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Eco Pfad Archäologie Dörnberg

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Wegzeichen und Logo des Eco Pfad Archäologie Dörnberg

Der Eco Pfad Archäologie Dörnberg führt zu archäologisch interessanten Punkten rund um die kaum bewaldete Hochfläche des Hohen Dörnbergs und soll dazu anregen, sich mit der Geschichte des Berges zu beschäftigen und seine Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren. Aber auch landschaftlich hat der Eco Pfad Archäologie Dörnberg einiges zu bieten, da er über zahlreiche Aussichtspunkte verläuft, von welchen man in den Naturpark Habichtswald und die Region Kassel blickt.

Streckenprofil[Bearbeiten]

Der Eco Pfad Archäologie Dörnberg
Zuerst wandert man entweder über oder unterhalb der Helfensteine entlang.
  • Länge: 9,6 km. Den Eco Pfad Archäologie Dörnberg kann man gut mit einem Besuch des Naturparkzentrums kombinieren.
  • Markierung: Der Eco Pfad Archäologie Dörnberg ist mit einem weißen D markiert, welches die Form eines Ringwalls hat.
  • Ausschilderung: Die Ausschilderung des Wanderweges ist als gut zu bezeichnen, das Wanderzeichen findet man an Bäumen und Holzpflöcken.
  • Geeignetes Schuhwerk: Der Weg führt meist über Wiesenwege und nur selten über befestigte Wege, weshalb je nach Witterung festes Schuhwerk empfehlenswert ist.
  • Familieneignung: Ja, der Eco Pfad Archäologie Dörnberg ist auch mit kleineren Kinder begehbar, allerdings nicht mit Kinderwagen und je nach Witterung und Wetterlage.
  • Mountainbike-Eignung: Teilweise, da bei Weidebetrieb auf dem Hohen Dörnberg mehrere Gatter und enge Durchgänge überwunden werden müssen.
  • Beste Jahreszeit: Der Eco Pfad Archäologie Dörnberg ist ganzjährig begehbar, bevorzugt bei trockener Witterung.

Hintergrund[Bearbeiten]

Ausblicke vom Hohen Dörnberg
Blick von den Helfensteinen Richtung Zierenberg.

Die Eco Pfade in Nordhessen sollen dazu anregen, sich mit der wechselhaften und interessanten Geschichte der Region zu beschäftigen. Es wurden insgesamt 32 Eco Pfade im Landkreis Kassel und zwei im Schwalm-Eder-Kreis eingerichtet.

Bei seiner Eröffnung im September 2006 war der Eco Pfad Archäologie Dörnberg der zweite Eco Pfad in Nordhessen. Mittlerweile wurde die Wanderroute vom HWGHV als "Geprüfter Wanderweg" ausgezeichnet.

Anreise[Bearbeiten]

Abstecher zum Hohlestein
An der Schutzhütte nahe der Immelburg rechts hinunter.
Rundumblick von den Helfensteinen

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Der Eco Pfad Archäologie Dörnberg ist nur über zwei Stichstraßen zu erreichen. Entweder fährt man von Zierenberg oder Calden auf der Landesstraße L 3214 auf den Dörnbergpass und auf der Kreisstraße K 97 zum 1 Naturparkzentrum oder von Zierenberg oder Habichtswald auf der Landesstraße L 3211 bis zum Abzweig Friedrichstein und die Straße "Heilerbachtal" bergauf bis zum Bergcafé 2 Friedrichstein mit Wanderparkplatz.

Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln[Bearbeiten]

Auch mit Öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Eco Pfad Archäologie Dörnberg gut zu erreichen, und zwar vom Bahnhof Zierenberg mit der Buslinie 117, bedient durch das Verkehrsunternehmen HLB Hessenbus. An der HaltestelleHaltestelle 3 Naturparkzentrum beginnt direkt der Eco Pfad, zudem findet man hier eine Wandertafel mit weiteren Informationen.

Streckenbeschreibung[Bearbeiten]

Künstlich angelegte Vertiefung auf dem Gipfel

Der Eco Pfad Archäologie Dörnberg ist in beide Richtungen markiert. Nachfolgend ist der Rundweg mit dem Uhrzeigersinn beschrieben, der Abstecher zum Hohlestein nur einfach in eine Richtung. Für eine detaillierte Wanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten. Start des Eco Pfad Archäologie Dörnberg ist an der Haltestelle Naturparkzentrum am Wanderparkplatz nahe des Dörnberghaus. Durch ein Drehkreuz betritt man den Wiese und läuft immer bergauf am Zaun entlang direkt hinauf auf die

  • 1 Helfensteine zu, eine durch Erosion freigelegte Felsformation aus mehreren Felsblöcken mit einer maximalen Höhe von 509,8 m über N.N. mit einem halbrunden Wall. Hier fand man Keramikscherben aus dem 6./5. Jahrhundert vor Christus und mittelalterliche Scherben aus dem 12./13. Jahrhundert, was auf eine kleine hochmittelalterliche mutmaßliche Burg schließen lässt. Der südlich benachbarte Flurname Immelburg bestätigt diese These. Eine eisenzeitliche Siedlung auf dem Helfenstein scheint dagegen unwahrscheinlich, viel mehr seien die Felsen ein umhegtes Natur-Heiligtum gewesen, an welchem kultische Handlungen ausgeführt worden sollen. Von den Helfensteinen wandert man erst bergab, dann bergauf über die Immelburg, bevor der Abzweig zum Hohlestein kommt. Der circa 1,5 km lange Fußweg zu dieser Basaltformation zweigt vor der Schutzhütte nach rechts ab. Über einen Wiesenweg kommt man wieder auf einen festeren Weg, dem man nach rechts bis zu einer kleinen Kreuzung mit Wegweiser kommt. Hier links unscheinbar am Waldrand entlang und in den Wald hinein. An einer weiteren Schutzhütte biegt ein Trampelpfad links ab, der bis unterhalb vom
  • 2 Hohlestein führt. Das letzte Teilstück auf den 476 m hohen Felsen hinauf ist nur für schwindelfreie und geübte Kletterer geeignet! Oben angekommen, hat man eine schöne Aussicht in alle Himmelsrichtungen auf den Habichtswald, bei guter Sicht auch bis zum Reinhardswald. Umzogen wird der Hohlestein von einem Steinwall aus der Eisenzeit, ursprünglich war das Befestigungswerk wahrscheinlich eine Mauer. Auf dem Felsen selbst befindet sich eine fast quadratische Vertiefung, das oft mit Regenwasser gefüllt ist. Es wurde von Menschenhand in den Stein geschlagen und wurde erstmals 1641 erwähnt. Noch bis heute ist unklar, zu welcher Funktion es geschaffen wurde. Am Hohlestein wurden zudem Funde aus dem 12./13. Jahrhundert ausgegraben. Laut einer Nachricht von 1745, dass auf dem Felsen noch Trümmer eines einstigen Schlosses zu sehen seihen sollen, die Vertiefung wird als Brunnen angegeben, weshalb anzunehmen ist, dass auch auf dem Hohlestein eine Burg stand. Den
Frühlingsblick vom Hohlestein Richtung Reinhardswald. Dieser befindet sich bei beiden Bildern im Nebel und ist daher nicht zu sehen.
Herbstblick vom Hohlestein Richtung Reinhardswald
Abstecher auf den Hohen Dörnberg
Rückblick zu den Helfensteinen...
Panoramablick vom Nordhang des Hohen Dörnbergs zu den Helfensteinen und dem Kleinen Dörnberg
Hinweise am Eco Pfad
Hinweistafel am Abzweig zum Hohlestein.
  • 3 Hohen Dörnberg mit einer Höhe von 578,7 m ü. NN erreicht man auf dem selben Weg zurück und indem man von der Schutzhütte in Serpentinen den mit Gras bewachsenen Hang hinauf läuft. Während die Infotafel sich schon auf halber Höhe in einer Kehre befindet, teilt sich der Weg oben auf. Es ist egal, ob man links oder rechts herum um das dreieckige Hochplateau läuft, man wird hier wieder herauskommen. Die fast 1 m hohen noch erhaltenen Wallanlagen werden noch derzeitigem Kenntnisstand einer Burganlage aus der Zeit der Kelten zugeordnet, wahrscheinlich aus dem 6. - 1. Jahrhundert vor Christus. Nach einer Erneuerung im frühen Mittelalter um 700 nach Christus wurden sie erneuert und war offenbar ein Stützpunkt der fränkischen Macht. Nachdem man wieder vom Hohen Dörnberg hinunter gewandert ist, biegt man nach links ab und wandert auf Wiesenwegen entlang eines Waldrands, bevor man nach Friedrichstein kommt, eine ursprünglich 1777 angelegte Kolonie für 10 Familien. Hinter den Wochenendhäusern biegt man nach rechts in das Heilerbachtal ab, durchquert dieses und kommt zur
  • 4 Burg Blumenstein, auch wegen seiner markanten Form Wichtelkirche genannt. Auf dem begehbaren Felsen lag eine mittelalterliche Burg, von der allerdings keine baulichen Reste vorhanden sind. Lediglich Keramikscherben und urkundliche Nachrichten lassen die Burg in das 12. und 13. Jahrhundert nach Christus einordnen, spätestens seit 1386 war sie unbewohnt und dem Verfall preisgegeben. Laut einer Sage lebte hier auch ein Wichtelkönig mit seinem Volk, der sich in eine junge Frau verliebte. Nachdem diese zuerst einwilligte zu heiraten, entschied sie sich vor dem Priester dann doch gegen eine Hochzeit, weshalb die Kirche sich in jenen Basaltfelsen verwandelte, den man heute noch sieht. Von der Wichtelkirche wandert man in Serpentinen aus dem Tal hinaus und durch ein Drehkreuz zurück auf die Hochfläche des Dörnbergmassivs. Hier weisen mehrere Schilder auf den Flugplatz hin. Wird dieser betrieben, ist es verboten die durch weiße Striche markierten Landebahnen zu betreten. Man kann aber am Rand des Flugplatzes entlang gehen und kommt nach 10 km wieder zum Ausgangspunkt des Eco Pfad Archäologie Dörnberg.

Ausflüge[Bearbeiten]

Auf dem Hohen Dörnberg gibt es mehrere gut markierte Rundwanderwege

Naturpark Habichtswald[Bearbeiten]

Alpenpfad / Jägerpfad[Bearbeiten]

Diese beiden schönen Wanderwege verlaufen durch die Wacholderheide an der Ostseite des Hohen Dörnberg und wurden zwischen 1948 und 49 vom HWGHV angelegt. Der Alpenpfad ist als Rundweg 1 mit einer Länge von 5 km markiert, der Jägerpfad als Rundweg 2 mit einer Länge von 6 km. Alternatives Ziel der beiden Wanderwege ist die HaltestelleHaltestelle Alpenpfad, bedient durch die Buslinie 117.

Eco Pfad Kloster Hasungen[Bearbeiten]

Der Eco Pfad Kloster Hasungen verläuft auf einer Länge von nur 2,8 km über den Burghasunger Berg. Stationen sind das Museum Kloster Hasungen, der Alte Hof, Steinbruch und Hundsborn, Bergbühne und Eselspfad, Heimerad auf dem Hasunger Berg, das Kloster Hasungen, sowie die Evangelische Kirche von Burghasungen. Zu erreichen ist der Eco Pfad Kloster Hasungen über die Landesstraße L 3220 und die Bundesstraße B251 oder mit der Buslinie 117 bis zur HaltestelleHaltestelle Burghasungen.

Eco Pfad Kulturgeschichte Habichtswald[Bearbeiten]

Der Eco Pfad Kulturgeschichte Habichtswald verläuft auf einer Länge von 16,5 km, oder drei Teilstrecken von 5,1 km, 6,7 km oder 9,7 km durch die Gemeinde Habichtswald. Stationen sind die Dorfschmiede Ehlen, die Ev. Kirche und Steinscheuer Ehlen, das Dorfgemeinschaftshaus Ehlen, die Warte, Gut Bodenhausen, die Bodenhäuser Mühlen, die Ev. Kirche Dörnberg, der Basaltabbau am Silbersee und das Naturdenkmal Kaiserbuche. Zu erreichen ist der Eco Pfad Kulturgeschichte Habichtswald vom Hohen Dörnberg aus über die Landesstraßen L 3214 und L 3211 oder mit den Buslinien 117 und 110, mit Umstieg in Burghasungen, bis zur HaltestelleHaltestelle Im Grund zwischen Ehlen und Dörnberg.

Eco Pfad Archäologie Calden[Bearbeiten]

Der Eco Pfad Archäologie Calden verläuft auf einer Länge von 8 km, bzw. 6 km südwestlich der Gemeinde Calden vom Schloss Wilhelmsthal aus. Stationen sind der Tiergarten, das bronzezeitliche Hügelgrab, der Jagdstern, das Galeriegrab Calden 1 und 2 und das jungsteinzeitliche Erdwerk von Calden. Zu erreichen ist der Eco Pfad Archäologie Dörnberg vom Dörnbergpass aus über die Landstraße L 3214. Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Wanderweg nur sehr schlecht durch zwei Umstiege in Zierenberg und Fürstenwald zu erreichen.

Weblinks[Bearbeiten]

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