Freetown
| Freetown | |
| Provinz | Sierra Leone |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 951.000 (2014) |
| Höhe | 26 m |
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Freetown | |
Freetown ist die Hauptstadt von Sierra Leone und wirtschaftliches Zentrum des Landes. Sie befindet sich an der Atlantikküste auf einer Halbinsel, der Freetown Peninsula. Die Stadt verfügt über den größten Naturhafen Afrikas, der erst kürzlich modernisiert wurde und damit führend gegenüber anderen in Westafrika ist.
Stadtteile
[Bearbeiten]Freetown ist in acht Wards eingeteilt, die sich in drei Bezirken der Stadt befinden. Das East End von Freetown ist muslimisch dominiert und setzt sich aus den Wards East I, East II und East III zusammen, Central Freetown besteht aus Central I und Central II und das christliche West End beinhaltet die Wards West I, West II und West III.
Anreise
[Bearbeiten]Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]Der
Lungi International Airport (IATA: FNA) , 2019-22 auf modernen Standard gebracht, ist der wichtigste Verkehrsflughafen des Landes. Er befindet sich allerdings auf der anderen Seite des Sierra Leone River und man erreicht die Stadt daher erst nach einer Fahrt mit einer Fähre (45 Minuten, ca. US$ 2), einem Schnellkatamaran (20 Minuten; Wiederverkäufer verlangen ab US$ 45 für den Transfer Fahrpläne) oder nach einem Hubschrauberflug (10 Minuten). Mit dem Bus benötigt man etwa vier Stunden zwischen Flughafen und Stadt.
In der allgemeinen Wartehalle kann man Fahrkarten für die oben genannten Verkehrsmittel erwerben. Hier gibt es auch eine Post, ein Reisebüro sowie ein Restaurant. Im Abflugbereich befinden sich Duty-Free-Geschäfte, Lounges und ein Business Center mit Telefon-, Internet- und Faxmöglichkeiten. Der Ankunftsbereich hingegen umfasst die Zollstelle, Geldwechsel, Lost&Found und einen Informationsschalter. Weiterhin gibt es auf dem Flughafengelände eine Bank, Parkplätze und eine Moschee. Am AUsgang lungern extrem aufdringliche Taxifahrer herum, durch sie hindurch geht man zur Fähre nach rechts.
Man erhebt eine Sicherheitsgebühr (securipass online) in Höhe von US$ 25 (575.000 SLL) von allen ankommenden und abfliegenden Passagieren, die separat vom Ticketpreis verrechnet wird (vor allem wenn man in Afrika bucht).
Ende 2025 fliegen aus London-Gatwick Euroairline (Zwischenstopp nach Lagos; Vertriebspartner der virtuellen Fluggesellschaft Air Sierra Leone) und Brüssel Brussels Airline (7 Std.) direkt aus Europa. Günstiger sind oft Umsteigeverbindungen mit Royal Air Maroc (über Casablanca, von dort 4 Std.). Innerafrikanisch kommt man mit Kenya Airways aus Accra, Turkis Airlines über Ouagadougou sowie ASKY aus Banjul. (Stand: Okt 2025)
Mit der Bahn
[Bearbeiten]Im Jahr 1975 wurden die Zugverbindung auf Anraten der Weltbank aufgegeben und die Schienen wurden entfernt. Seit dem gibt es keine Möglichkeit mehr, Freetown mit dem Zug zu erreichen.
Mit dem Bus
[Bearbeiten]Auf der Straße
[Bearbeiten]Die Straßen Sierra Leones sind kaum ausgebaut und oft in schlechtem Zustand. Die einzige Fernverkehrsstraße ist der Highway 1, der Richtung Waterloo und dann weiter ins Landesinnere führt.
Mit dem Schiff
[Bearbeiten]Da Freetown am Meer und an einem Fluss liegt, spielt die Beförderung auf dem Wasser eine große Rolle. Große Containerschiffe werden dabei in der Regel am Queen Elizabeth II Quay (umgangssprachlich auch Deep Water Quay) abgefertigt, während Passagierschiffe in der Regel am Government Wharf halten, der sich näher am Zentrum befindet.
Mobilität
[Bearbeiten]Ein Poda Poda ist ein umgebauter europäischer oder japanischer Kleinbus. Ursprünglich für 9 Personen zugelassen. Sie werden umgebaut, Fenster und hölzerne Sitzbänke werden montiert. Danach finden bis zu 20 Personen Platz. Sie werden benutzt für den Personennah- und Fernverkehr. Sie fahren auf einer festgelegten Route innerhalb eines Stadtteils. Start- und Zielort sind hinter der Windschutzscheibe zu erkennen. Wenn man zusteigen möchte, signalisiert man es durch ein Handzeichen. Ein Poda Poda hat zwei Besatzungsmitglieder, den Fahrer und den Apprentice. Der Fahrer fährt, der Apprentice kassiert den Fahrtpreis und ruft die Routen und Haltestellen aus. Der Apprentice sollte am Anfang der Fahrt über den persönlichen Haltewunsch informiert werden.
Große Endstationen im Westen sind: Lumley, Juba, Funkia, Goderich, Abderdeen, St. John; Große Endstationen im Osten sind: Waterloo, Wellington, Kissy Shell, National Workshop, Eastend Police; mögliche Umsteigestationen in der Innenstadt sind: Cotton Tree, CID, Campbell Street, Wilberforce Street.
Ein Okada ist ein Moped. Es ist meistens chinesischer Herkunft 50-80 ccm. Der Fahrer führt einen Helm für den Gast mit. Es ist Pflicht den Helm zu tragen. Das Okada fährt den Gast bis zu seinem Wunschziel. Preis ist Verhandlungssache. Das Okada ist innerhalb der Stadt das schnellste Verkehrsmittel. Durch den mutigen und unkonventionellen Fahrstil der Fahrer verlangt das Okada vom Gast Nervenstärke und Gelassenheit.
Taxis fahren in Freetown auf zwei festen Routen, im Ost- oder Westteil. Es ist gekennzeichnet durch die Beschriftung eastward oder westward. Taxis werden durch Handzeichen gestoppt. Der Fahrgast äußert sein Fahrtziel, der Fahrer hält an oder fährt weiter. Preis ist Verhandlungssache. In einem Taxis finden bis zu 6 Personen Platz. Gäste deren Ziel auf dem Weg liegt, können zusteigen.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]- 1 Cotton Tree Ein uralter Baum, der mindestens seit 1787 im Stadtzentrum von Freetown steht. Er symbolisiert auch die Namenstaufe Freetowns im Jahr 1792. Der Baum ist bewohnt von unzähligen Fledermäusen. Sie fliegen auch tagsüber.
- 1 Sierra Leone National Museum Hier befindet sich unter anderem eine Replika des Ruiter Stone. Dieser wurde 1664 von niederländischen Seefahrern bearbeitet und ist das älteste Fundstück in Zusammenhang mit Weißen in der Geschichte des Landes.
- Gebäude des Obersten Gerichtshofes
- „Portugiesische Treppen“
- 2 St. George’s Cathedral 1828.
- Foulah Town Moschee. 1830.
- 3 Römisch-katholische Sacred Heart Cathedral (Sacred Heart Cathedral, Freetown)
- Tor zum Old Kings Yard
- Drei historischen Kanonen, an der Stadtgrenze.
- 2 National Railway Museum Hier befindet sich die größte Schmalspurlokomotive, die je gebaut wurde und hier befindet sich auch ein Salonwagen, der anlässlich des Staatsbesuchs von Queen Elizabeth II. im Jahr 1962 verwendet wurde. Geöffnet: 9.00-17.00, So. geschl.
Aktivitäten
[Bearbeiten]Freetown ist umgeben von tropischen Regenwald und feinen, weißen Sandstränden, die zu den schönsten Afrikas gehören würden, wären sie nicht größtenteils komplett vermüllt. So ist der 4½ km lange 1 Lumley Beach an der Westküste der Halbinsel ein beliebter Treffpunkt für Partys und Festivals. Entlang der Freetown Peninsula befinden sich auch einige kleine Inseln, wie zum Beispiel2 Bunce Island , wo sich ein kleines Fort befindet.
Unterkunft
[Bearbeiten]Die besseren, für Afrikaner unerschwinglichen Luxushotels befinden sich im West End vor allem strandnah. Für europäische Preise bekommt man häufig afrikanische Wartung.
Sicherheit
[Bearbeiten]Freetown ist nicht unsicherer als andere Städte Westafrikas. Während es relativ wenige schwere Verbrechen gibt, stieg die Zahl von Kleinkriminellen seit dem Bürgerkrieg an. Vor allem im East End gibt es vermehrt Überfälle, Diebstähle und Einbrüche.
Räudige Straßenköter sieht man häufig.
Praktische Hinweise
[Bearbeiten]Verkehrssprache in Freetown ist Krio. Krio ist eine aus dem Englischen abgeleitete Kreolsprache. Englisch ist Amts- und Schulsprache. Nicht alle Freetonians sind zur Schule gegangen, aber die meisten sprechen oder verstehen Englisch.
Ausflüge
[Bearbeiten]- 3 Western Area National Park (Western Area Peninsula National Park; südlich) Hügliges Regenwaldgebiet, das seit 2012 geschützt ist und für’s Weltnaturerbe vorgeschlagen wurde. Seit 2021 haben drei ungenehmigte Steinbrüche (in chinesischer Hand) etwa ein Viertel des Waldes abgeholzt.
- Der beliebte 2 Black Johnson Beach soll in wenigen Jahren einem modernen Fischereihafen weichen.
- 4 Tacugama Chimpanzee Sanctuary. Tel.: +232 31 777 777 Ein auf wohlhabende europäische Touristen zielende Organisation die sich um Schimpansen kümmer. Samt Freiwilligendienst und Eco-Lodge. Geöffnet: 2025 „vorübergehend geschlossen,“ weil Wilderer den Bestand geplündert haben. Sonst 4 Touren tgl.
Literatur
[Bearbeiten]- Hirsch, Lioba; Place, Weather and Disease Control in (Post)Colonial Freetown; in: Antiblackness and Global Health; 2024 (Pluto Press)
- Macarthy, Joseph; Urban Transformations in Sierra Leone: Knowledge Co-Production and Partnerships for a Just City; London 2024 (UCL Press)
Weblinks
[Bearbeiten]- Freetown bei tourismsierraleone.com des National Tourist Board of Sierra Leone

