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Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen

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Wegzeichen und Logo des Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen

Der Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen führt rund um das Dorf Guntershausen und zeigt, wie aus dem landwirtschaftlich geprägtem Dorf ein Ortsteil von Baunatal wurde. Dabei soll er den Besucher anregen, sich mit der Geschichte des kleinen Ortes zu beschäftigen und diese vor dem Vergessen zu bewahren. Auch landschaftlich ist der Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen sehr attraktiv, da er entlang des Fuldaufers, durch den alten Dorfkern und in einer Schleife durch das idyllische Tal der Bauna verläuft.

Streckenprofil[Bearbeiten]

Der Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen
Auf dem Streckweg wandert man südlich aus dem Ort hinaus.
  • Länge: 4,7 km. Den Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen kann man gut mit einer Wanderung auf dem Kassel-Steig verbinden.
  • Markierung: Der Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen ist mit einem stilisierten weißen G markiert, welches in der Mitte Auslassungen hat.
  • Ausschilderung: Die Ausschilderung des Wanderweges ist als sehr gut zu bezeichnen, das Wanderzeichen findet man an Bäumen und Holzpflöcken.
  • Geeignetes Schuhwerk: Nur der Teil im Tal der Bauna erfordert je nach Witterungsverhältnissen manchmal festes Schuhwerk, da diese Wege nicht befestigt sind.
  • Familieneignung: Ja, der Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen ist auch mit kleineren Kinder begehbar, allerdings nicht mit Kinderwagen.
  • Mountainbike-Eignung: Ja, die Wanderroute ist auch gut mit einem Mountainbike befahrbar.
  • Beste Jahreszeit: Der Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen ist ganzjährig begehbar.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Geschichte von Guntershausen
Der Bahnhof des Ortes, einst wichtiger Eisenbahnknotenpunkt.

Die Eco Pfade in Nordhessen sollen dazu anregen, sich mit der wechselhaften und interessanten Geschichte der Region zu beschäftigen. Es wurden insgesamt 32 Eco Pfade im Landkreis Kassel und zwei im Schwalm-Eder-Kreis eingerichtet.

Im Oktober 2010 kam der Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen zum umfangreichen Netz der Eco Pfade Nordhessen hinzu. Die Wanderroute wurde inzwischen vom HWGHV als "Geprüfter Spazierweg" ausgezeichnet.

Anreise[Bearbeiten]

Ausblicke Guntershausen
Blick aus dem Fuldatal auf Guntershausen.
Das Eisenbahnviadukt von Guntershausen

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Guntershausen ist mit dem Auto nur über die beiden Kreisstraßen K 17 und K 18 zu erreichen. Dazu fährt man an einer der beiden Anschlussstellen 9 "Baunatal-Mitte" oder 10 "Baunatal-Süd" der A49 ab. Auf der Westseite des Bahnhof Guntershausen findet man in der Straße "Zum Bahnhof" mehrere 1 Parkplätze. Alternativ kann man auch in den Seitenstraßen des kleinen Ortes parken.

Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln[Bearbeiten]

Durch den Bahnhof Guntershausen ist der Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen auch gut mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Am Bahnhof (Umgebungsplan) halten RT5/R38/RE98, sowie die Buslinie 64 an der 2 HaltestelleHaltestelle Bahnhof, wo auch der Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen beginnt.

Streckenbeschreibung[Bearbeiten]

Blick in das Fuldatal von der Brücke aus
Das kleine Viadukt über die Bauna
Mündung der Bauna in die Fulda

Der Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen ist in beide Richtungen markiert. Nachfolgend ist der Rundweg gegen den Uhrzeigersinn beschrieben, sodass man zuerst durch das Fuldatal und dann durch das Baunatal läuft. Für eine detaillierte Wanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten. Start des Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen ist am

  • 1 Bahnhof von Guntershausen. Dieser wurde am 29. Dezember 1849 zusammen mit der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn von Kassel nach Bebra und der Main-Weser-Bahn von Kassel nach Wabern eröffnet. Dadurch wurde Guntershausen zum Eisenbahnknotenpunkt, Reisende die zum Beispiel von Frankfurt (Main) nach Leipzig oder Berlin wollten mussten hier umsteigen. Doch schon 1873 verlor Guntershausen wieder seine Bedeutung mit der Eröffnung der Eisenbahnstrecke von Frankfurt (Main) nach Bebra, die wesentlich kürzer war. Auch der Betrieb des nahen Hotel Bellevue, in welchem Reisende deren Zug erst am nächsten Tag weiterfuhr übernachten konnten, war danach nicht mehr wirtschaftlich; 1900 erwarb die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck das Gebäude, welches heute als Altenheim dient. Von der Ostseite des Bahnhofs folgt man erst der Straße "Zum Bahnhof" unter der kleinen Unterführung hindurch, bevor man nach rechts auf einem Privatweg der Deutschen Bahn zur Binsdorfer Straße läuft und diese zum Streckweg hinunter geht. Bergab auf einem asphaltiertem Wirtschaftsweg erreicht man den Sportplatz der TSV Guntershausen an der Station
  • 2 Brücken, die sich mit den drei wichtigen Brücken der Eisenbahn und Landwirtschaft in Guntershausen beschäftigt. Die imposanteste von den dreien ist sicherlich die große Fuldatalbrücke der Main-Weser-Bahn, die bei ihrer Fertigstellung 1848 das größte Brückenbauwerk Deutschlands war mit einer Länge von 283 m, einer Höhe von 27 m und 13 Bögen mit einer Spannweite von 15 m. Sie ist bis auf den Mittelteil, der am 31. März 1945 von den deutschen Truppen gesprengt wurde um den Feind aufzuhalten, noch Original erhalten. Der heutige Mittelteil aus einem einzigen Bogen aus Beton wurde 1952 fertiggestellt. Die andere Eisenbahnbrücke über das Baunatal ist dagegen noch vollständig erhalten. Ebenso aus Sandsteinblöcken wie die Eisenbahnbrücke über die Fulda erbaut besteht sie aus 3 Bögen. Die dritte Brücke über die Fulda wurde 1925 für die Landwirtschaft erbaut und wird umgangssprachlich Totenbrücke genannt, da nach der Fertigstellung dieser eine Hand bemerkt wurde, die aus dem Fundament ragte. Sie gehörte Elisabeth Ebert, die im Oktober 1924 bei einer Kanutour kenterte, in einen der Eisenpfeiler des Brückenrohbaus geschwemmt und dort im Frühjahr 1925 unbemerkt einbetoniert wurde. Vom Sportplatz wandert man zusammen mit dem Kassel-Steig in einem Bogen durch die Fuldaauen in den Ortskern von Guntershausen vorbei an der HaltestelleHaltestelle Kirche (Linie 64) zurück, wo die Evangelische
  • 3 Kirche von 1912 steht. Es ist, bis auf eine heute nicht mehr vorhandene Kapelle, das erste Gotteshaus in Guntershausen. Die Orgel dieser alten Kapelle wurde beim Bau übernommen und das Kapellenportal in die neue Umfassungsmauer der Kirche integriert, zudem stiftete Kaiserin Auguste Victoria eine Altarbibel. Als Anbau erhielt sie 1957 einen Versammlungsraum und 1962 zum 50-jährigem Jubiläum eine dritte Glocke, die abends um 18:00 Uhr den Abend einläutet. Von der Kirche läuft man auf der Dorfstraße unter der Eisenbahnbrücke, welche das Baunatal überspannt, hindurch zum
  • 4 Schulhaus von 1845, in welchem die Schüler der 1. - 8. Klassen alle zusammen in einem einzigen Klassenraum unterricht hatten. Getrennt voneinander saßen Jungen und Mädchen in dem engen Klassenraum zusammen, in dem sich allerdings rasch ansteckende Krankheiten ausbreiten konnten, weshalb bereits 1909 auf die Mängel des alten Schulhaus hingewiesen wurden. Schließlich wurde 1923 ein zweites Schulgebäude erbaut. Vom Schulhaus läuft man an der HaltestelleHaltestelle Bergstraße (Linie 64) auf der Rengershäuser Straße vorbei und zweigt dann nach links in einen Waldweg ein, welchem man bis zum Rastplatz "Adlerhorst" folgt. Hier auf einem Pfad aus dem Wald hinaus und über den Eulenberg zurück zum Waldrand, wo man den
  • 5 Riesenstein, einen circa ein Meter hohen Basaltblock findet mit einer Schutzhütte in der Nähe. Er wurde 1937 vom Lehrer August Boley, der ihn unweit seines ursprünglichen Standortes oberhalb der Bauna aufstellen ließ, wiederentdeckt, nachdem der Basaltblock nach Aussage eines Bauern 1891 ausgegraben wurde. Man vermutet heute, dass der Menhir in einer Epoche der Jungsteinzeit von Bauern der Wartbergkultur zur Totenverehrung aufgestellt wurde. Genau belegen lässt sich diese These jedoch nicht. Vom Riesenstein wandert oder fährt man hinab ins Baunatal und überquert die Bauna mit Hilfe einer kleinen Holzbrücke. Am Gegenüberliegenden Waldrand wendet man sich dann nach rechts und läuft einmal nördlich auf Waldwegen um einen Berg herum, bis man zur Station
  • 6 Mühle mitten im Baunatal kommmt. Laut einer Urkunde des Benediktinerkloster Hasungen wurde sie erstmals im Jahr 1267 erwähnt. Somit wurde die Guntershäuser Mühle 700 Jahre lang betrieben, in ihr mahlten Bauern aus Guntershausen, Rengershausen und Holzhausen am Hahn durch den Mühlenzwang, weshalb die Mühle auch Bannmühle heißt, ihr Mehl. 1968 wurde die Mühle schließlich aufgegeben, dass marode Mühlrad wurde 1990 abgebaut. Von der Station Mühle hält man sich rechts bergauf und kommt über einen gepflasterten Fußweg zurück zur Straße "Zum Bahnhof", der man noch kurz geradeaus folgt und ist wieder am Bahnhof Guntershausen, dem Ausgangspunkt des Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Unterwegs im Baunatal

Baunatal[Bearbeiten]

Guntershausen liegt am Ende des Baunatals, was mit schönen Wanderwegen jederzeit zu einer Wanderung einlädt. Dazu wandert man zum Beispiel auf dem Kassel-Steig von Guntershausen durch das Baunatal, auch Guntershäuser Klamm genannt, nach Hertingshausen oder Kirchbauna, von wo man mit den Stadtbuslinien 62 und 64 nach Guntershausen zurück fahren kann. Oder man wandert von den beiden Orten auf dem Eco Pfad Kulturgeschichte Hertingshausen und Kirchbauna weiter.

Eco Pfad Kulturgeschichte Hertingshausen und Kirchbauna[Bearbeiten]

Der Eco Pfad Kulturgeschichte Hertingshausen und Kirchbauna verbindet auf einer Länge von circa 7 km die beiden Orten und deren Geschichte miteinander. Stationen sind das Backhaus, die Wehrkirche von Kirchbauna, die Besser Teichwiesen, der Junkermeierhof und Kapelle St. Barbara, die Evangelische Elisabethkirche, den Wilhelmsdamm und die ehemaligen Gasthäuser. Zu erreichen ist der Eco Pfad Kulturgeschichte Hertingshausen und Kirchbauna von Guntershausen aus über die Kreisstraßen K 17, K 2 und K 22 oder mit der Buslinie 64 bis zu den HaltestelleHaltestelle Hertingshausen Kirche oder Gemeindehaus. Beide sind Ausgangspunkte der Wanderroute.

Eco Pfad Bergbau in der Söhre[Bearbeiten]

Der Eco Pfad Bergbau in der Söhre verläuft auf einer Länge von 9,5 km durch die Gemeinde Söhrewald. Stationen sind der Kohlenbergbau am Stellberg, der Karlstollen / Zeche Tiefenrod, die Seilbahn, der Wiesenschacht, der Tagebau und das Wattenbacher Kohlenwerk. Zu erreichen ist der Eco Pfad Bergbau in der Söhre von Guntershausen aus über Grifte, Guxhagen und Wollrode (Landesstraßen L 3221 und L 3460) und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur mit Umstieg über Kassel.

Eco Pfad Kulturgeschichte Lohfelden[Bearbeiten]

Der Eco Pfad Kulturgeschichte Lohfelden verläuft auf einer Länge von 10 km durch die Gemeinde Lohfelden. Stationen sind das Kutschen- und Wagenmuseum, die Evangelische Kirche Crumbach, die Siedlung, das Lager Fernsicht, die Evangelische Ochshausen, das Gräberfeld Vollmarshausen, die Evangelische Kirche Vollmarshausen, der Schöppenstuhl und die Obermühle. Zu erreichen ist der Eco Pfad Kulturgeschichte Guntershausen von Guntershausen aus über die A49, die man bis zum ihrem Ende, dem Lohfeldener Rüssel durchfährt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur mit Umstieg über Kassel.

Weblinks[Bearbeiten]

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