchgeführt.[6]

Während des Zweiten Weltkriegs ruhte alle Forschungstätigkeit. Die erste Mission nach dem Krieg fand erst 1969 durch den Belgier Misonne statt. Seit den 1970er-Jahren konnte die Kartografierung des Gilf-Kebir-Plateaus durch Satellitenaufnahmen der NASA und der kosmischen Streitkräfte der Sowjetunion zum Abschluss gebracht werden.

Seit den 1970er-Jahren gibt es mit Samīr Lāmā (1931–2004) wieder einen erfolgreichen Wüstenforscher. Sein Wissen gab er an viele Interessenten weiter. Mit dem vom ihm gegründeten Reisebüro war es auch Touristen möglich, die Schönheit der Wüste für sich zu entdecken. Von seinem Wissen leben auch die modernen Expeditionsunternehmen, die es ohne ihn gar nicht geben würde.

Archäologische Forschungen zur Klärung der vorgeschichtlichen Besiedlung wurden im Wādī el-Bacht[7] und im Wādī el-ʿArḍ el-Achḍar[8] durch das Heinrich-Barth-Institut seit den 1990er-Jahren durchgeführt.

Das Gilf-Kebir-Plateau in der Kunst[Bearbeiten]

1992 veröffentlichte der kanadische Schriftstelle Michael Ondaatje (* 1943) seinen weltberühmten Roman Der englische Patient. Vier Personen, unter ihnen Graf Almásy, stranden in der verlassenen Villa San Girolamo in der Toskana und arbeiten ihre Lebenserinnerungen auf.

Die Romanvorlage wurde 1996 von Anthony Minghella (1954–2008) mit Ralph Fiennes, Juliette Binoche, Willem Dafoe und Kristin Scott Thomas verfilmt. Der Film erhielt neun Oskars.

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise kann auf verschiedenen Wegen erfolgen:

  1. Von Mūṭ in ed-Dāchla erreicht man das Gilf-Kebir-Plateau über die Zwischenstationen Samīr-Lāmā-Felsen, Abū Ballāṣ und Eight Bells.
  2. Von der Ägyptischen Sandsee erreicht man das Abu-Ras-Plateau über das Wādī ʿAbd el-Mālik und den 1 Lama-Monod-Pass (23° 58′ 21″ N 25° 21′ 20″ O).
  3. Vom Gebel el-ʿUweināt gibt es zwei prinzipielle Routen zum Gilf-Kebir-Plateau. Die östliche Route führt östlich an den Peter- und Paul-Felsen vorbei und passiert die Clayton-Krater. Die westliche Route führt fast genau in nördliche Richtung über die Drei Burgen zum Wādī Ṣūra.

Für eine Fahrt zum Gebel el-ʿUweināt benötigt man eine Erlaubnis des ägyptischen Militärs. Während der Reise wird man von bewaffneten Polizisten und einem Militäroffizier begleitet. Für Reisen in das Gilf Kebir gibt es in Mūṭ ein eigenes Safari-Department, das auch die nötigen Begleitpolizisten und deren Fahrzeuge stellt. Die Pflicht-Dienstleistung ist natürlich kostenpflichtig.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten im Kamal-ed-Din-Plateau[Bearbeiten]

Der Pfeil von Eight Bells zeigt zur Landebahn
Denkmal für den Prinzen Kamal ed-Din
  • Das 2 Wādī el-Bacht Wādī el-Bacht (Q14223460) in der Datenbank Wikidata (23° 12′ 32″ N 26° 16′ 37″ O) ist eine archäologische Stätte. Der hintere Teil des Wadis durch eine etwa 30 Meter hohe und ca. 650 Meter breite Sanddüne vom vorderen Teil abgetrennt. Im Neolithikum (Jungsteinzeit), vor etwa 10.000 Jahren, befand sich hier einst ein bis zu 9 Meter tiefer und ca. 100.000 Kubikmeter Wasser fassender See. Im Holozän siedelten hier nomadisierende Jäger und Sammler. Später wurde auch Viehwirtschaft von sesshaften Siedlern ausgeführt.
  • Das 3 Wadi Eight Bells Wadi Eight Bells in der Enzyklopädie Wikipedia Wadi Eight Bells im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWadi Eight Bells (Q1258988) in der Datenbank Wikidata (22° 48′ 33″ N 26° 14′ 14″ O) wird durch eine Kette von acht glockenförmigen Hügeln vulkanischen Ursprungs geprägt. Im Südosten dieser Hügelkette wurde im Zweiten Weltkrieg von den britischen Streitkräften ein Flughafen angelegt. Die Wegmarkierung, ein großer schmallanger Pfeil und der Schriftzug sind heute noch zu sehen.
  • Die Höhle 5 Maghārat el-Qanṭara Maghārat el-Qanṭara (Q14214712) in der Datenbank Wikidata (22° 58′ 56″ N 25° 59′ 11″ O) (Shaw-Höhle) ist die bis heute einzige bekannte prähistorische Felsdarstellung im Kamal-ed-Din-Plateau. Etwa einen halben Meter über dem Boden entdeckt man die Darstellungen einer Herde unterschiedlich gezeichneter Rinder und eines Gehöfts. Das Alter dieser Zeichnungen wird auf etwa 8.000 Jahre geschätzt.

Sehenswürdigkeiten im Süden des Abu-Ras-Plateaus[Bearbeiten]

Einer der sog. Schwimmer im Wādī Ṣūra
Handdarstellungen in der Höhle der Bestien
  • Im 6 Wādī Ṣūra Wādī Ṣūra im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWādī Ṣūra (Q14223474) in der Datenbank Wikidata (23° 35′ 37″ N 25° 14′ 4″ O) wurden 1933 erstmals Felsmalereien entdeckt. László Almásy fand hier die berühmte Höhle der Schwimmer und die Jäger-Höhle. In der Höhle der Schwimmer erkennt man liegende Personen, die ihre Arme ausstrecken, als würden sie schwimmen. Weiterhin sind schlanke Menschen mit beinahe dreieckigem Oberkörper dargestellt. In der 15 Meter weiter gelegenen Jägerhöhle findet man Jäger mit Pfeil und Bogen, Tiere, Vieh und Frauen.
  • Erst 2002 wurde die 7 Foggini-Mistikawi-Höhle Foggini-Mistikawi-Höhle in der Enzyklopädie Wikipedia Foggini-Mistikawi-Höhle im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFoggini-Mistikawi-Höhle (Q14209288) in der Datenbank Wikidata (23° 39′ 12″ N 25° 9′ 35″ O) (auch Höhle der Bestien) entdeckt. Die Rufe seines Entdeckers, des Italieners Jacopo Foggini, „Tausende, Tausende“ kündigten eine Sensation an. An den Wänden befinden sich Hunderte von Felsmalereinen und -gravuren, die wohl über einen Zeitraum von Tausend Jahren angelegt wurden. Sichtbar sind zahlreiche Menschen, Jäger und selbst Schwimmer. Hinzu kommen zahlreiche Wildtieren wie Giraffen, Gazellen und Strauße, aber keine domestizierten Tiere. Eine Besonderheit stellen aber mehrere kopflose Tiere dar.

Sehenswürdigkeiten auf dem Abu-Ras-Plateau[Bearbeiten]

Denkmal für Samīr Lāmā
Rosen von Jericho
  • Die Fahrt über den 8 ʿAqaba-Pass (23° 24′ 46″ N 25° 42′ 28″ O), „steiler Anstieg“, zählt zu den eindrucksvollsten Touren. In drei Schritten gelangt man über 300 Meter Höhenunterschied vom Fuß auf das Plateau. Die letzte Stufe überwindet man meist bei 1 23° 30′ 22″ N 25° 38′ 41″ O.
  • Etwa 16 Kilometer in nordwestlicher Richtung befindet sich einer der schönsten Aussichtsplätze des Plateaus. Der ägyptische Wüstenforscher Sami Lama nannte es sein 9 Bellevue (23° 30′ 15″ N 25° 36′ 5″ O), die schöne Aussicht, die er all seinen Gästen zeigte. Der Hotelier Peter Wirth und seine Ehefrau Miharu errichteten hier mit dem Einverständnis von Samīrs Ehefrau Waltraut „Wally“ in Dankbarkeit den Denkstein. Ohne Samīr Lāmā gäbe es wohl heute keinen Expedition in den Gilf-Kebir-Nationalpark. Alle heute tätigen Guides leben von seinem Wissen. Auf dem Denkstein aus Basalt und Rosengranit steht in Englisch:
In Memoriam — In Erinnerung an
Samir Lama (1931–2004)
Actor & Desert Explorer — Schauspieler und Wüstenforscher
  • Nach etwa 50 Kilometern in nordwestlicher Richtung erreicht man das 10 Gebiet der 10.000 Wüstenrosen (23° 52′ 50″ N 25° 19′ 18″ O). Über mehrere Kilometer ist das Gelände mit Tausenden vertrockneten echten Rosen von Jericho (Anastatica hierochuntica, Auferstehungspflanze) bedeckt. Es handelt sich bei der Rose um ein einjähriges Kreuzblütengewächs. Sie bildet kleine weiße Blüten aus. Am Ende der Wachstumsphase rollt sich die Rose ein, um ihre Samen zu schützen. Selbst wenn sie abbricht, rollt die Rose weiter, ohne Samen zu verlieren. Kommt die Pflanze mit Wasser in Berührung, katapultiert sie einen Teil der Samen in die Umgebung, um neues Leben hervorzubringen. Dies ist ein rein physikalischer Vorgang, der sich beliebig wiederholen lässt.

Sehenswürdigkeiten im Norden des Abu-Ras-Plateaus[Bearbeiten]

Wādī ʿAbd el-Mālik
  • Das 11 el-Wādī el-Ḥamrāʾ el-Wādī el-Ḥamrāʾ (Q14223467) in der Datenbank Wikidata (23° 51′ 8″ N 25° 27′ 4″ O) ist wohl das schönste Tal an der Nordseite, dessen Name sich vom mit Eisenoxiden durchzogenen Sandableiten. Es besitzt die umfangreichste Vegetation aller Täler am Nordrand, zu der Schirmakazien, Kapernsträucher (Maerua crassifolia), Fagonien und die Kreuzblütengewächse Zilla spinosa gehören. An drei Stellen befinden sich Felsgravuren mit Tierdarstellungen wie Giraffen, Gazellen, Antilopen, Vieh und Hundeartige verewigt.

Küche[Bearbeiten]

Im Bereich des Gilf-Kebir-Plateaus kann man an verschiedenen Stellen ein Picknick machen. Speisen und Getränke müssen mitgeführt werden. Abfälle müssen mitgenommen werden und dürfen nicht liegen gelassen werden.

Unterkunft[Bearbeiten]

Für die Übernachtung in einiger Entfernung zum Plateau müssen Zelte mitgeführt werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bücher
    • Almásy, Ladislaus E.: Schwimmer in der Wüste : auf der Suche nach der Oase Zarzura. Innsbruck : Haymon, 1997 (3. Auflage), ISBN 978-3852182483.
    • Ondaatje, Michael: Der englische Patient. München [u.a.] : Hanser, 1993. Zahlreiche Nachauflagen.
  • Karten
    • Siliotti, Alberto: Oases of Egypt : Map of the Western Desert. Verona : Geodia, 2007, 22009, ISBN 978-8887177763.
    • Das Gilf-Kebir-Plateau wird von Norden nach Süden auf den russischen Generalstabskarten (1:200.000) G-35-26, G-35-27, G-35-32, G-35-33, F-35-02, F-35-03, F-35-08 und F-35-09 abgebildet.

Einzelnachweise

  1. Harding King, W.J.: Travels in the Libyan Desert. In: The Geographical Journal (GJ), ISSN 1475-4959, Bd. 39 (1912), S. 133–137, 192.
  2. Penderel, H.W.G.J.: The Gilf Kebir. In: The Geographical Journal (GJ), ISSN 1475-4959, Bd. 83 (1934), S. 449–456.
  3. Kemal el-Dine, Prince Hussein: L’exploration du Désert Libyque. In: La géographie / Société de Géographie, ISSN 0001-5687, Bd. 50 (1928), S. 171–183, 320–336.
  4. Bagnold, R.A.: Journeys in the Lybian Desert 1929 and 1930. In: The Geographical Journal (GJ), ISSN 1475-4959, Bd. 78 (1931), S. 13–39.
  5. L. Almásy, a.a.O., S. 121.
  6. Bagnold, R.A.; Myers, O.H.; Peel, R.F. ; Winkler, H.A.: An Expedition to the Gilf Kebir and 'Uweinat, 1938. In: The Geographic Journal (GJ), ISSN 1475-4959, Bd. 93,4 (1939), S. 281–313.
  7. Linstädter, Jörg (Hg.): Wadi Bakht : Landschaftsarchäologie einer Siedlungskammer im Gilf Kebir. Köln : Heinrich-Barth-Inst., 2005, (Africa Praehistorica ; 18), ISBN 978-3927688254.
  8. Schön, Werner: Ausgrabungen im Wadi el Akhdar, Gilf Kebir (SW-Ägypten). Köln : Heinrich-Barth-Inst., 1996, (Africa praehistorica ; 8), ISBN 978-3927688124.
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