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Digoin

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Digoin
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Digoin ist ein Kantonshauptort und liegt im Département Saône-et-Loire ganz im Westen der Region Burgund, das Städtchen liegt an der Loire, die auch die Grenze zur Auvergne bildet.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Städtchen Digoin liegt an der Kreuzung zwischen dem "Canal du Centre", welcher am westlichen Ufer in den Loire-Seitenkanal übergeht, und der Loire, welche bis ins 19. Jhdt. einer der bedeutendsten Verkehrs- und Handelswege im zentralen Frankreich war. Die Stadt gehört noch zum Burgund, am linken Loireufer beginnt bereits die Auvergne - beides landwirtschaftlich geprägte beschauliche und wenig besuchte Regionen Frankreichs.
Schon knapp außerhalb der Stadt beginnen die Weiden der Charolais-Rinder, 2007 wurde am Schneckenfest ein Rekord aufgestellt, als 100'800 "Escargots de Bourgogne" als lokale Spezialität vertilgt wurden - die Region bietet viel kulinarische Genüsse.

Die Besiedelung reicht in prähistorische Zeiten zurück, in der gallo-römischen und merowingischen Zeit bestand hier am Fluss eine Siedlung namens Denegontium / Digonium.

Als die Loire noch der wichtigste Handelsweg für Holz & Steine als Baumaterial und von Wein nach Paris war, hatte Digoin mit seinem Loire-Hafen bereits einige Bedeutung. Die Situation änderte sich mit dem Bau des "Canal du Centre" zwischen der Loire und der Saône, der 1793 schiffbar wurde, und dem "Canal Latéral à la Loire" 1838, der über einen Aquädukt über die Loire mit dem "Canal du Centre " verbunden wurde - die Schifffahrt auf den regulierten Kanälen war zuverlässiger als auf der ungebändigten Loire, so dass die Loire-Schifffahrt gegen das Ende des 19. Jhdt. zum Erliegen kam; in der Neuzeit verlagerten sich die Verkehrsströme auf die Eisenbahn und die Strasse.

In Digoin konnte die Porzellan- und Steingutmanufaktur Fuß fassen, nachdem die Produktion der Faïencerie de Sarreguemines (Saargmünd) 1876 in die Stadt verlagert wurde. Viele der ausländischen Arbeitskräfte sind in den letzten Jahrzehnten in die Industriestädte der Region abgewandert; in der Stadt gewann der Tourismus an Bedeutung.

Anreise[Bearbeiten]

Bahnhof Digoin

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der nahe Flughafen 1 Aéroport de Saint-Yan ist nur für Privatpiloten von Interesse, auf dem 1938 erbauten ehemaligen Militärflughafen werden vor allem Flugschüler der ENAC (Ecole Nationale de l'Aviation Civile) ausgebildet. Die meisten auf dem Luftwege anreisenden Besucher werden über den Flughafen von Paris-Orly anreisen, der in knapp 3 Stunden erreicht werden kann.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Als historischer Verkehrsknotenpunkt an der Loire und dem "Canal du Centre" verfügt Digoin immer noch über eine relativ gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, es bestehen von 2 Digoin aus mehrmals täglich Verbindungen über Paray-le-Monial nach Lyon und in Gegenrichtung nach Moulins und teils weiter nach Nevers.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Digoin liegt an der Ost-West-Verbindung der N79, die gut ausgebaute Landstrasse verläuft von Mâcon von der Autobahn A6 nach Westen, vorbei an Moulins in Richtung Montluçon, wo sie Anschluss an die von Paris - Orléans herkommende Autobahn A71 macht.
Eher in Nordost-Südwestrichtung verläuft die N70 an Digoin vorbei, verläuft einen Abschnitt gemeinsam mit der N79 und führt als D994 nach Südwesten nach Vichy am Allier und zur N7 weiter.
Bei der Anreise aus der Schweiz und Süddeutschland benutzt man am besten die A36 über Basel und Mulhouse, fährt auf der A6 bis Chalon-sur-Saône und benutzt die N80 / N70 bis Digoin.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Die Loire-Schiffahrt wurde schon im 19. Jhdt. eingestellt, auf dem "Canal di Centre" kann die Stadt auf einer Ferienreise mit dem Hausboot angefahren werden, um hier am Hafenbecken am "Halte nautique" Station zu machen.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Fahrradtouren auf den ehemaligen Treidelwegen entlang des französischen Kanalsystems erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit, Digoin bietet sich hier dank der Anbindung ans französische Eisenbahnnetz als Etappenort an.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Digoin

Lokal bewegt man sich zu Fuss.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pont canal de Digoin
Ein Boot passiert den Pont-canal
ObservaLoire
Notre Dame de la Providence Digoin
  • der 1 "Pont Canal de Digoin" wurde 1834/38 als Verbindung zwischen dem "Canal du Centre" und dem "Canal Latéral à la Loire" erbaut, er überquert mit 11 Bogen in zwölf Metern Höhe die Loire.
  • ObservaLoire: das Museum mit Ausstellungsräumen beschreibt die Geschichte der Schifffahrt auf der Loire und den Kanälen und die Flora und Fauna um die verschiedenen Gewässer, von einer verglasten Aussichtsplattform kann dem Treiben auf der Loire und dem Pont Canal zugeschaut werden.
2 Observaloire de Digoin, Rue des Perruts, F-71160-Digoin. Tel.: +33 (0)3 85 53 75 71, Fax: +33 (0)3 85 53 75 74. Geöffnet: Mitte März - Mitte Nov., 14.00-18.00, Di geschlossen, Juli/August 10.00-18.00h, täglich. Preis: 5.00/4.00€.
  • die Kirche 3 Notre-Dame de la Providence mit dem quadratischen über dem Eingangsportal befindlichen Mittelturm ohne Turmhaube wurde 1869 erbaut.
  • um die "Place de l'Eglise" gruppieren sich die Häuser der Altstadt mit zahlreichen Ladengeschäften.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • auf dem Wasser kann man mit dem Hausboot im "Port de Plaisance" halt machen und die Stadt besichtigen, es werden auch Rundfahrten angeboten.
Port de Plaisance, Capitainerie, Rue du Gazomètre, F-71160 Digoin. Tel.: +33 (0)3 85 88 97 26.
  • Kanufahrer zieht es auf die Loire, mehr dazu....
  • Schwimmen können geübte Schwimmer in der Loire (Ausbootstelle unterhalb des Campings) oder
  • 1 Stade nautique Intercommunal, Rue de la Chevrette, F-71160 Digoin. Tel.: +33(0)3 85 53 31 50.
  • das Loiretal ist bekannt für Radtouren, welche vor allem auf dem flachen Treidelstrassen entlang des Kanalsystems als Tagestouren bis hin zu wochenlangen Radfernwanderungen durchgeführt werden können. Die Strecke am Mittellauf könnte gefahren werden, wenn einem der offizielle Loireradweg ab der Alliermündung zu kurz ist.

Einkaufen[Bearbeiten]

Im Altstadtbereich im die "Place de l'Eglise" finden sich zahlreiche Boutiquen und Ladengeschäfte. In der Papeterie am Platz werden Postkarten und Souvenirs angeboten, welche um die an der Loire um Digoin oft anzutreffenden Störche Bezug nehmen.

Es finden sich verschiedene Bäckereien, eine Metzgerei und Lebensmittelladen, welche von Kanu- oder Radtouristen zur Versorgung genutzt werden können.

Küche[Bearbeiten]

Eine Spezialität im Burgund sind die "Escargots de Bourgogne"; in Digoin wird ein Rekord gehalten, indem an einem "Schneckenfest" im Jahre 2007 108'000 Schnecken vertilgt wurden.
Bekannt ist das Burgund auch für die Zucht der hellen Charolais-Rinder und von Geflügel.

Auf der Website des Städtchens sind Restaurants und Hotels mit Kontaktinformationen und Öffnungszeiten aufgeführt.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

  • 1 Camping La Chevrette, 41 Rue de la Chevrette, F-71160 Digoin. Tel.: +33 (0)3 85 53 11 49, Fax: +33 (0)3 85 88 59 70, E-Mail: . der Campingplatz liegt am Hochufer unterhalb der Strassenbrücke rechtsufrig, ein Ausstieg für Kanuten befindet sich am flussabwärts gelegenden Ende des Areals, 400 m ab der Strassenbrücke. Der Campingplatz geht speziell auf die Bedürfnisse von Radfahrern (Etappenort des Fernradwegs "Eurovéloroute No.6 - Nantes - Budapest) und Kanuten ein. Vor Ort werden Monobloc - Kunststoffkanus (Einer / Zweier) für Kurztouren und auch Mehrtagestouren vermietet; Bedarf für mehrere Boote und längere Zeiträume frühzeitig anmelden. Geöffnet: Mitte März - Mitte Oktober.

Über die Hotels informiert die Website des Städtchens mit Kontaktinformationen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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