Zum Inhalt springen

Everglades

Reiseroute

Welterbe in den Vereinigten Staaten

Vollständiger Artikel
Aus Wikivoyage
Everglades-Nationalpark

Fläche: 5.667,78 km²

Der Everglades-Nationalpark ist ein 5.667,78km² großer Nationalpark in den Vereinigten Staaten im dortigen Bundesstaat Florida.

Hintergrund

[Bearbeiten]

Die namensgebenden 1 Everglades sind mit einer Fläche von 11000km² das größte (sub-)tropische Feuchtgebiet der USA. Auf den Nationalpark entfällt eine Fläche von 5.667,78km² (oder 51% der Everglades). Es handelt sich um ein zum Teil unzugängliches Ökosystem und ein Biotop, bestehend aus Sumpf- und Marschland.

Geschichte

[Bearbeiten]

Ungefähr um 15000 vor Christus setzte sich das Schmelzwasser des nur 5,5 Meter hoch gelegenen Lake Okeechobee Richtung Süden in Bewegung und erreichte im Süden Floridas den Golf von Mexiko. Erst ab 1000 vor Christus begann die Besiedlung durch die indigenen Mayaimi, die nicht mit den – weder ethnisch noch sprachlich verwandten – indigenen Miami verwechselt werden dürfen. Der Binnensee wurde von den Hitchiti als „großes Wasser“ („oki“ für „Wasser“ und „chubi“ für „groß“) bezeichnet. Diese und die Calusa lebten in der Gegend des Sees, als um 1549 der schiffsbrüchige, erst 13 Jahre alte Spanier Hernando de Escalante Fontaneda von den Indigenen gerettet wurde.[1] Er lebte 17 Jahre unter den Indigenen, bis er von Spaniern in seine Heimat zurückgebracht wurde.

Die zerstörerischen Hurrikane führten bis 1937 zum Bau des Deichs Herbert Hoover Dike am Ufer des Lake Okeechobee, um sturmverursachte Überschwemmungen zu verhindern.

Die erste Landkarte mit dem Namen „Everglades“ erschien im Jahre 1823. Ein 1947 erschienenes Buch bietet für diese Bezeichnung die Erklärung. In ihrem Buch „The Everglades: The River of Grass“ legte die Autorin Majornie Stoneman Douglas offen, dass der Kolonial-Kartograf Johann Wilhelm Gerhard von Brahm die Region 1765 als „River Glades“ bezeichnete, wobei auf Karten „River“ durch „Ever“ ersetzt wurde.[2][3] Das Sumpfland hieß fortan „(for)ever glades“, was sich als „ewige grasige Waldschneisen“ übersetzen lässt. Die Indigenen nennen es „Pa-hay-Okee“ („grasiges Wasser“). Die Autorin plädierte im Buch intensiv dafür, einen Teil als Nationalpark zu schützen. Die Deklarierung zum Nationalpark erfolgte noch im selben Jahr am 6. Dezember 1947.

Der Nationalpark wurde 1979 in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Eine Erweiterung des Nationalparks in Richtung Osten zum Shark River Slough erfolgte im Jahre 1989.

Klima, Flora und Fauna

[Bearbeiten]
Alligator verschlingt eine Python am Anhinga Trail – es kann auch umgekehrt verlaufen.
Kletternde Baumfarne wie der immergrüne Kletterfarn

Florida hat im Süden feucht-tropisches Klima und wird zwischen Mai und Dezember von tropischen Wirbelstürmen (englisch: hurricanes) heimgesucht, die sich im Südatlantik aufbauen und über die Karibik aus Süden kommend weiterziehen. Sie richten heftige Schäden an und führen zur Evakuierung ganzer Städte. Die höchste Wahrscheinlichkeit für Hurrikane liegt zwischen August und Oktober.

In der besten Reisezeit zwischen Dezember und Mai kühlt es tagsüber selten unter 18°C ab, während im Juli deutlich über 32°C erreicht werden. Jährlich gibt es bis zu 330 Sonnentage, weshalb auch in Florida vom „Sunshine State“ gesprochen wird. Die Wassertemperatur liegt ganzjährig mindestens bei 20°C. Die Luftfeuchtigkeit erreicht morgens 87% und sinkt tagsüber bis auf 60% am Nachmittag. Damit weist Florida nach Mississippi die zweithöchste Luftfeuchtigkeit aller Bundesstaaten auf.

Im Park leben mindestens 76 Säugetierarten, darunter Flussotter, Graufuchs, Opossum, Waschbär und Weißwedelhirsch, aber nur eine Großtierart: Zu den Säugetieren gehören auch die endemischen Manatis als eine Art der pflanzenfressenden Seekühe mit einer Länge bis zu 4 Metern bei maximal 1500 Kilogramm Gewicht. Die Artenvielfalt an Reptilien (60) und Amphibien (38) ist in diesem Feuchtbiotop naturgemäß hoch. Hierzu gehören die Alligatoren (200000), Krokodile (2000) oder Schlangen (30000) wie die eingeschleppte Burmesische Tigerpython (7000), die auch Alligatoren gefährlich werden kann, und Schwimmnattern. Auch der Fischreichtum ist mit 432 Arten wie Forelle, Hecht, Lachs, Muskellunge, Quappe oder Wels vielfältig. Es können 375 Vogelarten beobachtet werden, vor allem Wasservögel wie Flamingos, Ibisse, Kormorane, Kraniche, Löffler oder Reiher. Unter den 1033 Pflanzenarten befinden sich 120 Baumarten wie Mangrovenbaum, Weißgummibaum („Touristenbaum“, amerikanisch auch „Gumbo limbo“), Würgerfeige oder Zypresse (Echte Sumpfzypresse und Teichzypresse). Es gibt 39 heimische Orchideenarten und mindestens 100 Grasarten wie das Sägegras (Binsenschneide), das ganze Prärien bildet.

Hydrologie

[Bearbeiten]

Hauptquelle für die Bewässerung der Everglades ist der nördlich gelegene Binnensee Lake Okeechobee , der lediglich 5,5 Meter über dem Meer liegt. Da zwischen diesem See und Floridas Südküste Florida Bay auf 100 Kilometern kaum Gefälle besteht und das Wasser sich bis zu 80 Kilometern in die Breite ausdehnt, ist die Fließgeschwindigkeit des Wassers sehr gering; es fließt nur 1 Meter pro Stunde oder täglich maximal 34 Meter stromabwärts. Die Tiefe beträgt lediglich 30 bis 90  cm, an manchen Stellen auch 180cm. Die Wassermenge steigt nur von Mai bis Oktober. Deshalb muss die ständige Bewässerung technisch unterstützt werden. Dafür gibt es ein Pumpen- und Schleusensystem, Kanäle sowie Rückhaltebecken entlang der Parkgrenzen. Zwei Drittel der Parkfläche sind Süßwasser-Feuchtgebiete, ein Drittel besteht aus Salzwasser. In den letzten Jahren ist eine zunehmende Versandung der Everglades zu beobachten, so dass der Wasserspiegel sinkt.

Höchste Erhebung im Park ist mit lediglich 6 Metern (!) der 2 Turner River Indian Shell Midden Mound .

Reisevorbereitung

[Bearbeiten]

Der Park sollte zwischen Dezember und Mai besucht werden. Die Sommersaison beginnt im April. Er wird sicherlich kein eigenständiges Reiseziel sein, sondern Teil einer Rundreise durch Florida. Bester Ausgangsort ist dann Miami. Die hohe Luftfeuchtigkeit, die tropischen Temperaturen und die Sumpf- und Marschlandschaft sind eine gute Kombination für Insekten, von denen die Malaria-Mücke einen besonderen Malaria-Schutz erfordert.

Anreise

[Bearbeiten]

Eine Anreise zum 3 Everglades National Park ist nur per Auto/Bus möglich. Von Miami aus führt der dort beginnende/endende U.S. Highway H41 Richtung Westen nach 58km direkt zum Nationalpark, an dessen Nordgrenze er verläuft. Vom Highway gibt es einen Zugang zum Shark Valley Visitor Center.

Von Florida City führt die Florida State Road (Ingraham Highway) zum Ernest F. Coe Visitor Center (15km), von dem aus die einzige Parkstraße quer durch den Nationalpark verläuft und nach 61 Kilometern in Flamingo endet.

Einfahrts-/Ausfahrtstore (englisch: gates) sind:

Gate Himmelsrichtung Ortschaft
1 Shark Valley Visitor Center Nord1 Miami
2 Gulf Coast Visitor Center Nordwest2 Everglades City
3 Oasis Visitor Center West Everglades City
4 Flamingo Visitor Center Süd3 Flamingo
5 Ernest F. Coe Visitor Center Ost4 Florida City

Über den US-Highway H41 kann der Park sowohl von Miami im Osten als auch von Everglades City im Westen erreicht werden. Die Florida State Road S9336 kann nur von Florida City und zurück befahren werden, da Flamingo keine andere Verkehrsverbindung zu Florida aufweist.

Streckenverlauf

[Bearbeiten]

Die von Florida City zum Park führende Florida State Road heißt im Nationalpark „Main Park Road“ und verläuft durch baum- und buschbestandenes Flachland mit einigen kleinen Hügeln (englisch: mounds), die von früheren indigenen Bewohnern zum Hochwasserschutz angelegt wurden. Sie ist die einzige, den Park durchquerende Parkstraße.

Übersicht

[Bearbeiten]

Die „Main Park Road“ führt in südwestlicher Richtung vom Hauptquartier nach Flamingo über 61km quer durch den Park.

geografischer Ort Entfernung
in km
Ernest F. Coe Visitor Center0
Long Pine Key7
Rock Reef Pass14
Pa-hay-okee2
Mahogany Hammock12
Nine Mile Pond12
West Lake7
Flamingo7
Gesamtstrecke61

Die Main Park Road endet in Flamingo, so dass man hier übernachten kann oder auf derselben Strecke zurückfährt.

Der US-Highway H41 fungiert nicht als Parkstraße. Die Zufahrt des Highways zum Shark Valley Visitor Center ermöglicht lediglich von dort über einen Wanderweg den Zugang zu einem Beobachtungsturm.

Einzelheiten

[Bearbeiten]
Karte
Karte von Everglades
Das Besucherzentrum Royal Palm im Park
Ausblick von der Pa-Hay-Okee-Overlook Plattform auf die typische Riedgras-Prärie
Mangrovebäume
Ausgediente Tankstelle in Flamingo
Das Flamingo Visitor Center
Vom Ernest F. Coe Visitor Center
  • 6 Park Headquarters . das Hauptquartier des Everglades-Nationalparks liegt direkt gegenüber dem Ernest F. Coe Visitor Center, das ganzjährig von 09:00 bis 17:00Uhr (April bis Mitte Dezember) und 08.00 bis 17:00Uhr (Mitte Dezember bis März) geöffnet ist. Es präsentiert Ausstellungen, Orientierungsfilme und Informationsbroschüren.
  • 1 Taylor Slough Bridge . zwei Brücken über den Taylor Slough. Der größere Sumpf (englisch: slough) ist der Shark River Slough.
  • 2 Abzweig zur Royal Palm Road . mit dem Ziel.
  • 7 Royal Palm . die ausgedehnte Anlage entstand 1916 und besteht aus einem Besucherzentrum und drei historischen Gebäuden. Wieder zurück auf der Main Park Road folgt.
  • 3 Abzweig zur Long Pine Key Road . mit dem Ziel.
  • 1 Long Pine Key . ist ein System von 35km langen Wander- und Fahrradwegen Wieder zurück auf der Main Park Road folgt.
  • 4 Rock Reef Pass . im flachen Gebiet ist selbst dieser bloß 1 Meter hohe Bergpass eine Sensation.
  • 5 Rookery Mound . einer der historischen Hügel, die von der Parkstraße aus sichtbar sind.
  • 4 Abzweig zur Pa-Hay-Okee-Road . mit dem Ziel.
  • 1 Pa-Hay-Okee-Overlook . ein 3 Meter hoher Aussichtsturm ermöglicht einen Blick auf die weite Prärie des „River of Grass“. Wieder zurück auf der Main Park Road folgt.
  • 6 Sisal Pond . ein Teich mit Angelmöglichkeiten.
  • 5 Abzweig zur Mahogany Hammock Road . mit dem Ziel.
  • 2 Mahogany Hammock . von hier aus beginnt der Mahogany Hammock Trail übver Holzstege, durch dichte, dschungel-ähnliche Hartholzwälder. Wieder zurück auf der Main Park Road folgt.
  • 7 Paurotis Pond . der Teich mit einer Insel ermöglicht Vogelbeobachtung, vor allem Watvögel.
  • 8 Nine Mile Pond . Marschland mit vielen Mangrove-Inseln, Heimat von Alligatoren und Krokodilen.
  • 9 West Lake . ein 800m langer Rundweg über Holzstege mit drei Mangrovearten.
  • 10 Coot Bay Pond . der Teich eignet sich zum Paddeln und zur Tierbeobachtung.
  • 6 Buttenwood Bridge . eine Brücke über den gleichnamigen Kanal, der zur Entwässerung dient.
  • 2 Historic Service Station . eine alte Tankstelle in Flamingo.
  • Flamingo . ein Touristenort mit Besucherzentrum, Hotel, Restaurant, Campingplätzen und Tankstelle.
  • 8 Guy Bradley Visitor Center . das durch den verheerenden Hurricane “Katrina” im August 2005 zerstörte Besucherzentrum wurde wieder aufgebaut und ist von 09:00 bis 17:00Uhr geöffnet.
In der Gegend um Flamingo kann man bei Ebbe normalerweise Krokodile sehen, die sich auf den schlammigen Ufern gegenüber dem kleinen Hafen von den Bootsanlegern aus sonnen. Einer der besseren Plätze zur Beobachtung, besonders wenn man kein Fernglas hat, ist auf beiden Seiten des Dammes hinter dem Hafenlager. Auch hier halten Ranger oft Vorträge. Wenn die Flut höher ist, kann man immer noch Krokodile in den Gewässern des Yachthafens schwimmen sehen. Man kann auch Manatis sehen, die ihre Nasen und Rücken aus dem Wasser ragen lassen (was normalerweise nicht klar genug ist, um einen vollständigen Blick auf ihren Körper zu erhalten). Die beste Sicht hat man, wenn sie bis zum Rand zwischen den Docks kommen, um das dort angesammelte schwimmende Gras zu fressen.
Vom US-Highway 41
Der Aussichtsturm Shark Valley Observation tower
  • 7 Der Abzweig vom US-Highway 41 . führt zur Shark Valley Loop Road. Es folgt das.
  • Shark Valley Visitor Center . das Besucherzentrum ist von 09:00 bis 17:00Uhr geöffnet. Es bietet Ausstellungen, Informationsbroschüren, Fahrräder können gemietet werden. Von hier aus fährt die.
  • 9 Shark Vally Tram Tours . ein Kleinbus mit Anhängern, der zwischen 08:30 und 16:00Uhr stündlich fährt über den Rundweg.
  • 8 Shark Valley Tram Road . ist ein 24km langer, asphaltierter Rundweg, der für normale Pkw gesperrt ist. Außer Wandern und Fahrradfahren ist hier nur ein Kleinbus mit Anhängern erlaubt. Im Gewässer neben der Straße können viele Wildtiere beobachtet werden, insbesondere Alligatoren. Der Weg endet am.
  • 3 Shark Valley Observation Tower . ein 1964 gebauter, 21 Meter hoher Aussichtsturm, der eine Aussicht auf 30km flaches Gelände des Shark Valley zulässt. Er ist die höchste Stelle im gesamten Nationalpark und kann auch erreicht werden über den.
  • 3 Shark Valley Tower Trail . der Wanderweg verläuft parallel neben der erwähnten Shark Valley Tram Road. Alle geografischen Objekte sind benannt nach dem und befinden sich im.
  • Shark Valley . in einem flachen Gelände mit 3 Metern Höhenunterschied von einem „Tal“ zu sprechen, ist geografisch übertrieben. Es handelt sich um das Abfluss-System des nicht zum Park gehörigen Lake Okeechobee. Im Shark Valley befindet sich der.
  • 11 Shark River Slough . größter Sumpf der Everglades, der vom Observation Tower aus zu sehen ist.
  • 4 Bobcat Boardwalk Trail . 800 Meter langer, sehr informativer Wanderweg auf Holzstegen in der Nähe des Shark Valley Visitor Center.

Gebühren / Permits

[Bearbeiten]

An den Visitor Centern ist eine Eintrittsgebühr von US-$20 für Personen ohne Auto und von US-$35 mit Auto, ausschließlich zahlbar durch Zahlungs- oder Kreditkarten, zu entrichten, Barzahlung ist nicht möglich. Der „America the Beautiful-Pass“ ist gültig. Für Camping werden keine Reservierungen angenommen. Zwischen April und November ist Camping kostenlos, zwischen November und April wird eine Gebühr von US-$10 für die Erlaubnis und US-$2 pro Person/Nacht fällig.

Eine Angel-Lizenz ist erforderlich für Süß- oder Salzwasser, sie ist aber auf einige Gebiete und die Anzahl der gefangenen Fische beschränkt und beinhaltet strenge Vorschriften.

Aktivitäten

[Bearbeiten]
Luftboote sind beliebte Transportmittel im Park
Der Wanderweg Gumbo Limbo Trail
Holzsteg auf dem Anhinga Trail

Die Aktivitäten im Park sind vielfältig.

  • Angeln: Eine Lizenz ist in Teichen (englisch: ponds) oder der 1 Flamingo Marina möglich, sie beinhaltet strenge Gebietsvorschriften. Barsch sollte nur einmal am Tag gegessen werden wegen des hohen Quecksilber-Anteils.
  • Bootsfahrten: Am US-Highway H41 gibt es mindestens drei Anbieter für Fahrten mit dem propellergetriebenen Luftboot (englisch: airboat rides) durch die Fluss-, Sumpf- und Graslandschaft (Ohrenschützer werden angeboten). Eine davon ist die 10 Everglades Airboat Expeditions . Der 11 Everglades Canoe/Kayak Launch bietet Kanu- und Kayakfahrten auf Teichen an. Hausboote können in Flamingo gemietet werden.
  • Rundflüge: in Everglades City kann man vom 2 Everglades Airpark Rundflüge über den Park buchen.
  • Wanderungen sind wegen des sensiblen Terrains auf den 36 Wanderwegen meist auf Holzstegen möglich wie beim 1km langen populären Rundwanderweg 5 Anhinga Trail . Er ist das beste Gebiet, um Wildtiere zu beobachten, besonders in der Trockenzeit. Vom Hauptweg aus führen die Anhinga-Wanderwege durch zwei sehr produktive Wildgebiete, da sie das ganze Jahr über nass bleiben. Führungen durch die Ranger werden häufig angeboten und können sehr interessant sein, da sie in der Regel sehr gute Kenntnisse über die lokale Flora und Fauna besitzen. Der ebenfalls 1km lange 6 Gumbo Limbo Trail dagegen hat steinigen Boden. Die Wanderwege der 7 Long Pine Key Trails sind 35km lang. Der 8 Pa-hay-okee Trail ist seit Januar 2026 wieder begehbar und 260 Meter lang. Der beliebte 9 Mahogany Hammock Trail befindet sich auf einem 800 Meter langen Holzsteg.

Alle Wege sind flach und deshalb ohne Schwierigkeitsgrad. Der längste Wanderweg ist die erwähnte 24km lange Shark Valley Tram Road. Wegen der (sub-)tropischen Verhältnisse ist eine robuste Kondition erforderlich.

Küche

[Bearbeiten]

Speise-Fazilitäten im Park sind bis auf einige Snacks und Getränke im Buchladen des Ernest F. Coe Visitor Center nicht vorhanden. Im zur Flamingo Lodge gehörigen 1 Flamingo Restaurant außerhalb des Parks werden Frühstück, Mittag- und Abendessen angeboten, auch für Laufkundschaft, die nicht im Hotel untergebracht ist.

Unterkunft

[Bearbeiten]

Wer die Main Park Road über die Florida State Road S9336 oder den US-Highway H41 von/bis Miami befährt, kann früh morgens beginnen und bis Flamingo (140km) bzw. Everglades City (136km) fahren und nachmittags den Rückweg nach Miami antreten. Ausführlichere Besichtigungen im Park erfordern zwei oder drei Übernachtungen. Da es keine lizenzierten Park-Lodges gibt, müssen Unterkünfte außerhalb gewählt werden. In Everglades City gibt es der Webseite Booking.com zufolge 11 Hotels/Lodges/Motels aller Kategorien, in Florida City 18 und in Flamingo die 1 Flamingo Lodge & Restaurant (24 Zimmer). Sie bietet Bootstouren durch die Bereiche Florida Bay und Whitewater Bay des Parks an. Bootstouren und Kanuverleih basieren auf dem Prinzip "wer zuerst kommt, mahlt zuerst". Tickets für Touren können im Flamingo Marina Store gekauft werden, während das Ausleihen von Kajaks und Kanus nur am frühen Morgen eines jeden Tages erfolgt. Besuchern wird dringend empfohlen, sich telefonisch über die aktuellen Fahrpläne und Preise zu erkundigen. Dies ist auch einer der besseren Orte, um die amerikanischen Krokodile zu sehen, die oft am Kanalufer gegenüber dem Marina-Store zu finden sind.

Im Park befindet sich unter anderem der Campingplatz 2 Long Pine Key Campground , in Flamingo die 3 ECO Tents (stationäre Hütten) und der 4 Flamingo Campground . Der Long Pine Key Campground ist dafür bekannt, dass er deutlich weniger Stechmücken als der in Flamingo hat.

Gesundheit

[Bearbeiten]

Siehe auch: Tropenkrankheiten
Der Nationalpark ist intensives und starkes ganzjähriges Mückengebiet der Anopheles-Mücken, die Malaria übertragen. Vor Reiseantritt sollte ein reisemedizinisch versierter Arzt aufgesucht werden, der über eine Malaria-Prophylaxe entscheidet.

Bei Ausflügen und Wanderungen sollten ausreichende Getränke mitgeführt werden, weil die Dehydrierung hoch ist. Insekten wie Mücken und einige Stechfliegen erschweren den Genuss der Natur. Der Einsatz von Insektiziden ist eingeschränkt. Informationen zum Moskitoniveau sind während der Sommermonate unter der Telefonnummer +1 305-242-7700 (08:30 bis 16:00Uhr) erhältlich. Alligatoren und Krokodile sind lebensgefährlich, man sollte 5 Meter Abstand zu ihnen halten.

Sicherheit

[Bearbeiten]
Allgemeines

Die sehr gut ausgebaute und beschilderte asphaltierte Parkstraße erfordert kein fahrerisches Können. Sie führt durch flache und teilweise schnurgerade und monotone Landschaft, die dennoch zum häufigen Anhalten für Tierbeobachtungen animiert. Parkbuchten sind zahlreich vorhanden.

Der am US Highway H41 beginnende 24km lange Rundwanderweg Shark Valley Tram Road und der parallel verlaufende Shark Valley Tower Trail sind gesäumt von neben oder auf dem Weg befindlichen Alligatoren, die sich dort regungslos sonnen. Sie dürfen nicht provoziert werden, indem ein Sicherheitsabstand von 5 Metern einzuhalten ist. Sie bewegen sich nur, wenn sie zur Abkühlung in den benachbarten Sumpf abtauchen. In dieser Phase ist besondere Vorsicht geboten.

Einzelheiten
  • Der amerikanische Alligator kann ein sehr gefährliches Raubtier sein, aber er greift nur selten Menschen an. Vermeiden Sie den Kontakt mit Alligatoren während der Paarungszeit. Die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs ist sehr gering. Der Alligator wird bis zu 4,50m lang, obwohl es für diese Art äußerst selten ist, dass man Individuen über 4m sieht.
Amerikanisches Krokodil
  • Amerikanische Krokodile existieren in einigen Teilen der Everglades und können erheblich größer werden als ihre Alligator-Verwandten. Sie sind jedoch sehr selten und nur in einigen wenigen isolierten Gebieten entlang der Südküste in nennenswerter Zahl zu finden. Es gibt keine offiziell dokumentierten Angriffe auf den Menschen in Florida durch diese Art, was hauptsächlich auf ihre schlechte Verbreitung zurückzuführen ist. Krokodile von 4,50m Länge gelten in Florida als groß. Diese Art kann, wie Crocodylus porosus, im offenen Meer gefunden werden und schwimmt gelegentlich zwischen Inseln in der Karibik und in Florida.
  • Mücken: Was den Mückenarten in den Everglades an Größe fehlt, machen sie an Menge wett. In den Sommermonaten sind die Mücken reichlich vorhanden, die Beschreibungen beinhalten, dass sie dicht genug sind, um Rinder zu ersticken und Laternen zu zünden. Wenn man nicht vorbereitet ist, können sie einen Besuch in Flamingo unerträglich machen.

Literatur

[Bearbeiten]
  • Susan Jankowski, Everglades National Park: Adventure, Explore, Discover, MyReportLinks.com Books, 2008; ISBN 978-1598450910.

Webseite

[Bearbeiten]
  • nps.gov (en) – Offizielle Webseite von Everglades

Einzelnachweise

[Bearbeiten]
Vollständiger Artikel
Dies ist ein vollständiger Wikivoyage-Artikel, wie ihn sich die Community vorstellt. Doch es gibt immer etwas zu verbessern und vor allem zu aktualisieren. Wenn du neue Informationen hast, sei mutig und ergänze und aktualisiere sie.